Trennung vom Kindsvater

    • (1) 11.08.16 - 19:59

      Hallo Ihr lieben; ich bin neu hier und muss nun einfach mal meine Gedanken nieder schreiben und hoffe auf rat wie es weiter gehen soll

      Ich habe eine kleine Tochter, sie wird nächsten Monat ein Jahr alt und bis vor vier Tagen hatten wir auch noch einen Papa dazu.
      Leider sind wir nun an dem Punkt gekommen wo wir feststellen mussten das wir so nicht weiter leben können. Er meinte ihm sei alles egal geworden und er weiss nicht ob sich das nochmal ändert.

      daraufhin haben wir am montag unsere Sachen gepackt und sind ausgezogen.

      Wie verstehen uns noch sehr gut und als ich heute bei ihm war um genau zu klären wie es nun weiter gehen soll musste ich ihn ganz fest in den arm nehmen und er hat mich auch umarmt und gefragt was denn nun los ist....
      er war glaub ich verwundert über so viel nähe, denn das ist auch ein grund mitgewesen warum wir uns getrennt haben, denn die gab es schon lange nicht mehr.
      Er hilft mir nun dabei das wir eine Wohnung bekommen und unterstützt mich auch finanziell.

      Was meint ihr wie soll ich jetzt weiter vorgehen, ich möchte uns nicht aufgeben aber ich habe im Moment keine andere Wahl.
      er ist nicht bereit dazu sich zu ändern bzw noch weiter kraft in unsere Beziehung zu stecken. klar zerreißt es ihm das Herz wegen unserer Tochter aber das darf nicht der Grund sein diese Beziehung weiter zu führen. Das schlimme an der ganzen Sache ist auch das wir jetzt gerade mal vor zwei Monaten ein Haus gekauft haben und dort eigentlich glücklich werden wollten.

      Ich muss dazu sagen das keiner von uns beiden fremd gegangen ist oder wir und beschimpft oder geschlagen haben. Wir haben uns einfach voneinander entfernt und es nicht geschafft miteinander zu reden oder unsere fehler einzusehen.

      Meint ihr wir haben noch eine Chance?
      Was kann ich jetzt weiter tun um in ihm vielleicht wieder Gefühle zu erwecken, denn ich denke nicht das sie ganz verschwunden sind.

      Über jede Antwort bin ich sehr Dankbar

      Liebe Grüsse

      • Oje, das klingt sehr traurig...

        Ganz ehrlich, das erste Jahr mit Kind ist eine Herausforderung und "Probe" für eine Beziehung, ein Hauskauf (was ja eigentlich auch immer mit Ideen, Kompromissen und Arbeit verbunden ist) für sich auch. Beides in einem Jahr? Das ist fast too much...

        Da kann man sich als Paar schon mal verlieren - oder zumindest vorübergehend aus dem Augen verlieren.

        Hat er plötzlich kalte Füße bekommen? Ich schätze mal, dass er im Moment der Alleinverdiener - hat er Angst vor der Verantwortung bekommen?

        Machen kannst du nicht viel. Ich würde erstmal ausziehen und warten, was die Zeit bringt. Auch wenn's schwer ist.

        Alles Gute!

        • Danke für deine Antwort :)

          Wie meinst du kalte Füße bekommen?
          Es ändert sich ja nichts. Er behält das Haus und es läuft eigentlich alles so weiter.

          Ich denke nicht das ihm alles zu viel wird. Er ist an sich ein sehr entspannter Mensch! Ihm war unsere Tochter auch nie zu viel. Hat viel mit ihr unternommen und sich gekümmert.

          Ich war dann immer die jenige die so überempfindlich war.

      Ein Kind bringt Veränderungen und ich denke, bei euch war das auch so. Dein Kind ist noch recht klein und das letzte Jahr war für jeden sicherlich extrem und eine neue Erfahrung.

      Es ist die Frage, ob er dazu bereit ist, mal eine Eheberatung einzugehen. Das würde ich persönlich schon probieren, da der Karren anscheinend noch nicht so sehr in den Dreck gefahren ist.....

      Vielleicht habt ihr auch einfach mal die Chance, dass ihr beide mal alleine ein paar Tage wegfahrt und das Kind bei einer Oma oder Freunden unterkommen kann.

      Ihr müsst wieder zu euch finden, ansonsten kannst du es vergessen.

      Wenn er dazu nicht bereit ist, dann musst du zu einem Anwalt gehen und deine nächsten Schritte besprechen. Schon allein des Unterhalts wegen, dass alles in geregelten Bahnen läuft.

      Der Anwalt würde dann auch, sofern ihr verheiratet sein, offiziell das Trennungsjahr einläuten. Das soll ja auch oft helfen, sich darüber klar zu werden, will ich eine Scheidung ja oder nein.

      Viel Erfolg

      • Hallo :)
        Wir waren nicht verheiratet.

        Das mit dem ein paar Tage irgendwo hin fahren ist leider nicht so einfach. Unsere Omas und Opas sind alle arbeiten, er bekommt keinen Urlaub mehr und finanziell ist es mit dem Haus nun auch nicht so einfach.

