Kinder anschreien - Umfrage

Wie oft schreit ihr eure Kinder an

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    • (1) 18.12.17 - 11:00

      Hallo,

      Ist hier jemand der auch bei mehreren Kinder NIE laut wird ? Ich krieg das irgendwie obwohl ichs schon lange versuche nicht hin. Also erstens nicht zu schreien und zweitens wüsste ich auch oft im Affekt nicht wie ich mir ansonsten schnell Gehör verschaffe zb wenn ein Streit zwischen Geschwistern gerade zb unfair/gewaltsam wird.
      Ich hab gerade argen Streit mit meinem Partner deswegen, er sagt das muss auch besser gehen und er kann das auch mMn gar nicht ertragen wenn zuhause geschrien wird.
      Er glaubt mir auch nicht das ich mir oft nicht besser zu helfen weiß. Ich denke bei uns passiert sowas zur Zeit ca 1 mal pro Woche und mein Partner ist danach immer furchtbar aufgebracht.

      • (2) 18.12.17 - 11:10

        Hallo, wie definierst du anschreien? Liebe Grüße

        • (3) 18.12.17 - 11:13

          Die Stimme so laut erheben das man es im Nachbarzimmer 5 -10 meter weiter auch bei geschlossener Türe noch immerhin so laut hört das zb jemand der dort ist sich denkt : da passt was nicht (bzw da gibt es streit oder da ist jemand eindeutig sauer, wütend oder da gibt es probleme..)

          • (4) 18.12.17 - 23:35

            Ich habe Dir unten schon geantwortet, dass ich 1 - 3 mal pro Jahr angeklickt habe.

            Wenn Du aber anschreien SO definierst, dann hätte ich "nie" anklicken müssen.

            Das ist ja hammer hart, zwei so kleine Kids derart anzuschreien. Das ist massiv Gewalteinwirkung auf die Kinder. Deine Kinder wachsen damit in einem gewalttätigen Haushalt auf.

            Diese Art des "kopflosen" Schreiens, vor allem bei Kids in dem Alter, löst massive Stresshormone, Angstgefühle usw. aus. Das würde ich als Partner auch nicht aushalten.

            Aber sehr gut, zu lesen, dass sich auch mal ein Vater traut, seine Kinder zu schützen #pro!

            • (5) 19.12.17 - 01:01

              "Habs grad oben beschrieben. Eben so laut das zb wenn ich im Wohnzimmer bin und wütend und laut werde und unsere schlecht schließende Schlafzimmertüre zu ist, mein Freund zwar nix versteht aber doch merkt was grad passiert."

              Die Kinder sind Teenager btw.

              • (6) 19.12.17 - 01:04

                Wenn Du die Teenies schon immer so erziehst, dann wundert mich aber nicht, warum Du immer noch schreien musst.

                Dein Mann hat recht, es geht auch anders. Da Du vorher angeführt hast, dass sie gegeneinander gewalttätig werden, habe ich vermutet, dass es sich um Kleinkinder handelt.

                Bei euch geht´s wirklich zu #schwitz.

      (7) 18.12.17 - 11:11

      Vielleicht wäre das Buch "Mama, was schreist du so?" was für dich?

      Brüllst du rum, oder wirst du mal laut?

      • (8) 18.12.17 - 11:16

        Habs grad oben beschrieben. Eben so laut das zb wenn ich im Wohnzimmer bin und wütend und laut werde und unsere schlecht schließende Schlafzimmertüre zu ist, mein Freund zwar nix versteht aber doch merkt was grad passiert.

    (9) 18.12.17 - 11:19

    Mich würde vor allem die Meinung von Eltern die NIE gewählt haben interessieren, ob sie notwendige Dinge in stresssituationen anders lösen und wenn ja wie das abläuft.
    Ich werde glaub ich jetzt eine Familienberatung buchen. Mich überfordert dieses Problem gerade.

    • (10) 09.02.18 - 01:51

      Wir schreien unsere Kinder NIE an. Das haben wir noch nie getan, keiner von uns beiden. Wir schreien uns auch gegenseitig nicht an.

      Wir haben Glasklare Familienregeln welche Sichtbar in der Küche hängen und auch bebildert sind damit die Kinder sie auch schon verstehen. Unsere Kinder kriegen von baby Alter an mit das Schreien bei uns nichts bringt. Bei uns gilt Respekt. Selbst unsere ältestes (3 Jahre alt) weiß das schon und ermahnt jeden der in unserem Haus zu laut redet. Das gibt es in unserem Haus gar nicht. Wem das nicht passt der kann gerne gehen. BASTA!

