Trennung wegen psychischer Probleme und Suizidversuch

    • (1) 30.09.13 - 00:24

      Hallo, mir geht es total schlecht. Ich fang am Besten mal von vorne an und versuche es alles so kurz wie möglich zu fassen.
      Mein Mann und ich sind seit fast 4 Jahren zusammen und seit 2 Jahren verheiratet. Wir haben einen Sohn (1 Jahr 8 Monate) und eine Tochter (3 Wochen). Ich habe kurz vor der Ehe festgestellt, dass er immer mal wieder unter der Woche heimlich ein paar Schlückchen Vodka trinkt. Habe mit ihm geredet und es war gegessen für ihn. Habe ihn dann gebeten sich nicht vor der Hochzeit zu betrinken, von wegen besonderer Anlass oder so. Habe dann ein Tag vorher mitbekommen, dass er voll ist und wollte daher am Liebsten alles abblasen. Hab es nicht gemacht, da meine Eltern alles bezahlt haben und ich es einfach nicht konnte. Nach der Hochzeit gabs immer wieder Alkoholprobleme, sodass ich mit ihm gemeinsam ein Paar Gespräche beim Therapeuten veranlasst habe. Da hat er, wie sich später herausgestellt hat, nur erzählt was man hören wollte. Nach der Geburt unseres Sohnes sind wir in ein Haus gezogen, was meine Eltern an uns vermieten. Hier habe ich immer wieder irgendwo versteckt Flachmänner gefunden. Nachdem ich es ansprach, log er nur rum oder gelobte Besserung. Dann fing er an alles draußen zu trinken und dort zu verstecken. Habe ich auch gefunden. Immer hieß es, das ist nicht von jetzt, sondern schon länger her. Ich habe ihn zu den anonymen Alkoholikern geschickt. Er war ein paar Mal da und meinte es wäre gut und er hat ja auch kein richtiges Problem. Ich hab ihm gesagt, noch eine Lüge oder einen Vorfall oder Verdacht von mir und ich gehe. Ich mach das nicht ewig mit. Er hat mir in jedem Streit Dinge an den Kopf geworfen. Sowas wie, ich schätze ihn nicht, ich mach ihm das Leben zur Hölle, er liebt mich nicht mehr, er trennt sich usw. Am nächsten Tag ne Entschuldigung und wieder alles super, denkt er. Dann hat er vorm Jahr die Firma gewechselt und meint er kommt da nicht klar, meint er hat Burnout. Ich beschaffe ihm einen Termin bei einer Therapeutin, er war 2 Mal da, aber macht seine Aufgaben nicht, die sie für eine Analyse braucht. Jetzt war er eine Woche wieder arbeiten, hatte davor 3,5 Wochen Urlaub wegen der Geburtseinleitung und Geburt unserer Tochter und sagt mit da, er braucht die Termine nicht mehr, ihm gehts gut. Fand ich schon komisch, hab ich auch gesagt. In seinem Urlaub hat er sich den größten Teil um unseren Großen gekümmert und etwas Haushalt gemacht, ich hatte die Kleine. Und jetzt der Hammer. Gestern hatte er mit meinen Eltern unseren Garten umgebaut und Bier getrunken. Als er abends dann den Großen ins Bett gebracht hatte, meinte ich nur, er ist etwas angetrunken und dass ich es nicht gut finde wenn er sich so (auch nachts) um unseren Sohn kümmert und ich das jetzt wohl für beide Kinder übernehmen muss. Er meinte übrigens es waren 5 Bier. Er ist darauf hin ausgerastet, hat wie immer alles ins Lächerliche gezogen, nicht richtig zugehört oder geantwortet. Dann kam wieder, ich mach ihm sein Leben schwer, er ist nur wegen meinem Auto und dem Haus noch mit mir zusammen, bei Trennung hätte er nichts und könnt sich gleich umbringen. Dann ist er irgendwann gegangen mit den Worten, ich soll zusehen ,wie ich mit meinem Gewissen klar komme wenn ich weiß, dass ich ihn in den Tod getrieben habe. Und ich soll gucken, wie ich es später den Kindern beibringe und er will keinen Grabstein. Er kam nochmal wieder um mir leere Schmerzmittelpackungen zu geben und mir zu sagen, er wartet jetzt nur noch die Wirkung ab. Ich hab den Notdienst gerufen, dann die Polizei, weil er abgehauen ist. Mit Messer, er meinte er greift alle an wenn ich da anrufe. Sie haben ihn dann gefunden und er liegt jetzt auf der Intensiv. Meine Schwester hat ihm Sachen gebracht und sie hat erfahren, dass er 30min bis 1 Stunde später tot gewesen wäre. Ich habe übrigens die leeren Biere gezählt und er muss fast 20 Stück getrunken haben. Seine Nieren haben wohl so einen Schaden genommen, dass er vielleicht eine Dialyse bekommen muss. Er ist nicht ganz über den Berg.

      Das wars erstmal. Wurde doch länger als gedacht.

