Zu früh ins Bett?

    • (1) 15.11.18 - 09:58

      Hallo zusammen,
      Eigentlich ist mein Anliegen kein wirkliches Problem, aber e verwundert mich immer wieder. Ich bin seit 4 Jahren alleinerziehend. Mein großer, 8, möchte oftmals “richtig früh“ ins Bett. Das kündigt er dann schon morgens an, wir essen dann abends früher. Wenn er dann mittags aus der Schule kommt (er ist ein guter Schüler), macht er seine Hausaufgaben und geht anschließend meistens raus mit seinen Kumpels spielen. An besagten Tagen kommt er dann schon kurz nach 17 Uhr rein, zieht sich den Schlafanzug an und nach dem Abendessen soll ich ihn dann gegen 18 Uhr ins Bett bringen. Das kommt jetzt seit etwa einem Jahr so ca zweimal im Monat vor. Er legt sich dann hin, ich lasse die Jalousien runter, lese ihm noch kurz was vor und dann geht das Licht aus. Wenn ich dann nach ca 15 Minuten nochmal nach ihm schaue, schläft er tief und fest. Manchmal kommt er dann nach 2 Stunden nochmal raus, geht zum Klo und gut,danach verschwindet er wieder ins Bett und kommt erst am nächsten Morgen wieder raus. Auf die Frage, warum er so früh ins Bett möchte, sagt er nur: “Ich finde es eben schön so, das muss so.“ Das kam auch im Sommer regelmäßig vor, als es richtig heiß war. Seine Freunde spielten noch draußen und er kam rein und ging ins Bett. Seinem kleinen Bruder würde das im Traum nicht einfallen, der feilscht fast um jede Minute. Kennt jemand so etwas?

      • Ich will auch so ein Kind😊
        Ich vermute mal, dass es am Wachstum liegt und er an gewissen Tagen einfach geschlaucht ist.

        Hallo,

        das kenne ich so ähnlich auch von unserem Sohn (12,5 J.), nur das er es noch nicht morgens angekündigt hat.
        Er hat ein sehr gutes Gefühl für seinen Körper und was diese gerade braucht oder nicht.

        Zur Zeit wächst er gerade wieder und macht dank der Pubertät so einige rasante Entwicklungsschübe.
        Da kann es auch Abends um 19.30 Uhr passieren das er schon ins Bett geht (normal ist 21.00/21.15 Uhr) und dann auch wirklich schläft.
        Am nächsten Tag ist er dann wieder richtig fit.

        LG
        Tanja

        Ich finde das Verhslten deines Sohnes großartig!
        Die meisten Menschen neigen dazu, ihre innere Uhr zu überhören. Der Film ist gerade so spannend, die Party so lustig, ich bin müde, aber ach, noch eine halbe Stunde.
        Dein Sohn dagegen hört in sich hinein, merkt, dass er mal mehr Schlaf braucht, und nimmt sich diesen! Hut ab! Ich finde das ganz toll!

      er hört auf "sich" --- wachsen ist manchmal anstrengend. die Welt auch....

      mach dir nicht so viel gedanken, -- gerade das "auf sich hören" in Bedürfnissen ist eine tolle Eigenschaft, die man auf jeden Fall unterstützen sollte...

      meine Kinder gehen ebenfalls sehr gerne ins bett--- es war schon immer ein Wohlfühlort und das behalten sie bei... --- (in unsrem Fall passiert es eher häufiger mal mittags, dass ein Kind sagt: ich bin müde, ich chill mal bissi aufm Bett (Wörter übernommen vom grossen Bruder :) ) --- und da passiert es öfter, dass ein Nickerchen eben gut tut... -- das selbe Abends... (wenn der Tag anstrengend war - oder wie gestern morgen: da war der grosse schon um vor fünf Uhr wach und ist nicht mehr eingeschlafen -- da wolle er abends auch bald ins Bett)

      Allerdings habe ich es meinen Kindern auch selber vorgemacht... -- an krassen Tagen, hab ich schon auch mal gesagt, dass ich so müde bin und sie mal ne halbe Stunden leise spielen sollen, weil ich bisschen auf der couch die AUgen zu machen muss...
      Meine Kinder sind 8+10

    • Das ist bei meiner bei Entwicklungsschüben so.
      Normalerweise braucht sie weniger Schlaf als ich.
      In Entwicklungsphasen braucht sie dann kurzzeitig mehr Schlaf.

