Strafe ???!!

    • (1) 26.04.18 - 10:39

      Hallo ihr lieben,

      Ich Geselle mich Mal in die Runde. Mein Zwerg ist nun 2 und fängt jetzt richtig schlimm an rumzubocken.

      Heute morgen habe ich 45 Minuten gebraucht um ihn dazu zu überreden sich anziehen zu lassen, Zähneputzen wollte er absolut nicht. Jetzt sind so Verhaltensweisen für mich noch total neu und so habe ich ihm dann Schluss gesagt, d

      • ( mein Handy hat die Nachricht leider zu früh abgeschickt)

        ... Fortsetzung

        Ich hab ihm dann gesagt, das wenn er sich nicht die Zähne putzen lässt er keine Micky maus heute schauen darf ( seine absolute Lieblingsserie)... Geholfen hat es natürlich nichts. Jetzt würde ich gerne wissen, ob er das wirklich damit noch verknüpfen kann und ob das richtig war... Ich würde das dann heute durchziehen und sagen das er keine Zähne geputzt hat und deshalb keine Micky mais schauen darf ?

        Bisher gab es bei uns noch nie eine "Strafe".

        LG Nadine mit Niklas ( 2 Jahre) und Alina (6 Monate)

        • Hallo,

          schaut er die Sendung Abends und das Zähneputzen war vorhin ?? Das ist eine viel zu lange Zeitspanne für ein kleines Kind.

          Bei uns gab es an einem solchen Tag eben keine Süßigkeiten (wenn es die bei euch schon gibt) Oder wenn es Abends war, dann eben keine Fernsehsendung mehr, oder nur 1 Geschichte, weil es schon spät war.

          Es sollten immer zeitnahe und logische Konsequenzen folgen (Strafe finde ich etwas hart gewählt).
          Diese sollte man dann auch durchhalten.

          LG
          Tanja

          Nein, verknüpfen kann er das damit nicht. Ich würde da aber auch nicht mit Konsequenzen arbeiten. Es gibt Dinge, die werden nicht diskutiert, die derzeit ich durch. Auch gegen den Willen meines kindes. Zähne putzen, windeln wechseln und Medikamente nehmen gehören dazu. Da interessiert mich nicht im geringsten, ob das meinte Kind passt oder nicht, die werden gemacht und basta! Notfalls mit Nase zu halten und festhalten. Solche elementaren Dinge stehen nicht zur Diskussion. Die zwinge ich durch. Ein "Will ich nicht" gibt es da bei mir nicht.

          • (5) 26.04.18 - 12:20

            “Notfalls mit Nase zu halten und festhalten“

            Echt?

            Und wenn das Kind sich windet, schlägt, kneift, sich mit aller Kraft verteidigt,
            was folgt dann?#zitter

            • Die Zähne werden trotzdem geputzt, die Windel trotzdem gewechselt und die Medikamente trotzdem genommen. Es geht um sehr wichtige Dinge, die absolut nicht verhandelbar sind. Mein Kind kann die langfristigen folgen des nicht Tuns nicht einschätzen, ich schon. Und solche Dinge setze ich absolut durch. Selbstbestimmung des Kindes hin oder her. Hier kann es nicht selbst bestimmen, hier entscheide ich, weil ich die Folgen absehen kann, die aus dem nicht tun resultieren. Mein Kind nicht.

              • (7) 26.04.18 - 12:36

                Ja,
                aber mit welchen Mitteln darfst du das umsetzen?

                Nase zuhalten und unter Zwang putzen, geht nur in absolute Ausnahmefällen bei bestimmten psychischen Krankheitsbildern.

                Wer das bei einem normalen Kind nicht anders hinbekommt,
                ist unfähig und sollte sich Hilfe holen.

                • Wenn das Kind bockt und keine Lust hat, schließt es den Mund fest zu. Da hilft weder zureden noch mich zum Affen machen noch singen oder sonst was. Und wenn nichts hilft, wird 3 Sekunden die Nase zugehalten und der Mund geht automatisch auf. Bei meinem 5 jährigen, der gern mal ansagen komplett verweigert, rum bockt oder Blödsinn macht, wirkt es wunder.

                  • (9) 26.04.18 - 12:57

                    Ich werde hier nicht die Erziehungsmethoden anderer verurteilen und denke mal, dass du deinem Sohn nicht weh tust.

                    Da ich aber selber ein extrem stures, willensstarkes und selbstbestimmtes Kind hatte und habe, weiß ich, dass es auch anders geht.

