Kind isst nur mit Ablenkung

    • (1) 19.12.17 - 11:04

      Hallo.
      ich weiß, wir sind selbst dran schuld aber es ist nun eben so und wir versuchen einen Weg zu finden , dass unsere Maus wieder besser isst.
      Kurze Vorgeschichte: unsere tochter war ein absolutes Schreikind mit bis zu 10 Stunden Schreikonzert am Tag. Wir trugen sie abwechseld in "3-4 Stunden Schichten" in der Manduca, ich stillte sie nach Bedarf und sie schlief immer schon sehr schlecht ein und war während dem Schlafens sehr unruhig, wachte teils nachts halbstündlich auf. Mittlerweile ist sie 17 Monate alt und es klappt mit dem Einschlafen, indem ich sie auf dem Arm trage, sie in ihr Bettchen lege und sie streichel. Manchmal will sie nochmal rausgenommen werden oder ganz auf dem Arm einschlafen. Ist für uns auch okay. Wenn gar nichts mehr geht, dann stille ich sie. Jedoch stillen wir im Normalfall nur noch Morgens vor dem Aufstehen, nochnal zum Kuscheln. Durchgeschlafen hat sie noch nie, zeitweise war es perfekt mit nur einer Flasche in der Nacht aber im Normalfall wacht sie 2-3 mal auf und will dann auch nicht mehr ohne Flasche weiterschlafen. Egal ob ich ihr den schnuller gebe, sie kuschel, zu uns ins Bett hole oder sie trage. Sie weint ganz bitterlich bis sie ihre Flasche hat. Momentan ist es so: 19:30 bis 1 Uhr Schlaf, 1 Uhr 1 Falsche 250 ml 1er Milch, 3:30 2. Flasche 180 ml, 1er Milch, 5:30 wach. Mittagsschlaf: 13:00 bis 14:00 Uhr. Wir sidn froh, dass sie mittlerweile so viel (ich weiß, es ist immer noch zu wenig) schläft.
      Aber nun zu unserem Problem: Sie isst nicht mehr ohne Handy oder sonstige Ablenkung. Wir hatten ihr zwitweise das handy abends zum essen gegeben (Kinderlieder), damit sie richtig satt ist, in der Hoffnung, dass sie dann mal weniger Flachen nachts braucht. tja, jetzt isst sie nur noch mit Unterhaltung. Sonst wirft sie den Teller runter und schreit.
      Wie kann ich es ihr wieder "abtrainieren"? Ab unnd zu isst sie alleine (Gabel oder Löffel) - aber immer nur 4 5 Bissen, egal ob es ihr schmeckt oder nicht. Wenn ich sie quasi wieder aus dem Stuhl nehme, sobald sie nach 3, 4 Löffel schreit, auftehen will udn Terz macht, dann könnte ich damit zwar erreichen, dass sie irgendwann "lernt", dass man zum Essen eben sitzenbleiben muss und sie auch eine gewisse Menge essen muss um satt (und glücklich zu sein). Jedoch ist sie ja dann in dieser Zeit (ich schätze dies wird bestimmt 2 3 Wochen dauern) nicht satt und wacht folglich nachts wieder für 3, 4 oder 5 Flaschen auf, was wir ihr ja nicht wieder "antrainieren wollen". Es war schon so ein Kampf, dass wir von 5 auf nur 2 nis 3 Flaschen nachts kommen,...

      Was machen wir falsch? Hat jemand Tipps?
      Habt ihr Tipps was ich machen kann?

      • Hallo,

        du musst dir einfach klar darüber werden, was du möchtest.
        Du bist die Mutter. Du entscheidest in deinem Haus und an deinem Esstisch. Du weißt, was gut ist für dein Kind. Sie ist schon lange kein Baby mehr und allein an der Essenssituation merkst du das ja auch sehr deutlich.
        Lass jede Ablenkung weg, esst alle gemeinsam am Tisch. Unterhalte dich mit deinem Mann so wie früher auch und schenke dem Theater nicht zu viel Aufmerksamkeit. Sie nimmt, so viel sie mag. Ihr Essverhalten wird nicht kommentiert und wenn sie nach 4 Löffeln fertig ist, dann ist das eben so. Und das machst du bei jeder Mahlzeit so, ganz gelassen und entspannt. Sie ist Teil des Familienessens und nicht Star der Show. Ist sie sehr aufgebracht (sie kennt es ja so nicht) tröste sie ruhig. Sag ihr, du verstehst, dass sie das sehr ärgert aber dass zu von nun an möchtest, dass ohne Handy gegessen wird.
        Gut möglich, dass sich das kurzfristig auf den Nachtschlaf auswirkt aber da muss ich ganz klar sagen: das wäre es mir wert und auch das wird sich ganz bestimmt irgendwann wieder entspannen. 😉
        Ich persönlich würde in dem Alter die Milch langsam mal ausschleichen, also immer weniger Pulver in die Flaschen geben aber das musst du selbst wissen.