      Jetzt weiß ich einfach nicht, was ich machen soll. Ich habe es mit Therapeuten, reden und Unterstützung versucht, über ein paar Jahre. Er ist nie wirklich drauf eingegangen und es wird immer schlimmer, noch schlimmer gehts ja jetzt kaum noch. Ich glaube, er sieht immer noch nicht, dass er ein psychisches und ein Alkoholproblem hat. Er schiebt zwar in den Alkohol und Vorwurfsphasen zwar vor, dass er krank ist, aber kümmern tut er such ja nicht. Ich bin mittlerweile am Ende, ob noch Gefühle da sind oder es Gewohnheit oder Mitleid ist, kann ich nicht sagen. Er wird nach dem Krankenhaus eingewiesen. Ob das hilft, wenn er seine Meinung selbst nicht ändert, weiß ich nicht.
      Ich habe jetzt das erste Mal über Alles mit seiner Mutter gesprochen und ihr gesagt, dass er nach der Psychiatrie zu ihr gehen kann. Er wohnt hier nicht mehr. Er weiß das noch nicht. Ich will nicht nochmal, dass er meint es wäre nichts gewesen. Und mein Sohn kriegt auch ab und zu was mit glaub ich. Jetzt weiß ich nicht, trenn ich mich sofort, genug Chancen hatte er ja oder warte ich ab, ob er jetzt endlich mal von sich aus was macht und lass ihn erst wieder hier wohnen wenn ich Besserung sehe? Das Ding ist ein psychisches Problem dieser Art geht meist nie ganz weg. Wer sagt mir denn, ob das nicht in Jahren wieder los geht. Außerdem sind die Kinder jetzt noch so klein, dass es jetzt wohl mit Trennung am leichtesten wäre für sie. Besuchen darf er sie natürlich jeder Zeit. Nur allein würde ich sie nicht mehr mit ihm lassen. Wer weiß, wie er sich verhält, wenn er versteht, dass ich weg bin. Nicht, dass er ihnen was antut um mir was anzutun. Ich kann ihn da nicht mehr einschätzen. Er war nie handgreiflich, aber den Polizisten wollte er was antun, hatte er ja gesagt. Ich habe einerseits ein schlechtes Gewissen, ihn hängen zu lassen, weil er ja krank ist, aber er hätte ja andererseits schon Fortschritte machen können, Dank meiner Hilfe. Hab ich da jetzt nicht genug getan. Ich muss auch daran denken, dass es die Kinder gut haben. Und ne Garantie, dass es alles wieder wird hab ich nicht. Dann lieber jetzt, als eventuell später? Ich möchte auch nicht Jahre verschenken, und dann wirds noch schwerer falls es zu einer Trennung kommen sollte.

      Ich liege jetzt auf dem Sofa mit der Kleinen im Arm, der Große schläft und ich glaub ich hab noch gar nicht begriffen, dass es das jetzt wohl wahrscheinlich war und ich in Zukunft allein hier liegen werde. Mal heule ich, mal ist mir alles egal, ich weiß auch nicht.

      Ach ja, er hat meiner Schwester gesagt, klar liebt er mich und seine Familie und es tut ihm Leid, und er weiß auch nicht wie es dazu kommen konnte. Und ihm kamen die Tränen. Aber das war ja bis jetzt immer so.
      ich werde ihn dort nicht besuchen, wegen den beiden Kleinen und der Intensiv. Werde ihn auch nicht besuchen, wenn er eingewiesen wurde. Ist kein Ort für Kinder. Anrufen mag ich ihn auch nicht, weil er es wohl kaum verdient hat. Aber er tut mir Leid. Muss er das?

      Seine Mutter meinte, wenn ich mich trenne mache ich alles kaputt. Ich meinte nur, wenn sich nichts ändert gehts auch kaputt. Sie meinte, er geht dann zu Grunde. Und was ist mit uns? Vielleicht braucht er die Trennung auch um auf den richtigen Weg zu kommen.

      Es tut mir Leid, ich glaube ich wiederhole mich und ich kann nicht aufhören zu schreiben, weil mir so viel durch den Kopf geht.

      Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder einen Tipp? Was würdet ihr machen? Ich weiß echt nicht mehr weiter.

      Danke

      • (2) 30.09.13 - 00:44

        Hallo

        es tut mir leid dir das zusagen, aber in meinen augen ist er eine tickende zeitbombe.

        erst hat er burnout, dann läuft er mnit einem messer rum und bedroht, nimmt schmerzmittel und co?

        meine ehrliche meinung, schnapp deine kinder und zieh! um. trenn dich und lass nur betreuten umgang zu.

