ex fordert meine Gehaltsnachweis damit er den Unterhalt selbst berechnen kann

    • (1) 08.02.15 - 09:22

      Er möchte das so, hab auch ein Schreiben seiner Anwältin bekommen. Obwohl ich ihm gesagt habe das das Jugendamt das errechnet und die Unterlagen dort auch schon liegen Habe ihm auch jeden Monat unterhalten überwiesen. Das kam aber im Schreiben der Anwältin nicht vor. Darf mein ex das? Und was ist mit Datenschutz?

      • Wann hat denn das Jugendamt den Unterhalt berechnet?

        • Letztes Jahr. Da hat er Unterhalts Vorschuss bekommen und ich habe einen Teil bzw meinen Anteil ans Jugendamt überwiesen. Nun ist er.verheiratet und der Unterhaltvorschuss entfällt
          habe ihm die Summe überwiesen wie dem Jugendamt vorher

      (4) 08.02.15 - 13:10

      Hi,

      Dein Ex als Vertreter des Kindes hat alle 2 Jahre das Recht auf vollständige Auskunft. Wenn die letzte Auskunft so lange her ist, musst du ihm Auskunft erteilen. Ist das noch nicht so lange her und die Unterlagen der letzten Auskunft liegen beim Jugendamt, dann soll seine Anwältin die Unterlagen dort anfordern.

      Datenschutz in soweit gibt es da nicht, denn das Auskunftsrecht besteht gem. Paragraf 1605 (2) BGB.

      LG

      • (5) 08.02.15 - 13:24

        Die Frage ist ob ich ihm die Unterlagen in die Hand geben muss? Das geht ihn nix an und berechnen darf er das auch nicht so einfach.dafür ist das Jugendamt da..... Wo sich die Unterlagen gerade befinden.

        • Das ist relativ einfach. Derzeit kannst du dich hinter der 2-Jahres-Klausel verstecken. Aber eben bald nicht mehr.

          Natürlich kannst du den Unterhalt titulieren lassen, wo du willst. Du unterschreibst das ja auch. Aber dein Ex kann dich jederzeit vor Gericht bringen. Und dort erfährt er deinen Verdienst auf alle Fälle. Also besser ist es, wenn ihr euch einigt. Du kannst SEINE Anwältin ablehnen, aber dann schlage eine Alternative vor, die ihm zusagt.

          • Habe ich ja. Sagte ihm das.Jugendamt wird.das berechnen.

            • Ähm...so funktioniert aber keine Einigung. Offenbar ist er ja mit dem Vorschlag "Jugendamt" nicht einverstanden. Und ganz ehrlich...das Jugendamt verrechnet sich sehr oft.

              • Warum soll er das ausrechnen wenn es.dafür Stellen gibt. Der kann ja auch rechnen was er will Wer prüft das? Also ist das dich eine Lösung. Wir sind getrennt mein verdienst geht ihn nix an sowie mich seiner nix.angeht.

                • "Warum soll er das ausrechnen wenn es.dafür Stellen gibt."
                  Die einzige verbindliche "Stelle" die es dafür gibt ist das Familiengericht. Irgend eine Berechnung vom Jugendamt hat genau soviel Verbindlichkeit als hätte sie dein Friseur gemacht - und ist leider auch häufig genau so falsch.

                  "Wir sind getrennt mein verdienst geht ihn nix an "
                  Tja, das ist eben der Irrtum. Der einzige Weg dein Einkommen geheim zu halte wäre, wenn du einfach den Betrag den er fordert bezahlst. Ansonsten braucht er natürlich die Berechnungsgrundlage für den KU.

                  (11) 08.02.15 - 20:02

                  Du irrst dich da ganz klar. Ihr seid getrennt. Du hast recht, dein Verdienst geht ihn nix an. Aber Unterhalt fordern tut dein Kind. Dein Kind ist berechtigt das zu fordern. Aufgrund der Minderjährigkeit, ist er der gesetzliche Vertreter in Sachen Unterhalt und ist berechtigt, im Namen des Kindes den Unterhalt einzufordern und eben alle 2 Jahre neu berechnen zu lassen. Dafür musst du nicht ihm direkt deine Nachweise geben, aber doch einer Stelle, die er akzeptiert....das JA akzeptiert er nicht (kann ich verstehen, die verrechnen sich oft - eigentlich zu Ungunsten des Unterhltszahlers). Und vergiss nicht, ihm bleibt immer der Gang zum Familiengericht - dort legst du definitiv deine Daten offen.

        "Das geht ihn nix an und berechnen darf er das auch nicht so einfach
        Aber natürlich darf er das - und muss es sogar. JEDER darf sich in unserem Rechtssystem selber ein Bild davon machen wie hoch denn seine Ansprüche sind,

        ".dafür ist das Jugendamt da..... " Jetzt eher nicht ... sonst hieß es ja "Unterhaltsberechnungsamt".

