Nachbarn

    • (1) 12.04.18 - 12:26

      Hallo Ihr Lieben,

      Wir wohnen seit 3 Jahren in einem Mehrfamilienhaus ....soweit kein Problem.
      Meine Tochter bekommt immer wieder unkonzrollolierbare Wutanfälle . Sie schreit, tobt , knallt die Türen. Dieses dauert kurz an , dann ist wieder gut. Aber mehrmals am Tag. Ich nehme Rücksicht auf meine Nachbarn, aber kann es nicht verhindern das Sie nichts mitbekommen. Seit 3 Monaten wohnt eine neue Familie unter uns , die sich bei uns beschwerten das Kind soll ruhig sein. Sie selbst sind sehr impulsiv. Schreien. Ich habe daraufhin einen Brief geschrieben und mich entschuldigt und die Situation erklärt. Dieses ist ca 4 Wochen her. Heute morgen standen sie wieder vor der Tür und schrien und wollen ihre Ruhe. Sind darauf hin zum Vermieter gegangen , dem habe ich auch die Situation erklärt. Hat teilweise Verständnis gezeigt und möchte mit den Nachbarn sprechen. Meine Tochter wird auf ADHS getestet. Ich bin so hilflos. Ich habe bei jedem Wut Anfall Angst wegen der Nachbarn.

      • Also ich finde schon, dass ihr als Eltern euer Kind soweit im Griff haben solltet, dass nicht übermäßiger Lärm entsteht.
        In einem Mehrfamilienhaus muß man nunmal Rücksicht nehmen!
        Dauerndes Türgeknalle, schreien und toben geht gar nicht! Ich finde das unzumutbar.
        Und ich verstehe auch nicht, wieso Du da "hilflos" bist?!
        Wenn sie nochmal mit den Türen knallt, dann sag ihr, dass die Tür beim nächsten mal ausgehängt wird, wenn sie das wiederholt. Und wenn sie wieder mit der Tür knallt, dann hängt sie halt aus. Problem gelöst.
        Sucht euch eine Erziehungsberatung (z.B. caritas o.ä.), die euch zeigt, wie ihr mit eurem Kind umgehen solltet. Auf jeden Fall finde ich es zu leicht, sich hinter einer möglichen Diagnose ADHS zu verstecken und die Tobsuchtsanfälle einfach hinzunehmen.

        • Wie lustig, eine Wohnung ohne Türen. Zumindest die vom Bad und die vom Schlafzimmer würde ich doch echt vermissen, und auch die kann man zuschlagen, wenn die vom Kinderzimmer oder Wohnzimmer weg ist. Und ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es in einer Wohnung sonst keine Möbel gibt, an die man bei einem Wutanfall treten etc. könnte.
          So schnell ist so ein Problem eben nicht gelöst.
          Ich liebe diese pauschalen simplen Tipps ohne Ahnung.

          Dass das Kind untersucht wird, um gegebenenfalls therapiert werden zu können, ist ja schon ein Schritt in die richtige Richtung. Auf ADHS ruht man sich nicht aus. Aber ohne Diagnose kann man auch nicht therapieren.

          • "Wie lustig, eine Wohnung ohne Türen."
            Ich kann mir nicht vorstellen, dass es darauf hinausläuft.
            Meistens stört das Kind es doch relativ schnell, wenn an ihrem eigenen Zimmer keine Tür mehr da ist.
            Und mal davon abgesehen: warum sollte denn ein Kind die Tür des Schlafzimmers zuschlagen? Was hat das Kind denn überhaupt im Schlafzimmer verloren? #kratz Man schlägt ja in der Regel seine EIGENE Zimmertür zu...#aha
            Und zu Deiner Giftspritze, von wegen "Ich liebe diese pauschalen simplen Tipps ohne Ahnung." kann ich nur sagen, dass ich 2 Familien kenne, bei denen genau dieser Tipp 2x angewendet, Wunder gewirkt hat, denn seitdem werden dort keine Türen mehr zugeknallt. Und hier im Forum ist schon öfter von anderen Usern berichtet worden, dass der Tip bei ihnen geklappt hat. Den habe ich mir nämlich nicht ausgedacht, sondern von anderen Usern hier abgekupfert. :-p

            • Das was keine Giftspritze, lediglich eine Feststellung.
              Ich glaube dir gern, dass das funktionieren kann, bei Jugendlichen, die sich normalerweise im Griff haben, und denen eine schließbare Zimmertür wichtig ist.

              Ich weiß nicht, wie alt das Kind der TE ist, nach ihrem Nick vermute ich, es ist neun.
              Dass ein Kind in dem Alter mehrmals täglich Wutanfälle bekommt ist nicht „normal“.Deshalb wird es jetzt wohl auch untersucht. Angenommen, das Kind hat tatsächlich ADHS, dann kann es seine Wutanfälle eben nicht einfach kontrollieren, da ist es völlig wurscht, ob hinterher eine Strafe droht. Da muss man eben versuchen, die Wutanfälle in den Griff zu bekommen, sei es mit Medikamenten oder Verhaltenstherapie oder was auch immer die behandelnden Ärzte oder Psychologen raten.

