10 jähriges Mädchen und beste Freundin

    • (1) 20.06.19 - 10:00

      Hallo
      Ich würde gern andere Muttis/Vatis befragen wie sie mit folgendem Thema umgehen bzw. umgehen würden:

      Meine Tochter ist fast 11 und hat seit Kindergarten eine beste Freundin. Seit paar Monaten beklagt sich meine Tochter immer öfter über ihre Freundin, die sie wohl ausschließen würde, eine Hass-Gruppe gegründet hätte usw. Die besagte beste Freundin ist in der Klasse gut angesehen, hat wohl einige "Mitläufer", und ist auch gern "Anführer". Sie ist Klassenbeste und denkt auch immer, sie weiß alles. (In unseren Elternaugen erzählt sie jedoch viel auch sehr viel Mist den anderen Kindern #klatsch).

      Meine Tochter hat seit September ein Handy, unter meiner Kontrolle, seit April auch die Freundin. Es dauerte nicht sehr lange, da war meine Tochter das erste mal bei ihr blockiert. Warum wusste meine Tochter nicht. Nun hat die Freundin diese Woche im Beisein meiner Tochter zu einem anderen Kind gesagt, Willkommen im NamenderTochter-Hass-Club. Das hat meine Tochter extrem gekränkt. Einen Tag später hatte die Freundin sie wieder blockiert und auch aus einer Mädelsgruppe entfernt. Meine Tochter und die Freundin gehen ab 5. Klasse zusammen auf eine Schule, auch in eine Klasse. Nun hat meine Tochter das erste mal geäußert, dass sie lieber auf eine andere Schule gegangen wäre, weg von der besagten Freundin, um zur Ruhe zu kommen. Ein klärendes Gespräch zwischen den Mädels kann wohl nicht stattfinden, die Freundin sagt immer es ist nichts.

      Ich habe nun gestern die Mutti der Freundin angerufen und um ein Gespräch mit ihr und den beiden Mädels gebeten. Hintergrund ist für mich auch mal die Seite der Freundin zu hören, zu sehen ob sich die beiden nochmal annähern (bestenfalls verbringen sie noch 7 Jahre in derselben Schule) und die beiden über das Verhalten mit dem Handy nochmal aufzuklären (einfach so blockieren ist Mist finden wir). Oder ob es eben besser ist, wenn meine Tochter akzeptiert, dass sie eben nicht mehr die beste Freundin ist.
      Auf jeden Fall war sie außer sich, sagte zu mir, ich habe mit ihrer Tochter nicht zu sprechen etc. Ich war total vor den Kopf gestoßen. Sie kam mir so dermaßen patzig, dass es mir den ganzen Abend versaut hat :-(

      Zum Handy sei noch gesagt, dass meine Tochter diesbezüglich unter strenger Kontrolle steht, sie ist ja schließlich erst 10.

      Hätte ich mich lieber raushalten sollen? Aber scheinbar können die Mädels das nicht untereinander klären. Da ist mit besagter Freundin noch mehr vorgefallen, aber das hier alles aufzuzählen wäre zu lang. ist so schon ein ganz schöner Text #sorry

      Danke und VG

      • Ich bin immer der Meinung, sowas sollten Kinder unter sich klären. Zumindest solange keine Gewalt im Spiel ist.
        Genau wie wir Erwachsenen uns verändern, tun das auch Kinder.
        Ich habe seit der 2. Klasse eine beste Freundin. Da gab es noch ein anderes Mädchen, welches vom Selbstbewusstsein her nur so strotzte. Ich wurde dann oft ausgeschlossen. Das hat mich gekränkt, aber ich hatte noch andere Freunde.

        Deine Tochter sollte mehr Selbstbewusstsein entwickeln. Wenn sie auf die Aussagen der ex-besten Freundin reagiert, hat dieses Mädchen erreicht, was sie will....Aufmerksamkeit. und wird dann von den anderen "gefeiert".
        Wenn deine Tochter darauf nicht reagiert, und sich auch andere Freunde sucht, wird das schnell uninteressant für das Mädchen.

