Wartezeit

Guten Morgen :)

Aktuell bekomm ich das alles einfach nicht aus dem Kopf. Ich fand ja immer, dass die Wartezeit bis zu jedem ES und dann bis zur Mens unglaublich lang wirkt. Letzte Woche waren wir dann in der KiWu Klinik und uns wurde zur icsi geraten, da das Spermiogramm auch nicht viel Hoffnung auf Besserung verspricht. Zumindest wussten wir jetzt wieso es bisher nicht klappen wollte. Es waren nur die Hälfte der benötigen Menge an Spermien, 4% langsam beweglich, schnelle gab es keine und Normalformen gab es auch keine.

Die Zeit bis wir starten können zieht sich aber enorm. Einen Termin zum kontrollspermiogram haben wir erst Mitte April, bis die Ergebnisse da sind und wir mit dem Behandlungsplan zur KK können bzw bis da die Genehmigung vorliegt gehe ich nochmal von 2-3 Wochen aus. Da mein Zyklus auch da eine Rolle spielt und ein Kontrollzyklus voran geht, würden wir erst im Juli in den eigentlichen Zyklus starten.

Irgendwie weiß ich nicht ob ich erleichtert bin, oder frustriert weil wir jetzt noch Monate warten ohne Hoffnung dass es spontan klappt.

Es hilft etwas mir zu sagen, dass wenn die ICSI erfolgreich verläuft (zumindest da will ich optimistisch sein 😅), wir so oder so das letzte Weihnachten allein sind und schon nächstes Jahr im Sommer zu dritt wären. Ich wollte mich auch erst voll in die Hochzeitsvorbereitung stürzen, aber jetzt ist irgendwie alles vorbereitet und ich denke wieder nur an den Kinderwunsch 🙈

Trotzdem macht mich das warten verrückt. Wenn also irgendwer Tipps hat, gerne her damit 🤭

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Ach, dieses "sich verrückt machen und warten" kenne ich, auch, wenn wir (noch) nicht bei einer KiWu-Klinik sind und auf natürlichem Weg auf Erfolg hoffen.
Was mir hilft, ist Ablenkung: Arbeit (klingt doof, fordert mich aber sehr und macht mir Spaß) oder Hobbys. Mein Mann und ich machen gerne gemeinsam Sport oder sind draußen unterwegs. Dabei bekomme ich den Kopf richtig schön frei, gleichzeitig weiß ich aber auch, dass wir zu dritt erstmal weniger solcher Dinge unternehmen könnten. Also koste ich das voll aus. :)
Ganz aus dem Kopf bekomme ich den KiWu aber leider nicht, auch wenn ich gern freier oder unbeschwerter wäre. Über Tipps freue ich mich also auch immer. :)

Bearbeitet von k-lene
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Ich bin zwar gerade in einer kurzen Warteschleife und muss mich bis Sonntag gedulden. Da mache ich einen SST.
Aber wenn das jetzt nicht klappt, dann kommt genau das gleiche wie bei euch auch auf uns zu. 😑

Was mich zumindest kurzfristig in kribbeligen Situationen ablenkt ist Hausarbeit, die ich sonst nur so semi gerne mache. Fenster putzen, Kühlschrank putzen, Backofen putzen, Papierstapel sortieren unw. Da bin ich dann hochmotiviert. Hauptsache was zum Ablenken.

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Ich hoffe du kannst Sonntag positiv testen und musst dann nicht in eine längere Wartezeit 🍀

Das mit der Hausarbeit versuche ich aktuell auch, vor allem einmal ausmisten und auch den Keller umräumen, da dachte ich, dass man das ohnehin besser macht solang man nicht schwanger ist. 😅 Heute habe ich Möbel geschliffen und neu lackiert, sowas mache ich unglaublich gerne und es lenkt nicht nur ab, sondern ist auch hier und da eine kleine Vorarbeit 🤭

