Muss man sich sorgen machen?

    • (1) 11.01.19 - 14:19

      Hallo,

      ich habe Knall eine Frage. Unser Kind (1) ist langsam echt unmöglich.

      - Er geht überall ran und räumt alles was ihm in die Finger kommt raus (schränke und Kommoden) obwohl man ihm mehrfach sagt nein
      - Das Wickeln ist manchmal alleine fast unmöglich weil er hin und her tritt wie ein wildes Tier
      - dann das ständige Gehämmer mit dem Kopf an irgendwelche Gegenstände oder Fußboden
      - er spielt in Seelen Ruhe auf dem Boden und man geht kurz raus um was zu trinken zu holen da fängt er schon wieder an aufs übelste zu schreien
      - er wirft wenn man ihm was zu essen gibt (u.a. Nudeln, Kekse etc.) alles durch die Gegend
      - das Schlafen gehen ist ebenfalls ein graus!! Er geht schon mit uns Abends zusammen ins Bett (in unser Bett) und wirft sich da 30-45 Minuten umher bis er dann mal zur Ruhe kommt und eingeschlafen ist
      - Nachts wird er 2-3 mal Wach um was zu trinken (Pre Nahrung)


      Das alles kann man doch nicht alles unter: "Das wird schon besser" abstempeln!!!!

      Das geht Tag für tag so. habt ihr auch so einen "Terrorzwerg" und wenn ja was macht ihr da?

      • Das ist doch alles ganz normales Verhalten #kratz

        Ich würde dir mal empfehlen, mich über die kindliche Entwicklung zu informieren. Da wirst du schnell rausfinden, dass so ein Verhalten gut und richtig ist.

        Und wickeln kann man übrigens auch im Stehen.

        Und ja: es WIRD BESSER!

        • Sorry aber in so einem krassen ausmaß kann das nicht normal sein! Wenn man das mal macht verstehe ich das ja noch aber im Bekanntenkreis ist KEIN Kind so aktiv und willensstark wie unser.

          • (4) 11.01.19 - 19:08

            Es ist nicht gut, wenn Du als Vater denkst, Dein Kind zeige ein unnormales Verhalten. Denn das spürt Dein Kind und macht es unsicher.
            1Jährige erforschen die Welt und räumen ALLES aus und ab, an das sie herankommen.
            Das ist das Alter, in dem sämtliche erreichbare Dinge "1 Etage nach Oben" wandern und es ist völlig normal!
            Auch das Weinen, sobald man ausser Sicht ist- ganz normal.

            Diese Phase geht vorbei, um dann: TADAAA! Von der Autonomiephase abgelöst zu werden. Und dann wirst Du Wutanfälle erleben- vom Feinsten!
            Die Autonomiephase beginnt mit ca dem 2. Geburtstag.
            Ich empfehle Dir das Buch: "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn", um Dein Kind in dieser Phase besser zu verstehen.

            Diese Phasen und Entwicklungsschübe sind immens wichtig für Dein Kind.

            • (5) 11.01.19 - 19:15

              Noch was: Du sagst, im Bekanntenkreis ist kein Kind so willensstark, wie Eures.
              Die meisten Kinder im Bekanntenkreis sind auch mit 1 Jahr sauber...
              Soll heissen: Viele Eltern geben das nicht gerne offen zu, oder übertreiben gerne positiv, wenn es um ihre eigenen Kinder geht.
              Die anstrengenden Phasen werden nur allzu gerne verschönt.
              Lass Dir da keinen Druck von außen machen- vertraue Deinem Kind- es entwickelt sich ganz normal.

              Alles Gute!#klee

          Sorry, wenn ich das jetzt so deutlich sage; aber wenn man Eltern hat, die da nicht mit umgehen wissen und anscheinend und nicht flexibel sind, passend drauf zu regieren, sind manche Kinder halt "heftigeres Verhalten".

