Ich will diese Trennung nicht. Verzweifelt

    • (1) 09.11.16 - 15:00

      Ich muss mir unbedingt mal Luft machen, mich mal ausheulen.

      Ich bin einfach fix und fertig. Mein Kopf schwirrt mir und ich bin unglaublich traurig. Vor etwa vier Wochen hat mir mein Partner eröffnet das er die Trennung von mir möchte. Er war schon länger distanziert, war viel allein unterwegs. Bis ich ihn irgendwann gefragt habe was eigentlich los ist. Er denkt schon länger über Trennung nach. Er fühlt sich eineengt, nicht gesehen und möchte kein Familienleben. Er will sich nicht rechtfertigen müssen wenn er weg gehen will.

      Wir haben zwei Kinder 3 Jahre und 10 Monate alt. Ja ich war viel mit der Kleinen beschäftigt, aber das ist doch normal. Ich wäre eine Glucke, das hat mich sehr getroffen. Er hat nie gesagt was los ist, ist immer nur weg gerannt, hat nie gesagt was er braucht. Jetzt steh ich vor vollendeten Tatsachen, ohne je die Möglichkeit gehabt zu haben, etwas zu ändern.

      Ich vermisse ihn so unglaublich, liebe ihm immer noch. Wir haben so viel gemeinsam und so tolle Sachen erlebt und natürlich zwei wundervolle Kinder. Mir fehlt die gemeinsame Zeit, vor allem auch als Familie. Ich kann einfach nicht verstehen, dass es das nach fast 8 Jahren einfach so gewesen sein soll.

      Er ist in eine kleine Wohnung bei seinen Eltern gezogen und kümmert sich auch um die Kinder. Aber ich verkrafte es einfach nicht, es will einfach nicht in meinem Kopf ankommen, dass er nicht mehr zu mir gehört.

      Ich weiß nicht was ich mir erwarte, wahrscheinlich einfach nur etwas Zuspruch oder eure Erfahrungen.

      • Hallo rosaminni,

        ja, das ist im Moment schlimm und ein Schock.

        Aber: Dein Partner stellt nach dem zweiten Kind fest, dass 1. seine Partnerin jetzt Frau UND Mutter ist und sich darum mit Mann UND Kindern beschäftigt und 2. dass Familie nicht so ganz sein Ding ist und ihn in seiner Freiheit einschränkt. Und was macht er? Er rennt weg, wie schon immer, nur dieses Mal ganz. Ich sage Dir: Gut so, denn er lässt dich im Stich in einer Zeit, in der Du - außer der verständlichen Enttäuschung - keine echten Probleme hast.

        Offensichtlich ist er nicht erwachsen/belastbar/diszipliniert oder was auch immer genug für den ganz normalen Alltag. Wie schnell wäre er wohl gerannt, wenn echte Probleme wie Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. aufgekommen wären und Du ihn noch viel mehr gebraucht hättest? Er hat nicht mal mit Dir über seine Unzufriedenheit geredet und Euch die Chance gegeben, Paar und Eltern zu sein. Das ist im höchsten Maß unfair, besonders nach Eurer langen Beziehung!

        Fazit: Ohne ihn bist Du besser dran, weil Du jetzt niemanden mehr an Deiner Seite hast, auf den Du Dich im Notfall nicht verlassen kannst. Du kannst Dich jetzt darauf einstellen, dass Du alleine klarkommen musst (und wirst!). Verlierer ist er: Er hat bewiesen, dass er sozial inkompetent ist, und er hat nicht mehr die kostbare Zeit mit den Kindern und Dir.

        Lass ihn ziehen, lass Dir Deinen Unterhaltsanspruch und den Eurer Kinder ihm gegenüber ausrechnen, richte Dir und den Kindern das Leben ohne ihn ein und genieße es.

        Übrigens könnte es sein, dass ihm seine Freiheit im wahrsten Sinne des Wortes zu teuer wird bei einem Selbstbehalt von ca. 1000 € und drei unterhaltsberechtigten Personen (Dir steht Betreuungsunterhalt bis zu 3. Geburtstag des jüngeren Kindes zu).

        LG, basta.pasta

        • Hallo, Danke für deine ehrliche Antwort. Sie hilft mir weil sie wahrscheinlich genau das wieder spiegelt, wie er ist und gleichzeitig ist es sehr hart das so zu lesen.

          Es ist eben ein Verlust des Partners, der Familie und der vorgestellten Zukunft.

          Ich bin jetzt mit Studium fertig und orientiere mich gerade auf dem Arbeitsmarkt und werde da auch nicht ganz so schlecht verdienen um unseren Unterhalt zu sichern.

          Für ihn sieht es da ziemlich düster aus. Wir hätten das zusammen schaffen können, aber er ist selbst mir seinem Leben so unzufrieden, dass er für uns nicht da sein kann.

          Ich hätte so gerne gekämpft, aber es hat so keinen Sinn, er hat aufgegeben.

          • Hallo rosaminni,

            klar ist das hart, und es tut mir sehr leid, dass Du das erleben musst. Du kämpfst, weil Du stark bist, er gibt auf, weil er schwach ist. Und Du brauchst keinen schwachen Partner an Deiner Seite: Das wäre, als hättest Du statt eines Partners ein drittes Kind. Und wohin haut Dein Exemplar ab? Klar, das Kind geht zurück zu Mami und Papi.

