kindern den spass verdorben.. :( oder doch vernünftig

    • (1) 30.05.19 - 22:51

      hallo zusammen,

      ich war heute mit den kindern 13 und 9 im schwimmbad. sie hatten richtig spaß und beim erzählen heute beim zu bett gehen, hatten wir alle einen riesen lachanfall.. war total schön.
      dann bin ich ernst geworden, denn mein ex-mann geht mit den kindern in einen see schwimmen und hin und wieder schwimmen die kinder mit ihm durch. der see ist 400 m lang.. ich fand es noch nie toll, dass er das macht und die verantwortung eigentlich überhaupt nicht übernehmen kann. nun habe ich die kinder reingezogen, indem ich die gefahren erwähnte und darum gebeten habe, dass sie es bitte nicht machen, man kann auch um den see herumschwimmen wenn es auf die strecke ankommt...
      sie waren ziemlich ange.. und sagten ich hätte ihnen nun alles verdorben, sie würden nie mehr ins wasser gehen. auch nicht mehr ins schwimmbad.. ich weiß, ich habe irgendwie einen fehler gemacht aber ich stehe auch dazu, dass ich mir sorgen mache und ich habe versucht ihnen zu erklären, dass sie mir so wichtig sind und mir ihre sicherheit, wo möglich, am herzen liegt.
      im nachhinein habe ich auch gefragt, wieviele menschen denn durch den see schwimmen (sehr wenige!!) und welche eltern das sonst mit ihren kindern machen oder erlauben würden. in dem alter... mit 13 und training geht es vielleicht aber ein erwachsener mit 2 kindern, was wenn er bewußtlos wird..?
      mit meinem ex-mann darüber zu reden bringt rein gar nichts, er findet das ok und sicher..

      wie kann ich den kindern, sollten sie jetzt wirklich angst haben, diese wieder nehmen? bzw. ist es vielleicht sogar gut, dass sie jetzt angst haben? verderben wollte ich das schwimmen nicht.
      man will ja auch nciht das die kinder alkoholisiert auto fahren oder zu schnell.. oder ohne helm..

      bin gespannt auf eure ansichten..
      lg

      • (2) 31.05.19 - 01:54

        Also 400 meter lang finde ich jetzt nicht soo extrem aber für einen erwachsenen alleine mit zwei kindern zu lang!! Im ernstfall kann er nur einem kind helfen!!!

        Ich finde es richtig das vor den kindern anzusprechen.

        Lösung: es gibt doch so schwimmbojen die man als gurt umnimmt für langstreckenschwimmer. Im notfall kann man sich drann festhalten bis hilfe kommt. Vielleicht wäre das was für die kinder? Man kann sich frei bewegen aber hat ein gefühl der sicherheit zurückbekommen.

        (3) 31.05.19 - 06:59

        Hallo lala,

        ich finde das ist abhängig davon wie gut die Kinder schwimmen können und wie ausdauernd diese sind. Die Gefahren ansprechen ist definitv gut und wichtig. Ich gehe da auch ganz offen mit meinen beiden um und gehe da sehr nach meinem Gefühl. Das ist ein ganz anderes als deines beispielsweise.

        Wir gehen sowohl ins Schwimmbad als auch an den See. Wir schwimmen auch durch den See, der ist allerdings nur ca. 80 m lang. Wir sind auch schon zur Plattform in nem anderen See geschwommen (das sind gut 50m). Meine Kinder werden im Sommer allerdings erst 6 und 8, sprich waren letzten Sommer knapp 5 Jahre alt und knapp 7. Ich weiß, was die beiden schaffen, wir gehen schließlich im Sommer sehr regelmäßig schwimmen und starten mit so etwas würde ich, zumindest im momentanen Alter der Kinder, damit nie. Da muss erstmal wieder geschaut werden, wie gut klappt es noch und das Training ist definitiv wichtig. Auch im Meer war ich schon mit beiden alleine, allerdings dann nur so, dass ich auch noch mühelos stehen konnte, um eben besser eingreifen zu können.
        Was der Kleine allerdings im See noch nicht darf ist irgendwo rumtauchen, wo er nicht stehen kann (also unter ner Luma durch etc.). Mal schauen, was mein Gefühl mir dieses Jahr dazu sagt.

