Partnerin schwanger, aber ich habe eine Affäre

    • (1) 26.03.19 - 12:37

      Hallo!
      Ich habe mich hier angemeldet, weil ich in einer echt verzwickten Sitation bin und dringend Rat suche.
      Ich bin mit meiner Partnerin seit 8 Jahren zusammen und wir leben seit dem auch zusammen. Natürlich hatten wir unsere Höhen und Tiefen. Besonders tief war es allerdings vor 2 Jahren, als sie eine kurze Affäre hatte.
      Sie hat sehr viel Reue gezeigt und wir haben damals beschlossen es nochmal zu versuchen, aber es war wirklich hart für mich.
      Ich liebte sie so sehr aber ich konnte es einfach nicht vergessen und distanzierte mich immer mehr von Ihr. Sie merkte das natürlich, klammerte und setzte mich immer mehr unter Druck bei ihr zu bleiben.

      Eines Abends war ich mit einer guten Freundin was trinken und eins kam zum anderen - wir hatten Sex. Wir wollten uns erstmal nicht wieder sehen, um Ruhe zu bewahren. Doch nach einigen Tagen wurde mir klar, dass ich Gefühle für sie habe. Ich wollte mich also von meiner Partnerin trennen. Ich bat sie um ein Gespräch und bevor ich reden konnte sagte sie mir, dass sie schwanger sei. Erst dachte ich sie pokert, aber dann hat sie mir den Test gezeigt.
      Achterbahnfahrt der Gefühle.
      Ich habe ihr nichts von der Affäre erzählt und ehrlich gesagt haben sich meine Gefühle für die werdende Mama reaktiviert. Sie ist heute im 6. Monat und wir gehen beide gut in der Planung, Umbau etc. auf.

      Ich habe nun vor einigen Wochen zufällig meine "Affärenfreundin" wieder gesehen, dann hatten wir wieder Kontakt, auch körperlich.
      Ich habe ihr alles erklärt, sie war natürlich schockiert, aber hat sehr verständnisvoll reagiert.

      Ich fühle mich so hin und her gerissen. Ich würde meine Partnerin nicht im Stich lassen und wäre immer für sie da.
      Dennoch muss ich ihr das von der Affäre sagen.
      Nur wann? Jetzt? Nach der Schwangerschaft? Wie gesagt, sie ist im 6. Monat.

      • (2) 26.03.19 - 12:49

        Hallo

        finde doch erst mal heraus was du wirklich willst!!
        Beide kannst du nicht haben.
        Bevor du das deiner Partnerin erzählst, solltest du mit dir im Reinen sein und mit der hoffentlich nicht halbherzigen Entscheidung für die werdende Mutter auch.
        Ansonsten produzierst du jetzt nur Chaos.
        Das ist auch schlecht für das Ungeborene.

        Ihr hattet beide eine Affäre.Denk darüber nach, ob eure Beziehung das dauerhaft verkraftet.Dafür muss man auch loslassen können.

        V.G.

        Was denn nun, hast du eine Affäre oder war das eine einmalige Sache? Aus deinem zweiten Treffen werde ich nicht schlau, ihr hattet also zweimal Sex? Sei ehrlich zu deiner Freundin, jetzt, mit allen Konsequenzen. Immerhin seid ihr jetzt quitt.

        (4) 26.03.19 - 15:50

        Sag es ihr nicht. Ihr seit eh quitt, also konzentrier dich auf eure Familie.

      • Du steckst in einer sehr schwierigen Situation.

        Es hört sich leider so an, als wärt ihr nach dem Vertrauensbruch deiner Partnerin und dem erneuten Versuch in einer nicht gesunden Beziehungsspirale gelandet.

        Ehrlich gesagt kann man aus deinem Post auch keine wirklich tiefen Gefühle ablesen, es hört sich eher nach Verantwortungsbewusstsein an, was dich ehrt, aber das ist keine Basis für eine gesunde langfristige Beziehung.