      Ich sehe keinen Grund bei meinen Kindern laut zu werden. Meine Eltern mussten das auch nie. Es gab eine Ansage und damit hatte es sich. Die wurde 2x wiederholt und nach dem 3. Mal hatten wir gelitten. Glaub mir wir haben uns regelmäßig mit unseren Eltern gestritten als wir Teenies waren jedoch wurden dabei nie die Stimmen erhoben. Das war auch nie nötig, denn eine der allerersten Grundregeln in unserem Haus und im Haus meiner Eltern. "LEUTE AUSREDEN LASSEN.

      Kinder anschreien, egal wie alt sie sind ist "Gewalt gegen Kinder." Wenn ich etwas mit meiner Tochter zu klären habe und zu aufgewühlt bin um das sofort mit ihr zu klären gibt es eine Ansage (wie meine Eltern das auch schon getan haben); wir reden um...

      Dann hat jeder Zeit sich zu beruhigen um dann in Ruhe darüber zu sprechen. Das gilt auch für mich und meinen Mann. Wir sind auch uns gegenüber noch nicht laut geworden.

      (11) 11.02.18 - 23:06

      Ich bin evtl mal etwas lauter geworden, aber anschreien....ich hab meinen Sohn (8) mal gefragt ob ich ihn mal angeschrien habe, weil wir das Thema i9n der Schule hatten!
      Er sagt nein!
      Anschreien würde ich ihn auch, wenn er in Gefahr ist und ich ihn nur durch die Stimme schützen könnte, warum schreit man sonst Menschen an?
      Ich mag nicht angeschrien werden und deshalb schrei ich auch nicht.....wenn es nicht um Leben oder Tod geht

(12) 18.12.17 - 11:24

Hey,

was genau schreist du denn? Wirst du unfair wenn du schimpfst? Also sagst du mitunter gemeine Sachen zu den Kindern die dir Leid tun?
Schreien ist das eine... passiert mir tatsächlich quasi nie weil sich das albern anhören würde wenn ich laut werde. Was aber durchaus mal passiert ist, dass ich schimpfe und es mir dann Leid tut. Dann entschuldige ich mich aber auch bei den Kindern.
Es ist aber ein unterschied ob du schreist:"Hey, Kinder! Jetzt mal einmal Ruhe. Ich möchte Euch was sagen."
Oder:"Jetzt ist Schluss, ich hab fie Nase voll von Euch, immer das selbe mit Euch Nervensägen..." irgendwie sowas. Weißt du was ich meine?
Mit dem einen verschaffst du dir erstmal Gehör und kannst dann in Ruhe dein Anliegen loswerden. Das andere ist unfair und führt nur zu Frust.

Liebe Grüße

  • (13) 18.12.17 - 11:29

    Ich hab übrigens 1-3 Mal im Jahr angegeben. Ich habe wirklich nie Grund zu Schreien, mir platzt nicht der Kragen odersowas 😅 Und selbst schimpfen tue ich echt nur an Tagen wo die Nerven blank liegen. Meine Kinder machen aber auch (mMn) nichts was mich dazu veranlassen sollte. Ich reagiere bestimmt auch mal genervt oderso, keine Frage. Das ist menschlich, die Kids sind auch mal genervt.
    Nur unfair sollte man nicht werden.

    (14) 18.12.17 - 11:31

    Ich bin nicht unfair aber laut. Eher sowas wie : " Sofort Aus. Ihr macht das kaputt ." Oder "Hör auf deine Schwester zu schlagen". Oder "Du wirst dich jetzt ordentlich anziehen sonst werde ich sauer ich brauch nicht noch ein krankes Kind." Manchmal auch : " Ihr seid zu laut !" Oft schreie ich auch einfach den Namen von dem Kind das gerade in Begriff ist etwas kaputtzumachen oder eine Grenze (Gewalt, Gesundheit, notwendiges ein wichtiger Termin) zu überschreiten.

