Vater will wechselmodell

    • (1) 05.01.18 - 21:05

      Liebe Leute, ich weiß nicht weiter. Der Titel klingt zwar banal, aber ich schildere euch mal meine/ unsere situation, vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben oder neue sichtweisen. Ich hab mich vor 3 Monaten von dem Vater meiner Kinder (unverheiratet)getrennt. Wir haben das gemeinsame sorgerecht. Heute bereue ich diese Entscheidung. Damals hatte ich noch nicht das Gefühl, dass sich das meiner meinung nach negativ auf die Kinder (4 und 1.5) auswirkwn könnte. Wir lassen uns von einer Therapeutin der Ernährungsberatung begleiten, denn wir wollen beide das beste für die kinder. Soweit so gut. Er möchte nun das wechselmodell. Ich möchte das nicht. Ich habe mich von ihm getrennt, weil er ein gewaltiges aggressionspotential hat und dieses nicht unter Kontrolle. Meistens ist er "nur"verbal aggressiv. Mir gegenüber schon immer. Auch respektlos. Aber seit einem Jahr auch dem großen gegenüber. Es folgen zitate: spinnst du? Bekommst du überhaupt was gebacken. Du bist doch nicht normal. Sind an der Tagesordnung. Das muss sich die kinderseele täglich anhören. Der Sohn reagiert entsprechend, schlägt und beschimpft den Vater, der nur noch wütender wird und seine machtposition durch körperliche Überlegenheit demonstriert. Am arm packen und ziehen. Hände zusammendrücken. Er packt ihn am Kinn und am Hals. Ich hab schon oft rote Flecken gesehen und das Kind jault und heult und schreit aus, doch er hört nicht auf. Ich muss regelmäßig einschreiten. Das macht der Vater, nennen wir ihn M. Seit ca einem Jahr und seiner Aussage nach nur, weil ich ihn so nerve, ihm auf den Sack gehe. Ich werde auch beschimpft und 4 mal hat Er mich auch grob angefasst und verletzt. Die kleine hat er bis jetzt nicht so behandelt. Aber die trotzphase kommt ja noch. Wir haben uns auf 70/30 geeinigt. Nun will er aber 50/50. Ich sag. Die Kinder müssen ganz langsam daran gewöhnt werden. Denn ich war die meiste Zeit für die Pflege und Erziehung zuständig. Die kleine ist zudem erst anderthalb und sehr anhänglich. Außerdem will ich sie ja vor seiner Aggressivität und, ich ergänze, seiner fehlenden Empathie, schützen. Er ist nach meiner selbstdiagnose narrzistisch und soziopathisch veranlagt (bitte nicht fragen wieso ich 2 Kinder mit ihm habe). Er erfüllt immerhin einige kriterien. Was soll ich tun? Die Beraterin war bis jetzt keine große hilfe. Die defiziete, die ich angesprochen und die sie auch teilweise mitbekommen hat, ignoriert sie. Natürlich führt er sich vor allen wie der perfekte liebende Vater auf. Sind die Türen zu, schreit er nur und droht. Kann ich ihm das wechselmodell verweigern, sodass er es einklagen muss und dann quasi per Gutachten, in dem die sicher herausfinden, dass er gefährlich für die Kinder ist "bewiesen" wird. Ist diese seelische und körperliche Gewalt noch "ok", sodass das Gericht sagen kann: Nein der Mann ist bestens als Vater geeignet. Was mache ich mit dem Sohn, der offensichtliche Schwierigkeiten mit dem Verhalten seines Vaters hat?
      Viel Text ich weiß...ich bitte um Rat.