        Ein Seitensprung entsteht niemals aus dem nichts, und wenn man der Beziehung noch mal eine Chance geben will, muss man diesen gut aufarbeiten. Es gibt da nicht den Bösen und das Opfer, so einfach ist das leider nicht.

        Ich würde mir an deiner Stelle versuchen bewusst zu werden, ob du deine Freundin liebst, oder nur wegen des Kindes bei ihr bleibst. Man kann auch ein guter Vater sein, ohne mit der Mutter zusammen zu sein und eine unglückliche Beziehung zu führen.

        Solltest du dich für sie entscheiden, würde euch eine Paartherapie helfen die Beziehung langfristig in gesündere Bahnen zu lenken.

        Die Beichte deines Seitesprunges wird deine Partnerin sehr verletzen, überleg dir was es dir oder deiner Beziehung bringen würde es zu beichten. Machst du es nur um deines Gewissens Willen, oder bringt es die Beziehung weiter? Bist du mit deinen Gedanken schon längst woanders und eigentlich mental schon lange getrennt?

        Ich würde es ihr erzählen, wenn sie sonst es vielleicht selbst herausfinden oder über Dritte erfahren könnte, oder Dritte schon längst darüber Bescheid wissen. Es nicht von dir zu hören wäre in dem Fall noch viel verletzender.

        Alles in allem wünsche ich dir viel Kraft für die bevorstehenden Entscheidungen.

        Und noch etwas, ihr seid nicht quitt!!! So funktioniert eine erwachsene Beziehung nicht. Es gibt hier kein «quitt» (Haust du mich, hau ich dich. Betrügst du mich, betrüg ich dich…) Darüber sollten wir seit dem Sandkasten hinweg sein.

        (6) 27.03.19 - 10:16

        Also ich habe jetzt überlegt was ich antworten soll. Ich vertrete allgemein die Meinung dass man einen Seitensprung nicht einfach so beichten sollte. Warum? Na erstmal überlege dir was du willst. Welchen Zweck soll die Beichte erfüllen? Dich zu erleichtern auf Kosten der Partnerin? Oder willst du die Beziehung beenden. Auch da sehe ich keine Notwendigkeit zu erzählen dass es eine Andere gibt. Besonders nicht wenn die Partnerin schwanger ist. Wie wird es für sie wenn sie es erfährt? Du kannst sie besser einschätzen. Du kannst dich trennen, jetzt oder später. Wenn das dein Wunsch ist. Nur sollte meiner Meinung nach nicht eine andere Frau dafür der Grund sein. Und wenn du ehrlich mit dir selbst bist dann wirst auch auch die Gründe nennen können die schon da waren BEVOR die andere Frau ins Spiel kam. Sonst wäre es auch nicht passiert.

        Da ihr jetzt mit deiner Partnerin ein Kind bekommt werdet ihr für immer gebunden sein, das ist schon mal klar. Auch wenn ihr nicht zusammen bleibt. Das Kind verbindet euch. Du wirst Vater. Und es ist wichtig die Mutter des eigenen Kindes immer mit Respekt zu behandeln.

      • (7) 27.03.19 - 10:17

        Wenn Du bei ihr bleiben willst, halte die Klappe.

        Du hast fremd gevögelt also komm auch mit dem schlechten Gewissen klar. Deine Partnerin und Mutter Deines Kindes ist grade dem wohl heftigsten Hormoncocktail ihres Lebens ausgesetzt und Du willst jetzt nach 6 Monaten noch reinen Tisch machen, damit Du Dich besser fühlst?

        Es ändert nichts daran, was passiert ist und nichts an Deinen Gefühlen...

        ist übrigens nicht nur meine Meinung, sondern die vieler "Paartherapeuten" - oftmals ist das Beichten ein rein egoistischer Vorgang im Sinne von "Absolution" und beziehungstechnisch völliger Humbug.

        Hey....
        Ich bin der Meinung das du mit ihr reden und von deiner Affäre erzählen solltest, sie hat es damals auch getan. So wie es jetzt läuft wird es nicht gut gehen. Das ist ein ewiges hin und her.