        • (3) 30.09.13 - 01:08

          Ich glaube ich weiß das auch. Viermutlich brauche ich nur noch Bestätigung. Vielleicht muss ich noch erwähnen, dass sein Vater manisch depressiv ist, schon mehrmals eingewiesen wurde und er immer wieder Rückfälle hat. Seine Mutter wollte sich damals auch trennen, hat es niht gemacht, weil die Kinder 8 und 10 waren und sie nicht die Schuldige für sie sein wollte. Außerdem hat sie gemeint, das wäre geldlich nicht gegangen. Und sie hat es oft genug bereut. Sie versteht mich einerseits, andererseits hält sie zu ihrem Sohn, weil sie Angst um ihn hat. Aber da seh ich ja schon wie es laufen kann. Ich kenn meinen Mann ja auch anders. Gestern früh war noch alles super, dachte ich, aber der scheint ja immer unberechenbarer zu werden. Irgendwann würde er vielleicht auch ohne Alkohol abticken. Ich glaub, ich will das alles einfach nicht wahr haben. Ich hatte immer nur die Falschen. Und dann so was. Ich sehne mich echt nach einer tollen Familie. Die werd ich wohl erst nach Trennung haben. Mit den 2 Kleinen ist es zwar schwer allein, aber ob mein Mann jetzt um 17Uhr zuhause ist oder ich die letzten 2 Stunden auch noch übernehme. Aber danach darf ich ja sowieso nicht gehen. Das Gute ist, das Haus gehört meinen Eltern. Wenn das Amt mir nichts zahlt, weil ich zu viele qm habe, muss ich meinen Eltern keine Miete mehr zahlen. Wir können hier bleiben. Sobald mein Mann von der Intensiv kommt, holt meine Schwester den Haus- und Autoschlüssel ab. Seine Klamotten würden meine Eltern zu seinen bringen und wenn er Möbel oder sonst was holen will, hab ich auch jemanden hier. Seine Mutter ist körperlich und auch psychisch angeschlagen und meinte, sie könnte das nicht mitmachen, wenn sie ihn aufnehmen. Aber ich soll in der Lage sein, mit den 2 Kids? Mein Vater sagt, Sachen raus, Schlüssel holen und gut. Eigentlich hat er Recht, aber er ist ja auch außen stehend. Ich hab Angst, dass er sich vielleicht dann das Leben nimmt, wenn ich weg bin. Aber das kann ja auch kein Grund für mich sein. Ich versteh einfach nicht, dass es das jetzt einfach gewesen sein soll. Aber ist ja auch gestern erst passiert.

          • Hallo!
            Du schreibst, Du sehnst Dich nach einer tollen Familie...

            aber Du bist bereits Teil davon, Deine beiden Kids und Du, Ihr seid eine tolle Familie! Dein Mann ist ein Energieräuber, er schadet Deinen Kindern und Dir, indem er sich selbst schadet.

            Man kann nur gut zu seiner Umwelt, seinen Mitmenschen sein, wenn man erstmal zu sich gut ist. Er ist auf der Abwärtspirale und zieht jeden mit, der sich zu dicht in seiner Nähe aufhält.

            Du bist auch "vollständig" ohne ihn, Du wirst sehen, welch freie Kräfte Du für Dich und die Kinder hast, wenn Du Deine Energie (sowohl im "machen von Dingen" als auch in Gedanken und Gegrübel über ihn) hast, wenn Du Deine Aufmerksamkeit von ihm weglenkst.

            Sei ein gutes Vorbild für Deine Kinder, zeige ihnen, dass man Respekt und Selbstliebe leben sollte, sie werden stolz auf ihre Mama sein, glaub mir! #liebdrueck

            Liebe Grüße! (p.s was hälst Du von einem Besuch bei einer Al-Anon-Gruppe? Oder warst Du da schon mal?)

            • Hallo, diese Gruppe sagt mir leider nichts. Ich glaube ich stand auch kurz vor der Co Abhängigkeit. Aber gestern hat sich das Blatt gewendet. Sein Bruder hat ihn auf der Intensiv besucht und war dann bei mir. Mein Mann meinte er liebt nur seine Kinder, mich nicht mehr. Meiner Schwester hat er am So was anderes erzähl. Aber egal, ob er es so meint oder ob er das nur aus Wut oder Verzweiflung gesagt hat, weil ich mich bei ihm nicht melde oder vorbei komme. Da hab ich doch den Beweis, dass er in den Tagen immer noch meint ich oder andere sind Schuld und er trotz der Zeit, die er da jetzt hat nicht verstanden oder eingesehen hat. Seine Nieren haben nen Schaden davon getragen. Nicht mal sein körperlicher Zustand bringt ihn zum Nachdenken. Ich habe am Freitag einen Termin beim Scheidungsanwalt und kläre da auch das Sorgerecht. Klar möchte ich, dass die Kinder ihn sehen können und er sie, aber allein lass ich sie nicht mit ihm. Das wäre mir zu gefährlich. Ich hoffe dem Gericht und Jugendamt sind 3 angefangene nicht erfolgreiche Therapien und der Suizidversuch Grund genug dafür. Beweise gibts ja. Und dass er mit Messer los ist, muss ja bei der Polizei auch aktenkundig sein. Naja, ich werde mal sehen was Freitag raus kommt. Jedenfalls hab ich nach dem Gespräch mit seinem Bruder gestern weder Mitleid, Verantwortungsgefühl noch sonst was für ihn. Ich glaub mir ist ne Last von den Schultern gefallen. Bin nicht traurig, mir gehts gut, ich hab den Kopf frei. Das wird dann wohl Erleichterung sein. Und was komisch ist. Mein Sohn ist seit dem er weg ist ausgeglichener, schläft wieder gut und hat nicht einmal nach ihm gefragt. Wir fangen ein neues Leben an :))

      (6) 30.09.13 - 10:51

      Hallo Bongo.

      Ob Dir meine Antwort hilft? Ich weiß es nicht.

      Der Anfang Deines Beitrag hat schon einen "Denkfehler". Nämlich den der "Verniedlichung" im Bezug seines Suchtverhalten.
      >> er trinkt ein paar SCLÜCKCHEN Vodka<<.

