Geschwisterkinder - Nicht ohne einander, aber dennoch nur am Zanken

    • (1) 02.10.18 - 04:57

      Dass Geschwister sich mal oder auch häufig zanken ist ja normal, aber dennoch wäre ich über ein paar Tipps dankbar, welche diese Situation ein wenig eindämmen.

      Man kennt das... Der eine will grundsätzlich das was der andere hat oder tut. Und überhaupt wird sich auf die Pelle gerückt ...und gezankt. Und das den ganzen lieben Tag lang.

      Wir haben eine Wohnung, welche zulassen würde, dass jeder seinen Freiraum hat. Genauso wie genügend Beschäftigungsmöglichkeiten. Und dennoch hocken beide grundsätzlich aufeinander. Und dann lassen Diskussion und Zank nicht lange auf sich warten. Trennt man sie, was auch nicht einfach ist, weil das ebenfalls mit Diskussion und Nörgelei verbunden ist, nun ja, ist mindestens einem "langweilig" der wiederrum dann mit mir zankt.
      ...
      "Wann darf ich wieder runter? Wann sind ... Minuten um? Mir ist langweilig!" usw.
      ...
      Somit können sie nicht ohne einander. Aber nun mal eben auch nicht miteinander. Sobald sie (wieder) zusammen sind, dauert es nicht lange bis es laut wird.

      Hat hier irgendjemand Tipps, wie man den Kindern schmackhaft machen kann sich auch ohne einander zu beschäftigen?

      Meine Kinder sind beide im Grundschulalter und nur 1 Jahr auseinander.

      Es wäre wirklich schön, wenn sie in den Genuss von Eigen und Ruhe kämen, und diese Option künftig während tags gelegentlich ebenso wie den anderen beanspruchen würden!!

      • (2) 02.10.18 - 09:13

        Hallo,

        bei uns half eine Weile nur konsequentes Trennen der Geschwister (jetzt 8 und 11, 2,5 Jahre Abstand).
        Da sie sich dann auch in ihren Zimmern gelangweilt haben, haben sie es irgendwann verstanden und sich besser vertragen. ;-)

        Dass sie dann bei mir aufliefen, habe ich unterbunden, indem sie eine Zeitvorgabe bekommen haben (15 MInuten oder 30 Minuten, je nachdem).
        Da sie eigene Uhren haben, waren sie selbst dafür zuständig, festzustellen, wann diese Zeit um war.

        Der Kleine hat dann in seinem Zimmer mit Playmobil oder Lego gespielt und Hörspiel gehört. Die Große hat gelesen oder auch Hörspiel gehört und gepuzzelt.

        LG

        Heike

        • (3) 02.10.18 - 12:45

          Danke Dir! Na das mit dem Trennen versuche ich ja bereits.. Allerdings ist das mit der Konsequenz wahrscheinlich ausbaufähig^^ Irgendwie habe ich aber auch das Gefühl, dass ich mit Wattebällchen werfe. Ich kann schon auch streng sein wenn es erforderlich ist, allerdings geht mir irgendwann die Puste aus. Ich kann ja nicht ständig sagen, erklären, machen und tun. Quasi hinerherrennen. Aber ich denke ich muss einfach einen Tag durchhalten und mir für nichts anderes Zeit nehmen.

          Im Grunde genommen sind es liebe Kinder, aber dieses städnige zusammen sein, was nun mal in Diskussionen und Zank endet, ist einfach unerträglich. Im Auto sitzen sie aucj schon seit etwa zwei Jahren getrennt..

          Naja.. Ich versuche es weiter mit der Konsequenz!:) Danke Dir nochmals!