        Ein guter Vater kannst du sein und vielleicht schafft ihr es sogar, eure Beziehung mit Ehrlichkeit und Vertrauen wieder aufbauen zu können.

        So allerdings, fehlt der wichtigste Grundstein.

        Ich wünsche euch alles Gute!

        Vielleicht ist Deine Freundin "absichtlich" schwanger geworden. Dieses Druckmittel ist ultimativ. Und wahrscheinlich hat sie schon vorher gemerkt, dass Du Dich distanzierst, vielleicht hatte sie sogar eine Ahnung, dass Du jemand kennen gelernt hast....und da zieht sie diese "Trumpf-Karte" des Schwangerwerdens um Dich bei ihr zu behalten.

        Das entbindet Dich natürlich nicht von Deiner Verantwortung. Hättest Du absolut kein Kind von ihr gewollt, hättest Du verhüten können. Jeder Mann, der mit einer Frau schläft, sollte wissen, dass Schwangerschaft immer eine Option sein kann.

        Letztlich klingst Du nicht so, als wäre die Beziehung zu Deiner Partnerin noch so gehaltvoll, dass sich ein Weiter-so lohnt.

        Die Situation ist misslich genug. Ich - ganz persönlich - würde ihr nichts von der Affäre erzählen. Denn die Affäre war mehr Symptom als Ursache für Euer Auseinanderleben. Allerdings würde ich die Paar-Beziehung mit ihr beenden. Als künftige Eltern werdet ihr ohnehin immer ein Team bleiben, mal mehr mal weniger.

        Dass Du sie nicht im Stich lassen willst, ist eine gute Voraussetzung, denn sie wird sicher deine Verlässlichkeit hinsichtlich Unterhalt und einer vernünftigen Umgangsregelung brauchen. Loyalität kennt viele Gesichter, dazu bedarf es keiner Paar-Beziehung.

        Sag es ihr , wie es ist. Dass nach ihrer Affäre für Dich etwas verloren gegangen ist. Was ja wohl auch so ist irgendwie. Sag es ohne Vorwürfe sondern ruhig und mir Bedacht.

        Es werden schwere emotionale Wochen vor Dir liegen, so oder so. Versuche, nicht den Kopf zu verlieren. Dafür aber mal mehr über eigene Verhütung nachzudenken.

        Alles Gute.

        Sie hat dich betrogen.
        Du hast sie betrogen.
        Jetzt ist ein offenbar ungeplantes Kind unterwegs.
        Klingt nicht gerade reif. Ich hab auch den Verdacht, dass sie das Baby als Druckmittel einsetzt. Denn wenn man nicht schwanger werden will, dann wird man es auch nicht. Dazu gibt's genügend Mittel.
        Schlimm genug, dass ein Baby das jetzt ausbaden muss. Tut mir leid für die strengen Worte.
        Dir würde ich raten mit offenen Karten zu spielen und dich erstmal von beiden Frauen zu distanzieren. Bis du weißt was du willst. Ob es die andere Seite dann auch noch will steht in einem anderen Buch.
        Zu warten bis das Baby da ist wird die Sache nicht besser machen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

        Du kannst auch ein guter Vater ohne Beziehung sein. Vielleicht sogar ein besserer Vater.
        Ihr habt beide keine reine Weste. Dass kann ein neuer Anfang sein oder das Ende. Dazu muss aber allen Beteiligten erstmal klar werden was sie überhaupt wollen. Das geht eben nur, wenn jeder mit offenen Karten spielt.
        Alle die hier raten nichts zu sagen möchte ich sehen wie sie reagieren, wenn sie erfahren würden, dass ihr Partner vor x Jahren eine Affäre hatte, aber lieber nichts davon gesagt hat. Die sagen dann sicher "ach so, ja ist ok". Natürlich kann es sein, dass es nie ans Licht kommt, aber eher glaub ich an den Weihnachtsmann.

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