Geburtstermin noch vor der Scheidung :-( Wie geht es weiter ???

    • (1) 19.06.13 - 09:52

      Guten Morgen Zusammen,

      nach fast 8 Monaten Wartezeit, haben mein EX und ich nun unseren Scheidungstermin bekommen. Schuld an der langen Wartezeit ist die Rentenversicherung, die für die Auskunft unseres Versorgungsausgleich so lange gebraucht hat.

      Da ich im 10.Monat schwanger bin von meinem neuen Lebenspartner, wollten wir die Scheidung natürlich unbedingt noch vor der Entbindung über die Bühne bringen. Nun sieht es leider so aus, dass erst einmal mein Noch-Ehemann als Vater in der Geburtsurkunde stehen wird, da er vor dem Gesetz der Vater ist, weil dieses Baby noch während der Ehezeit geboren wird. *grummel*
      Das allein ist ja schon schlimm genug, aber unser Baby soll den Nachnamen meines neuen Lebenspartners bekommen, was nun auch nicht möglich ist, da mein EX und ich schon einen Sohn zusammen haben und die Kinder den selben Namen haben müssen wie der "Vater".

      Der Witz an der Sache ist, dass wir 3 beim Jugendamt die Vaterschaft geklärt haben, wir haben alle dafür unterschrieben. Und nun war alles für die "Katz". Mein EX ist vor dem Gesetz der Vater und der echte Papa hat nischt zu melden, hat ja noch nichtmal Sorgerecht.:-[

      Die Geburt ist in den nächsten 2-4 Wochen und die Scheidung mitte August. Das heißt, unsere Tochter wird also ersteinmal mit "falschem" Namen auf die Welt kommen. Und nun meine Frage....

      Kann ich bei den Anträgen (Kindergeld,Elterngeld,Kitastelle....) schon den echten Namen angeben, oder muss ich den Namen angben, der auf der Geburtsurkunde steht. Wie können wir nach der Scheidung eine neue Geburtsurkunde beantragen und steht dann da der Name, wie bei verheirateten Paaren z.B. Lieschen Müller, geb. Schneider ????#zitter

      So viele Fragen, aber vielleicht kann mir einer sagen, was auf uns zu kommt und wie es weiter geht.

      Lieben Dank,
      Fusselkopf #blume

      • Heisst das, dass du rein theoretisch von deinem Noch-mann Unterhalt für den oder die Kleine(n) fordern könntest? #kratz

        • Ja, das heißt es. Obwohl wir beim Jugendamt alles geklärt haben, muss mein Noch-Mann nach der Scheidung die Vaterschaft anfechten, damit er eben keinen Unterhalt zahlen muss. Absoluter Schwachsinn und einfach Geldmacherei... der einzige Vorteil, dass wir bereits vor der Geburt beim Jugendamt waren ist, dass er keinen Vaterschaftstest mehr machen muss. *applaus*

      Meine Liebe,

      ich verstehe Deinen Ärger über die jetzige Sitation, aber pack doch bitte an Deine eigene Nase. Nichts davon ist überraschend eingetreten. Insbesondere die Dauer Eures Scheidungverfahrens ist absolut üblich Letztlich hättet Ihr den Scheidungsantrag früher einreichen müssen. Vielleicht bin ich da altmodisch, aber ich finde, man sollte eine Sache auch offiziell abschliessen, bevor man eine neue beginnt.

      Viele Grüße
      die Landmaus

      • Hm, ich denke es kommt auf die Ausgangssituation an. Mein EX hat sich vor über 2,5 Jahren gegen seine Familie, sprich mich und unseren Sohn entschieden, in dem er über 9 Monate eine Affaire hatte. Als ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt habe, er solle mit der Wahrheit rausrücken oder ich verschwinde mit unserem Sohn, hatte er endlich den A**** in der Hose uns die Wahrheit zu sagen. Ich habe 5 Monate gelitten und nur geweint. Wir waren 12 Jahre zusammen. Für meinen Sohn habe ich mich aufgerappelt und als ich nicht damit rechnete (wollte nie wieder etwas mit Männern zu tun haben) meinen neuen Lebenspartner getroffen. Dass wir zusammen ein Baby erwarten, kam sehr wohl überraschend. Ich vermeide das Wort Unfall, weil es nicht passt. Nein, unsere Tochter war eine ungeplante Überraschnung, auf die wir uns sehr freuen. Ich habe meinem EX damals gesagt, dass ich für eine Scheidung keinen Cent bezahlen werde und wenn er sich scheiden lassen will, dann muss er die Scheidung einreichen und auch bezahlen, da es seine Entscheidung war, sich gegen seine Familie zu stellen und uns auf's hinterletzte zu verletzen. Als ich schwanger wurde, habe ich sofort mit ihm geredet und er hat die Scheidung eingereicht (und auch bezahlt) Da ich mich vorher mit so einem Thema noch nicht auseinander setzen musste, war alles was folgte für mich überraschend.

        Dein Gedanke ist nicht altmodisch, sondern vernünftig. Aber manchmal spielt das Leben mit uns ein Spiel, fernab von den vernünftigen Spielregeln.

          • Das hat jetzt in der Tat nichts mit dem Thema zu tun, aber wie bitte kommst Du denn darauf, dass ich meinem Sohn erzähle, dass sein Vater uns verlassen hat. Das darf sein Papa ihm irgendwann mal selbst erzählen, wenn der Kleine fragt. Nebenbei haben wir inzwischen ein recht gutes Verhältnis und unser Sohn war niemals in irgendeiner Form "betroffen". Ich habe in der schlimmsten Zeit, in den 5 Monaten wo ich down war, meine Wut und Trauer auf die Zeit beschränkt, wo der Kleine in der Kita oder im Bett war.