          Statt nur nein zu sagen, das Kind auch wegnehmen vom Schrank und was anderes anbieten Meine hatten z.B. die unterste Schublade in der Küche mit Plasikdosen, wo sie ran durften. Auch im Wohnzimmer war eine Schublade mit Spielzeug. MAn kann auch die Schränke verschließen, damit das Kind da nichts mehr ausräumen kann.

          Wickeln,das kann man auch auf dem Boden oder falls dein Kind schon stehen kann, im Stehen wickeln. Wurde hier auch vo anderen schon gesagt.

          Essen werfen gäbe es bei mir nicht, da würde ich den Teller aus seiner Reichweite bei mir hinstellen bzw, ihm nichts mehr in die Hand geben. In dem Alter hatten meine beiden ein Spielzeug auf der Tischplatte vom Hochstuhl, mit nen Saugnapf. Das lenkte sie meist ab und ich konnte sie in Ruhe füttern.

          Schlafen, vielleicht braucht euer Kind sein eigenes Bett/Ziimmer oder auch nur eine Matratze neben deinem Bett. Oder, was noch eher sein kann, er ist noch nicht müde oder schon zu müde. Warum legt ihr ihn nicht hin, wenn ER müde ist. Kannst du schlafen,wenn jdm. sagt geh JETZT schlafen und du bist noch nicht müde?

          Dass er weint, wenn du das Zimemr verläßt, ist recht normal. Anders organisieren wäre auch hilfreich; indem du das trinken gleich mitnimmst oder deinen Sohn mit in die Küche.

          Ehrlich, du mußt einerseits etwas flexibler reagieren andererseits dann aber auch energischer handeln/reden.

    Das klingt für mich alles vollkommen normal!

    Willkommen im Elternalltag 😉 Das klingt für mich völlig normal. Das haben wir exakt so dreimal durch. Wenn dir das so absurd vorkommt, erkundige dich mal zum Thema "kindliche Entwicklung", oder Frage euren Kinderarzt.

    Schubladen ausräumen, welches Kleinkind mag es nicht? Mit Essen schmeißen kennt es auch jeder Mama, die Kinder lieben es hartnäckig an der Schwerkraft zu forschen. Das er in dem Alter nicht auf "Nein" reagiert - völlig normal. Sorgen machen? Ja unbedingt! Aber nicht wg deinem Kleinen, sondern der Erwartung daß er deine Kommandos sofort befolgt.

    Bis auf das Schlaf, war es bei uns zu dem Zeitpunkt genauso. Mit dem Schlafen hatten wir etwas Glück.

    Ich weiß, dass das viele hier nicht lesen wollen -aber sorry, wenn ich so einen Terrorzwerg zum Beaufsichtigen mal hatte, dann kam er eben mal eine Weile in den gepolsterten Laufstall - fertig.
    Meine eigenen waren nicht so extrem und meine Enkelin auch nicht, aber selbst die verbrachte Zeit im Laufstall, wenn ich mal schnell in den Keller musste o.ä.
    Den Zirkus beim Wickeln kenne ich Gottseidank nicht - da habe ich wohl einfach Glück gehabt. Beim Essen mal matschen, kein Problem, aber wer mit Essen wirft, ist bei mir satt - auch fertig. Auch einem so kleinen Kind kann man schon das eine oder andere beibringen.
    Aber ich kann Dir wirklich nur raten, zum Luftholen einfach mal den Zwerg mit ein paar Spielsachen in den Laufstall verfrachten....wenn er brüllt und tobt - mach Dir einen Kaffee #tasse eine Weile kann man das aussitzen.
    Auch wenn das andere normal finden, wegen des Gehämmers mit dem Kopf auf den Boden würde ich wirklich mit einem Kinderarzt sprechen - ich habe 6 Nichten und Neffen samt zwei eigener Kinder und Enkel, aber auch das kenne ich so nicht - auch nicht von den Kindern, die ich schon beaufsichtigt habe.
    Ansonsten sind diverse Anfälle wohl schon "normal" - aber nicht ununterbrochen. LG Moni

Sorgen machen solltest du dir wirklich nicht ums Kind. Beide meiner Kinder haben sich genauso verhalten und es ist wirklich absolut normal.