      Meine Eltern waren Schwerstalkoholiker. Ich weiß von was ich rede. Meine Kindheit war dementsprechend nicht wirklich ein "Zuckerschlecken"
      Mit 16 Jahren habe ich mir eine Lehrstelle besorgt. Weit entfernt von meinem Elternhaus.
      Noch heute bin ich davon fest überzeugt dass dieser Schritt ein richtiger war.
      Und diese Drohungen von Deinem Mann (Suizid usw.) sollten nicht dazu geeignet sein dass Du nachgibst.

      Hilfe kannst Du eh nicht geben.

      Es ist doch allgemein bekannt dass der Alkoholkranke, wenn überhaupt erst dann zum ultimativen Entzug bereit ist wenn er merkt das er keine Familie mehr hat und/oder in der "Gosse" liegt.
      Klingt hart, ist aber so.
      Meine Eltern haben es nicht geschafft und sind an den Folgen der Krankheit gestorben.

      Du bist Mutter zweier Kinder und trägst die Verantwortung.

      Mache einen Schlussstrich zum Wohle Deiner Kinder. Und auch Deinem.
      Anmerken möchte ich noch: In Erinnerung meiner Kindheit trinke ich keinen Alkohol.
      Für eine richtige Entscheidung wünsche ich Dir nicht nur alles Gute sondern auch Kraft.
      LG von acentejo

    • (7) 30.09.13 - 11:02

      Hallo.

      Lass dich mal ganz doll #liebdrueck

      Du hast alles getan, was man tun kann. Konzentriere dich jetzt auf dich und die Kinder, die brauchen dich auch. Er hat jetzt eine Betreuung, die er wahrnehmen sollte.

      Mein Ex hatte auch das Problem. Erst als er ganz unten war, also Job verloren, nur noch am Sau... und dann in den Hartz gerutscht, habe ich gesagt, ich möchte und kann das nicht mehr. Er kann sich um sich selbst kümmern. Wir haben zusammen drei Kinder, die auch betreut werden mussten. Erste Entzug in die Hose gegangen und der zweite scheint geklappt zu haben. Aber leider war es für unsere Beziehung zu spät. Ich konnte das einfach nicht mehr. Hatte auch damit gedroht, wenn ich ihn verlasse, dann passiert was schlimmes. Das Risiko bin ich dann eingegangen, da ich mich nicht mehr beeinflussen lassen wollte. Es war eigentlich nur leere Gelaber. Jetzt sind wir seit sieben Jahren getrennt und er scheint immer noch trocken zu sein. Er hat auch eine neue Freundin gefunden und er scheint sein Weg gefunden zu haben. Ich bin jedenfalls auch froh, dass ich das nicht mehr mitmachen musste. Und die Kinder sind auch ruhiger.

      Lass dich auch nicht von seiner Mutter beeinflussen. Mach du, was du jetzt für dich und den Kindern am besten findest. Du brauchst die Kraft für euch dreien.

      Alles, alles Gute.

      LG

      • (8) 30.09.13 - 11:27

        Danke, das stimmt. Ich kann nicht mehr ständig nur an ihn denken. Gut, dass die Kinder noch klein sind. So bekommen sie so gut wie nichts mit. Habe eben auf der Intensiv angerufen, habe ihm ausrichten lassen, dass es den Beiden gut geht. Mehr nicht, wollte auch nicht mit ihm sprechen. Das sagt es doch schon. Ich habe wohl mein Interesse verloren.

    (9) 30.09.13 - 12:42

    Hallo,

    ich mach es mal ganz kurz, ich habe ähnliches durch wie du, allerdings habe ich mich nicht so schnell zu einer Trennung durchringen können und habe in den letzten zwei Jahren der "Beziehung" sehr gelitten.
    Ich habe es beendet, als mein Bauch die Kontrolle über meinen Kopf übernommen hat und ICH fertig war. Unsere Tochter hatte zu dem Zeitpunkt schon viel zu viel mitbekommen. Kinder sind nicht dumm. Mein Ex meinte auch, sie wäre doch noch so klein, die merkt das nicht, aber sie erzählt manchmal noch heute davon.
    Ich geh offen damit um, das tut uns beiden gut.

    Ich bin gegangen, von jetzt auf gleich, das ist zwei Jahre her und dieser "Aufschlag" hat dann meinem Ex gereicht, endlich mal eine Therapie anzufangen und durchzuhalten.
    Er ist jetzt seit 1,5 Jahren trocken, aber seine "Psychosen" hat er immer noch nicht abgelegt.

    Am Ende war es keine Liebe mehr, sondern Gewohnheit und Verantwortungsgefühl meinerseits.

    Du machst alles richtig, lass dir nicht von seiner Mutter sagen, was du machen sollst, für eine Beziehung und Familie sind immer zwei zuständig und nicht eine, die sich aufreibt bis zur Selbstaufgabe.

    Ich war nach der Trennung ein halbes Jahr in Therapie wegen meiner Co-Abhängigkeit und auch das hat mir gut geholfen.

    Wenn du magst und noch Fragen hast oder einfach Erfahrungen austauschen möchtest, auch in Bezug was nach der Trennung auf dich zukommt, dann kannst du dich gerne per PN melden!

    #liebdrueck
    Tiana

    (10) 30.09.13 - 13:53

    Du Arme!

    Mein Vater ist alkoholkrank und deswegen kann ich dich gut verstehen.

