mein Kind, 11 Jahre, will nicht zum Vater

    • (1) 19.02.14 - 00:31

      Bin vom Vater meines Kindes seit 5 Jahren getrennt. Seit ich einen neuen Partner habe versucht der Vater einen Rosenkrieg mit mir auszutragen. Als einziges Machtmittel hat er dafür das Besuchsrecht, was er eifrig nutzt. Der Vater wohnt sehr weit weg, so dass es nur Telefonate und Besuche in den Ferien in sehr grossen Abständen gibt.

      Das Kind sagt nun, es will den Vater im Sommer nicht besuchen. Der Vater redet dem Kind gegenüber schlecht über mich, was das Kind nur ganz schlecht verträgt. Der Vater lässt es nicht zu, dass ich mein Kind anrufen darf, wenn es bei ihm zu Besuch ist, weil das ja nicht gerichtlich vereinbart sei. Unter Druck des Jugendamtes hat der Vater zugestimmt, 2 Telefonate pro Woche zuzulassen. Allerdings reist er meinem Kind nach wenigen Minuten mitten im Satz den Hörer aus der Hand mit der Begründung es würde zu teuer. Ich habe keine Vorstellung davon, wie die Besuche ablaufen bzw. was geschieht. Der Vater weigert sich mir selbst grobe Informationen mitzuteilen (z. B. ob ein Ausflug gemacht wurde). Ich soll am besten gar nichts über die Besuche wissen. So absolut gar nichts.

      Laut gerichtlicher Umgangsvereinbarung soll das Kind im Sommer 4 Wochen am Stück bei ihm sein, nachdem es ihn in den letzten 2 Jahren zusammenaddiert 3,5 Wochen besucht hat. Zu einer zumindest verkürzten Besuchszeit von z. B. 2 Wochen ist der Vater nicht zu bewegen. Wollte das Kind zunächst überhaupt nicht, hat eine Pädagogin es dazu gebracht einen Brief an den Vater zu schreiben mit der Bitte den Urlaub auf 2 Wochen zu verkürzen. Mündlich (am Telefon) hat das Kind sich nicht getraut es dem Vater zu sagen. Es hat sich ebenfalls sich nicht getraut den Brief an den Vater zu schicken, sondern das sollte die Pädagogin für ihn tun. Der Vater hat den Vorschlag abgelehnt. Inzwischen sagt das Kind wieder, dass es gar nicht zum Vater will.

      4 Wochen sind eine verdammt lange Zeit. Es sind fast die ganzen Sommerferien, die das Kind dort sein würde. Ich möchte gern, dass mein Kind schöne Ferien erlebt, aber nicht, dass es einen vielleicht kaum zu reparierenden Knacks kriegt, weil es jemandem ausgeliefert ist, bei dem es sich nicht wohl fühlt. Es könnte mich ja nicht einmal anrufen, wenn es Sehnsucht oder Heimweh hat, weil der Vater das nicht zulässt, sondern mein Kind hätte quasi eine 4wöchige Kontaktsperre zu mir, vom Vater verordnet.

      Der Vater wird mir alle Probleme machen, die er nur kann, wenn mein Kind nicht diese 4 Wochen bei mir ist. Er nutzt jeden Anlass und erfindet Anlässe, um sich beim Jugendamt über mich zu beschweren. Er verlangt, dass das Kind 2x pro Woche jeweils 1,5 Stunden mit ihm zu telefonieren habe, weil es so gerichtlich vereinbart sei. Wenn das Kind nach einer halben Stunde genug hat und auflegen will, unterstellt er mir regelmässig, ich hätte das Kind bedrängt aufzulegen. Das Jugendamt kriegt also ca. 2x die Woche eine Beschwerdemail über mich von ihm, nach (fast) jedem Telefonat eine. Er hat mich bereits bei der Polizeit versucht anzuzeigen bzw. angezeigt, damit ich eine Strafe kriege wegen Kindesentziehung. Die Sache ist unmittelbar bei den Akten gelandet, es gab ja auch keinen Vorfall ausser in seiner Phantasie. Der Mann versucht wirklich alles.

