Einige Fragen zu Trennung /Sorgerecht / Scheidung

    • (1) 25.09.13 - 21:09

      Hallo zusammen!

      Mir geht es gerade ziemlich schlecht und ich brauche mal Unterstützung und seelischen Beistand von euch.

      Im Januar 2012 habe ich mich von meinem Mann getrennt. Die Trennung war von Anfang an nicht friedlich. Ich habe mich für einen anderen Mann getrennt, mein Ex kam damit nicht zurecht. Wir haben einen gemeinsamen Sohn (damals 1,5 Jahre). Mein Ex hat mich bedroht und gestalkt. Er tauchte immer wieder vor meiner Wohnung und auf der Arbeit auf und konnte die Trennung nicht akzeptieren. Anwaltlich hatte er damals versucht meinem neuen Freund den Umgang mit J. (unserem Sohn) zu verbieten, kam damit aber nicht durch. Ich bin damals aus der gemeinsamen Ehewohnung ausgezogen.

      Seit Geburt hatten mein Mann und ich folgendes Erziehungsmodell gewählt, er ist im 24-Stunden-Dienst und hat dementsprechend einen Tag 24 Stunden Dienst, danach 3 Tage frei. Ich habe damals in der Firma meines Vaters gearbeitet und konnte somit weiter arbeiten gehen und blieb an seinen Diensttagen dann so zuhause. Dieses Modell haben wir dann nach der Trennung ausgeweitet, so dass ich den Kleinen einen Tag vor der Schicht und dann zur Schicht habe, dann wird über den Kindergarten wieder getauscht. Ich hoffe das ist halbwegs verständlich. Es ist eine so gut wie hälftige Teilung, welche auch anwaltlich bestätigt und geregelt wurde.

      Leider ist es nach wie vor so, dass wir immer wieder streiten, bis hin dass es eskaliert. In meinen Augen hat er bis heute die Trennung nicht überwunden. Nun ist die Beziehung zu dem anderen Mann auch in die Brüche gegangen und er hatte wohl die Hoffnung dass ich nun endlich zurück käme und jetzt ist die Situation ziemlich eskaliert. Ich weiß nicht mal genau warum. Zum Einen war es so, dass er mich das erste Mal in einem Streit körperlich angegangen ist, und mich ziemlich fertig gemacht hat. Zum Anderen hat dummerweise mein Exfreund meinem Exmann auf die Nase gehauen (es war wirklich nicht durch mich angestiftet oder so falls das jetzt jemand denken sollte und nein ich heiße das überhaupt nicht gut, egal ob er mich angefasst hat oder nicht!!!)

      Die Scheidung stand die ganze Zeit latent im Raum. Ehrlich gesagt, habe ich mich immer darum gedrückt, weil ich zum Einen so "tatsächlich für mich gescheitert bin", und zum Anderen habe ich Angst vor den Kosten gehabt. Jetzt hat mein Exmann die Scheidung eingereicht. Und jetzt habe ich tausend Fragen.

      Zum Einen hat er die Scheidung eingereicht und einen Bekannten als Anwalt genommen, er sagte wir sind soweit einig, da können wir einen gemeinsamen Anwalt nehmen und halten die Kosten so geringer. Nun habe ich das Schreiben/ den Antrag inoffiziell vorab schon vom Anwalt bekommen. Da sind jetzt aber 2 Punkte drin, die so nicht stimmen und ich gerne geändert hätte. Zum Einen steht dort, dass der übliche Aufenthaltsort beim Vater liegt - stimmt ja nicht, da wir das Kind hälftig haben, was ich per Kalender nachweisen kann - zum Anderen, dass wir die elterliche Sorge nicht geklärt haben - haben wir doch, da es wegen seinen Arbeitszeiten keine andere Möglichkeit gibt ?! Jetzt rief ich den Anwalt an, und bat ihn das zu ändern, und er sagte nein, weil mein Ex sein Mandant ist nicht ich und ich könnte mich ja dann auf das Schreiben vom Gericht persönlich äußern???

      Ist es dann nicht zu spät? Vertritt er uns denn nicht beide? Habe Angst, dass da was falsch läuft.

      Ich bin damals ausgezogen, mein Sohn blieb beim Vater gemeldet. Dann habe ich seit April eine neue Arbeit angenommen, und der Sohn wurde auf mich gemeldet, aus Kostengründen, wir sparen fast 60 Euro im Monat dadurch. Somit erhalte ich das Kindergeld und bezahle davon Elternbeitrag und Kindergarten-Essen etc. Mein Mann war damit einverstanden. Nun möchte er zurück, dass das Kind bei ihm gemeldet wird, weil er diesen "Trumpf" bei einem Sorgerechtsstreit in der Hand haben will, ich verneinte, dass ich ihm das wieder überschreiben möchte.