              Ich weiß nicht, welche Türen bei euch zugeschlagen werden. Vermutlich keine. Es gibt schließlich genügend Kinder, die gar nicht das Bedürfnis dazu haben. Bei meinem ADHSler sind es die, die gerade in der Nähe sind. Da er selten allein in seinem Zimmer einen Wutanfall bekommt, sind das eher die Wohnzimmertür, oder wenn die weg wäre, eventuell die vom Bad direkt daneben, oder er tritt gegen einen Stuhl...zum Glück kommt das seit der Diagnose und Behandlung (und älter und damit reifer wird er schließlich auch) nur noch sehr selten vor, aber um es komplett zu verhindern müssten wir in einer Gummizelle wohnen.
              Dass das Kind irgendwo nichts verloren hat, ist wirklich witzig. Wenn es nur das täte, was es zu tun hat gäbe es schließlich kein Problem;-).

              Es gibt aber nun mal Kinder mit mangelnder Impulskontrolle, ADHS etc, da kommt man mit "normal" eben nicht weiter. Wer Impulse nicht kontrollieren kann dem hilft es nicht mal die Tür auszuhängen, der braucht Verhaltensschulungen, muss Strategien lernen das zu kontrollieren.Das Problem ist ja bei solchen Kindern nicht dass sie es nicht wollen sondern dass sie es einfach nicht KÖNNEN. Das fällt für mich schon in die Schublade "Jaja ADHS, früher gabs den Arsch voll und dann war gut"

              LG
              WuschElke

      Hallo Sina,

      ich sehe das zum teil etwas anders als meine Vorrednerin. Mietswohnungen mit kleinen Kindern sind schlimm! Das darf ich sagen, weil ich selber in einer wohne und auch Nachbarn unter mir wohnen habe die auch schonmal oben vor meiner Tür standen.
      In diesem Fall zurecht, und wir haben die Lärmquelle beseitigt.

      Aber wenn es um Wutanfälle geht kann ich schon verstehen, dass du dich hilflos fühlst. Zum Thema ADHS kann ich nichts sagen, das lasse ich mal außen vor.
      Das Problem daran ist, dass du wegen deiner Sorge um Lärm deine Tochter bestimmt ständig ermahnst und etwas verbietest oder?? Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass es aber genau dadurch immer schlimmer wird. Versuche ihr nichts Lärmmachendes wegzunehmen oder zu verbieten, sondern finde Alternativen. Ein Beispiel bei uns. mein Sohn hat eine kleine Hammerbank. Dort sind Stifte die man mit einem Holzhammer reinschlagen kann. Wenn das Teil auf dem Boden steht, glaubt man, das Haus stürzt gleich ein....... Also entweder soll er auf dem Sofa hämmern oder ich lege Decken u.ä. drunter was den Lärm schluckt.
      Jetzt bei dem schönen Wetter kann man ja Gott sei Dank viel raus gehen, das mindert den Druck. NUtz es aus und sei soviel wie möglich an der frischen Luft.
      Ich finde nicht, dass man seinen Nachbarn zu liebe sein Kind klein halten sollte. In anderen Ländern kräht da kein Hahn nach. Dort ist es selbstverständlich, dass kleine Kinder Chaos und Lärm machen. Typisch Deutschland wieder.
      Unsere Nachbarn neben uns, meinten immer gegen die Wand zu bollern, als mein Sohn wo er noch Baby war, Nachts schrie. Als ich die beiden auf der Straße sah ( kinderloses Paar um die 50) konnte ich mich nicht mehr bremsen und knallte denen meine Meinung an den Latz. Von wegen, sowas dummes können nur Menschen machen die selbst keine Kinder haben
      daraufhin war Ruhe.

    Letzendlich können sie euch nichts, denn Kinderlärm ist hinzunehmen. Kannst ihnen ja gerne mal entsprechende Gesetzestexte vor die Nase legen. Und dabei ist es völlig wurscht, WIE dieser Kinderlärm entsteht. Sei es eine knallenden Tür, ein Hämmern auf der Werkbank oder ein quietschendes Trampolin im Garten.

    Heißt aber nicht, dass ich das zu Hause so akzeptieren würde, wenn mein Kind ständig Türen knallt, austickt oder ähnliches. Da würde ich ganz sicher dran arbeiten.

Ich habe sehr viel Verständnis dafür das es für Dich schwer ist, aber irgendwas muss Du ja unternehmen. Ständig die Nachbarn zu stören ist ja kein Zustand.. Vor allem muss dein Kind ja auch irgendwie lernen, das so ein Verhalten nicht geduldet wird..Klar muss man ein bisschen Lärm ertragen in ein Mehrfamilienhaus, aber unkontrolliertes Schreien und Türen knallen öfters am Tag, ist schon ein bisschen viel.. Hat man dann kinderlose Nachbarn, sieht es oft düster aus..

Welche Konsequenzen hat es für dein Kind, wenn sie sich so aufführt?

Hallo
wenn deine Tochter dich schon so sehr überfordert, dann lass dich doch nicht weiter von den Nachbarn stressen. Es ist nunmal ein unruhiges Kind und du kannst kurzfristig nichts dran ändern. Dann sollen die ab und zu vor der Tür stehen.
Alles Gute

Dann hilft nur abwarten was beim ADHS Test raus kommt und dann so oder so Hilfe suchen, Ergotherapie, Verhaltensschulung für Kinder und Eltern. Es gibt da so viele Trainings- und HIlfsangebote dass man sich nicht hilflos fühlen muss.

LG und alles Gute,
WuschElke

  • ... also ich weiß nicht ob das direkt ERGO ist aber unser Ergotherapeutin macht speziell ADHS-Trainings und Verhaltenstraining, vielleicht heißt das anders, google einfach mal nach Impulskontrolle und ADHS-Coach. Heilpädagogisches Reiten setzt da auch an, falls es da einen Hof in Eurer Nähe gibt und sie sich für Pferde interessiert wäre das auch mal einen Versuch wert.

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