      Wenn ich mein Kind 4 Wochen zu ihm schicke, verlebt mein Kind voraussichtlich sehr unschöne Ferien, fühlt sich 4 Wochen lang nicht wohl bzw. richtig schlecht, und hat anschliessend ein noch schwierigeres Verhältnis zu seinem Vater und lehnt ihn noch mehr ab. Wenn ich das Kind nicht 4 Wochen zu ihm schicke, muss ich mit erneuten Strafanzeigeversuchen seinerseits rechnen. Schliesslich bin ich dann einer gerichtlichen Vereinbarung nicht nachgekommen. Was soll ich tun?

      • (2) 19.02.14 - 06:55

        Hallo also ehrlich, ich höre aus dem Text raus , das du damit eher ein ganz großes Problem hast. Das dein Kind vier Wochen weg ist ? Lass es die beiden doch einfach versuchen. Spreche dem Kind den Urlaub doch etwas positiv ein. Es War doch schon oft in den Ferien da. Das er ausser den Telefonaten Probleme gab schreibst du nicht.Wenn du deinem Kind auch so negativ gegenüber sprichst, würde es mich nicht wundern, das es nicht will. Und bis zum Sommer ist doch noch ein Weilchen hin.
        Bei Gericht musst du ja mit zugestimmt haben? Da ja immer eine Vereinbarung getroffen wird , wo dann beide gefragt werden, ob man zustimmt.Ich schätze mal das der Papa sehr weit weg wohnt , das er die Ferien etwas länger bekam. Lass es die beiden versuchen Tode wenn es garnicht geht . Kann dein Kind mit elf Jahren ja anrufen. Wir hatten das auch mit dem Sohn meines Mannes. Der wollte ehrlich gesagt , nicht mit seiner Muttertelefonieren. Weil er musste immer genau Berichterstattung machen und das nervte ihn. Oder er bekam dann auch schlechte Nachrichten während des Urlaub zu hören. Oder einfach wie sehr alleine sich die Mutter fühlt.Das letzte mal , nahm er sein Handy garnicht mehr mit.Wie gesagt lass es anlaufen. Zeige dem Kind nicht dein nicht gefallen und spreche positiv .

        Liebe Grüße Tina

        • (3) 19.02.14 - 13:23

          Mein Kind war bis vor kurzem im Sommer regelmässig 4 Wochen beim Vater. Ich habe damit nie ein Problem gehabt. Doch seit ich einen neuen Partner habe, verhält sich der Vater dem Kind gegenüber so, dass das Kind selbst nicht mehr zum ihm will. Ich rede dem Kind gegenüber nicht schlecht von dem Vater, sondern so, wie es nun einmal ist. Schönreden kann ich den Vater aber leider nicht. Ich kann auch nicht (positiv) über den angehenden Besuch sprechen, wenn ich gar nicht weiss, was das Kind eigentlich erwartet, wo es sein wird, was unternommen wird. Welche Vorfreude soll ich denn da schaffen?

          Nein, seit ich einen neuen Partner habe lässt der Vater das Kind während der Besuche nicht mehr mit mir telefonieren. Das war vorher anders. Er besteht nun für die Zeit der Besuche auf einer absolute Kontaktsperre zwischen Mutter und Kind, also für ganze 4 Wochen. Ich darf nicht einmal die Adresse wissen, kann nicht einmal einen Brief schreiben. Natürlich hat ein Kind ein Problem damit, wenn der Vater dem Kind den Kontakt zur Mutter verbietet. Es ist nun mal ein Mama-Kind. Das sind vom Vater ganz ungünstig gesetzte Bedingungen. Da ist es nur schlüssig, wenn das Kind nicht will.

