Wie mit bevorstehender Trennung umgehen?

    • (1) 14.09.18 - 13:34

      Hallo,
      wie schon in einem anderen Strang geschrieben hat meine Frau im Zuge der Selbstfindung ihre Neigung zu Frauen entdeckt. Kurzum sie bezeichnet sich jetzt als lesbisch und kann daher mit mir als Mann und Partner nicht weiter zusammenleben.

      Sie hält es einfach nicht mehr aus so wie bisher weiter zu leben. Sie möchte die Trennung von mir, ich bin noch voll unter Schock. Es hat sich alles abgezeichnet aber wenn es dann soweit ist zieht es doch einem den Boden unter den Füßen weg.

      Wie soll ich damit umgehen? Soll sie sofort ausziehen, oder warten bis sie Geld mit ihrem neuen Job verdient? Wie soll es mit den Kindern 8/10 weitergehen? Wie kann ich wieder Halt finden?

      Ich bin noch so unter Schock das ich nicht klar denken kann, daher meine Fragen an Dritte, die sehen manches besser. Danke.

      • Ihr müsst reden, auch wenn es schmerzhaft ist. Das wird Dir auch helfen, wieder Struktur und Halt zu finden, weil dann die Abläufe klar werden. In erster Linie geht es um die Kinder, wie man die Trennung am wenigsten traumatisch für sie gestalten kann. Wo bleiben sie denn, bei Dir oder bei ihr oder seid ihr euch da noch nicht einig?

        Wenn das geklärt ist, kann man auch Finanzen und Umzüge planen. Du fragst, ob Deine Frau sofort ausziehen "soll", das ist ja ihre Entscheidung. Will sie denn ausziehen?

        • Wir sind im Gespräch. Leider habe ich den Eindruck das sie versucht die Angelegenheit nach ihren Wünsche und nach ihrem Tempo zu gestalten ohne besondere Rücksicht auf mich.
          Wir leben zusammen in meinem Haus, die Kinder haben hier ihren Mittelpunkt. Sie würde nicht allein in dem Haus weiterleben wollen (es gibt Gründe). Daher ist ein Auszug von mir z.Z. nicht denkbar. Zumindest für eine gewisse Zeit finde ich es besser die Kinder in ihrer vertrauten Umgebung zu lassen. Mir schwebt da so ein modifiziertes Nestmodell vor, d.h. ich würde mit den Kindern hier wohnen bleiben, sie betreut die Kinder wie gewohnt in meiner Abwesenheit, wenn ich da bin ünbernehme ich und sie geht wieder in ihre Wohnung.

          • Erstmal müssen die Kinder sowieso über die Trennung informiert werden und auch ihre Meinung äußern dürfen, mit wem sie wohnen wollen. Sollten sie nämlich wünschen, dass ihre Mutter sich hauptsächlich um sie kümmert, dann müsst ihr ein anderes Modell finden.

            Vielleicht gestaltet Deine Frau die Trennung nach ihren Wünschen und nach ihrem Tempo, aber ihr beide habt noch nicht einmal den ersten Schritt gemacht. Da kannst Du nicht verlangen, dass sie schnellstmöglich auszieht.

          • Dein Vorstellung ist aber auch nicht gerade das gelbe vom Ei.
            Klar, dass die Kinder da das letztere Wort haben, aber Deine Vorstellung von "Wir leben wie gewohnt weiter und Frau kommt als Babysitter" wird wohl eher wie Öl ins Feuer wirken.

            Ihr müsst das regeln, bei der Trennung muss jeder zurückstecken.

            • Es soll eine neue Form des Zusammenlebens gefunden werden. Das "modifizierte Nestmodell" was mir vorschwebt ist eine Idee. Klar, hat alles Vor- und Nachteile.

              Es bereitet uns Beiden sehr viele Schwierigkeiten mit der Situation an sich umzugehen. Nüchtern betrachtet sträuben wir uns Beide unsere Familie wie sie war aufzugeben. Wir schätzten unser gemeinsames "Nest". Insbesondere ich habe große Schwierigkeiten damit. Oft stelle ich mir die Frage nach dem WARUM, aber Gefühle sind nun mal Gefühle (sie hat keine neue Partnerin nur ihr Gefühl) und eine Lösung vom Kopf her wie soll das gehen?

              Es soll eine Lösung gefunden werden die so wenig wie möglich belastend ist. Guter Vorsatz, nur ist das möglich?

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