        Und zur Mutti wäre ich auch nicht gegangen.
        Geht gar nicht.

        • Danke für deine Rückmeldung.
          Ich bin da eigentlich auch für raushalten, war auch immer meine Meinung gewesen wenn die letzten Jahre was war, aber leider war ein Mädchen in der Klasse wegen Mobbings schon in psychologischer Behandlung, vielleicht bin ich daher gerade etwas vorsichtiger oder hellhöriger geworden.

          Mit dem Selbstbewusstsein stärken da hast du recht. Daran müssen wir arbeiten. :-) In der neuen Schule gibts dann ja noch 26 andere Neue in der Klasse ;-)

          • Mobbing gibt es immer mehr. Und da darf und muss man hellhörig werden.
            Das Mädchen wird dir in dieser Hinsicht wohl kein Gehör schenken, und die Mutter scheinbar auch nicht.
            Ich würde jetzt erst mal beobachten.
            Vielleicht gibt es in der neuen Klasse Mädchen, die deiner Tochter wohlgesonnener sind.

            Sollte es nicht besser oder gar schlimmer werden, würde ich mich an den Sozialarbeiter der Schule wenden. Dieser kann sowohl mit dem Mädchen als auch der Mutter sprechen. Und im Unterricht kann und sollte das Thema Mobbing vielleicht auch mal thematisiert werden.

            • (5) 20.06.19 - 15:08

              "Mobbing gibt es immer mehr. Und da darf und muss man hellhörig werden. "

              Nein, früher wurde nur mehr weggesehen, und heute gibt es wegen der Handys mehr Möglichkeiten, zu mobben.

              Ich kenne jede Menge Leute in meinem Alter, die in der Schule gemobbt wurden. Das hat damals nur keinen interessiert.

        Hi,

        findest Du wirklich, dass einen Hass-Club zu gründen nicht unter Gewalt fällt? Ich finde, dass man an einem solchen Punkt intervenieren muss und das zum Wohle beider Mädchen. Beide lernen noch verträgliches Sozialverhalten und bei beiden liegt da ja offensichtlich noch eine Menge im Argen.

        Liebe Grüße
        die Landmaus

        • In meinen Augen versucht sich das Mädchen Aufmerksamkeit zu erhaschen. Sie ist der Anführer und die anderen folgen dem coolen Alpha-Tier.
          Den "Hass-Club" hätte sie auch "wir mögen Anna nicht-club" nennen können.
          Hass ist ein hartes Wort.

          Früher gab es Cliquen. Und wer die falsche Hose trug, wurde ausgeschlossen.
          Die Coolen waren unter sich, genauso wie die Nerds.
          Was an der heutigen Zeit das Problem ist, und auch bleibt, ist social Media & Co.

          Vielleicht liegt es auch am familiären Hintergrund? Vielleicht hat sie etwas erlebt ?

          • Ja und?! Und deswegen darf sie auf anderen herum trampeln?

            Das ist genau das was Mobber tun. Sie profilieren sich auf kosten anderer. Und dem muss ganz schnell ganz klar ein Riegel vorgeschoben werden.

    (9) 20.06.19 - 15:17

    Hallo,

    die Eltern von Kindern, die mobben, wollen das häufig nicht wahr haben oder interessieren sich generell nicht dafür, was ihre Kinder treiben.
    Die anzusprechen, bringt meistens wenig.

    Aber das Mobbing findet ja auch in der Schule statt.
    Am Gymnasium unserer Tochter gibt es Schüler-Streitschlichter, die sich um solche Fälle kümmern.
    Wenn das nicht hilft, werden Lehrer-Streitschlichter eingeschaltet, die dann auch die Eltern informieren.
    Wenn das nicht hilft, gibt es Tadel und wenn das immer noch nicht reicht, fliegen die Mobber von der Schule.
    Ich weiß von zwei Jungs, die geflogen sind und einem, der vorher freiwillig gegangen ist, weil er das Gymnasium auch von den Noten her nicht mehr gepackt hat.