          Wie soll ich das Kind denn positiv vorbereiten? Soll ich dem Kind vielleicht erzählen, dass es ganz toll ist, dass die Mami 4 Wochen lang nicht weiss, wo ihr Kind überhaupt ist, was er erlebt, wie es ihm geht, dass sie ihn 4 Wochen nicht anrufen wird und er auch keinen Brief von ihr kriegt?

          • (4) 19.02.14 - 14:56

            Vielleicht schaffst du es , euch alle drei mal an den Tisch zusetzen und alles mal zu besprechen. Welche Ängste , Sorgen und Wünsche ihr alle drei habt. Ohne deinen neuen

            Partner anwesend.Ja klar hat der Papa Angst das nun dein neuer Partner die Papa Rolle einnehmen könnte. Aber wenn du ihn da beruhigen tust, das es nicht so ist. Vielleicht beruhigt sich dann wieder alles. Würde dir als Mutter ja auch so gehen.

            WIE gesagt versuchen zu reden. Denn das sind Sachen womit man sich nicht das Leben schwer machen muss. ;-)

            • (5) 19.02.14 - 15:09

              Der Vater weigert sich seit 2 Jahren mit mir zu reden. Ich habe es ettliche Male versucht. Bei Telefonaten legt er auf, bei persönlichen Treffen rennt er davon, noch ehe man ihn begrüsst hat. (Kein Witz! Er nimmt die Beine in die Hand und flitzt, als gelte es sein Leben. Hat einmal sogar nach der Polizeit um Hilfe gerufen. Völlig ohne Anlass.)

              Der neue Partner ist schon längst zum Vaterersatz geworden, und ich bin froh darüber, dass mein Kind endlich einen guten Vater hat.

              • (6) 19.02.14 - 15:26

                Ich hoffe das du den Satz deinem Ex nicht auch so gesagt hast. Das du froh bist , das du für dein Kind einen guten neuen Vater gefunden hast. Denn das könnte auch etwas seine Reaktion erklären. Denn einen neuen Vater kann das Kind nicht bekommen, nur einen guten Freund. Denn es hat nur einen Vater.

                • (7) 19.02.14 - 15:41

                  1. Nein, das habe ich nicht zum Vater gesagt.

                  2. Ich habe nicht geschrieben, dass ich froh bin, dass mein Kind einen neuen Vater hat, sondern dass er (überhaupt) einen Vater hat. Nämlich einen, der sich intensiv kümmert, und seine Bedürfnisse berücksichtigt. Das Kind reagiert entsprechend und gibt demjenigen seine Zuneigung, der sich um es kümmert.

                  Es ist nicht meine Schuld, wenn der leibliche Vater die Bedürfnisse des Kindes ignoriert, und es ist nicht mein Verdienst, wenn der Stiefvater das tut.

                  • (8) 21.02.14 - 13:26

                    Hast Du mal versucht, Dich in den Vater (den leiblichen) Deines Kindes hineinzuversetzen. Hast Du auch nur annähernd eine Idee, was es für ihn bedeuten könnte, sein Kind nur sehr selten zu sehen und dann auch noch klargemacht zu bekommen, dass da jetzt ein neuer "Vater" ist, der alles viel besser macht als er?
                    Da würde ich auch ausflippen... Was vielleicht sein sehr ungeschicktes Verhalten erklärt (und ich stimme Dir darin zu, es ist tatsächlich sehr ungeschickt von ihm, zu versuchen, den Kontakt des Kindes mit Dir und Deinem neuen Freund zu unterbinden, damit erreicht er das Gegenteil von dem, was er will).
                    Ich kann Dir verstehen, Du sorgst Dich um Dein Kind. Aber versuch auch den Kindsvater ein bisschen zu verstehen.
                    Er scheint nicht gewalttätig und auch sonst keine Gefahr für das Kind zu sein. Sag dem Kind, dass es auf Durchzug stellen soll, wenn er schlecht von Dir redet, und wenn es das schafft, ihm zu sagen, dass es diese negativen Äusserungen über Dich nicht mag.
                    Dein Kind ist in einem fetten Loyalitätskonflikt. Es merkt ganz deutlich, dass DU ein Problem damit hast, dass es unter den aktuellen Bedingungen zu seinem Vater in den Urlaub soll. Also wird es DIR gegenüber zeigen, dass es da nicht hin will, damit Du es weiter lieb hast. Sie braucht Dich (und auch den Stiefvater) aktuell zum Überleben, physisch und psychisch, und wird deshalb all ihre Loyalität auf Euch fokalisieren.