    Solange er sein Problem nicht einsieht, wird sich da auch nichts ändern!

    Auch diese "emotionalen" Phasen kenne ich von meinen Vater sehr gut. Geändert hat sich aber trotzdem nichts...

    Die Aussage von deiner Mutter... Sie ist wahrscheinlich noch in einer Generation aufgewachsen, wo man unbedingt den äußeren Schein wahren musste...

    Fakt ist, sieht er nicht ein, dass er hilfe braucht, wird sich nichts ändern und auf langer Sicht geht eure Familie daran zu Grunde.

    Ein andere Gedanke ist, er drohte jetzt schon mit Selbstmord und die Leute ringsrum anzugreifen. Das würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen!
    Die Spirale dreht sich immer enger!
    Hier hat jemand geschrieben "tickende Zeitbombe" und ich gebe ihr damit uneingeschrenkt Recht!

    Suche dir einen Therapeuten für dich, der dich begleitet.

    Den Begriff "Co-Abhängigkeit" hast du bestimmt auch schon gehört. Da schlittert man sehr schnell rein...

    Für die konsequenzen einer Trennung bist du nicht verantwortlich! Niemals!
    Als erstes musst du dich und deine Kinder schützen!
    Nur wenn du du selbst bleibst, kann eine Partnerschaft funktionieren! Deine Grenzen hast du ja deutlich gezeigt. Er weiß, was du erwartest. Bitte bleibe dem Treu.

    Falle nicht auf diverse Äußerungen und Beteuerungen seinerseits rein. Suchtkranke können sehr sehr überzeugend sein!

    Wenn du ihn eine Chance geben möchtest, zählen nur Taten!

    Ansonsten müssen manche Menschen ersteinmal ganz am Boden sein, bevor sie wieder aufstehen können.

    Viel Kraft!

    (11) 30.09.13 - 23:38

    Mein Stiefvater war und ist auch schwerer Alkoholiker.Diese Leute müssen auf Deutsch gesagt an der Leiste kauen, bis sie was merken.Meine Mutter hat sich auch Rat geholt bei den Guttemplern und die meinten dort, sie soll ihn nicht mehr rein lassen, bis er einen Einzug macht und seine Krankheit auch als solches anerkennt.Du machst dich sonst zum Co- Abhängigen.Lebe erstmal dein Leben mit den Kindern und lass ihn seins machen.Warte ab was passiert und dann handele.

    (12) 01.10.13 - 15:18

    Der Mann ist gefährlich -- für sich und für seine Umwelt.
    Du hast Kinder, da wäre es für mich keine Frage, ob gehen oder bleiben.

    Bei Deinem text fiel mir auf, dass Du immer alles organisiert hast - Termine beim Paarterapeuten, bei den Anonymen. Er wurde hingeschickt.

    Er hat bis jetzt nicht eingesehen, dass er selber verantwortlich ist für seine Probleme. Du bist die Böse, die ihn ruiniert.

    Ich hoffe, Du hast die Kraft, Dich nicht in genau diese Ecke schieben zu lassen: nämlich in die, dass Du ihn kaputt machst. Das tut er schon selber.

    Ich wünsche Deinen Kindern und Dir viel Kraft und Durchhaltvermögen, wenn ihr euren eigenen Weg geht.

    (13) 01.10.13 - 15:33

    Hallo bonga85,

    lass dich erst mal #liebdrueck. Ich finde, dass du sehr gut reagiert hast.

    Ich denke, dass wenn du die Trennung rückgängig machst, dann wird der Kreislauf wieder von vorne anfangen. Ich denke dein Mann muss aus eigenen Stücken eine Therapie machen und sein Leben im Griff bekommen.

    So hart es auch ist, er kann sich nur alleine helfen.

    Lg
    lisboeta

    "Ich habe kurz vor der Ehe festgestellt, dass er immer mal wieder unter der Woche heimlich ein paar Schlückchen Vodka trinkt."

    Und trotz dem heiratest du ihn und setzt mit ihm Kinder in die Welt. Da ist der Fehler passiert, den du jetzt noch korrigieren kannst: Verlass ihn und lass ihn in seiner eigenen Scheiße sitzen.

    (15) 03.10.13 - 13:14

    Mein Papa war Jahrelang Alkoholiker (solange ich denken kann)

    Meine Mama ist nur wegen uns Kindern bei ihm geblieben (zumindest zum Schluß). Er hat nie aufgehört, alles Versprochen,.... .
    Nach fast 20 Jahren hat sie ihn dann entlich verlassen als wir Kinder aus dem Haus sind.
    Dann ging es erstmal richtig bergab mit ihm, bis hin zum Leberversagen, komplettes Organversagen :-( , mein Bruder hat ihn dann halbtod vor seiner Couch gefunden und den Notarzt gerufen. er lag mehrere Wochen auf der Intensivstation und dann noch ein paar Wochen auf der "normalen" Station. das ist jetzt 7 Jahre her.

    Heute sagt selbst das es der richtige Weg war denn alle gehen mußten. Er hat alles verloren und das nur den Alkohol. Heute ist er seit 7 Jahren trocken. ist gut befreundet mit meiner Mama und wir Kinder haben auch ein gutes Verhältnis zu ihm (ist ja unser Papa #herzlich )

    Ich will damit eigentlich nur sagen, du machst das richtige!!! er muß ganz tief unten ankommen bevor er selbst erkennt das es so nicht weiter geht.