      Hintergrund hier ist u.a. dass mir mein Exmann durchgehend gedroht hat, wenn ich nicht tue was er will, dann beantragt er das alleinige Sorgerecht und stellt mich ziemlich schlecht dar. Das hat er nun wieder. Und zwar möchte er mich wie folgt hinstellen:
      - psychisch labil (ja ich habe in meinem Leben schon Therapien gemacht, u.a. nach dem Tod meiner Mutter 2007 oder erfolgreich gegen Panikattacken) - Ich bemühe mich hier auf jeden Fall um einen Therapieplatz weiterhin, einfach um da Sicherheit zu bekommen, ist das gut?
      - saufende und feiern gehende Mutter mit neuerdings wechselnden Männern (sobald ich mal ein Wochenende kinderfrei habe, d.h. wenn der Kleine bei seinem Papa sicher aufgehoben ist und ich ihn nicht direkt am nächsten Morgen habe, gehe ich gerne mit Freunden aus, es wird dabei nicht zwingend Alkohol getrunken, kann vorkommen, aber ich schiesse mich nicht komplett ab. Ganz normales und humanes Tanzen. Und wechselnde Männerbekanntschaften habe ich auch nicht, schließlich war ich fast die letzten 2 Jahre in einer Beziehung) - kann er mir dies wirklich zum Vorwurf machen??? Darf man nicht ausgehen als Mutter, wenn das Kind nicht da ist? Zweimal kam es vor, dass mein Sohn in meiner Obhut war, wo ich einen Babysitter hinzugezogen habe, einmal auf einem Konzert von 20-23 Uhr und einmal auf einem 30. Geburtstag einer Freundin.

      - ich habe einen gewalttätigen und drogensüchtigen Exfreund - gewalttätig war er "nur" ihm gegenüber aber ich bin ja nicht mehr mit ihm zusammen und habe mittlerweile auch den Kontakt abgebrochen ???

      Kann er mir wirklich daraus einen Strick drehen??? Ich habe ziemlich große Angst dass er mir das Kind weg nehmen möchte oder es versucht.

      Auf der anderen Seite hatte ich mit ihm bereits vor einiger Zeit darüber gesprochen, dass ich auf Dauer unsere alle 2 Tage Wechsel Regelung für das Kind nicht mehr lange als sinnvoll erachte und wir uns eine andere Lösung überlegen sollten, und hatte ihm vorgeschlagen das Kind ganz zu nehmen. Das fand er natürlich nicht so gut.

      Es ist ja schön, dass er sich so bemüht, aber man merkt dem Kind an, dass die Wechsel zu kurz sind. Da er bei seinem Vater auch andere Regeln hat als wie bei mir.

      U.a. war es so dass er bei mir viel früher aufstehen muss wegen meiner Arbeit (hat er mittlerweile aber zum Glück angepasst), dass er bei seinem Vater so gut wie immer fernsehen darf soviel er will (er ist 3!), essen darf was er will, soviel süßes wie er will, und sehr sehr oft an die Oma oder die Tante abgeschoben wird.

      Bei mir ist es so, dass wir viel mit seinen Kindergarten - Freunden unternehmen, ich versuche ihn gesund und abwechslungsreich zu ernähren, versuche so wenig wie möglich fernzusehen und mich stattdessen soviel wie möglich mit ihm bewusst beschäftige, an die Luft gehe etc.

      Wenn man den Kleinen jetzt aber fragt, sagt er oft er will nicht zu mir, nur zu Papa und ich solle ihn doch nicht mehr abholen, das tut natürlich sehr weh, aber es kommt bestimmt einfach von den "vorteilen", die er bei seinem Vater geniesst..

      Könnt ihr mir sagen, was ich jetzt tun soll? Brauche ich einen eigenen Anwalt? Sollte ich gerade etwas an meinem Leben ändern? Kann er mir den Kleinen wegnehmen???

      vielen Dank schon mal und entschuldigt bitte den vielen Text.

      • "Vertritt er uns denn nicht beide?"

        Er kann euch gar nicht beide vertreten. Und wenn ich deinen Text so lese,dann solltest du dir schleunigst einen eigenen Anwalt suchen.

        Das hört sich insgesamt an, als würde Dein Ex Dich vorne herum mit Freundlichkeiten und unwahren Aussagen ("Der Anwalt arbeitet für uns gemeinsam") ruhig stellen, hinten herum aber Vorbereitungen treffen, den Lebensmittelpunkt des Kindes komplett zu sich zu verlagern.
        Merkst Du das echt nicht selbst?