                    Zeig ihr, dass Du mit dem Aufenthalt beim Vater einverstanden bist und sie wird sich besser fühlen. Kontaktabbruch mit einem Elternteil, auch wenn dieses sich bisweilen ungeschickt verhält, ist nicht gut für Dein Kind.

                    Steck ein bisschen zurück und ermögliche ihr einen guten Kontakt, das ist sehr wichtig für ihre Entwicklung.

                    Ihre eigene Meinung zu dem, was der Vater veranstaltet, kann sie sich immer noch bilden. Versuche, sie darin so wenig wie möglich zu beeinflussen und nicht gleich laut hurra, ich hab's ja gleich gewusst zu schreien, wenn sie mal was Negatives erzählt. Dann merkt sie nämlich, dass Du das hören willst und erzählt Dir weiterhin nur das Negative, um Dir eine Freude zu machen.

                    Wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute, und dass Du es schaffst, über Deinen Schatten zu springen und dem Kindsvater gegenüber grosszügig zu sein. Schau mal was Du alles mit Deinem Kind erleben darfst, was er nie so erleben können wird...

                    • (9) 21.02.14 - 23:41

                      Ein 11jähriges Kind soll einfach weghören können, wenn der Vater schlecht über die Mutter redet? Das kann ein Kind in diesem Alter nicht.

                      Der (leibliche) Vater hat sich jahrelang nicht für sein Kind interessiert. Erst mit Aufkommen meines neuen Partners hat er plötzlich "Interesse". Das scheint mir zweifelhaft. Er wohnt schon jahrelang 1000 km weg von seinem Kind. Er hätte eine gute Arbeit wenige Kilometer weg vom Kind haben können, also ganz in der Nähe seines Kindes wohnen und sich häufig um es kümmern können. Er wollte aber nicht und hat sich bewusst entschieden, 1000 km weit weg von seinem Kind zu wohnen. Da muss er mir nicht leid tun, wenn er sein Kind selten sieht. Er hat es für sich bewusst so gewählt.

                      Wenn sich das Kind beim Vater nicht wohl fühlt und deshalb nicht mehr hin möchte, ist der Vater schon selbst daran schuld, aber nicht ich. Das Recht des Kindes auf Kontakt ist nun mal keine Pflicht des Kindes den Besuchsansprüchen des Vaters die eigenen Bedürfnisse unterzuordnen, wenn sie zu dem Besuchsverlangen des Vaters nicht passen. Denn das Kind ist nicht für die Bedürfnisse des Vaters da, sondern der Vater hat sich nach den Bedürfnissen des Kindes zu richten. Die hat er bei den letzten Besuchen offenbar nur unzureichend beachtet, das Kind hat sich bei ihm nicht wohl gefühlt, und will nun nicht mehr hin.

                      Wenn das Jugendamt schon sagt, dass das Kind nicht muss, sondern darf, sehe ich keinen Grund mein Kind zu einem Urlaub zu zwingen, den das Kind nicht schön findet. Mein Kind soll schöne Erinnerungen an seine Ferien haben, und es hat das Recht dazu.

      (10) 19.02.14 - 08:48

      "Ich soll am besten gar nichts über die Besuche wissen. So absolut gar nichts."