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Hey Liebes, ich kann dich so gut verstehen! Das Warten ist wirkich eine Qual und zusätzlicher Stress.
Das Spermiogramm von meinem Mann ist auch nicht so optimal, aber ich denke dass es an uns beiden liegt warum es bis jetzt noch nicht geklappt hat. Wir haben bei jedem Urlaubsplan für dieses Jahr immer wieder gesagt "was wenn ich da und da schwanger bin", aber nach dem SG sind wir bzw. ich nun lockerer drauf. Er nimmt jetzt Vitamine und da die ihre Wirkung erst in ca. 2,5-3 Monaten entfalten (könnten) kam eine ungewollte Entspanntheit nun dazu. Wir nutzen nun die Zeit um im Sport durchzustarten, uns auf unsere Gesundheit zu konzentrieren und einfach die Urlaube zu planen egal wie es dann kommt :).
Es klingt ziemlich doof, ich weiß, aber nutzt doch die Zeit bisdahin um nochmal das Leben in vollen Zügen zu genießen - Ausflüge, reisen, ... Somit kannst du auch Energie und Kraft für eure Behandlungen sammeln <3
Sieh die Zeit bis Juli als eine Art Vorbereitungs- und Entspannungszeit. Hake eventuell Sachen von deiner Bucketlist die du unbedingt noch erleben wolltest.

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In deiner Antwort finde ich mich richtig wieder.
Wir sind bald ein Jahr dabei und haben morgen unseren ersten Termin in der Kiwu und sind wir ehrlich sollte es auf eine IVF hinauslaufen (Spermiogramm war bisher unauffällig) dauert es ja realistisch gesehen auch nochmal ein paar Monate.

Ich versuche auch die Zeit noch zu genießen. Ich habe neulich hier einen Kommentar gelesen, dass alle mit Kinder oft neidisch auf das Leben der kinderlosen sind und genauso umgekehrt. Ich habe auch oft gedacht "ach für das Festival kaufe ich keine Tickets mehr, da ist man ja schon hochschwanger" und siehe da ich bin es nicht und werde es auch so schnell nicht sein. Den Sommer kann man also noch richtig genießen :) (nicht dass man es mir Kinder oder Schwanger nicht könnte, aber es ist ja eben etwas anderes ;))
Ich habe mir auch meine Freizeit wieder abwechslungsreicher gestaltet und so lenkt man sich eben ab und genieße mein Leben und falle mit der Mens nicht mehr in ein tiefes Loch... Klar ist man enttäuscht aber das Jahr hat gerade erst angefangen und in 2024 wird es sicher noch klappen. Bei uns allen 🍀

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Vorletztes Jahr mussten wir 3 Monate wegen einer Behandlung, bei meinem Mann, pausieren.
Wir hatten gerade erst einen Übungszyklus hinter uns und haben beim nächsten noch einen Tag, der heißen Phase, nutzen können.

Ich war am Boden zerstört und wusste nicht, wie ich die Zeit überstehen sollte.

Dann bekam mein Vater eine Krebsdiagnose und meiner Mutter ging es gesundheitlich auch nicht gut.
Da war ich dann tatsächlich froh, dass ich noch nicht schwanger war. Denn eventuell hätte ich da nicht soviel helfen können, wie es nötig war.

Nach 3 Monaten hatten wir wieder knappe 2 Zyklen zum Nutzen und dann mussten wir wieder 3 Monate warten.
Da war ich auch erst wieder sehr niedergeschlagen.

Meine Eltern haben da auch immer noch einiges an Unterstützung gebraucht und die Vor- und Nachweihnachtszeit sind verflogen.

Im Frühjahr hat mein Mann noch einmal die Behandlung bekommen, also wieder 3 Monate aussetzen.
Da war es auch nicht mehr so schlimm für mich.
Meinen Eltern ging es Beiden besser und ich habe mir dann mehr Zeit für mich genommen.
Kurzurlaub mit einer Freundin, noch ein paarmal richtig Feiern gehen und bei Konzerten Spaß haben, etc.


Also mein Fazit: Es ist normal das man erstmal niedergeschlagen ist, aber das Leben geht weiter und wird dich ablenken.