            Dass Du gute Chancen auf ein ausreichendes Gehalt hast, nimmt Dir Druck und eine Sorge. Lass ihn trotzdem zumindest für die Kinder zahlen: Er soll Verantwortung übernehmen, vielleicht wird er darüber erwachsen. Hat er denn keine Ausbildung, oder warum sieht es finanziell nicht so gut aus für ihn?

            Irgendwie machen mich Menschen aggressiv, die Kinder in die Welt setzen und dann vor der Verantwortung weglaufen. Kinder gibts nicht auf Probe, die kommen und bleiben dann auch. Glaub mir, ohne so einen Mann bist Du besser dran!

            LG, basta.pasta

            • Er ist schon lange so so unzufrieden mit seinem Job. Ich habe immer zu ihm gesagt, dass er etwas anderes machen soll. Er wollte auf dem Abendgymnasium das Abitur nachholen, ich habe sogar für ihn geschaut wie und wo das möglich wäre. Habe ihm im Internet Sachen ausgedruckt.

              Aber er hat nie etwas getan, hat immer gejammert. Jetzt sagt er konnte ja nicht, weil er finanziell für uns da sein musste. Irgendwie habe ich das Gefühl er schiebt die Verantwortung für sein eigenes Unvermögen auf mich oder eben die Familie.

              Er hat mir Dinge während der Trennung gesagt, die ich gar nicht wusste. Er meint aber ich hätte das alles merken müssen.

              Er war sehr oft nicht da, ist eben während des letzten Jahres immer wieder geflüchtet, war auf drei Festivals, ständig feiern, kam oft erst früh nach hause. Ich habe mich immer alleine gefühlt. Ich war sehr oft traurig und hab ihm das auch gesagt. Wir haben uns quasi im Kreis gedreht, seine Lösung des Problems (Weglaufen) war genau mein Problem. Ich hätte das angeblich merken müssen.

              Er ist kein schlechter Mensch und Vater, aber er ist mit sich selbst nicht im Reinen und kann für sich selber keine Verantwortung übernehmen und es schein tatsächlich so zu sein, dass er das Weglaufen für sich als Strategie gewählt hat. :-(

              • "Er ist kein schlechter Mensch und Vater, ABER er ist mit sich selbst nicht im Reinen und kann für sich selber keine Verantwortung übernehmen und es schein tatsächlich so zu sein, dass er das Weglaufen für sich als Strategie gewählt hat. :-("

                Mh, genau deswegen ist er ja ein schlechter Mensch (null Moral seinen Mitmenschen gegenüber) und schlechter Vater (verlogen... redet nicht Klartext, lässt seine Frau und das eigen Fleisch und Blut im Stich).

                Hört doch auf Arschlöcher in Schutz zu nehmen, im selben Atemzug, aus dem über sie gemeckert wird, liebe Frauen.

                Die Trennung ist echt mies, aber du musst seine Entscheidung 1. akzeptieren und 2. einsehen, dass er das was er will auch selbst verdient: Die Trennung.

                Alles Gute.

      Hallo, ich verstehe ganz genau was du meinst. Trennungen sind unendlich schwer und schlimm. Sie sitzen verdammt tief. Man kann zwar vieles denken, und grübeln, aber wenn einmal solche Worte gefallen sind, ist es einfach zu spät da noch etwas zu retten. Die meisten Männer reden nicht über ihre Probleme oder über das, was sie wirklich belastet. Sie verstecken es, und das können sie gut und lange. Wenn sie es dann verarbeitet haben, gehen sie. Das habe ich schon oft erzählt und mitbekommen. Da ich selbst einer bin, hilft dir diese Ansicht vllt. Es ist traurig, dass es heutzutage so wenig komprossbereitschaft oder Offenheit bei solchen ernsten Themen gibt. Bin ich absolut nicht der Typ für. Lass es erstmal sacken und grübel nicht ZU viel. Das bringt nichts. Denk erstmal an dich und an die Kinder! Du brauchst dir absolut nichts vorzuwerfen, du hast nichs falsch gemacht. Es tut mir echt wahnsinnig leid.

      • Gerade die Tatsache, dass ich nichts tun konnte, ist für mich besonders schwer auszuhalten. Klar war nicht alles toll in letzter Zeit, aber es wäre jetzt die Zeit des Umbruchs gewesen. Ich kann nun endlich meinen finanziellen Beitrag leisten. Wir wollten in eine größere Wohnung umziehen. Nun ist alles hin, alle Vorstellungen und Träume sind plötzlich einfach so dahin.

        Nach so vielen Jahren und so vielen tollen Erlebnissen gibt er einfach so auf, dass ist für mich wirklich hart.

        • Ich weiss genau was du meinst, ich kenne dieses Gefühl, und glaub mir, du bist nicht allein. Auch wenn es so so schwer zu begreifen ist, Veränderungen sind immer positiv, da wir uns nur so weiterentwickeln können. Und auf jede Veränderung kommt irgendwann etwas positves! Mit so einem Mann möchtest du doch garnicht alt werden und deine Träume verwirklichen oder? So jemand ist es nicht wert, besser er ist früher weg, als noch später. Egal wieviele gute Sachen ihr durchlebt habt, er hat dich im stich gelassen! Wenn dich das weiter belastet darfst du dich gerne melden, wie gesagt, ich verstehe dich sehr gut. lg

    Hallo!

    Ich habe gerade erst diesen Beitrag gelesen und wollte dich fragen, wie es dir jetzt - knapp einen Monat später - geht?!

    LG Claudi

    Hi, ich wollte auch nur hören wie es dir jetzt damit geht?

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