    • (15) 18.12.17 - 11:41

      Ah, verstehe.
      Das kommt vermutlich so aus dir raus aus dem Affekt? Wurdest du auch so erzogen?
      Also ich denke ich würde in den Situationen sagen: (Kind nennen wir mal Paul)
      "Paul, ich will das du das ausmachst." Fragt Paul warum, sage ich:"Es gehört mir und ist kein Spielzeug."
      "Ich will auf KEINEN Fall, dass du Lena haust, Paul! Stop!"
      "Ich will dass du die Mütze aufsetzt, Paul. Es ist sehr kalt draußen." Und ich habe einen verdammt langen Atem 😑😉 Ohne Mütze gehen wir nicht.
      "Mir ist das hier ein bisschen zu laut, Mädels. Bitte nicht so kreischen."
      Den Kindernamen sage ich durchaus mal wenn eins der Mädels auf dem Weg ist Unsinn zu machen 😅 Aber in normalem Ton. Ich sage:"Paul?" warte bis Paul mich ansieht und formuliere dann mein Anliegen. Reagiert Paul nicht endprechend innerhalb 1 Minute, gehe ich hin und unterbreche die Situation.

      (16) 19.12.17 - 01:22

      Das ist doch mal ein gutes Beispiel:

      "Du wirst Dich jetzt sofort anziehen. Ich brauche nicht noch ein krankes Kind."

      DU brauchst nicht noch ein krankes Kind? Macht das Kind das also, allein um Dich zu ärgern?

      Allein der Satz - in der von Dir beschriebenen und später relativierten Lautstärke - drückt so viel Abscheu aus, dass ich mir vorstellen kann, dass Deine Grundeinstellung in der Familie Wurzeln geschlagen hat.

      Ich finde die Idee gut, dass Du Dir Hilfe in Form von Familienberatung suchen möchtest. Zieh das durch, es ist bestimmt hilfreich #pro.

      • (17) 19.12.17 - 01:33

        Ich hab den Satz jetzt als Beispiel erfunden. Keine Ahnung wie ich das dem Kind gegenüber formuliert hätte. Bei uns gibt es auch nur 1 Kind das sich ständig zu leicht kleiden will. Also NOCH ein Kind hätte ich per se nicht gesagt. Allerdings sage ich sicher oft das etwas jetzt passieren soll weil es MIR nicht passt bzw MICH sonst nervt.
        Das finde ich aber völlig in Ordnung. Das Problem ist die erhobene Stimme. Ich kann ruhig manchmal keine Grenzen setzen.

        • (18) 19.12.17 - 01:35

          Wie soll man denn nun da einen Tipp geben?

          - Es ist gar nicht so laut.
          - Man versteht es im Nebenraum gar nicht.
          - Der Satz ist erfunden ... #augen.

          Langsam fühle ich mich hier verscheißert.

          Das Problem ist nicht die Lautstärke, ein Symptom ist die Lautstärke.

          • (19) 19.12.17 - 01:44

            Naja wenn mich jemand fragt bei was für sachen ich schreie dachte ich ich schreibe ein paar Beispiele für die Art von Sachen bei denen ich losschreie. Es sind halt praktische Dinge wie wenn jemand seine Gesundheit gefärdet, es Streit gibt oder etwas kaputt geht. Ich bin dann ziemlich knapp und direkt . Also wenn etwas kurz vor kaputtgehen wäre würde ich so ungefähr schreien "He, du machst das kaputt !" Ich dachte mit ein paar Beispielen kann ich die Art des Geschreis am besten definieren, obwohl ich jetzt nicht den Wortlaut irgendwelcher tatsächlicher Situationen genau weiß..

        (20) 21.12.17 - 21:56

        Also ich finde ja Eltern, die nie „austicken“ nicht authentisch. Es gibt nun mal Situationen, in denen man lauter wird. Erst letzte Woche hat mein Kleiner seine Tasse gegen unsere Glastür geschleudert. Tja, Ende vom Lied, kaputte Tür und eine seeeehr laute Mama. Keine Ahnung, was ihn geritten hat. Er ist sonst ein ganz lieber.

        Wenn das Schreien so oft wie bei dir vorkommt, ist das aber natürlich was anderes als mal Dampf abzulassen. Du solltest dir wirklich Hilfe holen.