        Wann hast Du denn den Anwalt mit Deinem Ex zusammen aufgesucht? Wann hast Du ihn also beauftragt?

        Hier ein Link: http://www.famr-ratgeber.de/Scheidung/Einvernehmliche-Scheidung.htm

        Du solltest ihn komplett durchlesen und Dir dann ganz schleunigst einen ebenfalls guten Anwalt nehmen. Und frag Dich mal bitte, wie Du dazu kommst, auf das gesprochene Wort eines Mannes zu vertrauen, der Dir sowieso schon dauernd aus Rache schaden will.

        • Hallo witch71,

          danke für deine Meinung. Mein persönliches Problem ist einfach, dass ich sehr (zu sehr, dass weiß ich auch) an das Gute im Menschen glaube, und deswegen meist auch zu spät das Böse sehe. Ich frage mich immer, warum sollte er mir und vorallem auch dem Kind schaden wollen, nur weil es mit uns nicht funktioniert hat?! Ja, ich bin blond und naiv, leider. Ich glaube immer so lange an das Gute bis ich auf die Nase falle.

          Ja ich merke das schon selbst. Ich habe den Anwalt nicht aufgesucht. Als ich den Anwalt halt anrief, sagte er mir auch direkt, dass mein Ex sein Mandant sei, er die Rechnung bekäme und dann mit mir teilen müsse.

          Wenn man sich also gemeinsam vertreten lassen möchte, dann muss ich den mitbeauftragt haben, also mit unterschrieben haben - richtig?

          Kann sich jemand zu meinen Ängsten bezüglich dreckiger Wäsche und wie mein Ex mich hinstellen will äußern?

          Lieben Dank.

          • Nein. Ein Anwalt kann nur eine Partei vertreten. Du kannst auf einen eigenen Anwalt verzichten, wenn ihr euch in allen Dingen einig seid.

            Ist aber nicht der Fall, also ab zum eigenen Anwalt

            LG

            <<<Als ich den Anwalt halt anrief, sagte er mir auch direkt, dass mein Ex sein Mandant sei, er die Rechnung bekäme und dann mit mir teilen müsse.>>>

            Blödsinn. Er vertritt dein Ex, also hat er das alleine zu tragen. Lass dich bloß auf nichts ein.

      Hallo Veni2003,
      zu Deinen Fragen.
      "Könnt ihr mir sagen, was ich jetzt tun soll? Brauche ich einen eigenen Anwalt?

      Sollte ich gerade etwas an meinem Leben ändern?

      Kann er mir den Kleinen wegnehmen???"

      Ja, Du brauchst einen eigenen Anwalt.
      Ja, nachdem was ich so gelesen habe wäre es nicht schlecht ein wenig mehr Stabilität in Dein Leben zu bekommen und mal ne Weile auf eine Beziehung, auch aus Rücksicht auf Deinen Sohn, zu verzichten.
      Ob er Dir den kleinen wegnehmen kann? Du möchtest doch ihn den Kleinen wegnehmen.Du hast doch vorgeschlagen das Dein Sohn ganz zu Dir kommt.
      Wenn Dir die jetzigen Wechsel zu oft sind, dann macht doch einen wochenweisen Wechsel.Zerbrich Dir nicht darüber den Kopf wie der Vater dann die Betreuung stemmt.

      "... war es so dass er bei mir viel früher aufstehen muss wegen meiner Arbeit (hat er mittlerweile aber zum Glück angepasst), dass er bei seinem Vater so gut wie immer fernsehen darf soviel er will (er ist 3!), essen darf was er will, soviel süßes wie er will, und sehr sehr oft an die Oma oder die Tante abgeschoben wird.

      Bei mir ist es so, dass wir viel mit seinen Kindergarten - Freunden unternehmen, ich versuche ihn gesund und abwechslungsreich zu ernähren, versuche so wenig wie möglich fernzusehen und mich stattdessen soviel wie möglich mit ihm bewusst beschäftige, an die Luft gehe etc"

      mit dieser Argumentation machst Du es Dir zu einfach.

      vg
      my-opinion

      • Hallo!

        Ich habe, glaube ich, nirgendwo geschrieben, dass ich mich gleich auf die Suche nach einer neuen Beziehung mache. Ich habe das nicht vor. Selbst wenn man Menschen kennenlernt, würde ich diese erstmal (und erstmal meint jetzt einen weitläufigen Zeitraum bis zu einem halben/dreiviertel Jahr) nicht mit meinem Sohn in Verbindung bringen wollen. Einfach, aus Rücksicht und weil er nach der letzten Trennung auch darunter gelitten hat und ich das nicht möchte. Ihm soll es gut gehen.

