Schwanger, Jobwechsel, Probezeit?

    • (1) 11.11.16 - 09:13

      Hallo zusammen,

      ich bin hin und her gerissen... Ich habe einen Job angeboten bekommen im öffentlichen Dienst, den ich schon immer haben wollte. Allerdings habe ich mich im April (!!!) darauf beworben. Vor 3 Wochen war das Vorstellungsgespräch und gestern kam die Zusage. Die wissen nur noch nicht, dass ich inzwischen in den 10 ssw bin!

      Wenn ich da anfange, bin ich schon in der 18 ssw! Und dann kommt noch die Probezeit... Was soll ich tun? Annehmen und denen bei Beginn sagen, dass ich schwanger bin? Oder verzichten?

      Der Job ist unbefristet, mein Job, den ich jetzt, habe ist nur noch ein Jahr vertraglich gültig. Ich stecke in einer Zwickmühle und hoffe, ich könnt mir helfen...

      Viele Grüße
      Bonita

      • Danke für Eure Antworten!

        Natürlich will ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen, so ist das nicht. Mein Mann und ich haben besprochen, dass ich ein Jahr in Elternzeit gehe und er zwei Monate...

        Vielleicht sollte ich es einfach annehmen...

        Ein Chef, der einmal so was erlebt hat, wird wohl nie wieder Lust haben eine Frau unter 45 Jahren einzustellen. Das ist wohl nachvollziehbar, oder? Gerade im ÖD kann es sehr lange dauern, bis ein Einstellungsverfahren durch ist, und jemand passendes gefunden wurde. Er hat dann definitiv für 1,5 Jahre die Stelle in den Sand gesetzt. Und du wunderst dich dann über die schlechte Stimmung. Schreib dann bitte nicht demnächst, du brauchst ein BV wegen Mobbings.

        Dein Entscheidung ist gut für dein Bankkonto, aber schlecht für alle weiteren Frauen, die sich bei diesem AG bewerben möchten.

        • (7) 11.11.16 - 16:43

          Nein, das finde ich nicht. Der Chef hat IMMER das Nachsehen, auch wenn sie erst später, sagen wir in 6 Monaten, schwanger wird. Nur da hat er eben später das Problem. Klar ist das doof, aber für die Frauen ist das genauso doof! Und sie hat sich immerhin beworben, als sie wahrscheinlich noch nicht schwanger war. Frauen sollen und dürfen nicht benachteiligt werden, nur weil sie schwanger sind. Und wenn sie bis zum Beginn des Mutterschutzes arbeitet, ist das für mich völlig ok.
          Was soll sie denn machen? Den Job nicht annehmen, das Baby bekommen, 1 Jahr zu hause bleiben und danach einen Job suchen. Wenn sie ein zweites Kind möchte, sucht sie dann den neuen Job mit der Intention, innerhalb eines Jahres wieder schwanger zu werden, weil der Altersunterschied zwischen den Kindern nicht so groß sein soll. Dann heißt es wieder, dass es dem Chef gegenüber gemein ist, weil man den neuen Job angenommen hat, obwohl man ja wieder schwanger werden wollte ...

          Und falls die Schwangerschaft nicht hält (was ich nicht hoffe), und sie hat den Job abgesagt, bewirbt sie sich weiter, dürfte aber keinen Job annehmen, weil sie ja schwanger werden könnte und will und das ja dem Chef gegenüber wieder unfair wäre ...

          Und so weiter und so fort .... wo soll denn deine Logik hinführen?

          • Die Antwort hab ich ja schon gegeben: Karten auf den Tisch legen und es dem Chef offen sagen. Wenn er sie nimmt, dann hat er es akzeptiert und sie wird nicht unter schlechtem Arbeitsklima leiden. Nimmt er sie 1 Jahr später, dann hat sie bis dahin ihre alte Stelle.

            Wenn sie es verheimlicht, werden die Kollegen aus allen Wolken fallen. Die neue hat am ersten Tag einen Kugelbauch.

