„Erziehen ist Gewalt!“ – Interview mit Aida S. de Rodriguez #unerzogen

Beispiel, Zähneputzen: Da finden sich im Internet Berichte von Eltern, die #unerzogen leben und ihrem Kind seit Wochen nicht die Zähne geputzt haben, weil es das nicht will. Ist das noch Selbstbestimmung oder schon Vernachlässigung? Reichen Verständnis, Begleitung und Liebe tatsächlich, um Kinder gesund und glücklich groß werden zu lassen? ELTERN-Autorin Nora Imlau im Gespräch mit der Berliner Bloggerin und Kinderrechtsaktivistin Aida S. de Rodriguez. Die Antwort auf die Zahnputz-Frage gibt es hier 👇 Wie seht ihr das?
https://www.eltern.de/unerzogen

Selten so einen Schwachsinn gelesen!
Warum um Himmels Willen vergleicht man Kinder ständig mit einem Erwachsenen? Immer dieses „mit meinem Partner würde ich so auch nicht umgehen“! Richtig, würde ich nicht weil mein Partner sehr viel weiter denken kann als ein kind!!
Ich habe die Pflicht und die Aufgabe mein Kind zu schützen. Schütze ich mein Kind wenn es mit 5 Jahren und völlig kaputtem Gebiss beim Zahnarzt sitzt weil es sich weigert Zähne zu putzen? Schütze ich mein Kind wenn der po blutig und Wund ist weil es sich weigert Windeln zu wechseln?
Steht das in irgendeiner Verhältnismäßigkeit?? Ich denke nicht!
Für mich ist das ganz klar eine Form der Vernachlässigung und DAS grenzt an Körperverletzung!
Es ist mir unbegreiflich wie man wirklich so denken kann!
Ich bin für das wohl meines Kindes verantwortlich und nicht das Kind selbst. Warum wohl darf ein Kind nicht wählen oder Verträge abschließen usw? Weil es eben die Folgen nicht abschätzen kann! Ein Kind KANN NICHT wie ein erwachsener denken, deshalb kann ich ihn auch nicht wie einen behandeln!

Unterschreibe ich so - es in Kind kann gar nicht so weit denken, als das es die Folgen bestimmten Handelns oder eben nicht Handelns abschätzen kann. Da braucht man auch dem Kind nichts stundenlang erklären, es gibt Dinge, die sind einfach so und fertig.

*ein Kind

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Das ist genau das, was ich an "unerzogen" nicht mag:
Alles ist schwammig formuliert, es gibt keinerlei praktische Alltagstipps. Alles ist übergriffig (das Unwort des Jahres!), alles ist Gewalt.
Ich würde behaupten, wir leben relativ unerzogen, aber es gibt einfach Situationen, da muss etwas sein, und wenn es dem Kind nicht passt, versuche ich natürlich, bei ihm zu sein und seine Bedürfnisse mit einzubeziehen. Blockt das Kind dann aber immer noch alles ab, setze ich meinen Willen auch mal durch. Das Beispiel mit dem Zähneputzen ist ein sehr gutes:
Unser Sohn hat leider sehr schlechte Zähne, weil er sich lange geweigert hat, sich die Zähne putzen zu lassen. Wir waren kreativ, haben nach Lösungen gesucht, aber nichts hat gefruchtet und irgendwann haben wir ihn festgehalten, um ihm die Zähne zu putzen. Dennoch musste er einenlange Zahnbehandlung über sich ergehen lassen. Hätten wir unerzogen gelebt und ihm die Zähne gar nicht geputzt, wären sie ihm wahrscheinlich schon rausgefault.
Das soll im Sinne meines Kindes sein?

Unser Sohn hat bos zu 1,5stündige Schreiattacken. Nichts hilft. Ablenken, trösten, spiegeln, Körperkontakt, ihn fragen, was er braucht - vergebliche Liebesmüh. Er geht dann auch keinen Schritt mehr. Letztens musste ich Fünfjährige vom Kiga abholen und mein Sohn bekam beim Anziehen einen solchen Schreianfall. Wir kamen dann eine halbe Stunde zu spät in den Kiga - und das auch nur, wenn ich mir meinen Sohn irgendwann "geschnappt" habe, aie es im Beitrag so schön heißt. Ansonsten hätte meine Tochter noch eine weitere Stunde im Kiga gehockt und auf mich gewartet.

Aber klar, bei unerzogen ist alles immer so schön einfach. Nur, wie gesagt, praktische Tipps erhält man keine. ;-)

Gnaaah, Entschuldigung für die Schreibfehler. Liege stillend im Bett und hab meine Brille nicht an. #rofl

Hallo ,

GottseiDank ist meine Schwiegertochter und mein Sohn für eine gewaltfreie Erziehung .

Ich bin 74 Jahre alt und habe das Schlagen noch mitmachen müssen , geholfen hat es wenig , ich habe immer meinen Kopf durchgesetzt .

Und heute bin ich eine starke Frau und kann mich gegen so gewaltige Erziehungsmethoden wehren .

