Finanzamt Schikane?

    • (1) 22.12.15 - 12:37

      Hallo,

      mir kommt es so vor, als würde das FA uns schikanieren.

      Die verlangen

      -Bescheinigung des Arbeitgebers über die Anzahl der Arbeitstage - sowas gibts doch gar nicht? Und diese elektronische Steuerbescheinigung wird doch automatisch übersandt oder nicht?

      - Nachweise der Ausbildungskosten durch eine Studienbescheinigung. HÄ? Steht doch gar nicht drauf. Die Uni hat abgebucht, aber noch nie eine Rechnung ausgestellt und auf der Studienbescheinigung steht sowas doch gar nicht drauf.

      -Nachweise über Fortbildungskosten. - Habe da nur Benzinkosten angegeben und den mir zustehenden BEtrag zur Verpflegung, aber seit wann muss ich bitte die Tankbelege abgeben?

      Dann haben wir seit Jahren ein Haus, das teils vermietet wird und was dem FA bekannt ist. Jetzt will die offenbar neue Sachbearbeiterin wieder mal

      -Aufstellung der Mieteinnahmen
      -Vertrag über den Erwerb des GRundstücks (WOZU verdammt, wenn die das schon alles haben?????)

      Nachweise über Notarkosten von vor über 6 Jahren. Finden wir nicht mehr...

      Ist das normal, dass die nichts aufbewahren und wir ständig alles nachreichen müssen? Ich finde das grenzt an übelste Schikane

      • Hallo,
        - Bescheinigung über die Anzahl der Arbeitstage bekommst Du vom Arbeitgeber. Auf der elektronischen Steuerbescheinigung steht das nicht drauf.

        - Die Studienbescheinigung ist keine Rechnung, gehört aber zu den Steuerunterlagen. Sonst könnte man einfach behaupten, man studiere.

        - normalerweise reicht man keine Benzinkosten ein, sondern Fahrtkosten als Kilometerpauschale. Willst Du die tatsächlichen Kisten erstattet haben musst Du selbstverständlich alle Rechnungen beifügen. Warum rechnest Dunicht über die Kilometerpauschale ab?

        - das Finanzamt bewahrt gar nichts auf, sondern sendet doch zurück, zumindest bei uns. Rechnungen, die über mehrere Jahre erforderlich sind bewahre ich mindestens in Kopie zuhause zusätzlich auf (oder als Scan im Computer um Pspier zu sparen).

        - Schikane ist das nicht. Wir sind beim Finanzamt Geldern und werden auch sehr genau geprüft. Ist wohl ein Ausbildungsfinanzamt....

        Liebe Grüße Andrea

        • Hi,

          danke für deine Antwort.
          Das heißt, ich darf meinen Arbeitgeber damit behelligen mir einen Wisch mit den Arbeitstagen extra auszustellen?

          Die will ausdrücklich ja die Nachweise über Ausbildungskosten und fordert dazu die Studienbescheinigung. Das passt doch nicht zusammen?

          Ok. selbst wenn sie alles zurückschicken. Haben die das doch in ihren PCs vermerkt, wozu also ständig denselben Quatsch einreichen?

          • Sie wollen halt sehen, dass die Gebühren wirklich überwiesen wurden. Kann ja jeder eine Studienbescheinigung einreichen, aber letztendlich ist man vielleicht schon exmatrikuliert.

            Und wer nach 6 Jahren nicht mal mehr die Rechnungen vom Notar bei sich zu Hause hat, der sollte sich über ein Finanzamt nicht aufregen. Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

            • Ich mag ja Leute mit Halbwissen, die sich bei Problemen von anderen einen blöden Spruch nicht verkneifen können. :) Aber das Schöne ist diese Leute sind nicht perfekt und wenn sie auf die Schnauze mit etwas fallen - und das tun sie, wird es auch jemanden geben, der genauso reagiert, Süße.

              Die Rechnung vom Notar braucht man auch nur 3 Jahre aufzubewahren - so stand es auf der Rechnung selbst.

          Dann schick halt den Kontoauszug, aus dem der Überweisungsbetrag fürs Studium hervorgeht, noch dazu.

          Kilometerpauschale ist einfacher als Benzingeld.