        Liebe Grüße

        • Ich korrigiere:
          "Ihr Essverhalten wird nicht kommentiert"
          natürlich sagst du ihr, wenn dich etwas stört in normalem Ton oder einnerst sie daran, bitte nicht mit dem Essen rumzumatschen oder den Löffel zu schmeißen. Frag sie, ob sie fertig ist wenn sie zu sehr Unsinn macht. Mit der Zeit wird sie verstehen, was du möchtest.

      Huhu,

      ich stimme Mariella zu.

      Sie trinkt über 400 ml Milch nachts plus stillen morgens. Das ist fast Ihr halber Tagesbedarf an Essen. Lass sie einfach drei Muffel vom Familienessen Essen, und dann ist sie halt satt.

      Ob Du möchtest, dass sie sitzen bleibt (und sich langweilt) bis Du und Dein Mann fertig seid mit essen, oder ob sie spielen gehen darf, das bleibt natürlich Euch überlassen.

      LG Jelinchen

    • Wenn ich ein Baby wäre und nachts drei Flaschen Milch bekäme (und das mit bald anderthalb Jahren), dann hätte ich tagsüber auch keinen Hunger und würde mich dementsprechend am Tisch langweilen...

      Also müsst Ihr lernen, Euch nachts ohne Flasche zu beruhigen, dann sollte es auch tagsüber mit dem Essen besser klappen.

      dein kind klingt wie der prototyp des kindes das gerald hüther in dem buch neues vom zappelphilip beschreibt. ist zwar schon eine weile her dass ich das gelesen habe, aber wenn ich mich erinnere hättest du nach seiner theorie ein extrem reizoffenes kind. vl interessiert dich das buch ja und was er für tipps gibt.

    • Hüther und Bonney argumentieren folgendermaßen: Es gibt Kinder, die schon von Geburt an unruhiger sind als andere, die häufiger schreien, wacher, aufgeweckter, leichter stimulierbar, insgesamt empfindlicher sind. Bei diesen Kindern ist dementsprechend schon von Beginn an das dopaminerge System aktiver. Dessen zentrales Merkmal ist die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, die immer dann stattfindet, wenn Unerwartetes, Neuartiges, Aufregendes wahrgenommen wird. Bei Kindern mit besonders aktivem dopaminergem System entwickelt sich nun rasch eine Hirnstruktur, die besonders leicht durch alle möglichen Reize stimulierbar ist. Diese innere Unruhe ist von den Kindern selbst nicht kontrollierbar...

      • "Diese innere Unruhe ist von den Kindern selbst nicht kontrollierbar... "

        Bestimmt gibt es Erwachsene wie auch Kinder, die unruhiger oder ruhiger sind. Wenn aber eine anderthalbjährige stets mit parallelem Handygedaddel abfüttert, dann sollte man sich fragen, ob die Unruhe nicht auch von außen kommt und nicht nur von innen...

    Hallo, die Masse an Milch würde ich stark reduzieren. Verdünnen mit Wasser und insgesamt die Flaschenanzahl/Menge reduzieren, bis ihr nur noch bei Wasser seid. Du wirst sehen, dass sie dann tagsüber besser isst.
    Im Alter deiner Tochter kann sie doch schon etwas mit Gabel/Löffel essen. Brotstückchen aufpieksen, Gurke aufpieksen, Kartoffel etc. - das IST ihre Unterhaltung, da braucht es nichts weiter.
    Ich habe noch nie verstanden, was ein 1Jähriges sinnvolles am Handy machen sollte. Legt das Ding weit weg und löst euch selbst etwas vom Handy.
    Vielleicht isst sie mal 1-2 Abende weniger, aber das schadet ihr nicht.
    VG