      Ich habe meine ebenfalls 2,5 Jahre auseinander dann konsequent getrennt und in Ihre Zimmer verwiesen. Manchmal ist das heute auch noch notwendig, inzwischen 12 und 14 Jahre alt.
      Wenn sich das Problem gar nicht lösen lies, gab es unliebsame Aufgaben für Beide zum Beispiel Zimmer aufräumen, für die Schule lernen,....wirkt heute noch Wunder.
      Notfalls habe ich mit dem einem was uninteressantes gemacht, dann verschwand die Andere automatisch in ihr Zimmer.

    • (5) 02.10.18 - 16:49

      "Sind halt Geschwister" greift trotz allem zu kurz.

      Platz ist kein Problem.

      Was ein Problem ist, ist Eifersucht, Rivalität, gefühlte oder gelebte Benachteiligung, mangelnde Fähigkeit sich selber zu beschäftigen (also durchaus Langeweile die man dann mit Streit füllt) zu wenig Bewegung, zu viel Medienkonsum zu viel Zucker... nimm was auf euch passt :-).

      Ernsthaft: Alles oben stimmt und führt zu Streit. Schau zuerst darauf, dass du jedes Kind für seine individuellen Fähigkeiten lobst. Wenn einer Fussballstar ist, dann heb das hervor, ohne den andern zu benachteiligen - der kann was anderes. Man muss manchmal nur hinschauen.

      Lob nicht über den grünen Klee - aber wann es wirklich passt.

      Binde die Kids ein. Kochen, Haushalt - dann sind sie beschäftigt.

      Jeder soll ein Hobby haben - vorzugsweise nicht dasselbe. Aber wenn beide dasselbe wollen, dann gehts halt nicht anders.

      Gib ihnen Jobs, bei denen sie sich aufeinander verlassen können müssen. Das kann das Einkaufen gehen sein, das Pizza-Bestellen oder eine simple Fahrt zusammen in die Stadt per Bus.
      Meine vertragen sich immer am Besten, wenn sie ihre Fähigkeiten einbringen können und zusammen "ein Projekt" habe.

      (6) 06.10.18 - 00:14

      Hallo!
      Du sprichst mir aus der Seele …! Diese ständigen Zankereien und Kloppereien sind wirklich kaum zum Aushalten. Ich mache es mittlerweile so, dass ich mich so wenig wie möglich einmische. Wenn ich das nämlich tue, verbünden sie sich meistens gegen mich. Ich schreite nur noch ein, wenn es arg brutal wird, ansonsten lasse ich sie streiten. Entweder vertragen sie sich irgendwann wieder, oder sie sind (mindestens 10 Minuten lang) verkracht, und jeder geht seiner Wege.
      Ich wünsche und allen starke Nerven!
      J.

    • Was sich liebt, das neckt sich ;)
      Traf auch meinen großen Bruder und mir auch total zu. Wir haben uns im grundschulalter echt verdammt oft gezankt, jeden Tag mindestens einmal. Und wir haben sehr gerne miteinander diskutiert. Ich kann aus Sicht des Kindes sagen, es war mega nervig, wenn unsere Mutter sich eingemischt hat. Denn wir wollten das selber klären. Heute als Erwachsene denke ich mir, sie hätte sich auch viel weniger einmischen sollen, wir hätten das auch so geklärt und vorallem wächst man ja daran, wenn man miteinander streitet, Argumente vorbringt, diskutiert. Man lernt auch, das es eben nichts bringt, sich zu prügeln... wir sind damit nie weiter gekommen beieinander, außer das wir beide eingeschnappt und unglücklich waren. Aber die Erfahrung hat geholfen. Als Jugendliche haben wir noch immer sehr gerne ausdauernd diskutiert, meist beim Essen, aber wir hätten wirklich Freude daran, weil wir kognitiv auf der gleichen Höhe waren, es war wie ein Spiel.

      Von daher würde ich sagen, lass die beiden machen. Greif nur ein, wenn es wirklich brutal und hässlich wird. Auch wenn du mitbekommst, das Dinge mal unfair ablaufen, auch das musst du akzeptieren. Wenn die beiden für sich eine Lösung finden und der eine mal zurück steckt, ist das okay. In der Regel wird es in sehr näher Zukunft genau andersrum sein und dann wird der andere mal zurückstecken und akzeptieren, das er mal verzichten muss. So lernen sie geben und nehmen und selbstständig mit Konflikten umzugehen.