        Also du siehst, die Ansichten und Gefühle darüber sind anders, allerdings finde ich es wichtig, dass man seinem Gefühl folgt. Finde aber du musst das Thema unbedingt mit dem Kindsvater nochmal besprechen und auch mit etwas Abstand mit deinen Kindern nochmal. Vielleicht findet ihr ja eine Lösung, die für alle annehmbar ist.

        LG

        Isabel

        (4) 31.05.19 - 07:16

        Ich bin ein guter Schwimmer und schwimme viel in Naturgewässern. Mit kindern würde ich es nicht tun. Für die Neunjährige in meinen Augen definitiv zuviel. Man muss bei solchen Aktionen seinen Körper kennen, auf ihn hören. Ob und wieviel ein Sportler sich zumuten kann ist tagesformabhängig. Und bei solchen Aktionen ist der Rudeltrieb oft stärker als die Vernunft. Kann dein ex Rettungsschwimnen? Man muss ja nicht mal bewusstlos werden ... da reicht ein Krampf und man bekommt ernsthafte Probleme und der kann bei der Länge schon kommen. Beim Schwimmen kann halt nicht mehr können tödlich enden. Ich finde so was unverantwortlich denn selbstüberschätzung ist bei Badeunfällen eine der häufigsten Unfallursachen.

      • (5) 31.05.19 - 08:43

        Schwierig...

        Wir haben auch solche Seen und der Reiz war natürlich mitten durch zu schwimmen. Das haben wir als Kinder schon gemacht, und meine Kinder machen das eben auch.

        Bei größeren Seen nimmt bei uns der begleitende Erwachsene eine Luftmatratze mit. Das ist natürlich keine absolute Sicherheit, hilft aber eben, wenn doch mal einem die Kraft ausgeht, man einen Krampf bekommt o.ä.
        Uns sind mal einige Wasserschlagen begenet, da waren wir auch froh über die Matratze (auch wenn das da natürlich eher dämlich war)

        Da ich selber eine 13jährige Enkelin habe, weiss ich sehr gut, wie schnell die Dramaqueen gegeben wird..."mach ich nie wieder, keiner versteht mich" usw..;-)
        Wenn die beiden sich beruhigt haben, rede vernünftig mit ihnen. Wenn der Vater ein ABSOLUT sicherer Schwimmer ist, der sich auch Rettung zutraut, kann er mit EINEM Kind rüberschwimmen, aber nicht mit beiden. Ein Kind kriegt einen Krampf, das andere schluckt Wasser und er hat ein dickes Problem. Ich war selber viele Jahre im DLRG und Rettungsschwimmer, auch meine Kinder - und ich kann das auch nicht locker sehen.
        Das sollte auch der Vater einsehen, wenn er seine Kinder liebt. Wenn nicht, würde ich den Kindern eine Boje kaufen, die man übrigens auch bei Erwachsenen sieht in Badeseen.
        https://www.saferswimmer.eu/screen/product/safer-swimmer-pvc/language/de

        Meine Enkelin ist eine absolut sichere Schwimmerin(war im Verein) schwimmt unseren See auch quer durch, der ist aber nur halb so breit wie eurer. Sie geht kurz raus, macht eine kleine Pause und schwimmt dann wieder zurück. Jedes Jahr passieren soviele Badeunfälle, da wäre ich wohl sehr kompromisslos. Lieber ein beleidigtes Kind als ein verunglücktes.
        LG Moni

      (8) 31.05.19 - 10:53

      Hallo,

      verstehe ich das richtig ? Du hast den Kindern nach einem tollen Tag, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, deine Bedenken zu dem Schwimmen im See geäußert ?

      Tja dann kann ich deine Kinder verstehen, so kann man einen schönen Tag nicht beenden....

      Das würde ich, weil ich durchaus deine Bedenke teile, erst dann machen wenn es soweit ist.

      Ich denke die Kinder werden sich wieder abregen und weiterhin gerne schwimmen gehen.

      LG
      Tanja

      • Nicht nur zum Schwimmen im See sondern zum Schwimmen über 400 m und wieder zurück mit einem 9jährigen Kind..... das ist eine etwas andere Baustelle. Da machen auch mal geübte Schwimmer schlapp. Wie sie schreibt, machen das überhaupt nur wenige und ich denke, nicht ohne Grund. Sollten beide Kinder schlappmachen, hat der Vater ein Problem, denn sie schwimmen ja quer durch und nicht am Ufer entlang. Und dann?
        LG

        • (10) 01.06.19 - 10:54

          Ich habe ihre Bedenken schon verstanden und sehe das genau so. Der Zeitpunkt für diese Unterhaltung war der falsche. Kurz vorm Schlafen nach einem tollen Tag im Schwimmbad, völlig ohne Grund in dem Moment. Das Gespräch führt man wenn der Ausflug mit dem Vater kurz bevorsteht.