    Ich kann dir nur empfehlen dir selbst auch einen Therapeuten zu suchen, der dich in deiner Entscheidung unterstützt, damit du nicht wieder "umkippst" in deiner Meinung und dich einlullen läßt.
    Deine Gedankengänge sind richtig, ER ist krank und dieses Problem wird früher oder später zurück kehren (das Psychische und /oder das Alkoholische)

    Mein Mann ist auch psychisch krank und wir waren 16 jahre zusammen und 10 Jahre davon verheiratet. seit gut 1 Monat bin ich von ihm getrennt und bin froh darüber, denn es wird sich nie was ändern und wenn dann kommt es irgendwann zurück.

    Mein Therapeut fragte mich direkt ins Gesicht, was ich machen würde wenn er sich umbringt #schock #zitter , Ich antwortete ihn daraufhin "Es wäre traurig, aber nicht zu ändern und ES IST NICHT MEINE SCHULD, denn ER hat diesen weg dann gewählt"

    mit seiner Aussage dir gegenüber wollte er dir nur ein schlechtes Gewissen einreden und dich somit unter Druck setzen, sowas finde ich unter aller Sau! nimm dir das bitte nicht zu Herzen und denk jetzt an DICH UND DIE KINDER!!!

    und such dir nen guten Familienanwalt ;-) , der regelt dann alles Formelle für dich und du hast wenigstens davon den Kopf frei.

    Achso und "Schluß" machen würde ich jetzt mit ihm, dann kann er das alles versuchen gleich im anschließenden Psychiatrieaufenthalt aufzuarbeiten.
    Das hab ich meinem Mann auch empfohlen das gleich in die Therapie mit einzuarbeiten, damit er nicht ganz allein da steht damit und etwas "aufgefangen" wird dort.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die Zukunft #liebdrueck und bleibe Standhaft ;-)

    LG
    Beth mit 3 Kindern

    • (16) 04.10.13 - 23:27

      Hallo, ich war heute bei der Anwältin zur Beratung. Sie hat mir gesagt wie alles ablaufen wird. Ab Montag haben wir getrennte Konten. Unterhalt zahlt er für die Kinder, für mich nur ganz wenig. Sonst hat er zu wenig. Muss am Montag zum Amt und mit Hartz 4 aufstocken lassen. Ab dann werden wir auch getrennte Konten haben. Dann zieht er nach der Psychiatrie zu seinen Eltern für den Übergang zur Wohnung. Sind jetzt offiziell getrennt und im August kann ich die Scheidung einreichen. Was das Sorgerecht betrifft, meinte sie dass das nur betrifft welcher Kiga, welche Schule, Arzt usw. Das möchte ich auch mit ihm zusammen entscheiden. Wohnen werden sie bei mir und vom Umgangsrecht soll umd möchte er ja auch Gebrauch machen. Sie meinte, da muss man erst drüber reden, wenn wir keine Einigung finden. Ich werde es jetzt so handhaben, dass er sie so oft wie er will sehen kann. Nur nicht allein und nicht jeden Tag, will ja auch mein Leben leben. Wenn ich denke er macht Fortschritte, kann er sie mal für ein paar Stunden nehmen. Er hat immer nur abends oder in Gesellschaft getrunken. Und wenn er doch eine kleine Fahne haben sollte, hat er es sich verscherzt. Aber das wird er nicht tun. Über am Wochenende bei ihm übernachten denk ich noch nicht nach. Das hat noch Zeit und die Angst, dass er dann trinkt muss er mir erst nehmen. Wir haben heute und gestern telefoniert und verstehen uns gut. Er hat mir gesagt, dass die Psychologin vermutet, dass er seit über 10 Jahren Depressionen hat. Immer mal wieder. Und wenns schlimm ist trinkt er. Wird noch analysiert, ob er Alkoholiker ist oder ob er von der Depression gelenkt ist. Naja, so ist es jetzt. Was sagt ihr dazu?

      • (17) 05.10.13 - 11:31

        "Er hat mir gesagt, dass die Psychologin vermutet, dass er seit über 10 Jahren Depressionen hat. Immer mal wieder. Und wenns schlimm ist trinkt er. Wird noch analysiert, ob er Alkoholiker ist oder ob er von der Depression gelenkt ist. Naja, so ist es jetzt. Was sagt ihr dazu? "

        na wenn das schon 10 Jahre geht dann ist es doch eigentlich "egal" von was es gelenkt wird, denn wenn die Depression therapiert wird ist der Alkoholkonsum nicht gleich verschwunden ;-) . denke mal das er dir jetzt nur einen "Grund" für sein Trinken präsentieren möchte und dich damit einlullen möchte.

        Mein "Noch"-Mann schiebt auch sein Verhalten auf die Depression :-[ und ist damit nur auf Mitleiderregen aus um evtl. noch einen Fuß in die Tür zu bekommen bei mir.

        Jedesmal wenn ich ihm etwas mehr entgegen komme (wegen den Kindern oder das er mal was helfen kann hier) dann macht er sich sofort wieder Hoffnungen. das hab ich jetzt leider etwas zurück geschraubt und frage lieber meine Freunde oder Verwandte ob sie mir helfen können.

        viel Glück und stressfreie Zeit wünsche ich dir.

