Mein Mann verbietet mir meine Familie

    • (1) 25.07.15 - 12:08

      Ich habe mich von meinem Mann getrennt, bin zu meiner Familie gezogen und bin im neunten Monat schwanger. Ich liebe ihn wirklich, und bin an sich/war sehr glücklich mit ihm. aber er kontrollierte mich arg und verbot mir auch meine Familie zu kontaktieren. Weder Telefonisch noch richtig. Er sagt aus Angst, dass sie uns trennen und einen schlechten Einfluss auf unser Kind hätten. Wir sind gläubige Christen und sie nicht. Das machte mich kaputt denn ich habe nur eine kleine Familie und immer einen engen Kontakt. Die können uns auch nicht auseinander bringen. Ich bin alt genug selbst zu entscheiden. Ich habe viel für ihn aufgegeben, aber das schaffte ich nicht, ohne meine Familie zu leben. Gerade wo ich schwanger bin möchte ich das doch teilen. Er hat kein Verständnis für meine Gefühle, sagt so eine Frau will er nicht. 90% ist er sehr lieb und fürsorglich und wir teilen viele Interessen. Doch bei kleinsten Streitereien wird er sehr verletzend, beschimpft mich krass, zb als Schlampe oder Ratte (ich gehe nicht fremd oder ähnliches) und hat plötzlich ganz andere Meinungen zu wichtigen Entscheidungen in unserem Leben. Dann zweifel ich an seinem Christsein. Wenn ich weine hackt er noch mehr auf mir rum. Dann zeigt er kein Mitgefühl. Das macht mich echt fertig. Nach dem Streit sagt er, war nichts so gemeint und dass er mich sehr liebt und Angst hat mich zu verlieren. Ich überlegte schon ob er vielleicht narzistisch ist oder eine schwache Form von Borderline hat. Im Moment reden wir kaum miteinander, nur amtliche Angelegenheiten per SMS. Seit Mai bin ich weg und anfangs beschimpfte er mich wieder nur aufs extremste. Er sieht sich nur als Opfer, also was ich ihm angetan hätte Katze und Kind von ihm wegzunehmen. Im Moment ist er still, in 10 Tagen soll ich entbinden. Ich bin sehr traurig da er nicht dabei sein wird, er lebt in Bayern und ich nun in Brandenburg.

      Gibt es eine Lösung oder verrenne ich mich da?
      Ich weiß nicht was ich tun kann.

      • (2) 25.07.15 - 12:12

        Blut ist dicker als Wasser..

        Hallo.

        Bleib, wo Du bist ... und richte Dir Dein Leben mit Kind und Deiner Familie neu ein.

        So einen Psychoterror braucht kein Mensch ... und selbst wenn er zu "90%" lieb und fürsorglich ist ... wahrscheinlich nur, so lange Du in seinem funktionierst.

        Diese Ausraster und Beschimpfungen sind untragbar.

        Und auch gläubige Christen können eklige Despoten sein ... mein katholischer streng gläubiger und konservativer Religionslehrer hat bekanntermaßen Frau und Kinder schwer verprügelt.

        LG

        • Danke für eure Meinungen!

          Vermutlich ist es so wie du sagst Rebekka,

          und es hat wohl auch wenig mit echter Liebe zu tun.
          Er hat auch einfach kein besonders großes Selbstwertgefühl.
          Ich bleibe wo ich bin.

          Bin halt jemand der das Gute im anderen sehen will und an unsere große Liebe glaubte.
          Nur ob das so sehr auf Gegenseitigkeit beruht bezweifle ich mittlerweile.
          Und wenn da Liebe von seiner Seite ist, hat er wohl gar keine Ahnung wie man mit seinem Partner umgeht.

      Das ist mir ja ein toller Christ...

      Hallo,

      ich bin in einem Haushalt groß geworden, wo es zu solchen Streitereien kam. Es hat sich mit den Jahren gesteigert und seit ich etwa 6/7 war, ist mein Vater auch zu mir ausfällig geworden.