Ist das nicht ganz normal, hin und wieder in ein Handgemenge einzugreifen, indem man: „Hey!“ ruft?
Das macht man ja nicht zum Spaß, sondern in Situationen, wo man ein Knäuel aus Kindern auflöst, wenn man merkt, dass einer sich wehtun wird, wenn man die Aufmerksamkeit dringend auf sich/die Regeln richten muss?!
Also da verstehe ich momentan diesen Aufschrei hier nicht, ich finde das durchaus nicht gewalttätig sondern ehrlich gesagt sehr unbedenklich, denn wenn man sich normalerweise mit den Kindern zivilisiert verhält, merken sie ja auch, dass eine Grenze überschritten wird, zb eben wenn ein Spiel zum Zweikampf ausartet oder an der Straße🙄

  • Also jetzt habe ich alles gelesen und merke dass der Tenor sich verständigt hat. Hab auch vorher nicht verstanden, dass du mit schreien halt so richtig laut meinst, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass es meistens nicht so schlimm ist, wenn man tief Luft holt und bis drei zählt.
    Wenn ich kurz vorm urknall bin, dann mach ich es so:
    Einatmen- ist das hier gerade unser worst case Szenario? Sind alle Finger dran und alle Augen intakt? Fehlen Körperteile? Kann man es ersetzen?- ausatmen—
    Keinen dollen Ausraster wert.
    Wir hatten ein Kind im Bekanntenkreis, einen ziemlich aufgedrehten jungen, der hat im „Spiel“/ Kampf wohl eher/ seine Schwester mit einem Küchenmesser im Gesicht erwischt (frag mich nicht wie er daran kam), seitdem ist das mein worst case, das ich als schmelzpunkt fest vor Augen habe- alles auf dem Weg dahin kann man nach einmal einatmen und Situation erfassen besser

(23) 18.12.17 - 11:46

ich habe zwei Teenager zu Hause, da bringt es wirklich nichts mit anschreien...man könnte auch gleich eine Wand anschreien...

aber...so manchmal...wenn denen der Hafer sticht und sie zu Höhenflügen ihrer Intelligenz aufsteigen, kann ich micht nicht zurückhalten.

(25) 18.12.17 - 13:57

Ich kenne in meinem ganzen Leben nur eine Familie, die ihre Kinder nie angeschrien hat. Emotionaler Missbrauch lag trotzdem vor. Die leise Variante durch Ignorieren und "du bist dumm" "du musst machen, was wir dir sagen" und absoluter Gehorsam, waren die Methode.

Schreien ist nicht per se schlecht und nicht per se gut. Es kann authentisch sein. Gefühlsausdruck. Es kann aber auch gewaltsam sein.

Der Unterschied ist manchmal im Graubereich.

Daher mal ein paar extreme Beispiele:

- STOPPPPPPPP
das ist auch schreien. Nur eben in einer Situation, wenn das Kind gerade dabei ist auf die Straße zu rennen oder noch extremer: das Auto über den Gehweg fährt, Grundschulkind nicht damit rechnet, außer Reichweite ist und man es als Erwachsener zwei Meter weiter hinten sieht, dass es knapp wird.

Ein Schreien kann Leben retten. Ein leises "vorsicht, das Auto fährt über den Gehweg, obwohl es das nicht darf" hilft in dem Moment so gar nicht weiter.

Alternativ: ein Glas fällt runter, Kind kommt grade in dem Moment barfuß zur Tür rein. Da hilft ein STOPPP !!! enorm. Vorsicht Scherben kann ja noch hinzugefügt werden. Erst mal ist wichtig, dass Kind stehen bleibt.

- Wutausbruch, Kind ist außer sich, kommt mit sich selbst grade nicht klar. Ich im Vollstress, etwas wichtiges geht zu Bruch oder Kind macht etwas, das es definitiv nicht darf und dadurch geht etwas kaputt.

Da gibt es mehrere Möglichkeiten
- Aufschreien, eigener Gefühlsausbruch,
Finger weg, Lass das, was soll das etc.
kann durchaus eine authentische Reaktion sein

- negatives Schreien
du bist blöd, was hast du jetzt SCHON WIEDER gemacht, warum machst du IMMER was kaputt, div. Beleidigungen, raus hier - ich will dich NIE WIEDER sehen, du verdienst es nicht anders

in o.g. Familie wurde zwar nie geschrien, dennoch auch solche Wortwahl verwendet



Natürlich kann man an sich arbeiten. Bzw. es kann durchaus sinnvoll sein , sein Schreien zu überdenken

1. wo kommt es her
(Krankheit, Stress, Überlastung durch andere Probleme) , Eigene Kindheit , weitergeben von emotionaler Gewalt

Hilflosigkeit

2. wie bewusst ist es einem selbst?
chronische Dauerschleife? im Affekt?