Was das ausräumen angeht, helfen nur Kindersicherungen und eins zwei Schränke die das Kind ausräumen darf.
Bei uns sieht es trotz täglichem aufräumen immer irgendwie wüst aus.
Kaum hänge ich Wäsche auf, zupft der kleine sie von der Leine. Klopapier abwickeln versucht er auch den halben Tag. Er hat mir heute drei Packungen Nudeln ausgeräumt. Tja selber schuld. Das einzige was man tun kann, ist solche Dinge hochräumen.

"- Er geht überall ran und räumt alles was ihm in die Finger kommt raus (schränke und Kommoden) obwohl man ihm mehrfach sagt nein"

Was soll er denn mit "nein" anfangen? Sichert Schränke und Kommoden mit Kindersicherungen, die gibts nicht umsonst zu kaufen. Lasst in der Küche die Töpfe und Schüsseln unten drin, die er ausräumen darf und mit denen er auch mal spielen darf. Tupper zum Beispiel. Da sparste Dir schonmal die Neinsagerei.

"Das Wickeln ist manchmal alleine fast unmöglich weil er hin und her tritt wie ein wildes Tier"

Neues Spielzeug gibts erstmal nur, wenn gewickelt wird. Danach kommt es wieder weg, dann bleibt es spannend und das Kind ist abgelenkt. Oder man wickelt mal nicht im Liegen, sondern im Stehen. Oder an einem anderen Platz. Geht alles!

"dann das ständige Gehämmer mit dem Kopf an irgendwelche Gegenstände oder Fußboden"

Na wenn meine Eltern mir in meinem Haus alles verbieten, werde ich auch sauer und aggressiv.

"er spielt in Seelen Ruhe auf dem Boden und man geht kurz raus um was zu trinken zu holen da fängt er schon wieder an aufs übelste zu schreien"

Dann sag ihm, dass Du raus gehst und frag ihn, ob er mitkommen will. Ansonsten schreit er halt mal kurz. Du verlässt ja nicht das Haus.

"er wirft wenn man ihm was zu essen gibt (u.a. Nudeln, Kekse etc.) alles durch die Gegend"

Dann hat er keinen Hunger und das Essen kommt weg.

"das Schlafen gehen ist ebenfalls ein graus!! Er geht schon mit uns Abends zusammen ins Bett (in unser Bett) und wirft sich da 30-45 Minuten umher bis er dann mal zur Ruhe kommt und eingeschlafen ist"

Vielleicht stört ihn das gemeinsame Einschlafen. Hält ihn wach. Vielleicht hilft da ein anderes Ritual.

"Nachts wird er 2-3 mal Wach um was zu trinken (Pre Nahrung)"

Das hört auf, wenn er Nachts nur noch Wasser bekommt. Gegessen wird tagsüber, also verdünnt sukzessive die nächtliche Milch innerhalb zwei Wochen immer mehr, bis er blankes Leitungswasser trinkt. Oft haben die Kinder dann auch kein Interesse mehr.

Alles völlig normal. Kauft Euch am besten mal ganz viele Ratgeber zum Thema Entwicklung im Kindesalter und frühkindliche Erziehung.

  • (15) 11.01.19 - 20:22

    Die Prenahrung nachts abzugewöhnen halte ich für Quatsch. Die natürliche Mindestsaugdauer des Menschenkindes beträgt zwei Jahre. (Siehe WHO). Ob es nun stillen oder Prenahrung ist ist die eigene Entscheidung.

    Ich denke eher dass so ab 1 1/4 bzw 1 1/2 nächtliches abstillen (hier eben Flasche abgewöhnen) nach Gordon eine Möglichkeit ist.

    • (16) 11.01.19 - 20:33

      Musst Du mir nicht sagen, ich habe zweieinhalb Jahre gestillt. Aber wenn ein Kind tagsüber mit dem Essen mehr spielt als dass es isst und dann in der Nacht die Nahrung einfordert, dann tut das dem Kind nicht gut und man sollte das umstellen. Und das betrifft auch Prenahrung mit der Flasche. Nachts Wasser anbieten ist in dem Alter aber nicht verkehrt.