            Und in 3 Monaten heißt es hier ich werde gemobbt.

            Die Schwangere wird offiziell nicht benachteiligt. Aber alle künftigen Bewerberinnen werden es ausbaden.

            • (9) 11.11.16 - 17:11

              Deine Antwort hab ich irgendwie nirgendwo gefunden, aber egal. .-D

              Ach, das ist einfach eine blöde Situation! Ich bin froh, dass ich direkt schwanger geworden bin und mich dann quasi gar nicht erst beworben habe!

              Ich steh jetzt aber echt doof da. Ich hab studiert, promoviere momentan noch und hatte zuletzt Stipendium, welches jetzt ausgelaufen ist. Momentan bekomme ich gar kein Geld, dann 300 Euro Elterngeld und wenn wir Pech haben und unser Kleines erst im August 2018 in den Kindergarten geben können, hab ich 2 Jahre kein Einkommen. Das ist halt auch nicht geil, und das, obwohl ich immer viel "gearbeitet" habe ... wenn auch nicht "normal" bezahlt. Da ist mein Chef (bin an einer Uni, also ÖD, war auch drei Jahre angestellt, und nun zur Beendigung der Promotion eben Stipendium) auch nicht fair mir gegenüber. Das alles geht nur, weil mein Mann gut verdient und mich dann jetzt die nächsten 2 Jahre mitfinanziert.

              Von daher seh ich das vielleicht ein bisschen anders als du, weil so ein Chef ist ja oft auch nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ....

              • Warum stehst du doof da? Du und dein Mann ihr habt es so gewollt, so geplant und nun ist es so. Er verdient gut, ihr habt keine Not. Ich sehe nicht warum das ein Problem sein sollte. Dafür musst du ja auch nicht arbeiten gehen und kannst dich um dein kleines Kind kümmern. Das normalste der Welt, wie Millionen anderer Frauen es auch tun und immer getan haben. Ist es nicht völlig normal, dass es eine Rollenverteilung in der Familie geben darf? Ich glaube nur unsere durchgeknallte Gender-Politik will das als "out" verkaufen, dabei ist es eine gesunde und normale Sache.

            Beim Vorstellungsgespräch wusste sie vermutlich noch gar nicht, dass sie schwanger ist, nun hat sie ein Zusage. Soll sie nun hingehen und sagen, überlegen sie sich das mit der Zusage noch mal?!?

            Sie hat mit offenen Karten gespielt und hat den Job, nun ist sie schwanger, wo liegt das Problem.

            Und warum hat er die Stelle für 1,5 Jahre in den Sand gesetzt? Sie hat doch noch 30 Wochen bzw. 24 bis zum Mutterschutz, also ca. 6 Monate, also kein Problem!

            Wenns nach dir ginge dürften Frauen eigentlich nie schwanger sein, weil das ja evtl. blöd für den AG ist!

    (12) 11.11.16 - 16:34

    Annehmen! Du kannst ja, wenn alles gut ist, bis zum Mutterschutz dort arbeiten und der öffentliche Dienst ist ja bekannt dafür, dass es gute Teilzeitregelungen gibt, evtl. kannst du ja auch schon vor dem 1. Geburtstag deines Kleinen in Teilzeit wieder einsteigen.

    Du hast nix zu verlieren: Die alte Stelle ist eh befristet, und selbst wenn dein neuer Chef dir das mit der Schwangerschaft übel nimmt (was ich nicht denke und hoffe), dann musst du "nur" bis zum Mutterschutz "durchhalten" und stehst nach der Elternzeit auch nicht schlechter da, als wenn du den Job nicht nimmst!! Falls es blöd läuft, suchst du dir dann was neues. Aber das müsstest du ja auch, falls du die Stelle im öffentlichen Dienst nicht annimmst.

    Sobald du deine Schwangerschaft bekannt gibst, kannst du auch in der Probezeit nicht gekündigt werden!

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