          "Die" haben nicht alles in ihrem PC vermerkt, bei der Steuer werden ja, wenn Du das über Elster oder so machst, einfach die neuen Angaben "eingespielt", und da sich ja jedes Jahr etwas ändert, wird da auch nicht automatisch mit den Angaben des Vorjahres abgeglichen.

          Das mit den Mieteinnahmen ist normal, das mit den Arbeitstagen zwar nicht über üblich, aber keine Schikane. Wofür Du die Notarkosten einreichen sollst, ist mir so ad hoc nicht klar, frag einfach nach.

          LG

          Anja

        • (7) 22.12.15 - 14:45

          "Das heißt, ich darf meinen Arbeitgeber damit behelligen mir einen Wisch mit den Arbeitstagen extra auszustellen?"

          Was genau hat das Finanzamt denn angefordert?

          Wie viele Tage in der Woche du arbeitest, sollte auf deiner Gehaltsabrechnung stehen...

        (9) 23.12.15 - 14:13

        Wieviele Arbeitstage hast du denn angegeben?
        Die Uni bucht doch nicht einfach irgendwas ab, ohne in irgendeiner Form vorher mitzuteilen, wie hoch der Betrag ist
        aber zur Not kopier dir die Kontoauszüge

        ansonsten km-Geld abrechnen
        Ausbildungskosten- ggf. Belege einreichen, wenn vorhanden
        und Studienbescheinigung einreichen

        Wenn du bei irgendwas unsicher bist, ruf dort an.
        Das sind im Allgemeinen freundliche, hilfsbereite Leute, wenn man nett ist.

        LG

        Hallo,

        wieviele Arbeitstage hast Du denn angegeben? Arbeitest Du 5 Tage/Woche und warst nie krank? Dann sollten 230 Tage funktionieren. Meist werden 220 Tage ohne Nachfrage anerkannt. Bei Krankheit entsprechend weniger. Auch bei Mutterschutz und Elternzeit kann man natürlich nicht soviel abrechnen.

        Nachweis der Ausbildungskosten : Studienbescheinigung plus Kontoauszug.

        In ihren PCs muss gar nichts hinterlegt sein. Aber Ihr solltet Rechnungen, die Ihr absetzten wollt aufbewahren.

        Liebe Grüße Andrea

        • "Auch bei Mutterschutz und Elternzeit kann man natürlich nicht soviel abrechnen." Genau das stimmt eben nicht, natürlich kann man bei Elternzeit genauso viel abrechnen (Mutterschutz nicht!), denn die Anzahl der Arbeitstage kann ja geblieben sein.

          • Hallo Susanne,

            wie immer....

            Ich meinte Elternzeit im Sinne von NICHT arbeiten und nicht Teilzeit in Elternzeit etc.

            Wer während der Elternzeit natürlich weiterhin 5 Tage in der Woche arbeitet darf selbstverständlich weiterhin die volle Anzahl abrechnen.

            Liebe Grüße Andrea

            • Genau das, was du gemeint hast, ist aber z.B. für unser Finanzamt angeblich die einzige bekannte Variante gewesen.
              Man hat meinem Mann einfach mal bei zwei Monaten Elterngeld die Arbeitstage abgezogen, blöd nur, dass er eh nur 6 Wochen in Elternzeit war und da auch noch Teilzeit gearbeitet hat!

              Also sollte man schon nicht so verallgemeinern, damit auch die andere begreifen, dass es da viele Möglichkeiten gibt!

        Danke

(15) 22.12.15 - 13:00

Ich kann leider nur was zu den Arbeitstagen sagen. Manchmal kommt das Finanzamt auf die Idee, die Angaben aus der Steuererklärung zu überprüfen. Viele geben gerne mal 220 Tage an. Als bei meinem Arbeitgeber mal ein Steuerprüfer im Haus war, wollte der die Zeiterfassungen von allen Angestellten mit mehr als 30 km Arbeitsweg sehen. Und das für mehrere Jahre rückwirkend. Da sind dann einigen Aufforderungen zur Rückzahlung ins Haus geflattert. Eine Kollegin von mir hatte auf Anraten einer Freundin, die Steuerberaterin ist, auch immer 220 Arbeitstage angegeben. In einem Jahr hatte sie aber wegen vieler Krankheitstage und abgebummelter Überstunden nur 190 Tage gearbeitet. Ich glaube, sie musste 400 Euro zurückzahlen.

Top Diskussionen anzeigen