Ehe-Ende?

    • (1) 09.01.18 - 19:55

      Hallo zusammen,

      vielleicht könnt ihr mir ja einen guten Rat geben.
      Mein Mann und ich sind seit 15 Jahren ein paar und wir haben 2 Kinder.
      Wir leben eigentlich nur noch als Eltern aber nicht mehr als paar zusammen.
      Es gibt keine wirklichen Zweisamkeiten mehr und außerdem streiten wir auch in letzter Zeit sehr häufig.
      Ich merke selbst das dieser Zustand mir sehr zu schaffen macht und ich eigentlich gar nicht mehr weiß ob da überhaupt noch liebe ist.
      Hätten wir keine Kinder hätte ich mich schon längst von ihm getrennt. Aber die Kinder sind noch sehr klein (unter 1 und knapp 3 Jahre) und ich habe Angst diesen Schritt zu gehen. Obwohl ich alles andere als glücklich mit der Situation bin.

      Gibt es Leuten hier, denen es ähnlich geht oder ging? Was habt ihr gemacht?

      • Hallo saba,


        ich kann verstehen das du Angst hast diesen Schritt zu gehen. Im Grunde genommen hast du nur zwei Möglichkeiten.

        Entweder du bleibst bei ihm oder du wagst die Trennung. Wie sieht es aus? Gibt es eventuell noch eine kleine Hoffnung das sich euer Verhältnis ändert. Wenn ja, könnte euch eventuell eine Beratungsstelle helfen.

        Hast du keine Hoffnung mehr das es sich ändert wenn du bei ihm bleibst wirst du dich mit der Zeit aufgeben, nur noch funktionieren. Das werden auch eure Kinder spüren.

        Trennst du dich, dann hast du die Möglichkeit neu zu beginnen. Dieser Schritt ist ganz sicher nicht einfach, kann dir aber auch wieder eine andere Lebensqualität bringen.

        Du musst für dich abwägen welches der besser Weg für dich und deine Kinder ist.


        Freundliche Grüße

        blaue-Rose

        Hallo,

        ich lasse dich mal an meinen Erfahrungen teilhaben.
        Ich war 17 Jahre mit meinem Mann zusammen, 14 verheiratet.
        Ich war eine ganz Zeit schon unglücklich. Aber da waren 2 Kinder, ein gemeinsames Haus und die gemeinsame Zeit. Tief im Inneren habe ich aber schon lange gewusst, dass ich mich eigentlich trennen wollte.

        Immer wieder kamen dann Gedanken... Was wird mit den Kindern? Was mit dem Haus? Umziehen? Schaffe ich das alleine? Kann ich ohne ihn? Will ich noch mit ihm?

        Ich habe dann im Juni letzten Jahres mit meinen Kindern Urlaub gemacht. In diesem Urlaub habe ich erkannt, dass all die Dinge, die mich von einer Trennung abhalten, mich nicht glücklich machen. Das ist nicht das Leben, nicht die Beziehung, nicht das Familienleben wie ich es wollte.

        Ich habe mich dann getrennt und mir eine Wohnung genommen. Nach ein paar Wochen Wechselmodell habe ich die Kinder (9 und 4) mit seinem Einverständnis zu mir geholt.
        Ich sage dir ehrlich, die erste Zeit war sehr hart. Dir fällt alles ein, was doch so schön war in den Jahren und was nun für immer vorbei ist. Das schlechte vergisst man schnell. Ich habe einige Wochen sehr gelitten.
        Meine Kinder haben mich aber sehr aufgerichtet. Denn an ihnen konnte ich beobachten, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Für sie war die ganze Situation völlig okay. UNd wir haben uns gut zusammen gefunden.

        Mittlerweile ist das Haus verkauft. Und auch das war nicht das Ende der Welt, wie ich es vorher dachte.
        Mit jedem Tag, der vergeht bin ich jetzt glücklicher darüber, dass ich mich getrennt habe, Rückblickend kommt mir die Ehe wie ein Gefänfgnis vor und jetzt bin ich frei. Meine Kinder und ich leben richtig auf.

        Es gibt immer viele Dinge, die für oder gegen eine Trennung sprechen. Höre in dich hinein. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, dir eine Auszeit dafür zu nehmen. Dann triff eine Entscheidung und steh zu ihr. Wenn du die Trennung willst, zieh es durch, du schaffst das. Wenn du bei ihm bleiben willst, dann arbeite an deiner Ehe, hör auf zu zweifeln und gestalte den Rest deines Lebens.

        Ein Tipp von mir: Hol dir Beratung. Nicht von Freunden, sondern von professionellen Beratungsstellen. Du kannst mich auch gern anschreiben,

        LIebe Grüße
        Tanja

          • Hallo,

            Ich war bei den verschiedensten Stellen.
            Bei Pro Familia, der AWO, einmal auch bei einer Selbsthilfegruppe und natürlich bei meinem Hausarzt... Freunde hatten zwar auch Ratschläge, aber die haben mich nicht weitergebracht...

      Habt ihr denn noch gemeinsame Freizeit?

      Wie ist das bei euch mit Berufstätigkeit und Kinderbeteuung geregelt?

      Wie wohnt ihr? Zur Miete oder im Eigenheim?

      Wie ist eure finanzielle Situation? Alles eher knapp oder ist immer genug Geld da?

      Vielleicht magst du dir die Zeit nehmen und das so ein bisschen mit mir aufarbeiten, ich kenne die Situation nämlich auch ganz gut, gern auch als PN.

      LG
      Ano

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