      • Hallo, ich würde bei jedem Übergriff auf deinen Sohn zum Kinderarzt gehen und dies fotografieren und vermerken lassen. Mein Exmann ist ähnlich wie dein Expartner. Nur habe ich jahrelang nichts gemacht. Hatten jetzt einen Sorgerechtsstreit, leider ohne solche Beweise. Das war ein riesen Fehler. Dokumentiere ALLES und setzte das Jugendamt in Kenntnis. Die müssen immer auf Stand sein. Wenn du genügend “Material“ hast, wäre vielleicht auch ein Anwalt nicht schlecht. Gerade bei Narzissten darf man sich nicht als Opfer darstellen. Hätte meinen Kindern und mir viel leid erspart, wenn ich gleich gg meinen Ex abgekämpft hätte.
        Alles Gute euch

        Hallo, vielleicht kannst Du ja auch (mit Vorankündigung beim Jugendamt) zu einer Kinder- und Jugendpsychiaterin um hier z.B. durch ein Gutachten Unterstützung zu erhalten. Wenn Dein Mann seine Aggressionen auf den Kleinen überträgt und ihn noch dazu seine Ohnmacht sich nicht wehren zu können spüren lässt, hat das im Übrigen sicher auch Folgen auf sein Verhalten. Frag mal im Kindergarten, ob sich das bemerkbar gemacht hat.

        Eine gute Idee könnte auch sein, Deinen Ex denken zu lassen, er täte Dir einen Gefallen, wenn er die Kinder nimmt (z.B. weil Du ein Wochenende weg willst oder so). Mit ein bisschen Glück lässt er dann sein Wochenende ausfallen...

        LG

        Hallo.

        Ich würde ihn nicht nur das Wechselmodell verbieten, generell den Umgang mit den Kindern. Du schreibst, er ist bisher nur verbal aggressiv geworden. Du machst dir da was vor.

        <<<Am arm packen und ziehen. Hände zusammendrücken. Er packt ihn am Kinn und am Hals. Ich hab schon oft rote Flecken gesehen und das Kind jault und heult und schreit aus, doch er hört nicht auf. Ich muss regelmäßig einschreiten. >>>

        Reicht das nicht. Schütze deine Kinder vor ihm. Die sind jetzt schon seelisch angegriffen. Wach auf und handele. Geh zum Jugendamt. Notfalls mit Polizei drohen, sollte er euch zu nahe kommen.

        Alles Gute und viel Kraft.

        LG

        • Aber wie realistisch ist es damit zum Jugendamt zu gehen? Soweit ich informiert bin, kann ich ohne Beweise nichts erreichen. Und die habe ich bis auf ein unscharfes Foto nicht. Ich kann auch seine psychischen Störungen nicht beweisen.
          Ich hab auch einiges zu Familiengerichtsentscheidungen zum wechselmodell gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass oft für den Vater entschieden wurde. Auch wenn seine qualifizierungen mehr als schlecht waren. Ich fühle mich durch dieses Gesetz diskriminiert. Bei Frauen heißt es dann schnell sie wären egoistisch und nicht bezieziehungsfähig. Ich sehe nur noch schwarz im Moment. Zumal er gerade unsere Abmachungen bricht mit irgendwelchen scheinheiligen Gründen. Es ist zum Kotzen.

          • Was hast du denn dann schon unternommen, damit du deine Kinder schützen kannst. Nichts. Dich nur immer informiert bzw. belesen. Jeder Fall ist einzig und wird auch so behandelt.

            Warum solltest du damit nicht zum JA gehen können. Der Kleine ist vier und kann bestimmt auch schon etwas dazu sagen. Und warum seid ihr ernährungstechnisch in Therapie. Irgendwie scheint das nicht das einzige Problem bei euch zu sein.

            • Erziehungsberatung sollte das heißen. Die Therapeutin geht allerdings nie auf die Gefährdung ein. Was ich komisch finde und ich werde sie darauf ansprechen am mittwoch. Ich habe beim jugendamt bereits angerufen und werde zu einer beratung gehen. Der kleine sagt gar nichts dazu. Für ihn scheint das normal zu sein. Er erzählt auch nichts über Übergriffe, wenn der Vater die Kinder alleine betreut hat. Er, der Vater sagt, dass würde nur passieren, wenn ich dabei wäre, ich wprde ihn verunsichern und das Klima ist wenn wir zusammen sind sowieso sehr gereizt.

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