      Dass jedoch das Kind etwas über die Erlebnisse während des Aufenthalts bei ihrem Vater erzählt kann er ja wohl kaum verhindern. Was passiert denn dort, dass sie sich so sehr sträubt? Behandelt er sie schlecht? Sitzt sie nur ihre Zeit ab, während er sich nicht kümmert? Er muss ja auch extra Urlaub nehmen, vier Wochen am Stück, falls er nicht selbständig ist. Macht er da gar nichts mit ihr?
      Dieser Teilsatz, dass sie "jemandem ausgeliefert ist" klingt irgendwie nach Gewalt. Ist er grob zu ihr oder schlägt sie, wenn sie sich nicht so verhält, wie er das möchte?

      Zur Sache mit dem Telefonieren: Wieso hat sie nicht wenigstens in der Zeit ein eigenes Handy? Da kann sie jederzeit anrufen oder schreiben und fühlt sich nicht eingesperrt und abgeschottet.

      Nicht, dass ich den Sachverhalt nicht nachvollziehen kann. Das Problem ist nur, dass Du als Mutter die Pflicht hast, positiv das Vater-Kind-Verhältnis zu beeinflussen und Deine eigenen Gefühle trotz der vergangenen Geschehnisse nicht einfliessen lassen darfst. Du musst alles versuchen, um den Umgang zu fördern, auch eben dem Kind gut zuzureden und ihr Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie den Umgang gut und gerne wahr nehmen kann.

      Nur, ohne zu wissen, was da konkret beim Vater vorgefallen ist, dass sie sich so wehrt, kann man Dir nicht gut raten.

      • (11) 19.02.14 - 13:32

        Was beim Vater vorfällt weiss ich nicht. Das Kind erzählt nur spärlich, der Vater gar nicht. Handy geht leider nicht, da der Vater im Ausland lebt und die Kosten viel zu teuer wären. Ich könnte das nicht bezahlen, und es kann nicht von mir verlangt werden mich finanziell verausgaben, wo es kostenfreie Möglichkeiten gibt. Die haben wir früher genutz, aber wie gesagt lässt der Vater die nun nicht mehr zu.

        Ich kann dem Kind die Besuche nicht schönreden, wenn sie es offenbar nicht sind. Ich muss die Gefühle meines Kindes ernst nehmen und kann ihm nicht erzählen, dass der Urlaub schön wird, wenn das scheinbar nicht so ist. Das Kind muss seiner Wahrnehmung vertrauen lernen, nicht von der Mutter hören, dass die Besuche entgegen seiner Wahrnehumg doch schön sein müssen. Ich kann die Vater-Kind-Beziehung nicht unterstützen oder herstellen, wo der Vater selbst sie zerstört.

        • " könnte das nicht bezahlen, und es kann nicht von mir verlangt werden mich finanziell verausgaben, wo es kostenfreie Möglichkeiten gibt. Die haben wir früher genutz, aber wie gesagt lässt der Vater die nun nicht mehr zu."

          Jetzt frag ich mich aber wirklich, was das für ein Land sein soll, das man sich finanziell so verausgabt, wenn ein Kind ein oder zwei Mal in der Woche bei der Mutter anruft.
          Da geht's doch jetzt aber eher um s Prinzip.

          Da wäre mir doch nichts zu teuer, um Kontakt halten zu können....

        (14) 19.02.14 - 15:06

        "Was beim Vater vorfällt weiss ich nicht. Das Kind erzählt nur spärlich, der Vater gar nicht."

        Das lässt die Sache aber auch ganz schlecht aussehen. Vor Gericht befragt würde das Kind dann ja sagen: "Ich weiss nicht, ich will einfach nicht mehr hin". Der Richter würde dann annehmen, es gibt keinen bestimmten Grund für die Weigerung und das Kind steht nur unter Beeinflussung der Mutter.
        Und würde dann wohl pro Vater entscheiden.

        "Handy geht leider nicht, da der Vater im Ausland lebt und die Kosten viel zu teuer wären."

        Also fällt Einwählen ins WLan auch weg? Für schriftliche Kommunikation.
        Das wiederum wäre aber schon ein Grund, der angegeben werden könnte: Das Kind möchte nicht zum Vater, weil es dann kaum noch nach Hause kommunizieren darf. Stichwort Heimweh.