      Der TE schreibt halt nun nicht, ob das Kind gerade 1 Jahr geworden ist oder schon eher auf die Zwei zugeht. Du schreibst ja selber, mit eineinhalb könne man das durchaus abgewöhnen. So finde ich das auch.

      • (17) 11.01.19 - 23:39

        Bei großen Entwicklungsschüben, wenn das Gehirn nachts wächst und viel verarbeitet wird, braucht der Körper eben genau nachts diese Kalorien. Wenn es wirklich Hunger hat, sollte man einem Kind Muttermilch bzw. Pre meiner Meinung nach nie verwehren.

        • (18) 12.01.19 - 07:50

          Das steht außer Frage und es ist auch ein Unterschied, ob es sich um das Alter um den ersten oder um den zweiten Geburtstag herum bewegt. Um die Diskussion sinnvoll weiter zu führen müsste man genau das wissen. Ich bin von einem älteren Einjährigen ausgegangen.

    (19) 13.01.19 - 22:41

    Die WHO empfiehlt das vor allem in Hinblick auf die Mangelernährung von Kindern in 3. Welt - und Schwellenländern, in einem Land in dem "Mango-Birne-Brei mit Haferflocken und Chiasamen" auf dem Speiseplan steht und man Leitungswasser bedenkenlos konsumieren kann ist das Nonsense.

    (20) 14.01.19 - 18:23

    Hallo!

    Dass das Kind noch die Flasche bekommt, ist ja gar nicht das Problem, aber nachts sollten Kinder in dem Alter nicht mehr so viel Milch brauchen.
    Abgesehen sieht die WHO das durchaus differenzierter:
    "Breastfeeding should prefarebly continue beyond the first year of life, an in populations mit high rates of infections continued breastfeeding throughout the second year and longer ist likely to benefit the infant." (aus http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0004/98302/WS_115_2000FE.pdf?ua=1 )
    Da steht lediglich, dass das Stillen über das erste Lebensjahr hinaus fortgesetzt werden sollte und in Bevölkerungen mit hohem Infektionsrisiko mindestens 2 Jahre gestillt werden sollte.
    Nirgends steht in dieser Publikation erwähnt, dass für die Flaschenernährung das gleiche gilt. Aber vielleicht kannst Du mir die entsprechende Quelle nennen.
    Trotzdem denke ich nicht, dass ein vollständiges Abgewöhnung der Nachtmilch erforderlich ist. Meiner Meinung nach ist die Häufigkeit aber nicht mehr altersgerecht. Das Kind geht mit den Eltern ins Bett (die werden sicher nicht um 8:00 schlafen gehen) und trinkt 2-3 Mal nachts Milch. Über einen Zeitraum von ca, 8 Stunden halte ich 2-3 Fläschchen für sehr viel - 1jährige brauchen nicht mehr alle 3 Stunden Nahrung! Allerdings schreibt der TE auch nirgends, wieviel Milch das Kind jeweils trinkt. Wenn das Kind nachts tatsächlich Hunger hat, trinkt es die Flasche komplett leer. Dann könnte das ein Zeichen dafür sein, dass das Kind tagsüber zu wenig Nahrung zu sich nimmt. Wenn das Kind allerdings nur ein paar Mal an der Flasche nuckelt, hat es allenfalls Durst, wenn das Trinken nicht ohnehin nur eine liebgewonnene Gewohnheit ist. Dann wäre es an der Zeit die Milch langsam durch Wasser zu ersetzen.
    Was ich aber noch dazu sagen möchte: Unsere Tochter hatte um den ersten Geburtstag herum auch eine Phase, in der sie nachts extrem unruhig war. Sie hat aber selbst als Säugling nachts nie mehr als 2 Mahlzeiten bekommen, mit einem Jahr wollte sie überhaupt nicht mehr gestillt werden. Sie hat auch nie Pre-Milch bekommen, hatte aber nachts eine Flasche mit Wasser im Bett. An der Nahrung lag es bei ihr also auf keinen Fall (sie hat sich mit der Flasche oder dem Schnuller auch nicht beruhigen lassen). Es waren einfach die vielen Eindrücke, die täglich auf sei einprasselten und verarbeitet werden mussten - Laufen lernen, sprechen lernen, da sieht man die Welt plötzlich ganz anders. Das alles will erst einmal verkraftet werden. Als die Kleine dann sicher lief und mehr sprach, wurde sie auch nachts ruhiger.

