Zugewinn, neue Heirat

    • (1) 15.09.16 - 11:42

      Hallo ihr Lieben,

      mein Ex-Mann zieht unseren Zugewinnausgleich seit 4 Jahren hinaus und ich habe keine Ahnung wann dieses leidige Thema endlich beendet ist. Jetzt möchte ich gerne meinen neuen Partner heiraten, wir sind seit 3 Jahren superglücklich und auch mit den Kids passt alles perfekt. Hat jemand eine Ahnung wie das nun mit dem Zugewinn ist, da ich eine größere Summe bekomme möchte ich keinen Fehler machen. Falls ich wieder heirate und der Zugewinn dann erst ausbezahlt wird wenn ich bereits in einer neuen Ehe bin, zählt der Zugewinn den ich von meinem Ex-Mann bekomme dann als Zugewinn in die neue Ehe....?? Verwirrend, ich weiß aber ich hoffe es hat hier jemand eine Ahnung, bei google habe ich leider nichts gefunden....

      • Hallo.

        Warum machst Du in der neuen Ehe keine Ehevertrag ... gerade bei Deiner jetzigen Erfahrung und wie langwierig solche Geschichten sein können, wäre das doch mehr als sinnvoll.

        LG

        • Muss ich dir teilweise Recht geben. Aber zum einen muss das dann ja notariell beglaubigt und vom Anwalt aufgesetzt werden und kostet somit nicht wenig Geld und zum anderen möchte ich mit meinem neuen Partner gerne das teilen was wir in der Ehe erwirtschaften. Deshalb würde ich gerne wissen ob der alte Zugewinn in die neue Ehe mit reinzählt, wenn dieser während der neuen Ehe ausbezahlt wird.
          Selbst mit Ehevertrag ist es nicht wesentlich einfacher, auch dieser kann bei einer Scheidung von beiden Seiten strittig gemacht werden.......leider.

          • Alles, was Du zu bedenken hast, kann man ja dahingehend in einem Ehevertrag regeln ... und wenn dieser ordentlich aufgesetzt und nicht sittenwidrig ist, gibt es da auch nichts groß zu streiten ...

          • (5) 15.09.16 - 12:33

            Da muss ich Dir wiedersprechen.

            Ich habe (Gott sein Dank) mit Ehevertrag geheiratet,wurde vomNotar aufgesetzt und auch beglaubigt
            Kosten ca. 350€ (ein Minimum dessen was ich hätte zahlen müssen als Ausgleich)

            und ich glaube das Geld das Du erhälst zählt zum Zugewinn,da Du Dir aber schon vorab darüber Gedanken machst ist es mit "ich will alles teilen " wohl doch nicht ganz so.

            • Doch teilen will ich schon aaaaaber der Zugewinn ist meine Altersvorsorge, da ich über 10 Jahre ohne Lohn bei meinem Ex gearbeitet habe und somit auch nichts in die Rentenkasse einbezahlt habe. Falls es also nochmal zu einer Scheidung kommen sollte habe ich später wenn ich in Rente bin nichts, das Risiko ist zu hoch. Zumal es minimum ein sechsstelliger Betrag wird, sollte ich mir sicher sein. Und momentan habe ich leider nichteinmal die 350 Euro für einen Vertrag.

              • Na die 350€ würdet ihr euch doch eh teilen. Macht also 175€ pro Nase. Dein Partner würde dir also nicht mal 175€ vorschießen, die du nach Erhalt der mindestens sechsstelligen Summe zurückzahlst? Dann würde ich den Vertrag erst recht machen. Dein Ex wird ja entsprechend kindesunterhalt zahlen, wenn er so gut verdient, dass du mind. Sechsstellig aus der Nummer rausgehst #aha also irgendwo wirst du das Geld dafür ja übrig haben. Denn vergiss nicht... Selbst wenn der Zugewinn aus deiner letzten Ehe i.H.v. Z.B. 500000€ ausgezahlt wird, gehört alles, was du mit diesem Geld dann erwirtschaftest (Zinsen, Rendite,Wertsteigerung falls du z.b. Eine Immobilie kaufst) in der neuen Ehe auch zum Zugewinn. Willst du im Falle einer erneuten Scheidung dann wirklich deine Immobilie womöglich verkaufen oder dein Aktienpaket zu einem blöden Zeitpunkt auflösen müssen, um deinen Mann dann auszuzahlen?

                Außerdem wird der zugewinnausgleich doch im Scheidungsverfahren durchgeführt. Wieso ist das denn dann noch offen?

                Falls die Scheidung schon durch ist und nur noch nicht feststeht wann dein Ex zahlt, kannst du ja einen Anwalt fragen, wie das genau ist. Geht auch online für paar Euro.

      Na ja die frage ist doch eigentlich warum wollt ihr heiraten?
      Für mich selber ist eine ehe mehr ein Stück Papier das sich höchstens noch steuerlich lohnen kann, aber ansonsten ohne Ehevertrag mehr Probleme machen kann als alles andere.

      An Gefühlen ändert das für mich persönlich rein gar nichts ob da jetzt ein Stück Papier im Schrank verstaubt oder nicht.