      Hallo,

      das ist hier auch an der Tagesordnung.
      Aber inzwischen gehe ich nicht mehr wegen jedem Furz dazwischen.
      Eine Bekannte sagte mal ganz cool "Solange kein Blut fließt, sollen die das unter sich ausmachen!". Die ist da bei ihren beiden Jungs ganz relaxt und sie meinte auch, dass das Zanken schon bedeutend weniger geworden ist, seitdem sie nicht mehr dauernd dazwischen geht.
      Einer ihrer Jungs kam mal runter und meinte maulend, der Bruder hätte ihm einen Legostein an den Kopf geworfen. Sie meinte nur "Tja, Pech ne?!" und er dackelte ab.
      Sie will sich mit solchem Mist nicht mehr beschäftigen.
      Richtige Streits kann man gemeinsam besprechen und ausdiskutieren aber ihr ist es wurscht, wer jetzt wem wieviele Legosteine gemopst hat.
      Dieses "Laissez-faire" eigne ich mir auch gerade an.

      Und wenn es bei uns Dauerzank gibt, dann trenne ich die beiden auch, und zwar verbunden mit Aufgaben.
      Der Sohn war hier neulich der Streithansel. Meine Große musste Hausaufgaben machen und er tratzte sie dauernd herum, klaute ihr Stifte aus dem Federmäppchen und nervte mutwillig rum.
      Da hab ich mir den Bengel gepackt, ab in den Garten, Blätter aufsammeln und in den Eimer schmeißen.

      (9) 11.10.18 - 05:38

      Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen Da kann man nichts ändern.

      Eine Schwester und ich waren zusammen Hund und Katze,getrennt nur der halbe Mensch.

      Aber auch wenn wir uns nur gezankt, gestritten und auch mal gekloppt haben, in der Not oder gegen die Eltern haben wir zusammen gehalten wie Pech und Schwefel.
      Auch heute beide über 50 gehen wir ganz normal miteinander um aber es reicht ein falsches Wort und wenn wir uns nicht beherrschen würde, würden wir uns in den haaren liegen;-)

      Ich denke mal du wirst nichts tun können als Starke Nerven zu behalten.

      Allein gespielt haben wir nie, hatte eine mit einer Freundin gespielt , war die andere eifersüchtig und hat mitspielen wollen, durfte Sie nicht hat sie angefangen mit Zanken.
      Genauso die Zeiteinteilung wer wie lange allein um Beispiel am Puppenhaus spielen darf brachte nichts. hat meine Schwester spielen wollen habe ich dahinter gestanden und sie geärgert, umgekehrt war es genauso. Zickenkrieg vom feinsten #rofl

      (10) 20.10.18 - 16:20

      Ich finde es verkehrt, wenn Eltern ständig eingreifen und jeden Streit schlichten und jede Diskussion unterbinden wollen. Wie sollen Kinder eine vernünftige Streitkultur lernen, wenn sie sich nicht auch streiten dürfen?
      Streit unter Kindern ist wichtig!!! So lernen Kinder, so messen sie sich untereinander und legen ihre „Rangordnung“ fest. Erwachsene sehen das viel negativer, als es Kinder empfinden. Und wenn man sich da als Eltern permanent einmischt und schlichten will, kann man nur verlieren und der eigentliche Konflikt wurde gar nicht gelöst, sondern nur unterbrochen - und er wird bei der nächst besten Gelegenheit wieder aufbrechen.
      Greift nur im Notfall ein, wenn gewisse Grenzen überschritten werden. Aber bei normalen Streits: versucht euch zu entspannen und lasst die Kinder das einfach mal unter sich klären.

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