    LG

Willkommen im Elternalltag. :)

Ich würde das Verhalten anders steuern.


- Er geht überall ran und räumt alles was ihm in die Finger kommt raus (schränke und Kommoden) obwohl man ihm mehrfach sagt nein:

—> Lösung: es gibt ein paar Schubladen (eine pro Raum) die ausgeräumt werden. Beispiel Küche. Großmutters teures Porzellan kommt in den Keller. Dafür darf eine Schublade ausgeräumt werden in der sich Dinge wie Plastikdinge befinden. Nicht nein sagen sondern diese Schublade anbieten. Und Wohnzimmer ist es vielleicht das eigene Regalfach.


- Zum Wickeln: ruhig bleiben, Geduld haben, erklären. Vielleicht hilft ein Lied. Vielleicht hilft auch zu erklären was du da tust. „Ich mache jetzt deinen Popo sauber. Puh.
Das stinkt.... Bitte halte deine Beine ruhig. Sonst kann ich dich nicht wickeln.“ Und dann eben weiter wickeln wenn nicht mehr gestrampelt wird.

Völlig normal, keine Sorge. Die Kinder eurer Bekannten sind nicht so, das ist auch völlig normal. Zuhause verhalten sich meine Kinder gern herausfordernd, bei anderen sind sie dafür von sich aus Bilderbuchkinder XD Das sind sie, denke ich, auch nur, weil sie in ihrer absolut geschützen Umgebung (= alleine Zuhause mit Mama/Papa) sie selbst sein dürfen und sich ausprobieren dürfen.
Viele Eltern beschönigen auch so einiges ... "Mein Kind schläft schon längst durch! Junior kleckert nie! Die Pupse meines Schatzes riechen nach Rosen!" :P