        "Ich kann dem Kind die Besuche nicht schönreden, wenn sie es offenbar nicht sind. Ich muss die Gefühle meines Kindes ernst nehmen und kann ihm nicht erzählen, dass der Urlaub schön wird, wenn das scheinbar nicht so ist."

        Da Du nicht einmal weisst, was dort vorfällt und wieso das Kind sich weigert, kannst Du das natürlich nicht. Ein Richter könnte Dich aber fragen, was Du unternommen hast.

        "Das Kind muss seiner Wahrnehmung vertrauen lernen, nicht von der Mutter hören, dass die Besuche entgegen seiner Wahrnehumg doch schön sein müssen. Ich kann die Vater-Kind-Beziehung nicht unterstützen oder herstellen, wo der Vater selbst sie zerstört."

        Und hier wird man sagen, wie Du darauf kommst, dass der Vater die Beziehung zerstört, wo das Kind die Störung nicht einmal benennt. Genauso gut kann es sein, dass das Kind sich zwischen den Eltern zerrissen fühlt, aber aufgrund der Tatsache, dass es merkt, dass Dir die Besuche zuwider sind einfach Dir zuliebe behauptet, dass es nicht zum Vater möchte.

        Ich fürchte, Dir bleibt nichts anderes übrig, als eine Anwältin zu Rate zu ziehen. Denn das Risiko einzugehen, das Kind einfach nicht zum Vater zu bringen und die daraus resultierenden Konsequenzen zu tragen (unter denen ja dann das Kind leidet) sind einfach zu hoch.

        • (15) 19.02.14 - 15:30

          Ich habe es hier noch nicht geschrieben, aber das Kind benennt Gründe. Es fühle sich beim Vater nicht wohl. Es habe Angst vorm Vater. Der Vater lasse es die Mutter nicht anrufen. Der Vater rede schlecht über die Mutter, der Vater unterstelle ihm keine eigene Meinung zu haben, alles sei von der Mutter gemacht (spricht ihm ab zu einer eigenen Meinung fähig zu sein), ...
          Wenn es daran denkt, dass es im Sommer 4 Wochen beim Vater wäre, klammert sich das 11jährige(!) Kind fest an sein Kuscheltier und weint. Es will ihn dann nicht mehr zum Vater haben, sondern vom Stiefvater adoptiert werden (was bedeuten würde, dass das Kind nicht mehr zum Vater müsste) ....

          Soll ich bei so einer Reaktion das Kind zu überzeugen versuchen, dass der Urlaub mit Papa bestimmt ganz toll wird?

          • (16) 19.02.14 - 15:40

            "Soll ich bei so einer Reaktion das Kind zu überzeugen versuchen, dass der Urlaub mit Papa bestimmt ganz toll wird? "

            Wegen mir nicht, aber ich bin nicht der Richter, der das im Zweifel entscheidet. Der kann das sehr wohl verlangen.
            Deshalb auch der Rat mit der Anwältin, denn offenbar wird ja auch das Jugendamt nicht in Deinem Sinne beraten. Und dessen Aussage geben Richter ja doch sehr viel Gewichtung bei einer Entscheidung.

            Ohne guten Rechtsbeistand hast Du da wohl keine Chance, Deinem Kind zu helfen.

            • (17) 19.02.14 - 15:46

              Wo wir wieder bei der alten - ungerechten - Betrachtungsweise wären, dass die Mutter als alleinverantwortlich für das Ansinnen des Kindes gemacht wird, das Zutun des Vaters aber nicht ansatzweise untersucht wird. Die Verantwortung für die Vater-Kind-Beziehung wird der Mutter aufgedrückt, der Vater trägt dafür keine Verantwortung.

              • (18) 19.02.14 - 15:52

                Das muss ja nicht so sein, wenn man sich eben zu helfen weiss.