Sollte jemals irgendeine Person , meinen geliebten Enkel , oder die Enkelin schlagen , kann er was erleben , daß ihm hören und Sehen vergeht .

Kinder werden gewaltfrei erzogen , es geht , mein 2. Mann hat seine Kinder nieee geschlagen und es sind fantastische Kinder geworden , die selbst Kinder haben und auch ohne Schläge oder dergleichen erziehen .

es der Diskussion geht es doch gar nicht ums Schlagen......

Mich macht das Interview leicht wütend 😅 mir ist das alles zu dogmatisch und oft sind solche menschen nahezu militant, wenn man mit ihnen diskutiert. Sie werfen allen anderen vor, ihrem Kind Gewalt anzutun und das finde ich einfach nicht in Ordnung. Es besteht ein sehr großer Unterschied zwischen schlagen und regeln geben.
Besonders als Lehrerin stößt es mir aber auf. Auf Elterngespräche mit unerzogenen Eltern hätte ich nicht viel Lust. Viele Kinder, die so aufwachsen, werden in der Schule scheitern und dann sitzen dort Eltern, die entweder verzweifelt sind oder uns Vorwürfe machen. Klar, es ist nicht dasselbe, aber diese Kinder werden aus pädagogischer Sicht einige Gemeinsamkeiten mit Kindern aufweisen, die ihren Eltern leider sehr egal sind.
Und nur weil wir nicht wissen, wie die Gesellschaft in 20/30 Jahren aussehen wird, sollen wir den Kindern lieber gar nichts für Ihre Zukunft auf den Weg geben? Diese Argumentation ist, es tut mir leid, selten dämlich.
Erziehung und Regeln sind das Fundament der Menschheit und einer funktionierenden Gesellschaft.

Ich sehe dass ähnlich. Kindern Grenzen und Strukturen zu geben ist für mich keine Form von Gewalt, da Ich damit auch Sicherheit für meine Tochter vermittle. Ich finde es im Gegenzug eher eine bewusste Form von Vernachlässigen und schaffen von Verunsicherungen wenn man “unerzogen“ erzieht. Auch in Hinblick auf dass spätere Leben, bereitet diese Art der Erziehung in keiner Art und Weise Kinder auf das Leben vor.

Das ist richtig!
Ich erlebe in meinem beruflichen Alltag jeden Tag Kinder die keine Grenzen und Strukturen hatten, und weiß um ihre sozialen und emotionalen Schwierigkeiten. Diese Kinder werden zu Erwachsenen, die sich an keinerlei soziale Regeln halten können, und die später, ausserhalb ihres Elternhauses wo dieses Miteinander mehr oder weniger funktioniert hat, keinerlei Frustrationstoleranz besitzen, und mit den allgemein gültigen sozialen Normen absolut nicht klar kommen. Sie leiden, das kann ich Ihnen sagen. Sie leiden, und sie sind verunsichert.

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Es ist ekelerregend feige, seine Kinder nicht zu erziehen.
Einem Kind zu erlauben sich über einem längeren Zeitraum, sich die Zähne nicht zu putzen erhöht die Wahrscheinlichkeit von Karies. Karies verursacht direkt Schmerz und erhöht das Herzinfarktrisiko.

Das beliebte Argument, mit einem Erwachsenen würde man nicht so umgehen ist Käse. Ein Erwachsener wird im Notfall vom Gericht erzogen. Und dafür werden die nicht erzogenen von der Polizei geschnappt und von A nach B gebracht.

Wer sein Kind nicht erziehen will, soll auf eine einsame Insel ziehen. Das Miteinander funktioniert nicht ohne Regeln und diese sollte man zum Wohle von Allen lernen.

Spätestens in der Schule lernen auch unerzogene Kinder was Regeln sind. Zum Leidwesen der anderen dauert es oft lange bis sie diese annehmen.

Ich erlebe die "unerzogenen" Kinder als Lehrerin größtenteils als Belastung für ihre Umwelt, und die Eltern auch.

Dass andere Menschen auch Bedürfnisse haben, dass es an Schulen Regeln gibt, die allen zugute kommen, sehen die so bemühten Eltern gar nicht, da sie sich selber völlig in den Dienst ihres Kindes gestellt haben.

Und die Kinder sind völlig vom Lustprinzip gebeutelt und leiden selber, erkennen die Grenzen von anderen selten an und sind meistens unglaublich unbeliebt bei ihren Altersgenossen.

Na super, Kind auf die Welt setzt und soll's zu sehen wie es klar kommt. Ich habe noch die alte Schule erlebt, und ja, hab auf den Hintern bekommen. Mir hat's nicht geschadet, im Gegenteil. So habe ich Grenzen zu spüren bekommen. Bin meinen Eltern dankbar und ich liebe sie für alles!