    (11) 31.05.19 - 16:00

    Hi,

    ich verstehe Deine Bedenken, aber ich finde es falsch, die Meinungsverschiedenheiten zwischen Dir und Deinem Ex-Mann auf dem Rücken der Kinder auszutragen. Das ist ein Konflikt, den Du mit ihm führen musst!

    Schau mal, was Du Deinen Kindern damit über ihren Vater gesagt hast:

    1. Er passt nicht gut auf Euch auf, sondern bringt euch in Gefahr.
    2. Er ist nicht verantwortungsvoll. Ihr müsst die Erwachsenen sein.
    3. Er liebt euch nicht so wie ich, sonst hätte er da auch Angst um Euch.
    4. Ich vertraue ihm nicht.
    5. Wir sind als Eltern kein Team.

    Ich hätte das auf keinen Fall gemacht. Unabhängig von der Frage, ob Du in der Sache recht hast oder nicht.

    Liebe Grüße
    die Landmaus

    • (12) 01.06.19 - 09:51

      Hallo,

      natürlich hast Du recht, ich habe das ja auch oben erwähnt, dass es sicher nicht die perfekte Lösung war. Aber wenn der Vater einfach weitermacht und meine Bedenken abtut, was bleibt mir dann noch übrig?

      LG

      Übrigens, die Kinder haben sich beruhigt, die Idee mit der Boje finde ich gut und werde vermutlich eine besorgen.

      • (13) 01.06.19 - 10:05

        Du hättest Dich z.B. erst nach Alternativen erkundigen können.

        Und dann musst Du dich solange mit Deinem Ex auseinander setzen, bis sich eine Variante auftut, mit der ihr leben könnt. Das muss man in intakten Beziehungen doch auch. Warum hast Du ihm nicht gesagt, dass Du ihm da nicht vertraust und das Du Angst hast und das Du gemeinsam eine Lösung dafür suchen willst?

        Ich finde eine Mutter, die den Kindern die Verantwortung für/ gegen den Vater aufbürdet mindestens so gefährlich, wie einen Vater, der mit den Kindern 400 m See durchschwimmen will. Meiner Meinung nach schadest Du ihnen damit heftig. Und Du solltest das dringend auch im Gespräch wieder gerade ziehen.

        • (14) 01.06.19 - 11:51

          Wie gesagt, du magst in allem recht habne und der zeitpunkt war auch blöde.. aber manchmal macht man fehler oder? ist dir das noch nie passiert?

          • (15) 03.06.19 - 12:51

            ....doch, aber ist die Frage nicht gewesen: Habe ich falsch reagiert. Und ja - da wurde defintiv falsch reagiert. So ein Gespräch über Gefahren führt man natürlich. Aber man vermittelt nicht, dass der Vater eine Pfeiffe ist und man ihm nicht vertrauten kann.

            Man redet über die Gefahr und über die Möglichkeiten, ihr zu begegnen. Mit Schwimmbojen etc.

        (16) 01.06.19 - 11:55

        ach und noch etwas, ich habe ihnen nicht gesagt, der vater sei verantwortungslos ich habe nur gesagt, dass eben auch was unvorhergesehenes passieren kann und dem ist so, und ganz ehrlich wenn der vater das anders sieht dann muss ich sie warnen da kann er vater sein so viel er will.
        ich erinnere mich, da hatte der kleine das seepferdchen und er wollte mit ihnen in eine talsperre wo man nicht ins wasser laufen konnte sondern nur über eine brücke reinspringen konnte, das wollte er mit dem kleinen damals 5 machen.. ganz ehrlich, egal was für ein toller hecht er sonst wäre. es sind auch meine kinder und ich würde sowas immer verbieten. wenn es sein muss und er nicht hört eben den kindern direkt!

