Was soll ich bloß tun?..

    • (1) 08.10.17 - 23:13

      Hallo ihr lieben..
      ich bin vor gut zwei Jahren ungeplant schwanger geworden, woraufhin ich das erste mal einen Beitrag hier verfasst habe. Zu diesem Zeitpunkt funktionierte die Beziehung zum Vater meiner mittlerweile 1,5 Jahre alten Prinzessin schon nicht, weshalb ich damals vor der Frage stand, ob ich es überhaupt schaffe, alleine ein Kind großzuziehen und ob ich es überhaupt bekommen kann/möchte. Ich war damals 21 Jahre alt und hatte mit typischen Schwangerschaftsdepressionen zu kämpfen.. Mittlerweile ist sie für mich das größte Glück und mein ganzer Stolz.
      Leider hat sich die Situation bis heute nicht geändert.. Seit über zwei Jahren ist es ein ewiges hin und her und ich schaffe einfach den verdammten Absprung nicht, mich von ihm zu lösen.
      Ich weiß nicht wie ich ihn als ein Teil meines Lebens akzeptieren kann - was ich nun mal muss, da er der Vater meiner Tochter ist - aber eben nicht als Mann an meiner Seite, der mich liebt, sondern lediglich als Papa unserer Prinzessin. Da es das ganze letzte Jahr immer ein On/Off Ding war und die letzten Wochen mehr als verrückt waren, habe ich ihn heute nach seinen Gefühlen zu mir gefragt und er hat mir gesagt, dass er für ihn schwer zu beantworten sei, ob er noch was für mich als Menschen, nicht nur als Mutter seiner Tochter empfinde.. Die Streitereien haben sich eingebrannt und es sei zu viel passiert.

      Gibt es unter euch irgendjemanden, der diese Art der Trennung irgendwie geschafft hat? Ich habe mir nichts mehr gewünscht, als das es funktioniert, denn ich komme selber nicht aus den besten Familienverhältnissen.. Ich weiß nicht was ich tun soll/kann, damit ich mich endlich damit abfinden kann

      • Hast Du ihn denn gefragt, ob er sich vielleicht auch lieber räumlich trennen möchte? Es klingt ja so, als ob ihm auch schon klar geworden ist, dass die große Liebe zwischen Euch nicht mehr existiert.

        Dann wäre mein Vorschlag, ihr trennt euch ganz friedlich, unterstützt euch gegenseitig bei z.B. Wohnungssuche, richtet eine 50/50 (oder entsprechend anteilig möglichen) Umgangsregelung ein und bleibt ein intaktes Eltern- aber eben nicht Liebespaar. Vielleicht fällt Dir eine Trennung leichter, wenn sie wirklich in absolutem beiderseitigen Einverständnis und ohne Streit abläuft.

        • Danke für deine Nachricht.
          Wir haben in den letzten 2 Jahren nicht zusammen gewohnt, da er knapp 100km weit weg und ich auf dem Dorf wohne .. Was nicht zuletzt ausschlaggebend für die blöde Situation zwischen uns ist und immer war, da er mir des öfteren versprochen hat, er käme zu uns..

          • Ich denke du klammerst dich ein wenig an den Gedanken es könnte besser werden, was es aber nicht wird.
            Wenn er wirklich hätte kommen wollen, hätte er das auch getan..
            De Fakto BIST du doch schon allein erziehend.
            Ich denke es wäre gut wenn ihr auf freundschaftlicher Basis ein paar Regeln für euch und das Kind findet, eben wie bei einer Trennung und ansonsten euer eigenes Leben versucht leben. Ohne Erwartungen von Beziehung an den anderen.
            Vielleicht nimmt das auch den Stress aus euren Treffen.

          • Kenn ich, hab seit 5 Jahren bald eine Fernbeziehung über erst 200, jetzt "nur" noch 150 km. Hättest Du das gleich geschildert, wäre meine Antwort für Dich passender ausgefallen. ;-)

            Jetzt stellt sich nämlich die Frage, was sich für Dich ändern würde, wenn ihr kein Paar mehr wärt. Wie oft kommt er denn aktuell und wie lange vorbei? Unternehmt ihr da was als Familie? Habt ihr jemals zusammen gewohnt und wie lange geht eure Beziehung insgesamt schon?