Also ich bin ja wirklich locker und Bedürfnisorientiert. Wirklich. Aber gar nicht erziehen? Ich meine klar... wenn ich kompromisse finden kann. Sind diese zu bevorzugen. Aber manchmal finden sich keine. Und "Schäden an den Zähnen lassen sich leichter beheben Hals Schäden an der Seele"... ein Kleinkind Zahnmedizisch behandeln zu lassen bedeutet nicht selten Narkose und die Notwendigkeit dafür in früher Kindheit löst nicht selten eine Ängststörung aus denn zahnmedizinische Eingriffe sind immer schmerzhaft vor allem wenn man schon mit Schmerzen hingeht. Und wer behauptet das Grenzen aufzuzeigen und unangenehme Dinge durchzusetzen, gleich ein knacks verursachen. Kinder testen auch Grenzen um welche zu bekommen. Und ein Kind mag ich zwar "schnappen" und Übergriffig mitnehmen wenn nötig. Und das würd ich nicht mit meinem Partner machen weil er doppelt so viel wiegt als ich. Und auch in der Partnerschaft werden Grenzen auch mal durch unschöne Auseinandersetzungen geklärt und nicht nur mit stirnbussi und passt schon.

Es gibt keinen Grund in seine Erziehung körperliche und seelische Gewalt gut zu heißen. Aber wo fängt Gewalt an? Weil ich ein machtwort spreche... weil ich vielleicht gegen den Willen Zähne putze um schlimmes zu vermeiden. Das käm dem gleich. Als würde man lieber jemanden erstickend sterben zu lassen als durch körperliche Gewalt schlimmeres zu berhindern. Und Übergriffig zu handeln wenn kompromisse nicht gefunden werden... weil das Kind keine Kompromisse eingehen möchte... nicht weil ich nicht dazu bereit bin. Dann muss ich manchmal handeln sofern es nicht vermeidbar ist. Mein Kind darf viel selbst bestimmen. Aber gewiss nicht alles und wenn ich nicht Frustration lerne auszuhalten und unangenehme Dinge nicht auch mal trotzdem zu machen. Hat man irgendwann Erwachsene die beim 1. Hindernis sofort das Handtuch werfen und zb nie einen Beruf ausüben können... denn hier muss man oft in saure Äpfel beißen. Wichtig ist in der Umsetzung mit Respekt durchzugreifen und nie weiter zu gehen als man es bei sich selbst vertreten könnte.

Ich habe mir den Artikel gerade durchgelesen und empfinde die genannten Fallbeispiele als nichtssagend.

Gerade das Beispiel zum Thema Zahnhygiene - allein die Aussage, dass sich Schäden an Zähnen leichter reparieren lassen als an der Seele. Völlig absurd, wenn man bedenkt, dass solche Eingriffe im Kleinkindalter sogar weitreichende Traumata auslösen können. Mal abgesehen davon, dass ich NICHT glaube, dass ein Kind, dass sich weigert die Zähne zu putzen, einer zahnärztlichen Behandlung zustimmt. Dies dann gegebenenfalls sogar unter Vollnarkose. Was ist dann die logische Konsequenz, die Zähne faulen zu lassen? Und immer schön Süßigkeiten zum naschen reichen, weil das Kind die nunmal will? Hier sehe ich die Eltern tatsächlich in der Pflicht zu handeln, sollten alle Lösungen gescheitert sein. Gerade UM das Kind zu schützen, vor körperlichen und ggf. seelischen Schmerzen.

Das andere Beispiel mit dem Bollerwagen ist genauso abstrus. Wie schon eine Vorschreiberin geschrieben hat, das Kind zu überzeugen ist nichts anderes als manipulativ. Man setzt seinen Willen ja doch durch - nämlich, das Haus zu verlassen - nur eben statt im Kinderwagen im Bollerwagen. Ja, man wird kreativ in der Lösungsfindung. Um seine EIGENEN Bedürfnisse durchzusetzen. Und das unter dem Deckmantel, es ohne "Gewalt" zu tun. Und - weil das ja als Beispiel im Artikel genannt wurde - wenn ich mein Kind von der Kita abholen muss und mein Mann als Erwachsener das Haus nicht verlassen will, dann kann ich ihn daheim lassen. Bei meinem Kleinkind kann ich das nicht. Also muss ich es zur Not eben schnappen und mitnehmen. Das als Gewalt darzustellen finde ich sehr übertrieben und unpassend. Und überdies, was ist mit den Willen des anderen Kindes, abgeholt zu werden? Nur weil ich es in diesem Moment nicht sprechen und hören kann, so hat es doch auch seine eigenen Bedürfnisse, die ich gerne berücksichtigen möchte.