                Du kannst natürlich auch mal den Kinderschutzbund online kontaktieren, die helfen mWn. auch in Konfliktfällen dieser Art weiter. Und sind natürlich immer auf der Seite des Kindes.
                Allerdings können die auch nicht verhindern, dass das Kind im Sommer zum Vater muss, aber eventuell haben die aufgrund ihrer Erfahrung noch bessere Tipps.

                • (19) 19.02.14 - 16:12

                  Danke für den Tipp.

                  Ich arbeite in einem Bereich, wo ich tagtäglich sehe, was aus Kindern wird, wo der Umgang zum grössten Schaden des Kindes durchgeführt wird: verhaltensgestört, bindungsgestört, ... Als Erwachsene gehen sie dann jahrelang in Therapie, und kriegen ihr Leben trotzdem nicht auf die Reihe ...

                  Ich bin Mutter und brauche es, dass es meinem Kind gut geht.

                  Ich bin Sorgepflichtige und vor dem Gesetz dazu verpflichtet alles zu tun, dass es meinem Kind gut geht.

                  Ich soll mein Kind gegen seinen Willen, und im übrigen gegen sein juristisch verankertes Persönlichkeitsrecht auf Selbstbestimmung, zum Vater schicken, trotz dessen ihm dieser Besuch wahrscheinlich schaden wird, und trotz dessen dieser Besuch der Vater-Kind-Beziehung abträglich ist. Denn nach einem weiteren traumatisierenden Urlaub mit dem Vater wäre das Kind 12 Jahre alt, darf vermutlich selbst bestimmen, und wird dann voraussichtlich nie wieder zum Vater wollen dank des Sommerbesuchs kurz vor seinem 12. Geburtstag.

                  Ich kann jetzt egoistisch sein und sagen, ich schicke mein Kind. Dann leidet es einen Sommer, ist hinterher traumatisiert, will nicht mehr hingehen. Ist dann 12 Jahre, darf selbst bestimmen, und weitere Besuche haben sich erledigt. Dann habe ich Ruhe. -> Dann wird mir unterstellt ich hätte das Kindeswohl im Auge gehabt, weil ich das Kind zum Vater geschickt habe.

                  Ich kann jetzt das Risiko eines Strafprozesses eingehen, mein Kind im Sommer hier behalten, damit mein Kind sowie die Vater-Kind-Beziehung schützen, denn ohne eine weitere Traumatisierung wäre es wahrscheinlicher, dass mein Kind in einigen Jahren vielleicht doch wieder Kontakt zu seinem Vater will. -> Dann wird mir unterstellt, ich hätte egoistisch gegen das kindliche Wohl und gegen die Vater-Kind-Beziehung gehandelt. Ich werde abgestraft, wenn ich mich für das Wohl meines Kindes (und im übrigen auch für das Wohl der Vater-Kind-Beziehung) einsetze.

(20) 19.02.14 - 14:09

Hi, auch wir haben eine schwere Zeit hinter uns mit dem Vater meiner Tochter und endlich nach fast 3 Jahren wird es gut. Gerne erzähle ich dir per pn davon. Nun was sagt das Jugendamt zu diesem Theater. Dein Kind hat nun auch schon Mitbestimmungsrechte. Zumindest war es bei uns so, da wurde das Alter nicht so genau genommen, sondern das was ihr gut tut. Im Endeffekt ist ja gut, dass er so ein Zirkus macht, da das Jugendamt damit erkennt wo es herrührt und das ist nun mal nicht im sinne des Kindes. ich würde ihm immer wieder mitteilen, dass dieses Theater sich neg. auf seine Vater- Kindbeziehung auswirkt. Irgendwann kommt es vielleicht an. Bei uns waren es fast drei Jahre!!! I

  • (21) 19.02.14 - 14:31

    Ja, ich hoffe darauf, dass er mit seinen beinahe 11 Jahren gehört wird. Es ist ja wirklich nicht mehr weit bis zum magischen 12. Geburtstag, wo fast gesichert ist, dass er dann selbst entscheiden kann. Es wäre unvernünftig zu sagen, erst ab dem 12. Geburtstag darf er selbst entscheiden, kurz davor aber sei seine Meinung irrelevant.