                    Situationen, in denen ich überfordert war und die ich nur durch Gewalt hätte lösen können,
                    habe ich mit Hile eines Psychologen in der Erziehungsberatung analysiert und er hat mir
                    Strategien aufgezeigt, die mein Kind zur Kooperation bewegen.

                    Das klappte.

                    Deswegen sage ich ja, man sollte sich eher Hilfe organisieren, als sein Kind zu
                    -entmachten-.

                    Ich sehe so soft, wohin das irgendwann führt.

                    Liebende Mütter, die hilflos sind, sich mit aller Macht durchsetzten, ihr Kind regelmäßig dabei entmachten uns sich dann wundern, wenn es irgendwann zurückschlägt.

                    Normale Kinder kooperieren alle, man muß sich nur die Mühe machen, den richtigen Weg zu finden.

                    Bei uns war das ein total albernes Ritual, bei der meine Tochter erst mit der Zauberbürste meinen Mund vom Gift der bösen Hexe befreien mußte und dann war ich bei ihr dran.#hicks

                    Und die Zauberuhr (Sanduhr) mußte durchgelaufen sein, sonst wirkte das Gift weiterhin und die Hexe hätte gesiegt, Das durfte natürlich nicht sein.:-)

                    • Das kenne ich zu gut. Nein Sohn ist auch extrem Willensstark. Leider hat er noch das Problem das er kaum Kontrolle über sich hat und ich ihn ab und an kontrollieren muss (damit er weder sich noch andere verletzt). Aber das nur mit Worten. Ausser er geht mit Gewalt auf mich oder andere los. Dann halte ich ihn bis der wutanfall vorbei ist.

                      Und mit viel Liebe und erklären schafft er es immer besser sich selbst zu kontrollieren.

                      Aber ich würde wie du nie mit Gewalt antworten. Oder meinen Willen aufzwingen. Denn so lernen sie ja das es ok ist jemanden seinen Willen aufzuzwingen. Es gibt genug andere Dinge die man probieren kann bis man für sich und sein Kind das richtige gefunden hat.

                      Wie bist du da an Hilfe gekommen?

                      • (12) 30.04.18 - 09:29

                        Hilfe habe ich mir erstmals gesucht, als meine Tochter ca.3 Jahre alt war.
                        Denn irgendwann engstanden ganz tief in mir, latente Hassgefühle gegen mein Kind, was alles, wirklich grundsätzlich ALLES boykottierte.
                        Heute noch bekommen ich schwitzigen Hände, wenn ich an diese Zeit denke.

                        Gewalt war für mich nie eine Option, ich hatte aber Angst, vor einem drohenden Kontollverlust.
                        Hilfe fand ich dann in einer klassischen Erziehungsberatungsstelle (Wartezeiten allerdings ca.10 Wochen).
                        Dort hat dann ein alter, erfahrener Psychologe und Psychotherapeut mit mir und unter Beobachtung meiner Tochter beim Spielen, typische Konfliktsituationen analysiert und mir erklärt, warum meine Tochter verweigert und wie ich sie wieder erreichen kann.

                        Das war sehr individuell und ging auch ans eigene, seelische Eingemachte, was ich anfangs als sehr unangenehm empfand, aber es wirkte.

                        Später gab es eine ADS-Diagnose, Therapie für unser Kind
                        und Elterncoaching für die Eltern.

                        • (13) 30.04.18 - 09:40

                          Ach ja,
                          und obwohl (oder gerade weil) meine Tochter in unserer Familie sehr viel Raum eingenommen hat und sehr auf sie eingegangen wurde,
                          hat sie sich zu einem großartigen Tennager entwickelt,
                          dessen außergewöhnliche Sozialkompetenz ständig und ausdrücklich betont wird.

                          Die Konflikte fanden nur im häuslichen Umfeld statt,
                          woanders verhielt sie sich immer vorbildlich.

                          Ich hätte nicht gedacht, dass es klassischen Erziehungsberatungsstellen so reformpädagogische Ansätze gibt. Hätte erwartet und hab davon auch immer gehört, dass da sehr stark die Konsequenzhaltung gepredigt wird. Aber schön, dass es auch andere Optionen gibt.

                          • (15) 30.04.18 - 11:08

                            “Hätte erwartet und hab davon auch immer gehört, dass da sehr stark die Konsequenzhaltung gepredigt wird.“

                            Das ist ja eigentlich nichts anderes als Konditionierung.

                            Der Weg über die Beziehungsebene und dem Spiegeln (was möchte mein Kind mir mit seinem Verhalten sagen, welcher Anteil an meiner Persönlichkeit provoziert dieses Verhalten?) funktioniert nach meiner Erfahrung nachhaltig besser.

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