    Man kann ja nur die paar Zeilen beurteilen, die Du hier schreibst, aber danach muss ich mich den anderen hier anschließen: das alles klingt sehr nach einem hausgemachten Problem.
    1. Wer mit 1,5 Jahren noch so derart viel Milch nachts bekommt, der hat logischerweise tagsüber wenig Hunger.
    2. Wer permanent abgelenkt wird durch Handygedaddel, der lernt logischerweise kein vernünftiges Essen.
    3. Ein Kind, was wirklich Hunger hat, wird auch essen.
    4. Wer nicht zu jeder Mahlzeit viel isst, wird auch nicht gleich verhungern.
    5. Zahntechnisch gesehen ist es ungesund und bedenklich und darüber hinaus in meinen Augen absolut nicht notwendig, wenn ein Kleinkind so viele Flaschen Milch nachts bekommt. Ich persönlich würde sie streichen und nur noch Wasser anbieten. Zahngesundheit geht für mich vor.

    Für mich liest sich das einfach so, als versucht ihr ganz krampfhaft, es dem Kind irgendwie Recht zu machen, vergesst aber, dass ihr kein Baby mehr habt und dass ihr als Eltern - bis zu einem gewissen Grad - selbst die Regeln vorgeben könnt und sie euch nicht ausschließlich nur von einem Kleinkind diktieren lassen solltet.

    (11) 19.12.17 - 14:00

    ...wenn du ihr das Handy wirklich nur mit Kinderliedern zum Hören gegeben hast, ist das Problem recht einfach zu lösen: lass das Radio laufen.

    Wenn es Spiele oder Filme waren hast du ein recht hausgemachtes Problem, wobei man das als Notlösung für eure angespannte Situation ja verstehen kann.
    Dann musst du da jetzt durch: Quasi harter Entzug. Behaupte doch einfach, das Ding ist kaputt. Und schränk dich vor ihr auch ein. Sie ist er 17 Monate - sie wird nicht aus Trotz verhungern. Mach halt den "Flieger" oder google nach lustigen Essens-Spielen / Aufzählreimen, Abzählreimen was auch immer oder zur Not lass sie mit den Händchen essen damit sie Spass dran hat. Gib ihr das Essen weich aber nicht vermantscht, damit sie die Hände benutzen kann und sich ablenkt. Gemüsestängelchen (z.T. gekocht) mit Dipsauce beschäftig so junge Kinder ja auch noch vollumfänglich.
    Meine hat nie gerne gegessen. Wenn sie selber den Broccoli zermantschen und abnagen durfte, war alles okay...

    Was ich - genau wie du - wichtig finde, ist schon, dass Kinder ohne Kommunikationsmittel essen. Das muss ja echt möglich sein. Wenn du mit dabei sitzt sowieso. Dann redet ihr ja zusammen etc. Pflege doch ab sofort eine saubere Tischkultur: Sie isst gleichwertig mit euch am Tisch auf einem Hochstuhl, bekommt annähernd das selbe Essen wie ihr, wird ins Gespräch mit einbezogen und nicht via Handy ruhig gestellt. Ihr singt zu beginn des Essens und verabschiedet euch beim Ende. So weiss sie immer, was jetzt los ist.
    Und keine Sorge - das Singen oder Beten oder was auch immer zu Beginn der Mahlzeit lebt sich mit der Zeit ganz normal wieder aus. So mit sieben, acht, legen die meisten keinen Wert mehr darauf.

    Hallo,

    du hast ja schon ganz tolle Tipps bekommen.

    Ich würde jetzt die Situation zuerst angehen, die dich am meisten stört. Und dann den Rest, also nicht alles komplett auf einen Schlag ändern. Mich würde die Situation am Esstisch am meisten nerven und da gab es gute Vorschläge von den anderen.

    Zum Milchbedarf: Meine Tochter hat in dem Alter deiner Tochter keine Milchflaschen mehr bekommen, aber sie war nachts wirklich hungrig. Es war bei ihr ein Wachstums-
    und Entwicklungsschub. Und das haben wir ihr nicht antrainiert, denn sie hat zuvor wie schon geschrieben nachts keine Mahlzeiten mehr bekommen, tagsüber hat sie auch reichlich gegessen. Sie saß im Bett und hat nach einem Brot gefragt - wir sind dann nachts aufgestanden, haben ihr Brote geschmiert. Sie hat diese dann auch wirklich gegessen und ist anschließend wieder mit ins Bett gegangen und hat geschlafen.

    Damit möchte ich sagen, dass jedes Kind anders ist und du vielleicht einfach austesten musst, was dein Kind wirklich braucht und was man sich als Routine antrainiert hat.