    Das liebe Jugendamt. Jaja. Da sitzt ein Mann, der sich mit dem Vater verbündet hat. Ich kann ihm erzählen, was ich will. Werde ständig angegriffen ich würde mein Kind aufhetzen. Seine Logik: das Kind lebt bei mir, also beeinflusse ich es. Wenn das Kind nicht zum Vater will, bin ich daran schuld. Der Vater ist als Trennungsvater von vorne herein armes Opfer. Ob der Vater eine Schuld am Wunsch des Kindes hat, wird von vorne herein gar nicht untersucht bzw. grundsätzlich ausgeschlossen.

    (22) 19.02.14 - 16:20

    Hallo, also das hört sich alles nicht gut an. Und selbst, wenn es ein Handy hätte, wo hätte das Kind es denn die ganzen vier Wochen verstecken sollen? Und dann noch die Telefonate - selbst reißt er dem Kind nach ein paar Minuten den Hörer aus der Hand und dann beschwert er sich beim Jugendamt, dass die Mutter ihm das Telefongespräch mit dem Kind verbietet????

    Und da kann man rein gar nichts machen? Wenn der Vater zum Jugendamt wegen (erfunden oder nicht) bestimmten Sachen rennt, dann doch hoffentlich auch die Mutter! Ist die Glaubwürdigkeit des Vaters so verdammt hoch, dass er diesen Terror ausüben darf?

    Wenn es gar nicht anders geht, dann ist es tatsächlich mW besser, dem Kind gut zuzureden und ihm verstehen zu geben, dass das was zwischen Mama und Papa läuft rein gar nichts mit ihm zu tun hat. Egal was Papa sagt, die Mama hat es trotzdem lieb.

    Und schon vior oder innerhalb dieser 4 Wochen würde ich einen Anwalt zurate ziehen (sorry, falls das schon aufgekommen und ich es überlesen haben sollte).

(23) 20.02.14 - 17:24

Ich würde mich da einfach mal beim Jugendamt schlau machen, ob das überhaupt rechtens ist, das der Vater dich mit deinem Kind nur ne halbe Stunde dann telefonieren lässt und du das Kind dazu animieren sollst mit dem Vater 1,5 h zu telefonieren. Und außerdem kannst du dein Kind auch nicht dazu zwingen zu seinem Vater zu wollen. Wenn es das wollen würde, würde er auch fahren. Schließlich war er ja auch schon mal da.

  • Da braucht sie kein JA, die Antworten von da sind in der Regel eh sehr zweifelhaft.

    Wenn das Urteil 1.5h Telefonzeit festlegt, dann hat die KM das Kind auch dahin gehend positiv zu beeinflussen.

    "Und außerdem kannst du dein Kind auch nicht dazu zwingen zu seinem Vater zu wollen. Wenn es das wollen würde, würde er auch fahren. Schließlich war er ja auch schon mal da."

    So, nun ersetzte "Vater" durch "Schule".
    Gilt das dann immer noch? Wenn nein, warum nicht?

    (25) 20.02.14 - 23:07

    Kleine Korrektur: der Vater lässt das Kind mit der Mutter nur wenige Minuten telefonieren, wärend er selbst klagt, dass "nur" eine halbe Stunde viel zu wenig für ihn sei. Er fordert für sich 1,5 h.

    Das Jugendamt sagt, das Kind braucht nicht länger zu telefonieren, als es möchte. Der Vater behauptet grundlos, die Mutter/ich würde die Telefonate abbrechen. Habe ich aber noch nie getan.

    Inzwischen nimmt das Jugendamt diese Beschwerden des Vaters nicht mehr richtig ernst.

    Das Jugendamt hat inzwischen rückgemeldet, dass das Kind in seinem Alter nicht gegen seinen Willen gezwungen werden darf, den Vater zu besuchen.

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