      Ich glaube, dass deine Entscheidung ganz richtig ist und du dir und deinen Kindern da einen großen Gefallen tust.

      VG
      B.

    • Hallo Soline

      Ich habe eben deinen Beitrag gelesen und war ziemlich traurig. Ich bin selber Christ und auch in einer bekennenden christlichen Familie aufgewachsen. Ich wünsch dir wirklich alles gute, auch für die Entbindung. Und klar ist es schade das der Vater nicht dabei sein kann/wird. Aber er scheint wirklich gravierende Probleme mit sich zu haben, was nicht böse gemeint ist!! Aber er sollte sich wirklich Hilfe suchen denn er wird immer doch der Vater eures Kindes bleiben!! Und so wie er sich benimmt, wird das auf garantie mehr als kompliziert! Gut das du bleibst wo du gerade bist, das wird dir gut tun!

      Ich denk an dich und drück dir die daumen für die Zukunft!!

      LG
      Tine

      Sei froh, dass du ihn los bist. Mal im ernst, wie soll es weitergehen, wenn ihr zusammen bleibt und das Kind auf der Welt ist?

      Willst du, dass er dich dann weiterhin, auch vor dem Kind, so behandelt?

      (9) 27.07.15 - 19:50

      "90% ist er sehr lieb und fürsorglich und wir teilen viele Interessen."

      Falsch.

      Er ist zu 100% demütigend und cholerisch, wenn du das tust, was du für richtig hältst.

      Willst du dich ihm also in Zukunft komplett unterwerfen? Willst du das deinen Kindern vorleben?

      Vom "Christ sein" hat dein Mann zudem nicht viel verstanden.

      Kennt er vielleicht das 4. Gebot? Du sollst Vater und Mutter ehren...? Wie kann er dir den Kontakt zu deinen Eltern verbieten? Wo steht das denn in der Bibel, dass man keinen Kontakt zu nicht-Gläubigen Menschen halten darf? Kennt er überhaupt das neue Testament? Wem wendet sich Jesus denn zu? Wohl eher nicht den Pharisäern, der "geistlichen Elite" seiner Zeit!

      Kennt er die goldene Regel?

      Trotzdem darfst du deinen Mann auch weiterhin lieben. Nur ein Zusammenleben unter einem Dach würde für mich nie in Frage kommen.

      WAs du also tun kannst?

      Dich weiterhin so fern wie möglich von jemandem halten, der nicht an dir als eigenständiger Persönlichkeit, geschweige denn an deiner Entwicklung interessiert ist. Bleib bei den Menschen, die vielleicht keine Christen, dafür aber mit gesundem Menschenverstand und Herz ausgestattet sind.

      Grüße
      Matea

      Und ob es da eine Lösung gibt.

      Bei deiner Familie bist du schon, damit hast du hoffentlich auch Unterstützung für dein Kind und dich. Das ist sehr viel mehr als viele alleinerziehende Mütter haben.

      Insbesondere evangelikale und/oder freikirchliche Christen teilen die Welt manchmal in Christen und Nichtchristen ein. Das mag man für etwas naiv oder für angemessen halten es ist aber kein Grund Kontakte zu Familienmitgliedern abzubrechen oder einem Kind die Großeltern zu nehmen.

      Als praktizierende Christin - und besonders als Freikirchlerin - lernst du über eine Gemeinde hoffentlich auch bald neue Freunde kennen. Da gibt es zumindest hier oft auch Krabbelgruppen und vieles mehr.

      Es mag oder auch nicht sein, dass dein Mann eine Störung hat. Das gibt ihm nicht das Recht dich als "Ratte" oder "Schlampe" zu titulieren oder von dir zu verlangen den Kontakt zu deiner Familie abzubrechen. Das ist nicht deine Baustelle, du hast im Moment genug damit zu tun für dich und dein Kind etwas Neues aufzubauen.

      Ich wünsch dir dabei viel Segen.

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