BV nur für Nebenjob?

    • (1) 12.01.11 - 16:11

      Hallo!

      Es ist zwar bei mir noch nicht der Fall, aber ich frage mich trotzdem:

      Ich habe einen Hauptjob im Büro (sitzen, stehen, laufen, alles dabei, nicht schwer heben).

      Zusätzlich mache ich seit ca. 8 Monaten einen Nebenjob in einer Videothek. D. h. da trage ich zwar auch nicht schwer, aber ich muss mich ständig bücken, wieder hoch, 6 Std. am Stück stehen, ohne Pause.

      In einigen Wochen wird das gar nicht mehr machbar sein, da ich dann gar nicht mehr nach ganz hinten an die Schubladen komme.

      Kann meine Frauenärztin mir dann nur für den Nebenjob ein BV erteilen? Und wenn ja, bekomme ich dann trotzdem noch Geld von meinem Arbeitgeber? Jetzt werde ich ja nach Stunden bezahlt, aber dann hätte ich ja keine Stunden mehr und somit kein Verdienst?

          • Ja, mein Hauptarbeitgeber hat es schriftlich genehmigt, dass ich dort arbeiten darf.

            Klar bin ich sowohl beim Neben- als auch beim Hauptjob richtig angemeldet und bekomme bei beiden Tätigkeiten einen Gehaltsnachweis. Nix mit Schwarzarbeit oder so ;-)

            • Hallo,

              Aber die Arbeitszeiten bis 23 Uhr sind doch nicht Mutterschutzkonform, oder?

              Und Arbeitszeiten von 14 Stunden tgl. auch nicht, oder?

              LG, Andrea

              • Nein, jetzt natürlich nicht mehr.

                Deshalb ist die Frage, was geschieht.

                Also mein Arbeitgeber von dem Nebenjob wird sich absolut weigern mich freizustellen, noch mir jemals dafür Geld zu zahlen.

                Deshalb wird es wohl nur über ein BV gehen...

                • Hallo,

                  ich nehme an, dass der Nebenjob eine geringfügige Beschäftigung ist (also max. 400,- Euro/Monat. Wenn Du da wirklich offiziell angemeldet bist, zahlt dieser Arbeitgeber eine Pauschale u.a. für Mutterschaftsbedingte Ausfälle und hat deshalb durch eine Freistellung und Ersteilung eines Beschäftigungsverbotes durch IHN KEINE Nachteile.

                  Wenn Dir Deine Frauenärztin ein BV erteilt, wird es schwierig zu begründen, warum dies nur für den Nebenjob gilt. Das Ergebnis bleibt aber gleich. Der Arbeitgeber MUSS weiterhin das Gehalt zaheln. Wenn Du da jetzt Probleme siehst - WARUM?

                  "Also mein Arbeitgeber von dem Nebenjob wird sich absolut weigern mich freizustellen, noch mir jemals dafür Geld zu zahlen."

                  Sprich nochmal mit Ihm und sag Ihm, dass Du so nicht arbeiten DARFST!

                  Ich bin mir nicht ganz sicher, abr ich glaube, das Gewerbeaufsichtsamt ist da zuständig.

                  LG, Andrea

                  • Hallo Andrea,

                    ich habe mit dem Amt für Arbeitsschutz, Abteilung Mutterschutz gesprochen.

                    Rein rechtlich gesehen darf ich dort ab sofort nicht mehr arbeiten.

                    Der Arbeitgeber ist verpflichtet, eine "Gefahrenanalyse" (oder so ähnlich) an das Amt für Arbeitsschutz auszustellen - sofort.

                    Da werden alle Bedingungen lt. Mutterschutzgesetz geprüft.

                    Ich darf pro Werktag max. 8 1/2 Std. arbeiten, die habe ich beim Hauptjob schon raus. Sonntagsarbeit ist gar nicht zulässig - mache ich jetzt ja auch. Und ich darf max. 48 Std. pro Woche arbeiten (Mo-Sa). Da ich mich dort allerdings ständig bücken muss, was lt. Mutterschutzgesetz auch verboten ist, muss mein Arbeitgeber quasi dem Amt mitteilen, dass die Bedingungen lt. Mutterschutzgesetz nicht eingehalten werden und muss mir somit VON SICH AUS ein Berufsverbot erteilen.

                    Ab dem Zeitpunkt darf ich dort nicht mehr arbeiten.

                    Mein Gehalt steht mir trotzdem zu, der Durchschnittslohn der letzten 3 Monate ab Befruchtung. Das wären bei mir die Gehälter von September, August und Juli.


                    Das Gleiche muss mein Arbeitgeber vom Hauptjob machen - dort gibt es aber keine Probleme, also darf ich dort ganz normal weiterarbeiten.

                    Die Frau von der Behörde meinte, dass das eh auf ihrem Tisch landet, wenn es Probleme gibt, meldet sie sich oder wenn mein Chef versucht mich auszutricksen, soll ich mich noch mal melden.

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