        (17) 02.06.19 - 21:10

        *Ich finde eine Mutter, die den Kindern die Verantwortung für/ gegen den Vater aufbürdet mindestens so gefährlich, wie einen Vater, der mit den Kindern 400 m See durchschwimmen will. *

        Sorry, aber du hast doch den Schuss nicht gehört.

(18) 01.06.19 - 10:01

Hallo Landmaus, noch was anderes..

Wir waren als Eltern leider schon vor der Trennung lange kein Team mehr.

Mein Mann ist nicht verantwortungsvoll was solche Dinge angeht. Mit Baby fuhr er früher 200 über die Autobahn, linke Spur.. Ich hab gesagt, ich hätte Angst, er fuhr weiter.

Ein Kind hatte einen Fahrradunfall mit Ihm, weil es nach 3 Stunden Training immer noch weiterfahren "durfte" aber sich nicht mehr konzentrieren konnte. Folge Kiefer- und Nasenbruch..

Ich vertraue ihm nicht.. und ich meine nicht, dass er es bewußt drauf ankommen läßt und die Gefahr billigend in Kauf nimmt. Nein er ist überzeugt, dass das nicht gefährlich ist.. und die Kinder das schaffen. Seine Art der Motivation und Selbstbewußtseinsbildung..

Ich weiß, es ist nicht richtig und ich beeinflusse die Kinder diesbezüglich.

Vielleicht beruhigt es, wenn ich sage. Der Ausflug der am Papawochenende mit dem Verein statt finden sollte, und von dem sie nichts wissen bzw. er sie einfach nicht mitlässt, da rede ich nicht rein. Ich habe gar nichts dazu gesagt, weil ich nicht weiß ob sie von dem Ausflug wissen oder nicht.. und ich sie nicht gegen ihn aufbringen will nur weil er zu geizig ist das zu zahlen.

Ich tue was ich kann um ihm entgegenzukommen. Heißt, ich bin ausgezogen, mit Job und zwei Kindern, er wohnt weiterhin im großen Haus alleine ohne Job.

Lg

  • (19) 01.06.19 - 10:09

    Aber das zum Problem deiner Kinder zu machen, ist doch keine Lösung.

    Ich hab nach meiner Trennung auch erstaunt feststellen müssen, dass die Probleme wegen derer wir uns getrennt haben, weiterhin bearbeitet werden mussten. Es ihm leicht zu machen, nutzt doch nichts. Du musst Dich mit ihm weiter auseinander setzen. Und ihm diese Auseinandersetzung zur Not abringen. Das ist unsäglich anstrengend, aber notwendig. So ziehst Du die Kinder mit rein und bürdest Ihnen einen Loyalitätskonflikt auf, den sie doch gar nicht auflösen können.

    • (20) 01.06.19 - 10:18

      hallo landmaus,

      ich weiß, dass du recht hast! und unterbewußt werd ich sicher immer wieder solche dinge äußern.

      wollen wir uns per pn unterhalten? du scheinst in einer ähnlichen situation zu sein und ich würde mich gerne austauschen.

      lg

(21) 03.06.19 - 09:49

...bislang habe sie es gemacht und waren jünger - warum um alles in der welt sollten sie es nun nicht mehr schaffen?

ich bin am wasser gross geworden. bei strömung und 400 meter würde ich eine schwimmhilfe (boje, ball, etc.) mitnehmen aber kein grosses theater machen.

und dass der ex die verantwortung nicht übernehmen kann, verstehe ich auch nicht ganz. warum denn? aber nicht, weil es nun der ex ist, oder?

ich verstehe die vorsicht bei wasser. dann rede aber mit dem ex und bitte ihn, deine anst erst zu nehmen und eine schwimmhilfe dabei zu haben. und dann vertrau darauf, dass er es tut.
dass du den kids erklärst, dass wasser immer gefährlich sein kann, finde ich richtig. wenn du ihnen aber so einen schrecken eingejagt hast, dass ihnen eine liebe freizeitbeschäftigung plötzlich unglaublich gefährlich vorkommt , dann hast du zu schreckliche worte oder bilder gewählt. und die behebst du bei so grossen kindern am besten, in dem du dich erstmal entschuldigst und dann auf der erwachsenen ebene erklärst, dass das eher deine ängste sind, und sie diese nicht übernehmen sollen. und dass du im moment dem vater gegenüber nicht so viel vertrauen hast und sie einfach bitten wolltest, eine schwimmhilfe wie einen wasserball etc. mitzunehmen.

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