    Ich würde probieren, das über die Schule zu regeln, und ja, ich würde es regeln.
    Das macht schon den Eindruck, als wäre es über die üblichen Ärgereien hinaus, die unter Kindern so stattfinden. Wenn man das weiter laufen lässt, verfestigt sich das Verhalten.

    LG

    Heike

    • (10) 20.06.19 - 15:29

      Die Kinder sind noch in der Grundschule. Es gibt dort keinen Streitschlichter, es ist auch keine Vertrauenslehrerin ausgewiesen.
      Es sind noch zwei Wochen bis zu den Sommerferien. Dann ist (hoffentlich) 6 Wochen Ruhe. Ab neuem Schuljahr gehen die beiden aufs Gymnasium. Ich hoffe, dass sich aufgrund der neuen Schulsituation die Sache dann ändert (es sind die einzigen beiden Mädchen aus der Klasse, die diese Schule besuchen) Ich werde meine Tochter bestärken Abstand von ihr zu nehmen und sich auch gleich einen anderen Sitznachbarn zu suchen.

      Danke für eure Meinungen. Ganz so verkehrt liege ich sicher nicht, dass ich die Sache ernst nehme und nicht als Mädchenzickerei abtue. Ich bleibe dran.

      • Nein, du liegst ganz sicher nicht falsch damit, es ernst zu nehmen.

        Ich hatte bei meinem Wechsel ins Gymnasium auch so einen Spezialisten in der Klasse, der glaubte, die restlichen 33 Kinder gegen mich aufbringen zu müssen. Es hat 2 Jahre und eine nachgewiesene Körperverletzung gebraucht, bis ein Lehrer sich eingeschalten hat, und der junge Mann gegangen wurde - und auch da war es offiziell aufgrund der Noten.

        Meine Mama wollte ich damals mit diesen Problemen nicht behelligen, sie war dem Krebstod gerade erst entgangen, wir waren arm wie die Kirchenmäuse, Papa im Ausland wegen Job, meine Schwester gerade ein Frühchen bekommen... war halt nicht der beste Moment.

        Als ich ihr Jahre später davon erzählt habe, hat sie mich fast gemeuchelt, weil ich sie nicht früher um Hilfe gebeten hatte 😊 du machst also alles richtig!

(12) 20.06.19 - 22:26

Das Einzige, was ihr noch machen könntet: in der Schule darum bitten, dass deine Tochter in eine andere Klasse gehen kann. Eben erklären, dass das Verhältnis zwischen den Mädels nicht stimmt, Und ruhig auch die Sorge ansprechen, dass die Andere deine Tochter anfängt zu mobben, wenn sie in einer Klasse sind.

und deine Tochter bestärke darin, dass sie hinter diesem Mädchen nicht herlaufen muß. Sie lernt in der neuen Schule neue, bestimmt nettere, Mädchen kennen. Und erklären, dass Menschen sich verändern und somit auch Freundschaften manchmal auseinander brechen.

(13) 20.06.19 - 22:33

Und noch etwas: Du hast dich von so einem 10jährigen Rotzlöffel schockieren lassen?Bei mir hätte das Mädel aber eine Ansage wegen ihres Benehmens mir gegenüber gehört, dass sich sogar die Eltern für ihre Erziehung geschämt hätten!

Ich bin da mal etwas vorsichtiger....die Kids kennen sich seit dem Kindergarten und sind seit dem befreundet....also wissen sie ganz genau, wie sie den anderen verletzen können...und deine Tochter hat vermutlich immer das gleiche Muster an Reaktion. Freundschaften verändern sich - gerade in der beginnenden Pubertät. Ich hätte vermutlich aufgrund der langen Freundschaft auch bei der anderen Mutter angerufen und ich gehe mal davon aus, ihr kennt euch ganz gut. Ich denke der anderen Mutter war es einfach nur peinlich und unangenehm auf das Verhalten ihres Kindes angesprochen zu werden und ich würde dies nicht überbewerten. Was ich allerdings machen würde, ich würde meinem Kind raten, diese Zicke mal links liegen zu lassen....denn solche Kids sind nur mit Gefolge stark. Blockieren finde ich albern...wir haben früher gesagt, du bist jetzt nicht mehr meine Freundin...also modern blockiert...