Das Interview ist zumindest für mich also wenig hilfreich. Die Fallbeispiele sind nicht sehr durchdacht und je weiter ich darüber nachdenke und mir mögliche Szenarien vorstelle (Kind möchte auf der Straße spielen, sich nur von Süßigkeiten ernähren, nicht in die Schule gehen etc.), desto mehr bin ich davon überzeugt, dass dieser Erziehungsstil (ja, das ist er, auch wenn die Anwender/innen das nicht gerne hören) mehr schadet als nutzt. Bedürfnisorientierte Erziehung sowie Erziehung auf Augenhöhe schließt ein gewisses Grundgerüst an Strukturen nicht aus. Auch mit Strukturen sind die Eltern nicht lieblos oder nutzen ihre Überlegenheit bzw. Machtposition aus. SO ein Gedankengut finde ich sehr übergriffig. Ein (Klein-)Kind ist eben kein Erwachsener und kann die weitreichenden Folgen seines Handelns nicht immer absehen. Da sehe ich die Eltern in der Pflicht uU auch zu handeln, sollte alles reden und überzeugen nicht fruchten.

... mal ganz zu schweigen davon, wie viel so eine zahnärztliche Behandlung kostet und wie weitreichend je nach Alter des Kindes die Folgen sein können, wenn der Karies sich schon auf die darunter liegenden bleibenden Zähne ausgebreitet hat.

Natürlich soll man die Kinder nicht ständig von oben herab behandeln, sondern ihnen die Dinge erklären, auch gerne mal Kompromisse finden (wie den Bollerwagen), aber wenn mein Kind auf die Straße rennen will, dann halte ich es fest, auch wenn es ihm nicht passt.
Der Grundgedanke des Interviews ist nicht grundsätzlich falsch, aber die Umsetzung funktioniert so einfach nicht. In manchen Punkten braucht ein Kind Grenzen und manche Dinge müssen sein.

Ich finde Du triffst es auf den Punkt mit dem Beispiel des Bollerwagens - so hatte ich es noch gar nicht gesehen. Im Prinzip spielt man nur die eigene intellektuelle Überlegenheit aus und macht sein Kind dadurch gefügig, das Kind wird manipuliert - das ist sogar widerlich übergriff.

Einen Menschen zu das machen, was er nicht ist, ist Gewalt.
Merkt man an sich selber auch. Muss man seinen Kindern nicht antun.
"Erziehung" wird meistens aus Angst begangen. Angst vor der Zukunft. Wie soll das Kind später sein, wenn es jetzt nicht...

So wenig überfriffig zu sein wie es einem möglich ist, sollte das Ziel sein.
Es wird immer Situationen geben, in denen man glaubt, dass es nötig war. Dabei ist die Grenze bei jedem verschieden.
Bei dem einen ist jedes Zähne putzen Gewalt wert aus Angst vor Karies, dem anderen eben nicht. Ich bin mir Sicher, dass in den 70ern nicht flächendeckend Zähne bei Kleinkindern geputzt wurden...

Und selbstverständlich sollte man seinen Kindern die eigenen Grenzen aufzeigen. Aber nicht die Grenze um die Kinder herum hochziehen, sondern eher übergriffiges Verhalten der Kinder "abwehren".

Wichtig ist, über sich und über das was man tut nachzudenken.
Dann ist man ein guter Mensch und kann sich weiter entwickeln.

Ich weiss nicht, warum viele der Meinung sind, dass unerzogen gleich verzogen bedeutet. Regeln in der Gesellschaft kann man vorleben, die muss man nicht erziehen. Und dieser Zähne putzen Wahn kann ich echt nicht verstehen. Mit 26 Monaten putzt meine Tochter freiwillig die Zähne und lässt sie auch nachputzen. Dafür habe ich dies nie mit Gewalt versucht. Aber sie kennt auch so gut wie nichts süsses. Sie hat von den Süßigkeiten, die sie beim Laternen singen gesammelt hat, kein einziges gegessen. Wir essen aber auch keine Süßigkeiten. Sie trinkt einmal die Woche Saftschorle, weil wir auch nur Wasser trinken. Schlafen darf sie grundsätzlich, wann sie will, denn ich will ihr ihren Rythmus nicht kaputt machen. Ich muss mein Kind nicht erziehen, sondern ich lebe mir wichtige Regeln vor. Aber natürlich schütze ich es vor Gefahren.

Ist ja schön, dass es mit deiner Tochter so gut klappt. So war es bei meiner Großen auch. Da hatte ich auch "den Plan im Sack", wie man mit lustigen Fingerspielen oder Erklärungen das Kind dazu bringt, sich ohne Gewalt die Zähne zu putzen.
Dann kam mein Sohn. Holla die Waldfee.
Was Süßigkeiten angeht, wir essen auch sehr wenig Süßes und gehen mit Medien sehr bedacht um. Dennoch stürzt sich meine Große auf alles, was Zucker enthält, und schreit wie am Spieß, wenn sie nicnts gucken darf. Laut unerzogen dürfte ich ja nicht reglementieren, also hieße das, mein Kind schaut täglich sechs Stunden fern und schiebt sich dabei einen Schokoriegel nach dem anderen rein. Und nein, wir machen das nicht so.
Vorleben reicht eben nicht immer und nicht bei jedem Kind.