        Du hast das falsch verstanden. Ich möchte ihm den Kleinen nicht weg nehmen. In einer guten Phase, wo wir klar kamen, hatte ich ihm mal den Vorschlag gemacht, weil man einfach merkt, dass die 2 Tage zu knapp sind. Er gewöhnt sich gerade bei einem Elternteil an und wird dann genau wieder herausgerissen. Wenn alles mehr oder weniger gleich wäre, dann wäre das nicht das Problem, aber da unsere Erziehung unterschiedlich ist, und er da auch nichts ändern möchte, habe ich diese Idee in den Raum gestellt. Er war auch nicht sooo abgeneigt, er wollte nur dann eine andere Regelung von mir, so dass er ihn auch häufiger sehen kann, weil es ja alternativ nicht geht.

        Wenn ich mir nicht den Kopf darüber zerbrechen soll, wie er das stemmt, wie soll ich das aber finden, wenn er dann mindestens viermal die Woche bei Oma schlafen muss? Damit haben wir doch auch nicht gewonnen, sondern bringen noch eine dritte Anlaufstelle in die Runde?? Dann kommt er doch völlig durcheinander.

        Warum mache ich es mir damit zu einfach? Bekomme ich dazu eine Erklärung?

        Klar, in neutralen Augen würde ich denken, ich rede etwas schön und versuche den Vater schlecht zu machen. Das ist aber nicht so. Ich fände das alles nicht "schlimm", wenn es wie bei vielen Getrennten alle 2 Wochen mal ein Wochenende wäre, aber in der Häufigkeit sollte man schon über die Erziehung nachdenken. Und man kann das Kind im Übrigen auch selbst fragen und er erzählt, "beim Papa auf dem Fernsehen, beim Papa auf dem Ipad, beim Papa um Computer... " Außerdem war ich oft genug dort auch zu Besuch und habe es live gesehen, Freunde/Bekannte die man noch gemeinsam hat, bestätigen dies etc.

        Aber ich will mich da auch nicht rechtfertigen, ich weiß dass er da einige Dinge "falsch macht", er im Übrigen selbst auch. Und ich lobe mich weiß Gott nicht in den Himmel.

        Mir kann man dann anders rum halt nachsagen, ich wäre zuviel mit ihm unterwegs und zu wenig ruhig zuhause. Hat alles 2 Seiten.

        Ich wollte damit eigentlich nur sagen, und deutlich machen, dass es mir um mein Kind geht, und ich mir Mühe gebe und alles versuche, und nicht so wie er versucht mich hinzustellen.

        • Hallo Veni2003,
          Du hast geschrieben das Du Deinen Mann für einen anderen Mann verlassen hattest. Also praktisch von einer sofort in die nächste Beziehung gegangen bist.
          Darauf hatte ich mich bezogen. Es ist gut für Deinen Sohn das Du Dir jetzt mehr Zeit nimmst...

          Ihr habt zusammen einen Sohn. Ich finde Du solltest Dich auschließlich darum kümmern wie du die Betreuung während Deiner Zeit hinbekommst.
          "24-Stunden-Dienst und hat dementsprechend einen Tag 24 Stunden Dienst, danach 3 Tage frei"
          Dein Ex-Mann hätte doch Zeit diese wöchentliche Beteuung hinzubekommen. Wenn die Oma einspringt, nicht Dein Problem.

          Was die Erziehung betrifft. Du kannst doch nicht einfach in das Leben Deines ex Mannes und Sohnes eingreifen und etwas vorschreiben.Wenn er es als erwachsener Mensch für richtig hält und es nicht gegen Gesetze verstößt dann kann er sein Sohn so erziehen wie er möchte und muss nicht Deinen Vorstellungen nachgeben.
          Genauso läuft es auch anders herum.
          Du schreibst das er praktisch alles falsch macht und Du alles richtig machst und Dein Sohn nur gerne beim Vater ist weil er dort alles darf. Damit machst Du es Dir zu einfach.
          Vielleicht denkst Du auch mal über andere Gründe nach.....

          • Das stimmt, ich habe mich damals für den anderen Mann getrennt, aber ich habe auch daraus gelernt, jetzt bin ich auch "schon" 3 Monate alleine und es funktioniert.

            Mir ist nur ungut, wenn die Oma einspringt und das Kind dann halt noch eine Hand hat an die es weitergereicht wird, Es kann mir doch nicht egal sein, wie die Betreuung aussieht, es ist doch mein Kind oder nicht ??