3. welche Art von Schreien?
zu den genannten Varianten kommt noch hinzu: berufsbedingt laute Stimme! Mein Vater musste im Beruf sehr viel lauter sprechen. Zu Hause fiel ihm dann oft nicht auf, wenn er deutlich über dem Lautpegel war.
Zur Folge hatte das, dass andere anfingen zu schreien um unbewusst mit ihm mitzuhalten.

Bei meinem Kind war das zur Kindergartenzeit so. Da sprach sie deutlich lauter, obwohl sie es gar nicht wollte. An Schultagen konnte man erkennen, ob es eher ruhiger zuging oder ob es lauter in der Klasse war.
Da habe ich sie darauf aufmerksam gemacht und über den Nachmittag wurde sie wieder ruhiger.

Umgekehrt macht sie mich darauf aufmerksam, wenn sie es als Schreien empfindet, nach dem ich mit jemandem gesprochen habe der/die schwerhörig ist. Das darf mir mein Kind dann auch sagen.

4. Welche Alternativen gibt es?
Sowohl in der Handlung der Situation selbst, als auch bezogen auf 1. langfristiges Entschärfen

Grade bei Hilflosigkeit kommt es auf die Situationen an, wann es gehäuft vorkommt und diese im einzelnen anzugehen.

Da kann auch helfen in Ruhe mit den Beteiligten drüber sprechen und fragen, wer sich was wünscht und wie man das anders lösen könnte. Nicht in der Situation selbst, sondern mal in Ruhe. Manchmal bringt es was, manchmal war es einfach ein Versuch.

Beim Schreien nach der Schule/Kindergarten kann eine Pause helfen.

Bei Stress bin ich anfälliger, sowohl selbst eher zu schreien, als auch anfälliger für Lärm. Entsprechend versuche ich den Stress zu beheben, dann gibt sich das mit dem Schreien von selbst.

Wenn sich Schreien in der Familie hochschaukelt: selbst versuchen nicht anstecken zu lassen, bzw. allgemein Ruhepausen einbringen.
Auch eine Idee: alle schreien sich gemeinsam vor dem Spiegel an, jeweils das Spiegelbild. Hab ich wirklich mal mit meinem Kind gemacht. Hat geholfen. Hinterher haben wir eine große Runde gelacht.



"er kann das auch mMn gar nicht ertragen wenn zuhause geschrien wird."

Warum?
Hat er selbst Stress und das ist das i-Tüpfelchen?
Ist es wegen Weihnachtszeit, dass ihm das mehr aufstößt?
Wie hat er sonst so reagiert?
Gab es eine Schrei-Zunahme bei euch? (Menge, Dauer, Lautstärke)
Ist er öfter/mehr zu Hause und bekommt mehr Schreien mit?
Ist er weniger zu Hause und diese Momente sind ihm wichtiger, während ihr Alltag habt?
Hatte er als Kind unter schreienden Eltern zu leiden bzw. schreiend-demütigend?

Wie hat er früher bei euch reagiert?
Hat sich bei euch im Alltag was verändert, eingeschlichen, was er von außen mehr wahrnimmt?

Was würde er denn in der jeweiligen Situation anders machen?
Weniger schreien, aber dafür lauter?
Handlungstipps oder Ideen, auf die du noch nicht gekommen bist?

Dich darauf hinzuweisen, finde ich durchaus ok.
Zumindest wenn es in dem Maße ist, dass du euren Alltag reflektieren kannst. Manchmal geht wirklich was anders, man kommt nur nicht drauf, da man in der Gewohnheit reagiert (zähle mich dazu)

Andererseits, wenn es zum Nörgelpunkt wird und er sich in der Situation auch nicht zu helfen wüsste, würde ich wahrscheinlich dicht machen mit der Zeit.
Reflektieren ja, mein eigenes Verhalten überdenken, ja auf jeden Fall.
Mir sagen lassen, wie ich es nicht machen soll, aber ohne Tipps wie es besser gehen könnte, aber ich weiterhin alles in dem Punkt allein machen soll, da würde ich streiken. Im Sinne von: dann mach es doch selbst (besser). Oder: ich mach mein Ding, du deines. Wenn's dich stört, sag mir, wie es besser laufen könnte / warum es dich stört.

Je nach Ursache, andere Lösungen. ;-)

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