Du kannst nicht von deiner Tochter auf andere Kinder schließen. Es gibt viele Kinder, die das Zähneputzen verweigern. Und auch Fruchtzucker ist schädlich und kariesfördernd, das übersehen viele Erwachsene nur. Das zeigt doch bereits der ermittelte Wert von 15 Prozent der Dreijährigen, die an Karies leiden. Und das muss nicht sein.

Das Beispiel kam im Übrigen im Artikel selbst vor. Und da sehen viele - wie ich auch - eben eine Grenze. Und dennoch "erziehe" ich bedürfnisorientiert und auf Augenhöhe. Ich nenne es nur nicht unerzogen. Dieses Benennen von allem und jedem empfinde ich als neumodische Krankheit. Kein Wunder, dass junge Eltern heutzutage nicht mehr auf ihre Instinkte und das eigene Bauchgefühl hören.

Btw, mein Kind lässt sich ohne Probleme die Zähne putzen.

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Mir ist das auch viel zu einseitig, schwammig formuliert. Ich sehe unseren Sohn schon als gleichwertig an und gehe soweit es möglich ist auf seine Bedürfnisse ein. Regeln und Grenzen sind meiner Meinung nach wichtig und geben Halt, müssen aber Platz zur Entfaltung lassen. Kinder müssen auch scheitern dürfen. Ich denke beide Extreme sind nicht gut.

Finde die Aussagen auch sehr bedenklich! Früher habe ich es mit Augenhöhe und Empathie mehr versucht. Aber eingewachsene zehennägel sind doch auch nicht die Lösung wenn mein Kind über Monate keine Nägel schneiden will. Duschen ging monatelang nur mit dauerschreien.
Heute habe ich zwei Kinder und sehe es auch so, dass man einfach auch Termine hat und sein anderes Kind nicht zu spät vom kiga abholen kann weil das kleine lieber laufen will als im Wagen zu sein. Kinder können die Konsequenzen ihres Handelns oftmals nicht einschätzen und „unerzogen“ überträgt da mmn zu viel Verantwortung auf das Kind. Was ist dann meine Rolle als Mutter? Begleite ich nur und gebe keine Werte und Normen weiter? Ein Stück weit find ich einen Rahmen besser, den mein Kind meinetwegen später hinter sich lässt. Aber sich von etwas abgrenzen zu können, hilft ja auch zu sich selbst zu finden.
Meine Eltern haben mir viel Raum gelassen und nichts bewertet. Sowohl mein Bruder als auch ich haben bis heute Probleme Entscheidungen zu treffen und brechen immer wieder Studiengänge oder Weiterbildungen ab, bzw. machen etwas ganz anderes. Uns fehlt die Überzeugung, dass man Dinge auch mal durchziehen muss. Darum beneide ich andere in meinem Alter.

Eigentlich ist mir das zu doof um zu kommentieren 🙄

Als Kind hatte ich schlechte Zähne. Meine Schneidezähne waren faulig (Nuckelkaries). Das war mir als Kindergartenkind unendlich peinlich. Ich habe mich nie getraut zu lachen. Das hat mich sehr eingeschränkt in der Entfaltung meiner Persönlichkeit. Mir kann keiner erzählen, dass das zu meinem Wohl geschehen ist. Ich wäre froh gewesen, wenn meine Mama mehr Wert auf meine Zahnpflege gelegt hätte.

Da den meisten hier das Zähne putzen sehr am Herzen liegt, hier einmal ein Link zu einem Artikel, der sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt:
https://diephysikvonbeziehungen.wordpress.com/2016/01/06/wenn-zaehneputzen-zum-ringkampf-wird/
Trotz der Angst vor Karies (oder gerade deswegen), lohnt es sich mit dem Grundgedanken hinter der Geweltfreiheit auseinander zu setzen.

Hätte ich mein Kind nach dem unerzogen Prinzip leben lassen, wäre er jetzt nicht mehr am Leben. Er wollte ganz sicher nicht 26 mal in Narkose gelegt werden, innerhalb eines Jahres, er wollte auch die Chemo nicht und noch weniger die Bestrahlung. Hätten wir das alles nicht gemacht, hätte der Krebs ihn mit 3 Jahren unter die Erde gebracht. Ob das wirklich besser gewesen wäre? Ich bezweifel das ganz stark, denn er hat sich durchgesetzt und ist ein Sonnenschein schlechthin. Also wirklich schaden hat er nicht davon genommen, das ich die Ärzte habe machen lassen 🤷‍♀️

Was für ein Artikel
Beim Thema Zähneputzen viel mir jeder Glaube ab
Meine Mutter war auch so sagte die Konsequenzen wirst du später sehen. Ja ich habe da durch nicht die besten Zähne aber jetzt kann ich machen und tun es ist zu spät.
Kinder gerade wenn sie kleiner sind können noch nicht so weit denke sie sehen nur das jetzt.
Es ist das selbe wie ein ein Jährigen im Winter ohne Jacke raus zu schicken.
Nur weil sie nicht wollen. Gefahren einschätzen und weiter denken als bis in 5 Minuten beginnt erst ab Schulalter und entwickelt sich immer mehr aus

Kinder brauchen Regeln, denn Regeln gegeben den Kindern Sicherheit und hält.