    Viele Grüße,
    lilavogel

    (13) 23.12.17 - 09:10

    Ich sehe da ein ganz anderes Problem: Ihr stellt das Essen viel zu sehr in den Mittelpunkt!

    Meiner Meinung nach reicht Milch allein (egal ob Flasche oder Deine) nicht mehr aus, um deine ca. 1,5 Jahre alte Tochter satt zu machen.

    Was bekommt sie denn als normales Essen? fang mit Pürriertem an, sie muss sich ja erst daran gewöhnen, dass sie richtig kauen muss. und nach ner Zeit wird das Essen halt immer stückiger. So ist das bei jedem Kind.
    Zum Abend gibt es dann halt Griessbrei oder Zwieback in Milch eingeweicht, das sättigt. Oder probier es mit Quark.
    Ich würde ihr die Flasche auch beim Füttern in die Hand geben. Das lenkt erstens ab und zweitens hat sie dann noch ihre geliebte Milch.

    Wenn sie abends bei euch mit isst, dann reicht vorm Schlafengehen sicher eine Flasche Milch. Ich habe dann mit meinem Kind im Schaukelstuhl im Kinderzimmer gesessen.

    Wenn sie nur einige Löffel isst, dann mach ne kleine Pause und probier es danach noch mal. Wenn sie dann wirklich satt ist und nichts mehr will, dann nimm sie halt aus dem Stuhl.
    Falls sie schreit und den Teller runterwerfen will:, Teller wegnehmen mit den Worten sie ist wohl satt. Na klar wird sie die erste Zeit schreien, aber sie wird schnell merken, dass sie so nicht weiterkommt. Da brauchst du halt starke Nerven.Verhungert ist noch kein Kind vorm vollen Teller.

    Bei uns gab es auch immer noch morgens und nachmittags eine Zwischenmahlzeit, wo es Obst/Quark, Kekse, Knäcke gab, was sie sich in den Mund schieben konnten. Das stand die ganze Zeit da und die Kinder konnten sich immer.
    bedienen.

    Überlege was du willst und mach es. Wer nicht sitzen bleibt hat keinen Hunger und isst halt nicht, Handy und Co zu t es nicht zu dem essen. Nachts gibt es Wasser und nichts anders. Wenn du es nicht durch ziehst wird es nix.

    "Was machen wir falsch? Hat jemand Tipps?
    Habt ihr Tipps was ich machen kann? "

    Erst mal seit ihr am Limit. Wenig Schlaf macht mürbe. Vor allem dann, wenn euer Kind einen anderen Rhythmus hat als ihr.


    Bei uns gilt: wer Hunger hat isst und wer satt isst, ist satt. Ohne Diskussion. Diese Ablenkungsversuche mag ich bis heute nicht. Weder hier kommt ein Flieger noch sonstiges.

    Da ich selbst wenig am Stück esse, gibt es bei uns mehrere Mahlzeiten. D.h. ich frühstücke morgens nur flüssig, bin aber bei meinem essenden Kind dabei. Zwischenmahlzeit war im Kindergarten/Frühstück für mich zu Hause/bei der Arbeit.
    Mittagessen gemeinsam.
    Obstpause bei Freunden, Zwischenmahlzeit bei uns.
    Abendessen wieder etwas größer.
    Nachthupferl für mich (brauche ich), mein Kind eher selten.

    Süßigkeiten sind keine Mahlzeiten. Die dürfen sein, zum Genuss, aber nicht zum satt werden.

    Wer Hunger hat, isst auch. Wer keinen Hunger hat, muss nicht essen. Gibt aber erst zur nächsten (Zwischen)Mahlzeit wieder was. Keine Diskussion, kein Trara. Keine Überredungsversuche, keine Löffelchen für.... die Erwachsenen können alle selber essen, ich essse für mich, nicht für andere :-p

    das zum Essen.


    Nachts und schlafen sind wieder andere Sachen. Da ist die Frage, was für euch wichtiger ist und was schwerer durchzuziehen wäre.

    Bei mir ist klar: Schlaf ist mir sehr wichtig. Da gehe ich den einfachsten Weg. Mein Kind wurde größer und es veränderte sich wieder.
    Umstellungen nur im Urlaub oder dann, wenn ich WIRKLICH die Nerven dazu hatte. Keine Termine, keine Tagesabläufe wo (extremer) Schlafmangel stark beeinflusst hätte.

    Wurde mir eine Situation nachts zu extrem und der Schlafmangel zu groß, habe ich automatisch umgestellt. Einfach weil weniger Schlaf besser war, als noch extrem weniger Schlaf.