Hallo :)
Also ich bin zwar keine Mutter, aber ich kann nur von meinen Erfahrungen erzählen!
Damals (da war ich ca. 13 Jahre alt, jetzt 28 😁) hatte ich auch eine angeblich beste Freundin, die irgendwann zu den „coolen“ gehörte und sich von jetzt auf gleich mit einer Gruppe anderer Mädels zusammengetan und mich fertig gemacht hatte! Sie hatte sich irgendein Mist ausgedacht, was ich wohl getan haben soll um irgendein Grund zu haben! Damals war ich noch sehr schüchtern und habe mir das leider Gottes gefallen lassen! Das Ganze war immer ein auf und ab, haben uns wieder vertragen und dann als sie wieder Lust hatte sich zu streiten ging es wieder von vorne los!
Zum Glück hatte ich damals noch eine Freundin, die mich in Schutz genommen bzw. in meinem Selbstbewusstsein bestärkt hat, dass ich sie links liegen lassen soll und ich andere Freunde verdient habe!
Somit habe ich allmählich neue Kontakte geknüpft und so ging alles ganz von alleine 😁
Ich hatte einen neuen Freundeskreis und die Alte war Schnee von gestern!

Ich würde deiner Tochter raten sich auf der neuen Schule auf andere Schüler zu konzentrieren, neue Freundschaften zu knüpfen und die blöde Kuh zu ignorieren! Und wenn ihr das gelingt, wird sich ihre angeblich beste Freundin so richtig in den Allerwertesten beißen! Dann ist sie wohl nicht mehr die Nr. 1 😏
Solche Menschen braucht keiner!

LG ☺️

  • Sorry, ich glaube ich habe da gerade was durcheinander gebracht 😁
    Dachte eben, die beiden gehen bald auf eine neue Schule *ups*

    Nichtsdestotrotz sollte sie sich bestenfalls innerhalb der Klasse neue Freunde suchen!

(17) 20.06.19 - 23:37

Ich finde es absolut richtig, dass du deine Tochter zur Seite stehst! Ich würde auch mit der Klassenleitung sprechen. Hier werden die Grenzen deiner Tochter massiv überschritten. Und ich finde es ganz toll, dass deine Tochter sich getraut hat, dir davon zu erzählen. Respekt!

Und wer denkt, dass das harmlose Kinderspiele sind:

https://youtu.be/24xvPHTjgKc

Stärke weiterhin deine Tochter, unterstütze sie und hilf ihr dabei, sich zu wehren.

Liebe Grüße

Fast alle Eltern die mobbente Kinder haben, wollen nichts davon wissen, wegschauen scheint in uns Menschen fest verankert zu sein.
Es sind die gleichen Eltern die als ersten Satz von sich geben ....“ müssen die unter sich ausmachen“....
Nein warte nicht ab,gut beaobachten und den Kind den Wunsch nach Wechsel bitte Entgegenkommen(!)

Bei meiner besten Freundin und mir war auch oft Funkstille - 2 Tage haben wir uns gehasst, dann war alles gut. Aber deine Schilderung klingt für mich nach Mobbing! Vor allem das mit der HassGruppe. Ich finde gut, dass du da reagiert hast. Verstehe aber die Reaktion der Mutter nicht. Es wäre doch auch in ihrem Vorteil, dass sich ihre Tochter vernünftig verhält. Es wäre natürlich schon gut gewesen, mal zusammen mit den Kindern sprechen zu können.

Wenn das Mädchen aber partout nicht reden will, dann kannst du deiner Tochter nur raten, dass sie sich von dem Mädchen fern halten sollte und sich einen neuen Freundeskreis suchen sollte. Das Mädchen tut deiner Tochter nicht gut und zieht sie emotional nur runter.

Seit den Handys hat das Mobbing auch noch mal zugenommen.