Sicherheit gehört zu den Grundbedürfnissen der Kinder.

Wenn die Kinder nicht von Anfang lernen das es auch klare Verbote oder Bestimmungen gibt. Wie sollen sie als Erwachsener zurecht kommen?

Wenn alles nach den Bedürfnissen der Kinder geht und ich ständig am Diskutieren habe ich in ein paar Jahren die Kinder zu sozialen A.... Erzogen (ich habe einen Stiefsohn der so erzogen wurde)

Da es ja nur um sie ging und nicht um Andere und was andere möchten.

Bestes Beispiel das Thema Kinderwagen und Schweiß gebadet. Wieso geht es wieder um die Bedürfnisse der Kinder hat die Mutter nicht auch ein Bedürfnis!? So Erzieherin ich die Kinder zu Egoisten.


Soll sie so weitermachen. Meine Kinder bekommen ein anderes Leben.
Und das mit Gesunden Zähnen.

Mein Kind erhält gesunde Zähne durch richtige Ernährung. Denn da liegt die Verantwortung bei mir als Mutter und nicht bei gewaltsamen Zähneputzen. Und es wurde wohl immer noch nicht verstanden, dass unerzogen nicht verzogen heisst. Wenn ich die Grenzen und Bedürfnisse meiner Kinder achte, dann lernen sie auch meine Grenzen und Bedürfnisse zu achten.

Meine Mutter war auch so. Und dieser "mir doch egal"-Haltung habe ich sicher einige meiner Zahnprobleme zu verdanken. Dinge, die ihnen wichtiger waren als Zähne haben sie allerdings schon, notfalls mit Gewalt durchgesetzt.
Aber die Alternative dazu ist doch nicht, einem Kind mit Gewalt die Zähne zu putzen, sondern ihm zu vermitteln, wie wichtig das Zähneputzen ist. Und wenn man dabei ein wenig Bestechung (das findet Frau Rodriguez sicher auch blöd) oder Kasperei einsetzt, dann klappt das schon meistens. An Tagen, an denen wir gar keinen Nerv mehr hatten, klappte es sogar wirklich mit " es sind deine Zähne, an meinen siehst du ja, was passiert, wenn man nicht richtig putzt" geklappt.

Und sicher habe ich mein Kind im Winter ohne Jacke rausgehen lassen. Es hat dann gemerkt, dass es kalt ist und wollte die Jacke doch haben. Ging viel schneller als mit Gewalt.

Normalerweise versuche ich, die Bedürfnisse aller zu achten. Das ist auch der Punkt, an dem ich bei Frau Rodriguez nicht mitgehe. Wenn das eine Kind irgendwo hingebracht oder abgeholt werden muss oder wir Eltern einen Termin haben, dann ist das auch ein Bedürfnis und dann kann das andere unter Umständen halt nicht rebellieren, sondern muss auch gegen seinen Willen mit. Meistens geht aber auch das nur mit Worten.

Frau Rodriguez wäre sicher nicht zufrieden mit mir. Aber wer die Richtung ganz ablehnt, hat es meistens nicht verstanden.

Mein Ältester ist übrigens 18, Student und gesellschaftskompatibel. Also, ich hab kein Problem damit, was aus solchen Kindern wird;-).

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Ich finde es zynisch, dass Frau Rodriguez sich Kinderrechtsaktivistin nennt.

LOL
besonders, wenn man die Bedeutung des Wortes "Aktivist" sieht#rofl

Am Ende erwarten Anhänger der klassischen und der unerzogen Elternschaft folgendes: Dass das Kind als Erwachsener in der Lage ist, sich selbst zu regulieren und auch zu limitieren. Und wenn man kosequent in alle Richtungen denkt, kann das mit beiden Methoden voll gegen den Baum gehen.
Die erwünschte Regulationsfähigkeit ist auch sinnvoll, denn Erwachsene, die das nicht können, werden über kurz oder lang unglücklich. Deren Zufriedenheit hängt dann von äußeren Faktoren ab und die hat man nicht immer in der Hand. Am unerzogen Konzept stört mich persönlich irgendwie, dass es scheinbar versucht Ambivalenzen zu nivellieren. Ich bin aber nicht nur gut, nicht nur liebend und geduldig. Ich bin auch mal ungerecht und doof. Nicht, dass ich es anstrebe, aber ich nehme meine Fehlleistungen an. Und da hab ich das Gefühl es hakt da was, denn unterdrücktes kommt auch gern als psychische Gewalt hoch. Es gibt Eltern, die erhoben nie die Hand und hinterließen in ihren Kindern Trümmerfelder.
Ich plädiere für das anerkennen der eigenen Schwächen (schon aus Präventionsgründen), aushalten von Ambivalenzen und das schaffen eines oder mehrerer Rahmen, in dem das Kind Freiheiten zur Entfaltung hat. Dieser Rahmen wird immer weiter, je älter das Kind wird.