            • Dann ist ja gut.

              Ich kam drauf, weil du es so geschrieben hast, also dass dein Bald-Ex-Mann euch verlassen hat und ich meiner Meinung nach hat die Paarbeziehung nichts mit den Kindern zu tun. Sprich, er hat DICH verletzt, aus welchen Gründen auch immer, aber dieses Verhalten hat nichts mit den Kindern zu tun.
              Ich wollte dir auch nichts böses, aber ich kenne einen Jungen, der richtig gehend daran zerbrochen ist, dass seine Mutter überall Kleberchen mit "XXX ist ein Arschloch!" "XXX hat und verlassen!" usw. in der Wohnung verteilt hat. Erst dachte der Kleine, sein Papa hat auch ihn verlassen und als er merkte, dass das nicht stimmt, wusste er nicht, wie er seiner Mutter erklären soll, dass er seinen Papa auch lieb hat...
              Naja, aber wenns bei euch anders ist, um so besser. Mir stoßen solche Formulieren halt böse auf, denn Kinder bekommen oft mehr mit, als sie sollen.

              Alles Gute für die Geburt (Gratuliert man eigentlich zur baldigen Scheidung?!)
              Kicki

    Hallo,
    manchmal wundere ich mich echt, wie man sich so wenig über die eigene Situation informieren kann, wenn man doch im Vorfeld schon WEISS, dass es entweder gar nicht klappt, wie man es sich vorstellt, oder es zumindest verdammt eng wird.
    Was machst du eigentlich, wenn der Gerichtstermin verschoben wird?
    Aber naja...

    zu deiner Frage: geh zum Jugendamt oder Notar (kostet die Schreibgebühr, man bekommt aber schneller einen Termin und bei dir drängt ja die Zeit etwas) mit deinem Noch-Ehemann und dem werdendem Vater. Beide müssen eine Erklärung abgeben. Der eine, dass er nicht der Vater ist, der andere, dass er der Vater ist. So kann eure Tochter dann den Namen ihres Vaters bekommen, wenn sie geboren wird.
    Deinen Ex bekommst du vielleicht sehr schnell dazu dass er zu so einem Termin mitkommt, indem du ihm sagst, dass er ansonsten für diese Tochter unterhaltspflichtig ist. Denn es ist ein eheliches Kind und damit SEIN Kind.

    • Du bräuchtest Dich nicht "echt wundern", wenn Du meinen Text gelesen hättest. WIR, mein EX, mein Partner und ich waren bereits beim Jugendamt und haben die Vaterschaft klären lassen. Dieser Schriebs hat nur leider keine Gültigkeit, da wir zum Geburtszeitpunkt noch nicht geschieden sind. Ich habe mich sehr wohl mit der Situation im Vorfeld befasst, wollte hier lediglich ein paar Tips haben, wie es nach der Scheidung weitergeht, von evtl. ähnlich Betroffenen.
      Das Familiengericht hatte uns gesagt, dass wir eine gute Chance haben noch im Mai einen Scheidungstermin zu bekommen (basierend auf der Tatsache, dass ein Baby kommt) wenn wir den Versorgungsausgleich schnell geklärt bekommen. Leider hat es aufgrund der ganzen Feiertage und der langsamen Bürokratie der Rentenversicherung nicht geklappt.

      • Natürlich hat der "Schriebs" Gültigkeit.

        "Bekommt eine noch verheiratete, aber von ihrem Ehemann getrennt lebende Frau von einem anderen Mann ein Kind und ist die Scheidung bereits eingereicht, ist zwar der Ehemann auf der Geburtsurkunde als Vater genannt. Dies kann aber durch Beurkundung beim Jugendamt geändert werden. Ist die Scheidung nicht eingereicht, bleibt nur das Anfechtungsverfahren. Das Gericht verlangt ein Abstammungsgutachten."

        http://www.schwanger-in-bayern.de/schwangerenberatung/themen/schwangerschaft-geburt/vaterschaftsfeststellung.html

        • ... und wie du bereits sagtest, habt ihr die Vaterschaftsfeststellung ja schon gemacht, also ist ja alles in Ordnung.

          • Hm, die Dame beim Jugendamt sagte, dass die unterschriebene Erklärung von und 3en nur gültig ist, wenn wir vor der Geburt geschieden sind. Ich werde wohl nochmal beim Jugendamt anrufen.
            Danke trotzdem!

            • Das ist Quatsch. Wenn ihr vor der Geburt geschieden worden werdet, hätte es die Erklärung garnicht gebraucht. Dann wäre dein Ex garnicht in die Verlegenheit gekommen, dass er als Vater angenommen worden wäre.

              Glaube mir, du bist nicht die Einzige mit diesem Problem und die meisten Eltern regeln das bereits vor der Geburt. Der Ehemann steht dann nie als Vater in der Geburtsurkunde drin.

              • "Glaube mir, du bist nicht die Einzige mit diesem Problem und die meisten Eltern regeln das bereits vor der Geburt. Der Ehemann steht dann nie als Vater in der Geburtsurkunde drin. "

                Solange kein rechtsgültiges Scheidungsurteil vorliegt bleibt der Nochehemann in der Geburtsurkunde.
                Ich habe das selbst 2007 durch.
                Ohne dieses Urteil stellt dir hier kein Standesamt eine neue Geburtsurkunde aus .
                Da kannst du vorher noch so viele Unterschriften von Vaterschaftsanerkennung und Aberkennung vorlegen.

Top Diskussionen anzeigen