        (13) 08.02.15 - 19:02

        Ja, musst Du. Er kann wählen, ob er die Beistandschaft / Berechnung des Jugendamts in Anspruch nimmt oder nicht. Das ist kein Pflichtprogramm.

        Er kann es auch einen Anwalt berechnen lassen. Oder eben allein.

        Du hast keine Chance, wenn Du Deine Gehaltsnachweise geheim halten willst. Dann kommt er mit Stufenklage: Erst Auskunft, dann Unterhalt entsprechend der vollständigen Auskunft.

        Den Kampf verlierst Du (berechtigterweise).

        LG

        • Er kann ausrechnen, was sie zahlt? Das kann ich so nicht ganz glauben. Und dran halten muss sie sich auch nicht. Am besten, es wird vom Anwalt berechnet und gut ist. Dann ist man auf der sicheren Seite. Denn er kann ja nicht wissen, was alles abgezogen werden kann.

          • Nö, halten muss man sich nur an das, was man selbst tituliert hat oder ein Gericht berechnet hat.

            Anwälte berechnen oft den größten Sch*** und sind überhaupt nicht verbindlich. Oder auch das Jugendamt. Nicht immer so "obrigkeitsgläubig" sein ;-)

            Natürlich ist auch nicht verbindlich, was der Ex rechnet. Aber er hat nun mal das Recht, die Einkunftsnachweise zu fordern, selbst zu rechnen, eine Forderung zu stellen und diese notfalls gerichtlich zu erstreiten.

            LG

            • Wir hatten mit Anwalt nur gute Erfahrung;-)
              An ihrer Stelle würde ich es auch über einen Anwalt klären

              • Nun,

                leider liegt es aber in der Natur der Sache das ein Anwalt seinen Mandanten vertritt - und nicht die Gegenseite. Somit wird eine Berechnung beim Anwalt immer zum Vorteil dessen sein, der diesen bezahlt.

                • Die Tochter meines Mannes meinte auch, ihr Anwalt würde mehr rausholen. Hat sich für sie nicht gelohnt. Sie bekommt das Minimum, was ab 18 geht. Hat auch gemeint, toll, die haben ein Haus, 2 Autos etc und wir leben mit Wohngeld. Da muss doch mehr zu holen sein.
                  Nun, dem ist nicht so. Das muss sie nun auch einsehen.

                  • Nun,

                    ob am Ende wirklich mehr raus kommt ist in der Tat eine völlig andere Frage.
                    Es hat allerdings jeder UH-Empfänger das Recht sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen.

                    • Ich glaube aber nicht das er es selbst berechnen darf. Seine Anwältin kann gerne die Unterlagen von mit fordern und sie kann rechnen. Aber nicht er

                      • Was du glaubst ist dein Problem.
                        Du kannst dir natürlich auch gerne kostenpflichtig vom Gericht mitteilen lassen das deinem Ex die Unterlagen bereitzustellen sind.
                        Das praktische ist: Nachdem er dich scheinbar unstrittig und nachweislich aufgefordert hat zahlst du alle entstehenden Kosten - inclusive seiner Anwaltskosten.

                        Ein Anwalt hat auch nicht mehr Rechte als der UH-Berechtigte selber (Mal von Gerichtsanträgen abgesehen). Er ist zunächst mal nichts weiter als ein Mietmaul.

                        • ... was ich noch vergessen habe:
                          Damit ein solches Verfahren für den Auskunftsverweigerer auch wirklich nachdrücklich in Erinnerung bleibt gibt es für den Fall natürlich auch keine VKH - da schon vorab eindeutig zu erkennen ist das der Kläger im Recht ist.

                (23) 09.02.15 - 22:34

                Das stimmt nicht. Fakten sind Fakten. Auch der eigene Anwalt muss mit den realen Zahlen rechnen und kann nichts unterschlagen .

                • (24) 11.02.15 - 08:42

                  Tja - du hast mit dem Thema wirklich noch nicht viel zu tun gehabt, das merkt man.
                  Im Familien- und Unterhaltsrecht gibt es - wie vor Gericht eigentlich immer - eben grade nix mit "Fakten sind Fakten".

                  Es gibt beim UH etliche "Fakten" über die man lange und trefflich streiten kann.
                  Selbst die OLG's sind sich da ja nicht einig - und jedes gibt seine eigenen Richtlinien raus, da eben die Meinung wie denn jetzt die "Fakten" - und wie diese zu bewerten - sind sehr unterschiedlich sind.

                  Auch kann man als Anwalt gerne mal unvorteilhafte "Fakten" vergessen (was auch Jugendämter bei den Berechnungen gerne machen".

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