            Dass ihr zusammen als Familie wohnen sollt ist ein Wunsch von Dir, den ich mehr als nachvollziehen kann. Und ich wette mal, er sagt, so lange eure Beziehung nicht auf Abstand funktioniert, wird er darüber nicht einmal näher nachdenken, oder?

            • Genau, der letzte Absatz deiner Antwort stimmt zu 100%.. Und ich habe ihm mehrmals gesagt, dass eine Fernbeziehung für mich nicht in Frage kommt - die Gründe muss ich dir sicher nicht nennen.. Ich möchte einfach gerne jemanden Zuhause haben. Und er hat mir immer wieder gesagt, er zieht zu mir, woraufhin ich dann wieder über einige Tage oder auch Wochen zu ihm gegangen bin und dann wieder alles von vorne anfing und er dann seine Meinung wieder geändert hat. Dieses Spiel läuft mittlerweile seit knapp 3 Jahren..

              Wahnsinnig viel würde sich wahrscheinlich nicht für mich ändern. Er kommt ab und an mal her, fragt auch des öfteren ob wir zu ihm kommen, was ich natürlich auch jedes mal tu.. Um dann, einige Wochen wieder fallen gelassen zu werden.
              Im Endeffekt hätte er gerne, dass alles so bleibt wie es ist - er kann sich voll seinen Hobbys widmen, ich bleibe hier wohnen und komme ab und an mal vorbei, wenn ihm danach ist.. Das trifft es ziemlich gut, schätze ich

              • Dann hast Sunshine Antwort doch eigentlich schon selbst im Kopf.
                Er mag es bequem und ohne Verantwortung.

                Und die Wahrscheinlichkeit dass du nicht die Einzige bist ist auch recht hoch.....

                • Darüber möchte ich ehrlich gesagt gar nicht nachdenken.. Ich habe zwischenzeitlich tatsächlich das erste mal seit drei Jahren einen anderen Mann in mein Leben gelassen, mit dem ich auch wirklich glücklich war. Und er war der jenige, der mir das wieder kaputt gemacht hat..
                  Dieses mal auf der anderen Seite zu stehen und zu wissen, dass da vielleicht schon eine neue ist, schnürt mir die Kehle zu

              "Im Endeffekt hätte er gerne, dass alles so bleibt wie es ist - er kann sich voll seinen Hobbys widmen, ich bleibe hier wohnen und komme ab und an mal vorbei, wenn ihm danach ist.. Das trifft es ziemlich gut, schätze ich"

              Das ist doch das Problem bzw. seine Beziehungsgrundlage. Die Streitereien, die aus seiner Abwehrhaltung (die er wohl deutlich zeigt) entstehen, sind nur die logische Folge, aber er nutzt sie als Hinhaltetaktik, weil sie greifbar sind. "Wärst Du nicht so streitsüchtig, dann wäre ich schon längst bei Dir!" ist einfach gelogen. Wäre er nicht, denn er passt ja so für ihn. Lass nicht mehr zu, dass er den Spieß so umdreht, mach ihn klar, dass Du durchschaut hast, dass er nie wirklich vorhatte, sich räumlich zu verändern.

              Zahlt er für sein Kind Unterhalt oder müsstest Du das Thema auch angehen?

              • Ja, genau so sieht es aus.. Für mich ist es nur blöderweise so schwer, dass endlich zu kapieren und zu akzeptieren..

                Zahlen tut er, zwar nicht so viel wie er könnte und sollte, aber um des Friedens Willen halt ich da die Füße stillt

                • Vielleicht brauchst Du nur noch den berühmten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Mir hat geholfen, mir eine zeitliche Frist zu setzen. Ich sagte mir: "Wenn sich bis zu diesem Tag nichts ändert, dann führe ich noch einmal ein Gespräch mit ihm und sollte das negativ verlaufen, dann reichts mir."

                  Und genau so kam es.

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