Na das ist doch mal eine Aussage! #pro
Danke für diese wortgewandte, präzise Formulierung! Das bringt es auf den Punkt!

Danke. Ja, das ist irgendwie etwas Definitionsgeschwurbel. Denn letztlich ist auch ein „Nein“ Gewalt. Oder wessen Kind hat noch nie geweint wenn man nein gesagt hat? Wo fängt Gewalt an, wo hört es auf? Ich hab da selbst noch nicht den Durchblick erlangt und gerade bei 3 jährigen kann man ganz schön ins tänzeln kommen bei der „Brutpflege“😜. Ich sehe im unerzogen Konzept auch keine klare Haltung zum Thema Kindern Entscheidungen bei bringen. Denn da ist das Wort Scheidung drin und Trennungen sind schmerzhaft, gerade für Kinder. Damit ist ein entweder-oder in der Welt (erinnert an Erpressung). All diese Sachen sind nicht deutlich geklärt, somit ist das für mich völlig unausgegoren auch wenn ich den Gedanken teile, dass das Kind Selbstbestimmungsrechte haben sollte. Nur nicht universelle...

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Steht doch schon im 8. Sozialgesetzbuch:

§ 1
Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe

(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.

§1631 des BGBs regelt dann noch, dass die Erziehung gewaltfrei zu erfolgen hat.



Ich weiß nicht mal, was an Erziehung nur im Ansatz falsch sein könnte.
Erziehung heißt für mich, dass ich mich um mein Kind und dessen Bedürfnisse (Unversehrtheit, Gesundheit, Bildung, Nahrung, Liebe, Selbstbestimmung) kümmere. Die Bedürfnisse bewerte ich aus meiner Erwachsenensicht und gleich sie mit den Wünschen der Kinder (die definitiv nicht immer Bedürfnisse sind) und dem Entwicklungsstand des Kindes ab. Das dann in meinen Augen sinnvollste wird gemacht. Ob es dem Kind dann gefällt oder nicht, muss mir egal sein.

Beispiel? Ein quirliger 1 Jähriger gehört an der stark befahrenen Kreuzung an die Hand. Ein 6 Jähriger nicht. Aber der fährt noch brav mit dem Fahrrad aufm Gehweg, während sein 10 Jähriger Bruder auf der Straße fährt.
Die entsprechenden Wünsche des Kindes sähen in der gleichen Situation wohl anders aus: der 1 Jährige kümmert sich nicht um rot und will rüber, der 6 Jährige fühlt sich schon so groß und radelt ohne jegliche Übersicht über die Fahrbahnen...

Wie sieht es eigentlich mit dem Thema Impfen aus? Ich kenne kein Kind, dass sich gerne eine Spritze geben lässt. Und wenn ich beim Kinderarzt sehe, wie schreiende Kinder festgehalten werden um die Spritze zu setzten, dass passiert ja auch absolut gegen den Willen der Kinder. Dann wären ja alle Kinder ungeimpft. Ohne Vollimpfung, kriegt man kaum noch ein Kita Platz. Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Muss dazu sagen, dass ich gegen die Impfungen bin. Mir ist das eh egal. Aber wie sieht es mit den Befürwortern aus, die auch noch ihre Kinder selbst entscheiden lassen. 🤔 Dann fängt doch Bestechung und Überzeugung gegen den Willen des Kindes an. Oder irre ich mich da?

Warum bist du gegen Impfungen?

Meine Kinder sind geimpft. Sollte ich aber noch eins kriegen, kommt kein Arzt mir mit einer Impfung nicht mal in die Nähe meines Kindes. Es ist zu viel nach den Impfungen vorgefallen. Ich möchte nicht dadrüber schreiben, dass ist meine persönliche Meinung und greife auch niemanden an wer davon überzeugt ist.

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Erziehung ist keine Gewalt. Ich mag dieses überbewertete nicht. Da bekommen Wörter Bedeutungen, die es zuvor nicht hatte. Wie Erziehung und unerzogen. Als ob die Menschheit nix besseres zu tun hätte, als alles und jeden zu hinterfragen.

Für mich war Erziehung nie etwas anderes, als das führen und leiten. Das aufzeigen und beibringen von sozialen Kompetenzen und das stemmen des Lebens. Man bringt den Kindern bei, wie man sich eben benimmt, sich verhält und sein Leben meistert. Und es ist so individuell wie die Menschheit selber. Manche sind strenger, manche lockerer und jede hat ihre eigenen Werte.

Daher gibt es keine Kinder ohne Erziehung. Sogar wir Erwachsene sind ständig der Erziehung ausgeliefert. Wenn wir was falsch machen, sind normale Menschen bemüht es das nächste mal richtig zu machen. Und dafür benötigt es Menschen oder Situationen, die einen das auch zeigen.

Auch unerzogen ist Erziehung. Wie mit dem Zähne putzen z.b. wenn Eltern das schon von klein auf zeigen, dass es in Ordnung ist, sich nicht die Zähne zu putzen, dann haben sie es den Kindern so beigebracht. DAS ist Erziehung. Da brauchen sie es sich nicht wundern, wenn die Sprösslinge mit 20 n Gebiss brauchen, wie man das von den Omis kennt.