Dein Kind ist gerade erst mobil geworden und muss seine neu erworbenen motorischen Fähigkeiten ausprobieren. Da wird nicht ruhig liegen geblieben beim Wickeln. Ausräumen von allem ist toll! Alles auch gleich mal in den Mund stecken dabei. Und das allertollste für dein Kind ist die große elterliche Aufmerksamkeit, welches dadurch zustande kommt. Also werdet entspannter, sichert die Schränke, die auf gar keinen Fall ausgeräumt werden dürfen. Stellt alles höher, was euer Kind nicht bekommen darf, dafür kommt dann Kinderspielzeug o.ä. in Boxen an diese Stellen. Euer Kind ist so beschäftigt und darf etwas ausräumen, zudem lernt er sich alleine zu beschäftigen.
Er schreit, wenn ihr den Raum auch nur kurz verlasst, das liegt daran, dass Kinder in diesem Alter denken, dass ihr dann wirklich weg seid. Also redet beruhigend mit eurem Kind weiter, wenn ihr den Raum verlasst und er lernt, dass ihr noch da seid. Wenn ihr dann wieder kommt, freut euch selbst darüber, dann verbindet euer Kind das positiv und entspannt sich.
Wickelt ihn auf dem Boden oder noch besser, nehmt Hosenwindeln und macht es im Laufen. Wichtig dabei ist ruhig zu bleiben und Geduld zu haben, auch wenn man das Kind 20mal wieder umdrehen muss. Bei Pipi kann man im Laufen ausziehen, dann die Windel vorbereiten und das Kind drauflegen, 3 gezielte Handgriffe und die Windel ist schnell angezogen.
Der Schwerkrafttest (Sachen runterwerfen) ist für Kinder in diesem Alter immer wieder faszinierend. Sie müssen überprüfen, was denn alles wie fällt und auch, was für Geräusche es dabei macht. Reagieren Mama und Papa dann noch darauf, wird es noch interessanter. Also gebt nur wenig Essen direkt vor euer Kind, hebt es ohne Worte einfach bedeutungslos auf und es wird sich legen.
Nachts 2-3mal trinken ist normal. Meine Große kam in dem Alter 4-6mal, meine Kleine maximal 1mal. Jedes Kind ist anders. Er braucht die Nährstoffe eben oder er hat schlicht durst. Ich trinke nachts auch häufig.
Er ist wohl noch nicht richtig müde abends im Bett, also macht er noch Theater. Reagiert ihr dann darauf, wird es noch lustiger für ihn. Bringt ihn ins Bett, wenn er sicher müde ist (Augen reiben, gähnen, kuscheln) und es wird entspannter. Ihr könnt ihn ja schon Bettfertig machen und dann darf er noch bis zur Erschöpfung spielen.
Das mit dem Kopf gegen alles hauen passiert entweder aus motorischen Gründen, er lernt ja gerade erst richtig mobil zu sein, oder weil er es interessant findet seinen Körper zu erkunden, in diesem Fall sein Schmerzempfinden.
Auf nein hören die Kinder in diesem Alter eher nicht. Wenn es zu oft gesagt wird, wird es bedeutungslos. Die Betonung ist auch wichtig. Also in ernstem strengen Ton nur sagen, wenn es wirklich absolut notwenig ist und dann ggf. gleich eingreifen, damit er die Bedeutung lernt. Wenn wir es richtig ernst meinten, haben wir auch noch den Finger gehoben, um auch visuell zu zeigen, dass wir es ernst meinen.

Das Fazit aus allem: Entspannt euch und findet Mittel und Wege, die für euch eine Lösung darstellen. Bei uns hat das oben geschriebene geklappt, muss aber nicht bei euch funktionieren. Andere Eltern haben es für sich anders gelöst.

Dein Kind ist ganz normal und altersgerecht entwickelt. Ende der Sprechstunde.

(24) 12.01.19 - 14:39

Das klingt nach einem normalen 1 jährigen Kind.

Sie hören das Wort nein, sie wissen aber nicht, was genau du mit diesem Wort bezwecken willst.

Sag nein, und nimm dein Kind weg von gefährlichen Situationen (Steckdose).

Lass dein Kind die Schubladen ausräumen. Es will die Welt entdecken und sie besteht aus mehr als nur Teddybären und Kinderspielzeug.

Tu etwas harmloses in die unteren Schubladen, wie z.B. Tupperware oder alte Zeitung.

Gerade in dem Alter sind Erwachsenendinge sehr hoch im Kurs.
Meine Tochter wollte in dem Alter am liebsten immer die Fernbedienung, den Schlüssel oder sonst was zum Spielen haben.

Dinge herunterschmeißen ist in dem Alter auch noch okay. Die Schwerkraft ist eben sehr interessant. Spiel so lange mit, wie du Lust hast und eben nicht mehr, wenn du genervt bist.

Schlafen ist bei meiner großen Tochter etwa mit 1,5 Jahren gut geworden. Bei meiner kleinen Tochter eher mit 2,5 Jahren, wobei sie heute noch meist 1x die Nacht wach wird.

Deine Beschreibungen sind total typisch für das Alter. Zwar anstrengend, aber nicht besorgniserregend.

Sag weiterhin Nein, wenn dein Kind etwas nicht tun soll. Spätestens mit 2 Jahren wird es gelernt haben, welche Reaktion du von ihm auf das Wort erwartest.

Lg und viel Durchhaltevermögen!

Vielleicht ist "Nein" SAGEN zu wenig?

Was macht ihr vor dem "ins Bett gehen"? Vielleicht etwas Ruhiges einführen, wie zusammen singen, kuscheln, vorlesen?

Trinken nachts: immer mehr verdünnen, langsam, bis es nur noch Wasser ist.

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