    Fläschchen bekam mein Kind nicht. Stillen war insofern einfacher, als dass sich mein Kind dann entsprechendes holen konnte. Hätte sie Fläschen bekommen, hätte ich diese garantiert neben das Bett gestellt und griffbereit gehalten.
    Das ging vorbei. Mein Kind hat aufgehört. Das kam. Wennn sie bei mir geschlafen hat und ich es nicht merkte, prima. Wenn ich deswegen nicht schlafen konnte, zog ich ins Kinderzimmer um. Mein Kind zog von sich aus wieder zurück.

    Als ich sie unbedingt ausquartieren wollte, weil das ja so sein "muss", schliefen wir beide so gut wie gar nicht mehr und mein sonst selbständiges Kind, klebte nur noch an mir. Kaum entspannte ich mich, hieß es "tschüß Mama, ich schlafe heute wieder in menem Bett" :-p


    Von daher würde ich darauf schauen, was EUCH wichtig ist
    Was mit eurem Kind machbar ist. Nicht darauf schauen, wo es klappt, weil es das Bedürfnis des Kindes ist. Sondern überlegen, was euer Kind braucht (jeder Mensch hat andere Bedürfnisse) und wie ihr die mit euren Bedürfnissen kombinieren könnt.


    Was ist euch wichtiger. Schlafen oder Essen. Erst mal.

    Es kann durchaus sein, dass euer Kind tagsüber wenig isst, weil sie nachts genug bekommt. Das umzustellen würde aber bedeuteten, nachts umzugewöhnen, damit es tagsüber besser läuft.
    Wenn die Wichtigkeit jetzt im Moment sehr hoch ist und ihr die Nerven habt, das einige Nächte lang durchzuziehen, prima! #pro
    Bestenfalls wenn ihr tagsüber Zeit und Ruhe habt, selbst mal einzuknicken und einfach schlafen zu wollen.

    Wenn es euch momentan wichtiger ist, einigermaßen zu schlafen. Eben WEIL ihr da schon einiges hinter euch habt und essen nur zweit rangig ist. Dann so what. Nachts über die Runden kommen ist besser als gar nicht schlafen (und tagsüber auch nicht). Dann aber tagsüber das Essen nicht so wichtig nehmen.
    Sie isst, wenn sie Hunger hat - auch ohne Ablenkung - und lässt es, wenn sie satt ist (nachts bekommt sie ja einiges an IHREM Bedarf - nicht am Bedarf anderer Kinder). Wichtig ist nur, dass sie lernt (über Zeitraum hinweg), dass ihr selbst in Ruhe essen möchtet. Sie darf essen, muss aber nicht. Aber ein Maß an Ruhe geben und Appetitlichkeit sollte schon sein.

    Bei meiner habe ich nach Ablauf, Terminen/Alltag, Tagesform entschieden. In Entwicklungsschüben anders als im sonstigen Alltag.
    Es gibt nach wie vor ein paar Grundregeln: es gelten die Bedürfnisse aller in der Wohnung! Ihre ebenso wie meine, ebenso bei Besuch. Rücksicht heißt nicht, einer verzichtet, sondern wir orientieren uns so, dass das was machbar ist, zu allen anwensenden passt. Egal ob Baby, berufstätig, schwer krank, Alterserscheinungen etc.

    Ziel ist, dass sie langfristig gut klar kommt.
    Das Ziel meines Kindes scheint das ebenfalls zu sein. Sie möchte groß werden. ;-) Sie möchte sich so verhalten, dass es gesellschaftlich passt. ;-) Von daher: nichts war bisher für die Ewigkeit

    Wenn ihr etwas zu viel wird/unpassend wird, sagt sie es.
    Wenn mir etwas zu viel wird, nicht mehr passend zu uns ist, sage ich es oder habe es früher umgestellt. Für viele galt das als falsch. Allerdings hatten ihre Kinder andere Bedürnisse als meine und deren Bedürfnisse waren anders als meine. Alltag, Möglichkeiten, Termine, Möglichkeiten, ebenso.

    Je mehr ich auf dem Zahnfleisch ging (warum auch immer, auch nicht kindbedingte Situationen), desto mehr hatte/habe ich das Bedürfnis das zu verändern. Nicht alles auf einmal, aber erst mal immer das, was nicht mehr ging/geht.
    Und dann wenn die Kraft oder Motivation da ist, das nächste.

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