Spätestens wenn die Kinder im kindergarten sind oder in der Schule, pendelt sich vieles ein, weil sie da erzogen werden. Aber nicht von den Eltern, sondern von den Lehrern, anderen Eltern und Kindern. Weil eben die das machen, was Eltern eigentlich tun sollten: Vorbild sein und den Kindern zeigen, wenn etwas falsch gemacht wurde.

Meiner Meinung nach verhält es sich mit Erziehung so, wie mit allem anderen auch: die Mischung macht's. Zu weit in die eine Richtung ist verkehrt, aber in die gegenteilige auch. Also bei zu streng oder gar Schläge ist eben kontraproduktiv. Da kann sich schlecht was selbstständig entwickeln und Traumas entstehen. Aber auch das extreme unerzogen ist etwas, was nicht besser ist, weil Kinder sich dadurch Sachen beibringen können, die sie im Leben belasten werden und sie verwahrlosen. Also entweder schürt man Angst vor dem Zähne putzen oder man bringt bei, zu verwahrlosen.

Jedes Kind ist aber auch anders. Und meiner Meinung nach ist es gut, dass Erziehung so facettenreich ist. Solange man weiß, was einem selber wichtig ist, was man mitgibt, ist alles gut.

Mich nervt es tierisch wenn Eltern ihre Erziehung aufgrund irgendwelcher Theorien begründen, anstatt einfach zu sagen "mir persönlich ist das einfach wichtig". Weil diese Eltern nämlich nix richtig machen. Die haben aufgrund dieses Wissen so ne Angst irgendwas lebenslang zu schädigen, dass sie wirklich blind sind, was ihre Kinder angeht. Die Kinder zeigen doch selber was sie wollen und was nicht und was sie benötigen und was nicht. Das fängt schon mit der beikost an. Da kann Baby schreien und weinen wie es will, manche fangen da mit biegen und brechen erst mit 6/7 Monaten an oder versuchen das auf mindestens 1 Jahr hinauszugehen, bis alle Mahlzeiten ersetzt sind, auch wenn Mini am liebsten mit 8 Monaten schon abgestillt sein möchte weil ihm Essen besser schmeckt.

Genauso wenn Kinder dann doch mal n nein hören sollten aber die Eltern das Kind dann lieber andere verprügeln lassen, weil einhalt Gebieten und nein sagen, ist so viel schlimmer als andere Kinder zu terrorisieren.

Aber dann sagen sie im selben Atemzug, dass ihre Werte komplett anders sind und verurteilen andere 🙈

Erziehung hat also immer vor und Nachteile. Egal wie die erziehung ausschauen mag. Es ist also wichtiger sich selber die Frage zu stellen, welche Seite einem selber wichtiger ist und dannach zu handeln, egal ob Ratgeber XYZ dies oder jenes sagt.

Ist es mir z.b. wichtiger, dass meine Tochter andere Kinder nicht mit Sachen bewirft, beist oder schlägt, dann hört sie auch mal n nein und ich hol sie von der Situation raus. Und ich erkläre warum man andere nicht verletzen sollte, weil das weh tut. Und so kann ich auf eine 2-jährige blicken, die empathisch ist und auf andere Rücksicht nimmt. Die auch nie andere absichtlich verletzt und sich dennoch entschuldigen kann. Und darauf bin ich stolz, es meiner Tochter beigebracht haben zu können.

Das was mir persönlich wichtiger ist und wichtig ist mitzugeben, damit meine Kinder zu tolle und eigenständige Menschen heranwachsen. Dannach erziehe ich.

Und die, die unerzogen erziehen, die sollten dann auch stolz auf ihre Kinder sein, wenn sie dann unerzogen sind. Und wenn sie in erwachsenen alter zu einem sagen "Mama, Papa, von euch hab ich nix gelernt. Das was ich bin, verdanke ich meinen Lehrern und Freunden." Weil spätestens im kindergarten, haben sie dann Menschen mit Werten um sich herum, die die Kinder dann erziehen 😉

Also unerzogen kommt entweder ein verwahrloster egomane raus. Ist auch Erziehung und darauf sollten dann die Eltern stolz sein. Ist ja das, was sie ihren Kindern beigebracht haben 😉

Oder es kommt doch ein anständiger und selbstständiger Mensch raus, aber dann sollte man sich bewusst machen, dass das 0 an den Eltern liegt 😁 da hat das Kind Glück schon mit guten Werten auf die Welt gekommen zu sein und außerhalb vom Elternhaus viele tolle Menschen um sich rum hatte, die einen die guten Werte nahe brachten.

Ich glaube, du hast das mit dem "unerzogen" gar nicht verstanden...

Das Was bedenke, [noch] mehr bedenke Wie.

Johann Wolfgang von Goethe

Das werf ich jetzt hier mal in die Runde.

lg