Ich finde, du hast absolut richtig gehandelt. Sich einzumischen! Eltern gucken viel zu häufig weg oder äußern, dass ihr Kind sowas nicht macht. Ich hätte noch zu der Mutter gesagt, wenn das nochmal vorkommt, dass du andere Schritte einleitest. Lass dir dadurch bloß nicht die Laune verderben. Ich würde die Schule informieren und ihnen den Fall schildern. Sowas muss sich kein Kind gefallen lassen.

(21) 23.06.19 - 09:54

Da wäre ich sofort in der Schule gewesen. So ein mobbendes Verhahalten einer Klassenkameradin gegenüber geht gar nicht. Mich wundert, dass du immer "Freundin" schreibst. Hier gab es einen ähnlichen Fall. Kind A hat mit B zusammen Wind gegen C gemacht, das hat größere Kreise gezogen und sich ausgeweitet. Ich zur Schule mit meinem Kind (C). Kind A und B wurden sofort verwarnt, sollte nur 1 schiefer Blick kommen, fliegen A und B von der Schule. Ganz einfach. Hier gilt: Wer mobbt, der fliegt.
Das Gespräch mit der Mutter hätte ich nicht gesucht.
Mit 10 muss man Mobbing nicht alleine durchstehen.
Liebe Grüsse

(22) 23.06.19 - 15:21

Einmischen kann gut sein aber auch nach hinten losgehen. Deine Tochter muss lernen damit umzugehen (dabei kannst du sie unterstützen), auch wenn es schwierig ist. Solange sie es zulässt das Opfer zu sein, werden die anderen sie nicht in Ruhe lassen. Freundschaften verändern sich mit der Zeit, man lebt sich eben auch mal auseinander. Mobber merken nicht, was sie dem Gemobbten antun, sie tragen keine Schäden davon und profitieren eher davon, warum sollten sie dann damit aufhören? Mitläufer unterstützen sie bei ihrem Tun leider zu sehr. Keine Angriffsfläche und ein sicheres Auftreten kann zwar keine Freundschaften wieder gerade biegen, aber dafür das Mobben aufhören lassen. Sich wehren gegen Mobber sollte nicht körperlich oder verbal stattfinden, das ist ja das, was Mobber wollen, sondern passiv, indem man nicht reagiert und auch nichts (für den Mobber zumindest nichts sichtbares) an sich ran lässt.

Ich bin letztens auf das Video von Strg_F zu Mobbing in der Schule gestoßen, vielleicht interessiert es dich. Die mittlerweile erwachsene Gemobbte hat alle aus der Mobbergruppe kontaktiert und selbst ihre Vergangenheit so aufgearbeitet. Die Mobberin war sich nichts bewusst, der Gemobbten merkte man bis heute jedoch den Schmerz an.

(23) 25.06.19 - 18:57

WhatsApp ist ab 16 (oder 14?)

Offenbar kommt deine Tochter emotional nicht mit dieser App und deren Möglichkeiten klar.

Man kann kein Gespräch erzwingen.

Dass du vor den Kopf gestoßen bist, verstehe ich. Deine Tochter soll sich eine zeitlang fern halten.

(24) 03.07.19 - 13:45

Obwohl wir als Familie sehr offen gegenüber Computer, Spielekonsolen & Co. sind und mein Kind schon mit 4 Jahren sein erstes Tablett hatte, sind wir was Handy angeht unglaublich streng und solche Geschichten wie eure, bestärken uns darin.

Mein Kind hat erst jetzt, kurz vor Ende der 4. Klasse ein altes Smartfone bekommen. Wir haben sehr lange überlegt, ob er WhatsApp bekommt. Wir haben uns zwar am Ende dafür entschieden, ABER nutzen darf er WhatsApp nur mit uns und dem engsten Familienkreis. Falls er noch mit jemanden ausserhalb des Familienkreises über WhatsApp kommunizieren will, muss er sich von uns die Erlaubnis holen.

