Erste richtige Schritte bei Trennung mit Kind

    • (1) 21.12.14 - 10:56

      Hallo.
      Da es nicht um mich persönlich geht, versuche ist das so anonym wie nur möglich zu halten.

      ER und SIE verstehen sich schon länger nicht gut.
      Jetzt steht fest, dass sie sich trennen wollen. Um ein bisschen Freiraum zu lassen ist ER mit dem Kind zu seiner Familie gefahren, die ein paar hundert Kilometer entfernt wohnt. Das war mit IHR abgesprochen, SIE hat sogar das Köfferchen für den Kleinen gepackt.

      Nun hat SIE einen kleinen "Anfall" bekommen und ist die halbe Nacht durchgefahren um heute früh den Kleinen abzuholen.
      Da ER dem Kleinen den Stress und den Streit ersparen wollte, hat er ihn aufgeweckt, abgezogen und mitgegeben.

      Dass der Plan war, den Kleinen da nicht mit reinzuziehen scheint SIE vergessen zu haben. Leider! Denn er wollte absolut nicht mit.

      SIE möchte IHM jetzt verbieten in das gemeinsame Haus zurückzukommen und auch den Kleinen zu sehen. Beides wird sie nicht dürfen, da sie das gemeinsame Sorgerecht haben und das Haus gemeinsam besitzen.

      Wie soll ER weiter voran gehen?
      Sofort Morgen beim zuständigen Jugendamt anrufen und sich beraten lassen?
      Soll ER gleich ausziehen oder kann sich das im Falle vor dem Gericht negativ auswirken?

      Alles, was er jetzt macht muss genau durchdacht sein, dass es nicht nach hinten losgeht.

      ER will nur, dass der Kleine rausgehalten wird.. das scheint nicht zu funktionieren, aber SIE dreht momentan durch und ER muss sich absichern.

      Was soll ER tun?

      Liebe Grüße

      • Hi,

        ich finde, dass es wichtig ist, zu akzeptieren, dass man in einer emotionalen Stresssituation, wie einer Trennung, vollkommen hirnrissig reagiert. Das gilt für alle Beteiligten. Es gibt keine sauberen Trennungen. Allen Beteiligten ist der Boden, die Sicherheit und das Vertrauen verloren gegangen. Nichts ist mehr wie es war und niemand weiß mehr, wie es wird. Am ehesten hilft es, sich das einzugestehen, darüber zu reden und einander zumindest das Recht einzuräumen, Kurzschlussreaktionen zu leben.
        Viele Grüße,

        die Landmaus

        • "...einander zumindest das Recht einzuräumen, Kurzschlussreaktionen zu leben."

          Was soll denn das bedeuteten?

          Zur TE:

          Was bleibt Ihm denn anderes übrig als sofort JA und Anwalt aufzusuchen. Seine Frau scheint sich ja nicht mehr an Abmachungen zu halten und ist scheinbar momentan nicht in der Lage rational zu handeln, so dass ein einfaches Reden keine verlässlichen Ergebnisse bringen kann. Also muss von außen Verlässlichkeit geschaffen werden.

          • Das man mit sich und dem anderen nachsichtig ist und einander Zeit gibt, um Verständnis und gute Lösungen zu finden.

            Deine Vorschläge führen nahezu zwangsläufig in den Rosenkrieg. Der Weg sieht am Anfang einfacher und sicherer aus, macht es aber für alle Beteiligten schwieriger und schmerzhafter.

      Jugendamt und durchs JA profamilia o.Ä einschalten, ohne juristischen Weg erstmal über die Beratungsmöglichkeiten nach Lösungen suchen.

      Profamilia ( meist vom JA beauftragt ) ermöglicht Slichtungsgespräche, arbeiten mit den Eltern Umgangszeiten etc aus.
      Wenn das scheitert, Anwalt.

      Ich denke, wegen des gemeinsamen Hauses muss eh ein Anwalt eingeschaltet werden.

      ER soll sich nur nicht erschrecken und einschüchtern lassen, SIE hat nunmal nicht das alleinige Sagen beim Kind. ER soll "Tagebuch" führen, wann, wo und wie er das Kind sehen durfte, usw.

      Ich ( eine Sie ) habe das alles durch, habe nur IHM keine Steine in den Weg gelegt. Wir haben gemeinsam den ganzen Kampf gefochten und haben es fürs Kind prima gemeistert. Ich bin der Ansicht, obwohl ich jetzt nicht weiß, wie deine BEkannte das alles darstellen würde, dass ohne Hilfe ER und SIE sich nicht einigen werden.

      VG

      In solchen Situationen gibt es immer zwei Sichtweisen und sehr viel verletzte Gefühle.
      Er sollte in dem Fall das Jugendamt aufsuchen und sich (sicher ist sicher) einen Anwalt besorgen.

      Vielleicht hat sie gesagt, sie möchte die Kinder nicht mit reinziehen, aber in solch einer Situation handeln die Wenigsten rational.

      Außerdem sollte er wenn sie sicher nicht zu Hause ist seine wichtigsten Dinge aus dem Haus holen (Wertsachen, Papiere, Erbstücke etc. Also Dinge, die für ihn nicht oder nur schwer neu zu beschaffen sind).

      lg

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