endlich ausgesprochen und trotzdem zweifel..

    • (1) 14.03.18 - 07:43

      hallo ihr lieben,

      endlich habe ich die trennung ausgesprochen, naja zwar schon zum 3. oder 4. mal aber doch sehr klar.. mein mann ist fix und fertig.. ich ebenfalls. ich zweifle an der entscheidung obwohl ich mir die ganze zeit so sicher war und hoffte endlich die kraft dazu zu haben, diesen schritt zu gehen.
      warscheinlich ist es die angst vor dem ungewissen, wie es wird alleine mit 2 kindern. wie es wird wenn einer sich wieder verliebt, wie es finanziell wird. ich mag meinen mann aber ich liebe ihn nicht mehr und ich weiß, ich werde nie mehr sex mit ihm haben wollen...
      eine therapie hat er immer abgelehnt, im moment ist er ruhig und wirkt vernünftig.. er war so cholerisch hat uns alle so oft angeschrien.. hat immer seinen plan durchgesetzt und meine wünsche und bedürfnisse ignoriert und ausgesessen. er hat keine ziele im leben. er geht keine kompromisse ein.

      wie wars bei euch, denen die sich aktiv getrennt haben? ging es euch auch schlecht und wie seid ihr da raus gekommen und wie lange hat das gedauert?

      glg

      • Naja es ist immer hart.

        Ich habe mich auch "nur" für eine Trennung entschieden, weil ich nicht mehr glücklich war, wir hatten keine körperliche Beziehung mehr und das tat weh.
        Während des Trennungsgespräches, hätte ich ihn küssen können. Wie immer, wenn wir mal gesprochen hatten.
        Aber wir haben es durchgezogen. Das ganze ist jetzt etwas über 2 3/4 Jahre her. Die ersten zwei Jahre ging es mir super. Ich habe mich in meinem Leben eingerichtet. Jetzt weiß ich seit Anfang des Jahres, dass er ne neue Freundin hat und zum ersten Mal seit der Trennung leide ich. Ich habe richtig Liebeskummer. Ich denke, das liegt daran, dass ich eben auch gern so langsam wieder jemandem in meinem Leben haben will. Die Sehnsucht danach lässt sich leicht verwechseln mit der Sehnsucht nach dem Ex. Man denkt an schöne Zeiten etc.pp.
        Parallel lässt er aber - fast Gott sei dank - gerade wieder das egoistische Arschloch raus hängen, was ich immer so verabscheut habe und das macht es mir leichter, mich nicht zu irgendwelchen Träumereien hinreißen lassen. Ich bin aber auch ehrlich: ich gönne es ihm kein Stück, dass er vor mir jemand neuen hat.

        Nun lange Rede kurzer Sinn - so richtig löst man sich emotional wohl nur, wenn man jemand neuen im Leben hat.

        Hallo.

        Ich bin auch gerade dabei mich zu trennen. Auch mein Mann ist leider Choleriker. Allerdings sind mir auch die Ursachen bekannt und abgesehen davon sind mir seine positiven Seiten auch bewusst.

        Wie du habe ich es zig Mal ausgesprochen. Im vergangenen Jahr habe ich ihn tatsächlich auch rausgeworfen. Allerdings ist die Liebe bei Beiden noch groß, an Leidenschaft mangelt es auch nicht. Ich wäre daher an einer lediglich räumlichen Trennung interessiert als letzte Option. Mein Mann sieht das je nach Laune anders.

        Nachdem er eine Therapie begonnen hatte, wurde es besser und leider haben wir es nochmal gemeinsam versucht, das war ein Fehler. Mittlerweile ist es wieder katastrophal und die erneute Trennung ist unumstößlich, weil ich das Haus verkauft habe. Obwohl der erneute geballte Ärger furchtbar war, geht es mir jetzt emotional wieder etwas schlechter. Das liegt aber auch viel an der körperlichen Anziehung.

        Keine Ahnung. Einerseits bin ich froh, wenn es für mich und die Kinder ohne ihn friedlicher wird, andererseits hoffe ich immernoch, dass wir die Beziehung in getrennten Wänden weiterführen können. Sollte er bald eine Neue haben, werde ich sicherlich sehr leiden, aber das werde ich dann akzeptieren müssen.

        Bleib stark. Kinder sollten so nicht aufwachsen. Die Gefahr ist groß, dass sich die Erfahrungen so einprägen, dass sie später genau solche Beziehungen leben. Da ich zwei Mädels habe, kann ich so einfach nicht weiter machen.

        LG

        • hallo motzgurke,

          danke für deine antwort. darf ich fragen wie alt die kinder sind und wie alt du bist?

          ich habe jungs und ich möchte nicht, dass sie später mit ihren frauen und kindern so umgehen. manchmal weiß ich aber auch nicht, ob es schon zu spät ist. meine sind 11 und 8. öfter sagten sie, sie müssten sich vom vater erholen und ohne ihn wärs schöner, aber jetzt vermissen sie ihn auch. und er hat sich wirklich gebessert, nur mit dem unterschied dass er mich nicht mehr anzieht. er sieht gut aus, aber ich mag seine nähe nicht mehr...

          lg

          • Guten Morgen.


            Ich bin 35, die Kinder knapp 5 und 2. Wir sind seit 12 Jahren zusammen.

            Was heißt, er hat sich schon gebessert? Solche Phasen gab es bei uns auch immer wieder. Aber eben nur oberflächlich.

            Gib die Hoffnung nicht auf, dass du deine Kinder eine bessere Art zu leben lehren kannst. Mein Mann ist durch sein Verhalten ja auch Opfer. Er will ja glücklich sein, aber er schafft es einfach nicht, sich zu kontrollieren. Ganz schrecklich.

            Die Kinder sind leider sehr fixiert. Wenn er gute Laune hat, ist das ja auch stets überschwänglich, weswegen er dann viel Spaß mit den Kindern veranstaltet. Er ist halt nie konstant und ausgeglichen.

            Mal sehen, wie es wird. In 1.5 Wochen zieht er um. Im Sommer werden wir Mädels dann umziehen. Da liegt noch ein großes Stück Arbeit vor mir. Ich bin froh, wenn das überstanden ist.

            LG

              • Ach sorry. Hab ein Wort verschluckt. Auf ihn. Wobei es im letzten Sommer ohne ihn besser lief, als ich dachte.

                Die Große ist klar ein Papakind, die Kleine ist eher auf mich fixiert, aber beide sind sehr anhänglich bei ihm, wenn er da ist.

                Mal abwarten.

                • hi,

                  das ist wirklich interessant. wie reagieren sie, wenn er einen cholerischen anfall hat? bei uns ist es so, dass inzwischen auch der kleine gut mit ihm zurecht kommt und sogar kuscheln geht, der große war immer auch au papa fixiert obwohl auch er sich immer mal über ihn beschwert hat.. tja, kinder lieben nunmal ihre eltern, egal wie sie drauf sind?!

                  lg

                  • Ach, ganz schlimm, das aufzuschreiben. Die Große reagiert bereits auf veränderten Tonfall, selbst wenn er nur aufgrund einer aufregenden Alltagsschilderung auftritt und meckert, wir sollen nicht streiten.

                    Bei richtigen Ausrastern hat sie geweint und "aufhören" geschrien oder auch mal denjenigen, den sie als Opfer sieht verteidigt. Schrecklich. Das darf einfach nicht mehr passieren.

                    Wie es aussieht, zieht mein Mann in einer Woche um. Danach bin ich mal gespannt, wie es sich entwickelt.

                    Was ist jetzt dein konkreter Plan?

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