            Nein, du hast Recht, ich kann nicht über sein Leben bestimmen, das stimmt. Ich möchte allerdings schon, dass es zum Einen meinem Sohn gut geht und zum Anderen, dass wir halbwegs an einem Strang ziehen was die Erziehung angeht, auch wenn wir nicht mehr ein Paar sind - schließlich haben wir ja das gemeinsame Sorgerecht.

            Ich habe nur die "Angst", dass er es ihm total schön macht und ich immer die böse Rolle übernehmen muss, was ja auch der Fall zum Teil ist. Ich kenne meinen Exmann lange genug, er war immer derjenige der keine Regeln aufstellen bzw. einhalten konnte und wollte. Ich musste ihn immer anleiten wie es geht oder wie ich glaube, dass es besser wäre, sagen wir besser so. Ich glaube schon, dass zum größtenteil mein Sohn lieber bei ihm ist, wegen den "Vorteilen". Er erzählt es mir ja auch genau so. "Mama, ich will lieber zum Papa, da darf ich immer fernsehen". J. ist ja bei mir auch glücklich und zufrieden, aber Mama hat halt feste Grenzen und Regeln, die er nicht kennt, und meist "kämpfen" wir deswegen den ersten Tag, den zweiten Tag weiß er wieder wie es läuft und dann geht er wieder zum Papa. Verstehst du was ich meine? Sein Papa möchte dass er ihn liebt, er sagt auch immer zu mir, ich kann nicht mit ihm schimpfen, hinterher liebt er mich nicht mehr und dann habe ich ja gar keine Chance mehr etc..

            Es sollte eben nicht so rüber kommen, dass ich partout alles richtig und er alles falsch macht. Ich mache definitiv auch meine Fehler, z.b. habe ich deswegen dass mit dem zuviel unterwegs sein geschrieben. Ich glaube aber bei vielen Dingen macht er es sich zu einfach, weil er nicht mit dem Kurzen diskutieren/streiten will. Und da bin ich dann ausdauernder. Im Endeffekt sagt mein Sohn auch nur dass er nicht zu mir will, wenn ich ihm z.b. das Fernsehen nicht erlaube, dann ist er wütend und sagt das.

    Hallo,
    bei einer Scheidung gibt es eine Anwaltspflicht - ohne Anwalt darf man keine Anträge stellen. Allerdings ist diese schon erfüllt, wenn nur einer der Parteien einen Anwalt hat. Dieser kann die ganzen Anträge stellen. Wenn man sich einig ist, kann man so Geld sparen.

    Das Problem bei dieser Art der Scheidung ist, dass der Andere keine Möglichkeit hat, Anträge zu stellen. Er darf nur die Fragen des Gerichts beantworten. Plant dein Ex also den üblichen Aufenthaltsort zu sich zu "verlegen" so kann er das so ganz simpel tun und du hast keine Möglichkeit, dich zu wehren. Du darfst ja nicht reden.
    Bei einer einvernehmlichen Scheidung muß meiner Meinung nach immer derjenige den Anwalt bekommen, der auch die Kinder "behält". Alles andere ist absoluter Wahnsinn. Da bei euch ein Wechselmodell stattfindet, braucht ihr beide einen Anwalt.
    Und ja, er kann dir dein Kind so wegnehmen - zumindest den Umgang massiv einschränken.

    • Also müssen wir so definitiv um das Kind streiten ?

      • Nein. Ihr müsst euch wahrscheinlich um ALLES streiten. Und da der Rechtsanwalt deines Ex ein gemeinsamer Bekannter von euch ist, weiß ich garnicht, ob das überhaupt geht.

        • Ich will / wollte ja gar nicht streiten.

          Ich habe ihm alles dagelassen, die Wohnung und alle Möbel quasi. Habe nicht auf einen geldwerten Ausgleich gepocht etc. Ich möchte da auch nichts mehr von haben, auch wenn ich dadurch deutliche Nachteile habe und mein ganzes Geld dort reingesteckt haben.

          Ich wollte keinen Unterhalt von ihm , Versorgungsausgleich etc. ist durch den Ehevertrag ausgeschlossen gewesen.

          Ich möchte eigentlich dass es so weiter geht wie bisher, der Kleine soll seinen Vater haben und seine Mama. Ich möchte aber auch nicht alle paar Wochen Drohungen hören, dass er mir das Kind weg nehmen möchte, wenn ich nicht nach seiner Pfeife tanze..

          Er ist mehr ein Bekannter von ihm - er wohnte mit uns in einem Haus.

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