woher weiß man das die Entscheidung richtig ist?

    • (1) 08.06.13 - 10:09

      Ich bin jetzt seit 16 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit 7 davon verheiratet.

      Wir haben zwei Kinder die jetzt eingeschult werden.

      Bei uns war eigentlich von Anfang an der Wurm drin. Ich habe mich oft getrennt, aber nachdem bei uns einige Schicksalsschläge waren haben wir beschlossen zu heiraten. Glaube wir wollten ein wenig heile Welt.
      2010 waren wir auch ein ganzes Jahr getrennt und nun bin ich schon wieder an dem Punkt!

      Da ich grundsätzlich einer Sache nie 100%ig sicher bin hinterfrage ich alles. Tief in meinem Inneren weiß ich das das immer so weiter gehen wird, wäre da nicht diese Unsicherheit.

      Woran merkt man das es wirklich Zeit ist den Schlussstrich zu ziehen?

      Und dann sind ja noch die Kinder!
      Er sagt wenn ich so egoistisch sei und mich und meine Bedürfnisse nicht zum 'wohl der Familie' zurück stecken könnte dann dürfe ich das den Kinder schön alleine sagen - ginge ja schließlich von mir aus!

      • (2) 08.06.13 - 15:30

        Du hast aber einen äußerst duldsamen Mann!!!

        Es kommen ja hier weitgehend von Frauen die "tollen Ratschläge" wie, stelle ihn die Koffer vor die Tür, trenne Dich, lass dich Scheiden usw.
        Nun einen Ratschlag von einem Mann an Deinen Mann: er sollte eine unwiderrufliche Trennung vollziehen. Zu lange hat er schon gewartet.
        Schade das Du nicht geschrieben hast warum Du mit Trennungen in der Vergangenheit derart schnell bei der Sache warst.
        Menschen sind doch keine "Fluchttiere" die kontinuierlich wegrennen.
        FG

        • (3) 08.06.13 - 15:46

          Ja, er ist wirklich sehr geduldsam!

          Deshalb denke ich auch das es für ihn besser ist weil er eben auch alles so ewig mit macht!

          Die Trennungen vorher waren wie jetzt auch dadurch ausgelöst das einfach die Gefühle nicht mehr ausreichen. Ich muss ab und an mal raus, tanzen etc und es ist eher die Couchpotato. Macht nix mehr aus sich etc.

      (4) 09.06.13 - 13:32

      Hey guten Morgen,

      Deine Frage ist sehr schwer und ich denke nicht dass Du auf die Schnelle eine Antwort finden wirst, die Dir 100%ige Klarheit bringen wird.

      Was mir immer hilft bei schweren Entscheidungen ist eine Liste zu machen. Zwei Spalten Pro, Contra. Und da schreibe ich immer mal wieder rein, oft ohne die vorherigen Einträge zu lesen. Und dann nehme ich mir irgendwann die Zeit, lese alles, gewichte und schau mal was unterm Strich rauskommt.

      Das gibt die Richtung vor. Die endgültige Entscheidung wirst Du aber immer treffen müssen ohne zu wissen was dann kommt.

      Hast Du denn mit Deinem Mann mal ganz offen darüber gesprochen?
      Ihr seid ja so lange zusammen, da müsste doch eine bestimmte Vertrauensbasis da sein?

      Sorry, mehr kann ich leider auch nicht raten.. schwierige Frage :-(
      Alles Liebe!
      munya

      • (5) 09.06.13 - 15:22

        Das reden ist uns schon immer schwer gefallen. Bzw fühlt er sich immer direkt angegriffen wenn man Probleme anspricht.

        Da kamen immer so Sprüche wie:
        Ja, jetzt bin ich wieder schuld und dann hat er dicht gemacht!

        Wir haben uns aber jetzt Freitag getrennt und müssen jetzt gucken wie es weiter geht und wann wir es oder ich den Kindern sage

        • (6) 10.06.13 - 09:42

          Männer und Frauen reden oft aneinander vorbei, das kenn ich.
          Und jeder fühlt sich dann auf den Schlipps getreten. Vielleicht holst Du Euch Hilfe, wenn Ihr jetzt im Trennungsprozess seid, kann das nur von Vorteil sein.

          Alles Liebe!
          munya

    (7) 10.06.13 - 15:44

    Mein Nochmann sagte in der ersten "Wut" etwas ähnliches: du willst die Trennung, dann sagst du es auch den Kindern, und wenn sie mich fragen, sage ich ihnen, das ICH mich nicht trennen wollte. Dann bist du die Schuldige."

    Ich habe an seinen Verstand appeliert und ihn gebeten, die Kinder da heraus zu halten. Ob er ihnen das tatsächlich mal gesagt hat, das ich schuld sei, ich weiß es nicht.
    Die Reaktion der Kinder auf unser (er war dann zumindest körperlich anwesend) "wir verstehen uns leider nicht mehr, daher wird Papa ausziehen", war dann (für ihn überraschend) sehr verständig. Da wurde nicht gefragt, wieso, weshalb, warum, sondern es wurden die Fakten abgefragt: Wo ist Papas neue Wohnung, wann zieht er aus, wo zieht er hin, wann sehen wir ihn.

    Beide Kinder (bei der Trennung 8 und 5) haben die Trennung bestens verkraftet und blühen seitdem regelrecht auf. Erst letzten Monat (1 1/2 Jahre nach der Trennung) sagte meine Tochter (jetzt fast 10): Seit Papa nicht mehr bei uns lebt, ist alles viel entspannter. Eigentlich ist es viel besser als früher.
    Das sagt einiges, will ich meinen.

    Ich hatte meinem Ex ebenfalls ein Mediationsgespräch vorgeschlagen. Aber davon hielt er nix...

    Alles Gute euch, lass dich nicht unterkriegen!
    Nina

    (8) 10.06.13 - 17:35

    Wenn du dir die Frage beantwortest, "Liebe ich meinen Mann und meine Familie oder will ich nur eine gesicherte, gemeinsame Zukunft" dann hast du die Anwort.

    Bitte denke aber auch an deine Kinder, denn deine "Wechselbäder" lassen auf einen sehr ausgeprägten Egoismus schließen.

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