Er ist einer der Letzten, wenn nicht sogar der Letzte in seiner Klasse, der ein Handy bekommen hat, ich habe allerdings schon sooo viele Geschichten von Müttern gehört, deren Kinder schon längst eins haben, da bin ich teilweise vom Glauben abgefallen! Selbst "beste" Freunde beschimpfen sich über WhatsApp auf's Übelste, obwohl sie sich ansonsten meist sehr gut verstehen. Es fallen Wörter und Sätze, die ich von keinem Erwachsenen höre. Es gibt kaum eine Mutter, die mir nicht schon von solchen Vorfällen erzählt hat.

Ich finde tatsächlich, dass WhatsApp nichts für so junge Kinder ist. Ich an deiner Stelle würde auch bei deiner Tochter nochmal genauer nachfragen, was sie der Freundin geschrieben hat. Mir haben Mütter auch erzählt, dass sie zwar die üblen Dinge der anderen gelesen haben, aber im Nachhinein haben sie gemerkt, dass ihre Kinder vorher ihre eigenen Nachrichten gelöscht haben. Im Endeffekt war es meist so, dass nicht eines der Kinder das arme Kind war, was beschimpft wird/wurde, sondern dass meist alle Kinder ihren Beitrag dazu beigetragen haben! Vielleicht ist das in diesem Fall auch so und deswegen war die Reaktion der anderen Mutter so patzig?!

Wenn diese Geschichte uns betreffen würde, hätte ich als allererstes versucht herauszufinden, welchen Anteil mein Sohn an dieser Geschichte hat, dann hätte ich sofort das Gespräch mit der Klassenlehrerin/Schule gesucht (AUCH wenn mein Kind seinen Anteil daran hätte!). Ich finde das ist ein Thema, dass auch in der Schule mit den Kindern besprochen werden muss, da es sich dabei oft um Klassenchats handelt.
Wenn die Mutter des anderen Kindes eine enge Freundin wäre, hätte ich sie selbstverständlich auch vorher darüber informiert. Hätte mein Kind auch seinen Anteil daran, hätte es mit ihm auch ein sehr ernstes Gespräch mit uns Eltern gegeben. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit meinem Kind schon seit der 1. Klasse über Mobbing rede und er genau weiß, dass er Zuhause mächtig Ärger bekäme, wenn er sich an sowas beteiligen würde! Er weiß auch, dass ich von ihm erwerten würde, dass er sich einmischt (im Rahmen seiner Möglichkeiten), falls jemand anderes gemobbt wird. Obwohl er jetzt erst sein Handy bekommen hat, reden wir schon seit letzem Jahr auch über Social Madia und Mobbing und wie er reagieren müssste/sollte, falls er davon betroffen wäre.

Im Endeffekt finde ich deine Einmischung in diesem Fall ist sehr wichtig, allerdings würde ich auch die Schule darüber informieren, auch wenn schon bald Ferien sind.

#winke

(25) 03.07.19 - 14:26

Das Verhalten der Freundin ist doch schon ein klassischer Fall von Mobbing. Ich würde da nicht wegsehen.
Manche sagen, die Freundinnen sollen es untereinander klären. Nein.
Ich finde da muss Aufklärung betrieben werden. Da die Mutter abblockt, könntest du evtl. Die Klassenleitung fragen, ob sie das Thema im Unterricht aufgreifen könnte.
Gegen Ende des Schuljahres gibt es oft viele Pufferstunden. Die könnte man als Prävention bzw. in diesem Fall als Intervention nutzen.
Die ganzen Medien erleichtern leider Ausgrenzung noch mehr. Und bewusste Ausgrenzung und ist schon Mobbing.

Jetzt müsstest du nur hoffen, dass die Lehrkraft genug geschult ist...

Ich hoffe, dass deine Tochter neue Freundinnen findet. Ermutige sie auch weiterhin, dass sie dir von solchen Ereignissen erzählt.

Finde ich von der Mutter der Freundin übrigens unmöglich, dass sie so abgeblockt hat. Ich hätte mich geschämt, wenn meine Tochter aktive Mobberin wäre und hätte das Ernst genommen. Aber es sind ja nie die eigenen Kinder...

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