        Leider haben wir das beide sehr vernachlässigt. Wir haben in dem ganzen Jahr nicht ein mal Zeit für uns gehabt bzw Sie uns genommen. Ich bin immer früh ins Bett und hab mich auch abends nicht mehr zu ihm gesetzt, den Tag vielleicht auswerten oder einfach mal kurz etwas kuscheln. Ich habe dann gesagt ich gehe ins Bett und habe da dann meistens aber noch lange mit'n Handy gespielt.

        Wenn ich mir vieles durch den Kopf gehen lassen kommt es auf jedenfall von mir. Ich habe ihn immer abgeweisen. Ich hatte aber auch keine Luft mehr.

        Unsere Tochter hat den ganzen Tag von mir die Aufmerksamkeit bekommen und nebenbei dann noch alles sauber und schick halten hat mich k.o gemacht. Ich konnte ihm keine Liebe mehr geben.

        Ich hab mich aber auch oft selbst unter Druck gesetzt anstatt es einfach mal alles etwas gelassener zu sehen. Er ist ein sehr entspannter Mensch und sieht das Leben sehr leicht, macht sich nicht viele Gedanken.

        • Hallo,

          ich finde es schade, dass ihr euch trennt.

          Wie ich deinen Postings entnehme, ist doch noch Respekt und Liebe vorhanden.
          Ihr hattet in einem Jahr viel zu schultern, Baby und Hauskauf. Da kann man sich schon einmal aus den Augen verlieren als Paar. Ihr musstet in eure Rolle als Eltern hineinwachsen, dann der zusätzliche Stress mit Hauskauf und Umzug.

          Ich meine auch herauszulesen, dass du trotz Baby alles perfekt machen möchtest. Du schreibst ja selbst, du hast den Anspruch, alles sauber und schick zu halten. Das kann einen schon k.o. machen. Sicherlich bis du abends todmüde ins Bett gefallen, während dein Mann allein auf der Couch Fernsehen geschaut hat.
          Und sich gefragt hat, wo seine wunderbare Frau von einst geblieben ist.

          Wäre nicht doch einmal ein Abend drin gewesen, wo du am Tage eben mal nicht geputzt hättest wie eine Wahnsinnige, sondern dich abends zu deinem Mann gesetzt hättest, und ihr euch wieder einmal gut unterhalten hättet. Und den Abend vielleicht hättet nett ausklingen lassen bei einem Glas Sekt und einem heißen Wannenbad.... Sowas schafft Verbundenheit und lässt einen den leeren Akku wieder auftanken. Wenn ihr aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten nicht wegkönnt: es gibt doch schöne Dinge, die man mit dem Partner zu Hause tun kann. Lecker zusammen kochen, von mir aus auch ein Spieleabend mit richtig Spaß. Ich denke, dein Mann hat sich bestimmt nur noch als Versorger und ansonsten als fünftes Rad am Wagen gefühlt. Völlig ausgeschlossen aus der Symbiose Mutter-Kind und auch sonst kaum noch Aufmerksamkeit von der geliebten Frau. Klar, dass er da zweifelt, ob es jemals zwischen euch wieder so wird wie früher.

          Mmhh, ihr habt die perfekten Bedingungen für eine Familie geschaffen, habt euch dabei aber selbst als Paar vergessen. Tausche ein sauberes Wohnzimmer nicht gegen den Vater deines Kindes ein. Ich kenne eure Situation natürlich nicht genau, aber aus deinen Worten spricht Bedauern über die jetzige Situation und noch viel Zuneigung für deinen Partner. Ich an deiner Stelle würde die Sache noch einmal überdenken und ganz viel mit meinem Partner reden. Wenn er auch bereit ist, um die Beziehung zu kämpfen, würde ich es versuchen.

          LG und alles Gute

          Nici

          • Hallo Nici,

            Er ist nicht in der Lage dazu weiter mit mir zu sprechen und ich irgendwie auch im Moment gerade nicht!

            Als ich letztens bei ihm war um noch einge Sachen mit ihm zu besprechen meinte er ja so ist es jetzt auf jedenfall stressfreier für uns beide.

            Ich dachte mir fällt alles ausm Gesicht.

            Ist ihm bewusst was er da gerade gesagt hat...
            Ich stehe jetzt alleine da mit unserem Kind, habe keine Wohnung, kein Geld, keine Möbel. Nächsten Monat muss ich wieder arbeiten, dann kommt erst richtig die Herausforderung mit der kleinen. Die Unterbringung von ihr in der Zeit und alles andere muss ich klären.

            Klar er hat jetzt seine Ruhe und fragt auch nicht ob er helfen kann.

            Das verletzt und zwar so sehr das es für mich definitiv kein Zurück mehr gibt.
            Er verhält sich wie ein kleines Kind.
            Ihm ist alles egal und reden tut er ja sowieso nicht.

        Schmeiss nicht alles gleich hin. Wenn du so ausgebrannt bist, dann beantrage auf alle Fälle mal eine Mutter-Kind-Kur!! Das wird dir guttun

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