Wie gehts weiter? Trennung nach 17 Jahren

    • (1) 18.02.16 - 16:36

      Hallo zusammen,

      lange Zeit war ich stille Leserin in diesem Forum, nun ist es bei mir soweit und die Trennung ist unabwendbar.

      Es ist viel Vorgefallen in den letzten Jahren. Ich habe viele Fehler gemacht, er hat mich lange Zeit sehr unterbuttert. Eins ging ins nächste über und jetzt ist es einfach so.

      Ich werde aus dem gemeinsam gebauten Haus (ist aber seins) ausziehen. Wir haben zwei Kinder (10 und 7 Jahre). Beide wissen bereits bescheid. Unser Sohn (10) will bei seinem Papa bleiben, die kleine geht mit mir.

      Nun ist es aber so das ich nur einen Halbtagsjob habe und somit am Anfang (und ich betone am Anfang) leider Unterstützung vom Staat erhalten muss. Mein großes Ziel ist es auf eigenen Beinen zu stehen und mir noch mind. einen zweiten Job zu suchen um genug Gelb zu haben um mich und meine Tochter einigermaßen über die Runden zu bekommen.

      Jetzt die Frage an euch die ihren Lebensunterhalt allein bestreiten. Wie macht ihr das? Arbeitet ihr alle Vollzeit? Habt ihr 2. Jobs?

      Vollzeit arbeiten ist für mich eigentlich unmöglich, denn in meinem Job der Zahnarzthelferin sind die Arbeitszeiten einfach nicht mit den Hortzeiten zu vereinbaren. Oma haben wir leider nur noch die Mutter meines Nochmannes.

      Ich will so schnell wie möglich auf eigenen Beinen stehen.

      Danke schonmal für eure Antworten.

      liebe Grüße
      Maximama

              • sie bekommt trennungsunterhalt von ihrem mann, dann wird sie zahlungsfähig sein.

                v

                • Ah ok,
                  du weisst nicht wie eine UH-Berechnung funktionier - kann ja mal passieren.

                  Eben SO gerade nicht, denn diese Vorgehensweise würde endlose Rekursionen bedeuten.

                  ZUERST ist immer der KU dran. Es wird also berechnet wer wieviel KU zahlen muss/kann.

                  In einer solchen Konstellation, bei der bei jedem der Elternteile ein Kind wohnt, wird also aus dem eigenen Einkommen des jeweils UH-Pflichtigen der KU berechnet.
                  Ist einer der beiden nicht in der Lage den MU zu zahlen, so wird der fehlende Betrag dem anderen Elternteil zugerechnet. Entsprechend verringert sich das verfügbare Einkommen für TU/BU.

      Ich denke der erste Schritt wäre mit deinem Arbeitgeber zu sprechen. Welche Arbeitszeiten sind möglich? Könntest du dort auch andere Aufgaben annehmen (sowas wie Labor, keine Ahnung). Gibt es andere Job Möglichkeiten?

      Ich arbeite voll, seitdem meine Tochter auf die weiterführende Schule gewechselt hat, kann allerdings meine Arbeitszeiten sehr flexibel gestalten. Davor habe ich 85 % gearbeitet, das war Luxus pur, was die Zeit angeht.

      Ansonsten, wie schon gesagt, dein Mann ist dir gegenüber Unterhaltspflichtig. Auch der Unterhalt für eure Tochter und der für euren Sohn müssen ausgerechnet werden, du wirst mehr bekommen, als du zahlen muss. Erst wenn das nicht reicht, kannst du stattliche Hilfe in Anspruch nehmen.

      LG

      K

      • Als Zahnarzthelferin hat man so gut wie keine Möglichkeit, was an den Arbeitszeiten zu ändern.

        Du arbeitest, wenn der Zahnarzt arbeitet bzw. die Patienten da sind, d.h. von morgens 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Ist jetzt nur EIN Beispiel wie es aussehen kann. In einer Praxis mit nur einem Zahnarzt IST das so. In Gemeinschaftspraxen, mit 2 oder mehr Zahnärzten, dann sind logischerweise auch mehr Helferinnen angestellt, könnte man schon eher sehen, ob man an den Arbeitszeiten was machen kann.

        Und, in diesem Job hast du NIE pünktlich MIttag oder Feierabend. Kannst ja nicht mitten in der Wurzelbehandlung aufhören und zum Patienten sagen, so, 12.00 Uhr, ich mach jetzt Mittag.

        An diesem Job ist das Beschissene auch die lange Mittagspause von 2 Stunden.

    Dein mann ist zuerst euren Kindern zu Unterhalt verpflichtet, und falls dann noch was über bleibt auch dir.
    Auf den Unterhalt für dich könntest du zwar verzichten, allerdings wird der bei sozialen Leistungen von Vater Staat trotzdem angerechnet, du kriegst also weniger oder gar kein Geld (und das wirst du dir vermutlich nicht leisten können).

    Auch du bist übrigens deinen Kindern zu Unterhalt verpflichtet, deinem Sohn dann in bar (auch wenn da im Moment aufgrund deines geringen Verdienstes wenig bis nix rauskommt).

    Ich arbeite übrigens Vollzeit.

    LG

    (14) 18.02.16 - 21:03

    Ich bin jetzt nicht ganz in deiner Situation, aber da wir unseren Sohn 50/50 betreuen, habe ich eine entsprechende Wohnung und bekomme keinen Unterhalt weder fürs Kind noch für mich.
    Ich arbeite noch 92%, werde aber bald wieder voll arbeiten. Sohnemann ist zwei.

    Wenn ihr die Kinder tatsächlich trennt, werdet ihr ja sicher dafür Sorge tragen, dass die beiden sich oft sehen. Kann man das nicht so verbinden, dass die Kinder eben am Nachmittag gemeinsam betreut werden? Ich muss ja sagen, dass meine Zahnärzte nicht so toll aufhaben, dass es nicht mit dem Hort klappen würde, aber es gibt ja Unterschiede.
    Wenn du also mal länger arbeiten musst, kann deine Tochter vielleicht zum Papa/ zur Oma zusammen mit dem Bruder.
    Das wäre meine Idee.
    Ansonsten kann man natürlich schauen, ob man einen 450€ Job dazu nimmt. Ich hatte das mal überlegt, aber das wäre bei mir nicht gegangen.

    Alles Gute!

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