      Manchmal spürt sie es mittags, manchmal morgens schon. Sie geht dann abends früher ins Bett und schläft dann auch. Ob sie es schön findet, weiß ich nicht. Sie ist dann einfach müde und sagt das dann auch. In den Tagen danach merkt man richtig, dass sie etwas Neues kann oder einen richtigen Schub gemacht hat.

      Er kann sich halt gut einschätzen und weiß, was ihm gut tut. Er ist sich mit seinem Körper einig. Ich finde, er beweißt dadurch selbstbewußte Stärke und wird vielleicht im Heranwachsen zum Vorteil.

      Hallo allerseits,
      manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht... Bin gerade etwas entsetzt über mich sellbst. Wenn ich Eure Antworten so betrachte, habe ich die Sache wohl komplett falsch eingeschätzt. Gestern war wieder so ein Tag, wo in Lucas' Kinderzimmer um 17:55 Uhr das Licht ausging. Heute Morgen musste er erst zur 3. Stunde in die Schule. Er kam dann trotzdem kurz vor 7 aus dem Bett und hat mit seinem Bruder und mir gefrühstückt. Als dieser dann zur Schule war, hatten wir beide noch etwas Zeit. Ich habe ihn gefragt, ob er jetzt wenigstens richtig ausgeschlafen ist. Natürlich war er das, er war hellwach. Im weiteren Verlauf des Gespräches habe ich ihm gesagt, dass es für Kids in seinem Alter eigentlich ungewöhnlich ist, freiwillig so früh ins Bett zu gehen. Seine Antwort: "Es ist richtig schön, manchmal ganz früh ins Bett zu gehen, auch wenn es noch richtig hell und warm draußen ist, wie im Sommer. Erst gaaanz lange baden und dann was leckeres essen und sich danach ins Bett fallen lassen, mit dir kuscheln und dann einfach "wegschweben". Und jetzt fühle ich mich sooooo gut." Mir war echt nicht bewusst, dass er das in dieser Form richtig genießt. Bin gerade etwas geschockt, dass ich das nicht erkant habe...

      (10) 16.11.18 - 10:44

      ....das ist weder bedenklich noch falsch.
      Er fühlt was ihm gut tut und die besondere Aufmerksamkeit mag er. Er verpasst ja auch nichts, bei gerade 2x pro Monat weniger lange spielen...

      Soll er weiter machen - ist doch süss. Und er ist ja auch noch nicht gross - wenn ihm das gut tut...

      Jeder Mensch hat ein unterschiedlichen Bedarf an Schlaf. Das kann sich auch verschieben. Und ich find es blödsinn Kinder immer eine Norm zu pressen die ans Alter gebunden ist. In dem Alter sollten es z.b. so und so viel Stunden sein. Der eine braucht mehr der andere weniger an Schlaf. Ich wurde als Kind gezwungenermaßen um 18 Uhr ins Bett gesteckt bis ich 8 war und wenn Schule war., dananch durfte ich bis ich 10 war sage und schreibe bis um 19 Uhr wach bleiben. WOW!^^

      18 Uhr ist zwar früh aber auch nicht zuuuu früh gemessen an einer normalen Weckzeit zwischen 6 und 7 um dann auch rechtzeitig in der Schule sein zu können. Kommen da 12-13 Stunden pro Tag dazu. Was für ein Kind das tendenziell dazu neigt einen Mehrbedarf zu haben als ein Erwachsener, nix abnormales darstellt. Macht zwar unflexibel in der Freizeitplanung wenn am nächsten Tag mal keine Schule ist, das ist natürlich doof. Aber sollte akzeptiert werden. Ich wär schon froh wenn mein 2 Jähriger vor 21 Uhr schlafen würde. Der ist aber ne Nachteule und kommt mit Mittagsschlaf auch auf seine ca 12 Stunden schlaf, wovon aber max 10 auf die Nacht fallen. Solang das Kind aber tagsüber ausgeglichen drauf ist, ist daran auch nix verwerfliches. Jeder ist anders auch jedes Kind. ;-)

      (12) 22.11.18 - 21:34

      Ich habe mal ganz bewusst darauf geachtet, er geht abends wirklich gerne ins Bett. Das habe ich bisher in dieser Form nicht wahrgenommen. Habe ihn wohl in die Norm gepresst: "Kinder in diesem Alter gehen nicht gern ins Bett." Total der Irrtum, zumindest bei ihm. Wir waren in den letzten Tagen abends ein paar Mal etwas eher fertig, sodass noch Zeit zum spielen o.ä. war. Er kam dann auch schon mal etwa 30 min vor seiner Zeit an und fragte: "Kannst du mich schon ins Bett bringen?" Klar kann ich das.

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