        LG
        beth

        • (18) 06.10.13 - 02:49

          Ja, also einerseits denk ich auch es ist Taktik Mitleid zu erregen. Andererseits redet er bei Telefonaten total verständnisvoll und macht mir null Druck. Kann natürlich auch Taktik sein. Ich denke, er meint es so, wie er es sagt. Kann nur sein, dass das irgendwann wieder umkippt. Das blöde ist, ich denk jetzt wieder so positiv, dass ich am Liebsten die Trennung rückgängig machen würde. Weiß nicht mehr was richtig ist. Ich kann es mir ohne ihn auch nicht vorstellen. Wird aber vielleicht auch viel Gewohnheit dabei sein. Denke, er hat da jetzt die beste Betreuung und ich gebe auf. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir in Zukunft nur Freunde sind und uns ab und zu der Kinder wegen sehen. Ich glaub, ich wäre mega eifersüchtig, wenn er mal ne Andere hat. Weil er einfach zu mir gehört. Meint ihr sowas ist normal und Gewohnheit? Oder ist es, weil alles so schnell ging? Ich bin so durcheinander? Oder ist das die Co- Abhängigkeit, die das mit mir macht? Hab im Netz einen Test gemacht. Wenn man dem glauben kann, bin ich von 3 Stufen in der 2.

(19) 06.10.13 - 17:52

Natürlich sagt seine Mutter das. Er ist ihr Sohn. Aber sie hat Unrecht, er war es der alles kaputt gemacht.

Er erpresst Dich emotional, das ist unrecht und grausam. Er kommt mit seinem Leben nicht klar und macht Dich dafür verantwortlich.

Er läßt sich nicht helfen, nimmt sich lieber das Leben als den Kampf gegen die Sucht aufzunehmen. Merkst Du was?

Wenn Du nach dieser Sache bei ihm bleibst ist Dir nicht mehr zu helfen. Schmeiß Dein Leben nicht weg und denk daran dass Du Deine Liebe und Energie für Deine Kinder brauchst.

Alles Gute.

  • (20) 06.10.13 - 23:18

    Danke, alle eure Kommentare haben mich wirklich bestärkt. Ich glaub ich war gestern wieder so unsicher, weil alles Knall auf Fall ging. Jetzt bin ich mir zu 100% sicher, dass es nur die Trennung gibt. Als ich ihm heut früh am Telefon sagte, dass sein Bruder gleich 4 Kartons zu seinen Eltern mitnehmen kann wenn er Sachen für ihn für die Psychiatrie abholt, meinte er später am Telefon es hat ihn wütend gemacht. Von wegen, mir kanns wohl nicht schnell genug gehen und seine Eltern werden geschockt sein, wenn dann jetzt schon Kartons von ihm stehen. Dann sind sie auch sauer und kommen nicht klar. Die beiden sind nämlich auch krank. Das hat mir meine letzten Zweifel genommen. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Ich kann jawohl sauer sein, da hat er gar kein Recht zu. Und ganz ehrlich, wäre ich an seiner Stelle, wüsste ich doch, dass ich so alles noch schlimmer mache. Und als ich ihm beim 2 Telefonat gesagt hat, der Bruder soll es bis Freitag holen, da es mein Vater sonst bringt meinte er nur auf keinen Fall bringen (seine Eltern sind halbe Messis und lassen ungern jemanden rein) und war ganz kurz angebunden. Von wegen er hat eben keine Zeit, ist mit jemandem Pilze sammeln (haben Ausgang) und der wartet auf ihn. Der Ton war ziemlich unfreundlich. Eigentlich müsste er bei einem Anruf von mir ganz anders reagieren. Ich würde mich freuen und könnt auch mit Handy am Ohr im Wald rum laufen. Da hab ich den Beweis, dass er sich total sicher zu sein scheint, dass ich im Endeffekt wieder bei ihm bleibe. Nur, weil ich mal einen Tag nett und freundlich ein paar Stunden mit ihm geredet hab über alles. Er denkt, es ist alles in Butter und legt gleich wieder los. Naja, ich freu mich drüber. Das hat mir gezeigt, dass die Trennung doch auf jeden Fall richtig war. Und die Scheidung kommt auch. Was mir aufgefallen ist, mein Sohn schläft wieder schnell ein, schläft ruhiger und wieder durch und schafft es sogar ohne Probleme mittags wieder allein einzuschlafen. Wenn das nichts heißt.

    • (21) 08.10.13 - 14:44

      Hallo,

      du springst immer hin und her zwischen "Trennung richtig" und "Trennung doch nicht richtig". Die räumliche Trennung ist auf jeden Fall richtig, zuerst muss er seine Therapien usw. durchziehen, das musst du nicht auch noch mit ihm durchstehen.

      Das kann viele Monate dauern, was dann ist, wird man sehen. Es gibt also keinen Grund, jetzt über so etwas nachzudenken. Die räumliche Trennung dient der Sicherheit und ist unumgänglich.