      Möchtest du ihn heiraten, weil dir die Symbolik sozusagen wichtig ist? Oder erwartet ihr ein gemeinsames Kind und ihr möchtet euch da mehr absichern? Auch das kann man heute ja alles auch ganz ohne Hochzeit regeln.

      Wenn die Hochzeit aus rechtlichen oder finanziellen Gründen (wobei beim zweiten ja eher Nachteile entstehen können wie man Grade sieht) notwendig ist würde ich einfach lieber ohne Trauschein glücklich bleiben.

      Ihr liebt euch und wollt euer Leben zusammen verbringen?

      Dann müsst ihr meiner Meinung nach nicht wirklich heiraten.

      Seit doch einfach ohne Trauschein glücklich und das "problem" mit dem alten zugewinn ist gar nicht mehr da.

      LG

      • Muss ich dir grundsätzlich Recht geben. Heute muss niemand mehr heiraten aus moralischen Gründen aber leider ist es auch nicht ganz so einfach sich gegenseitig abzusichern. Selbst wenn man einiges schriftlich festhält, man wird es nie schaffen alles abzudecken. Hatten wir vor kurzem in unserem Bekanntenkreis.
        Außerdem ist es sicherlich auch eine finanzielle Frage, für uns sind es mit diesem vor sich gammelnden Trauschein jeden Monat 600 Euro mehr, die man eben hat oder nicht. Dann sind da noch meine Kinder.....die niemanden haben außer meinem Partner. Der Erzeuger dieser Kinder will nichts von den beiden wissen, was passiert also wenn ich heute einen Unfall habe?? Falls wir heiraten sollten könnte mein neuer Partner die Kinder adoptieren und somit haben auch die Kinder eine kleine Sicherheit mehr.

        • Gut das sind ja Gründe die ich dann auch gut verstehen kann deswegen hatte ich gefragt :-)

          Wenn es halt wirklich nur aus "sentimentalen" gründen wäre hätte ich halt gesagt dann lasst es einfach lieber.

          So würde ich dann wirklich das Geld in einen guten Ehevertrag investieren. Es geht ja um eine ganz schöne Summe und da solltest du das Geld lieber vorher investieren um sicher zu gehen denke ich.

          Hoffe auf jeden Fall ihr findet einen guten Weg der für euch beide passt :-)

          LG

          Den Verbleib deiner Kinder kannst du völlig unkompliziert mit einer Sorgerechtsverfügung regeln. Diese kannst du handschriftlich verfassen und z.b. Beim Jugendamt hinterlegen. Das würde mindestens zu einer Überprüfung des Sachverhaltes führen, bevor die Kinder anderweitig untergebracht werden. Einer Adoption müsste der Kindsvater ja auch zustimmen. Hast du das denn geklärt?
          Wenn er eh nein sagt, wäre die Hochzeit aus diesem Grund ja auch nicht mehr notwendig.

    (12) 15.09.16 - 16:40

    Also da du ja den Zugewinnausgleich noch nicht durch hast, hast du ja sicher auch noch einen Anwalt. Wie wäre es mit einem Anruf, um gaaanz sicher zu gehen?
    In einen Zugewinnausgleich zählt alles hinein, was nicht eindeutig ein Geschenk, o.ä. an nur einen der Ehepartner ist. Der Zugewinnausgleich der vorhergehenden Ehe geht ganz eindeutig nur an einen der neuen Ehepartner und hat mit dem anderen absolut nichts zu tun.
    Ich kenne keinen Grund, warum der Zugewinnausgleich der vorangegangenen Ehe, der "zu spät ankommt" anders behandelt werden sollte, als der Zugewinnausgleich, der "pünktlich" ankommt.
    Ebenso sehe ich keinen Grund, warum ein (alter) Zugewinnausgleich, der zu spät ankommt, anders behandelt wird als eine Erbschaft oder eine Schenkung, die während der Ehe eingeht.
    Der alte Zugewinnausgleich ist eindeutig der zukünftigen Ehefrau zuordenbar. Sie bringt ihn mit in die Ehe, auch wenn er erst später ausgezahlt wird. Der Ex von ihr hat halt derzeit Schulden bei ihr. Das Vermögen besitzt sie aber schon die ganze Zeit. ;-)

    • Danke für Deine Antwort, so ähnlich habe ich das vermutet.

      Wie sieht es denn aus, wenn sie das Vermögen gut anlegt und in den nächsten Ehejahren damit größere Gewinne erzielt? Gilt das dann als Zugewinn, die dem neuen Ehepartern hälftig zustehen im Falle einer erneuten Scheidung?

      • Ja. Genau so sieht es aus. Wenn im Lauf der Ehe aus 500000€ Zugewinn durch Renditenhöhe, Zinsen und Wertsteigerungen 750000€ werden, dann müssen 250000€ Zugewinn. sofern ehevertraglich nichts anderes vereinbart wäre, geteilt werden. Sie müsste dann also ihrem Mann 125000€ auszahlen.

        Deshalb wäre ein Ehevertrag keine schlechte Idee

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