      Grüße Tabea

      • (22) 11.10.13 - 02:00

        Hallo, Tabea du hast Recht. Jetzt hat sich heraus gestellt, dass mein Mann seit Jahren an einer Depression leidet. Er bekommt nun eine psychische Therapie und wird auf Tabletten eingestellt. Die Heilungschancen sollen gut sein. Auch der Alkoholmissbrauch soll damit zusammen hängen. Dass er ständig so doofe Dinge zu mir gesagt hat, ist unter den Umständen leider ganz normal sagt die Therapeutin. Ich habe mir jetzt schon viel über Depressionen durchgelesen und würde ihm da gern hinausbegleiten denk ich. Er konnte nichts dafür und es ist schwer für solche Menschen. Ich habe mir nun das Buch "Depression. Helfen und sich nicht verlieren: Ein Ratgeber für Freunde und Familie" bestellt und wenn mich das in meiner Meinung bestärkt würde ich uns als Familie noch eine letzte Chance geben wollen. Das Problem ist jetzt nur, ich habe aufgrund Trennung aufstockendes Hartz4 beantragt. Sollte ich mich jetzt zurück entscheiden, kann ich dann einfach beim Amt anrufen/vorbei gehen und sagen, dass es sich erledigt hat? Fühlen die sich nicht veräppelt? Umgemeldet ist er auch schon, Konten sind getrennt, aber das ist das kleinste Problem. Das mit dem Amt ist meine (vielleicht unbegründete) Sorge und meine Familie. Meine Mutter wünscht sich die Trennung, lässt mich aber natürlich entscheiden. Mein Vater sagt, wenn wir zusammen bleiben, darf er nicht mehr mit zu meinen Eltern, sei es bei Familienfeiern oder nur mal so. Und da das Haus in dem wir wohnen meinen Eltern gehört, ist es leicht für meinen Vater zu sagen er darf hier nicht mehr rein. Er ist total fest gefahren. Er vertritt irgendwie die Meinung Depressionen gibt es nicht, man soll sich nicht so anstellen. Er gönnt ihm auch nichts mehr, weil er so blöd und gehässig war. Wie könnt ich es schaffen meine Eltern, besonders meinen Vater davon zu überzeugen, dass es eine Krankheit ist und alles was passiert ist nur daran lag? Habt ihr nen Tipp? Das Buch liest er bestimmt nicht. Und zur räumlichen Trennung. Er wird wohl ca 3 Monate in der Psychiatrie bleiben, da ist er ja erstmal raus hier. Ich würde ihn dann einmal in der Woche mit den Kindern besuchen. Nicht direkt da, sondern vielleicht in der Stadt. Er darf ja raus. Über Meinungen würde ich mich freuen.

        • (23) 15.10.13 - 13:58

          Du bist Co-Abhängig und er lullt dich wieder ein :-( , er redet dir unterschwellig ein schlechtes Gewissen ein und du fällst drauf rein. Der Alkoholkonsum wird dur ein paar Pillen gegen Depression NICHT weg gehen.

          Meiner schwört mir auch grad wieder das blaue vom Himmel #augen , aber ich bleibe bei meiner Entscheidung, schon allein wegen den Kindern und weil ich mich wohl fühle. Jetzt ist die Zeit wo ich nur an MICH und die KINDER denke!
          Die "Reaktion deines Kindes zeigt doch eindeutig was gut für IHN und dich ist. Kinder bekommen mehr mít als du denkst :-(

          Ich habe beruflich auch viel mit "psychisch" Kranken zu tun und kann dir nur sagen, es wird nicht geheilt nur eingedämpft durch die Pillen, warte mal ab bis er die Pillen absetzt weil er sich gut fühlt, dann geht die ganze "Scheiße" wieder von vorne los! Meine bekannte kann auch ein Lied davon singen (allerdings ohne Alkohol).

          Such dir bitte eine Gesprächsgruppe für Angehörige und laß dich richtig aufklären und verarbeite das ganze. die räumliche Trennung würde ich durchziehen , man kann sich ja trotzdem sehen. Eine Trennung bedeutet ja nicht gleich das man sich hassen muß!

          LG
          beth

          • (24) 20.10.13 - 02:45

            Hallo, ich habe in den letzten Tagen viel nachgedacht und gemerkt, wie wohl ich mich mit ihm fühle, wenn er gerade keinen Depressionsschub hat. Wir waren ihn öfter besuchen jetzt und unser Sohn freut sich immer riesig. Ich denke nicht, dass ich co abhängig bin. Mein Mann redet mir nicht rein, er sagt zur Trennung gar nichts. Ich sehe, dass die Tabletten anschlagen und werde in der Zukunft irgendwann sehen, ob ich richtig oder falsch gehandelt habe. Es gibt auch Menschen, die den Rest des Lebens ihre Pillen nehmen und weiterhin regelmäßig zum Psychologen gehen. Das ist für mich auch das A und O. Und wenn es nicht klappt, hab ich es versucht und muss nicht grübeln. Unser Sohn hat denk ich die Spannungen mitbekommen. Aber daran wird gearbeitet. Ich fühle mich bei meinem Mann zuhause, das habe ich nun wieder gemerkt. In der Woche in der alles passierte war ich viel zu sauer und enttäuscht um das zu merken. Bis fast Weihnachten ist er weg. Danach starten wir ein zweites Mal. Ich möchte ihn aufgrund einer Krankheit nicht verurteilen und ihn unterstützen. Auch wenn es schwieriger ist, als einen normal gesunden Partner zu haben. Außerdem, in guten wie in schlechten Tagen :)

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