Neuer Job und Arbeitszeiten

    • (1) 14.01.17 - 01:18

      Hallo Leute,
      ich habe zum 02.01. einen neuen Job begonnen.
      Laut Vertrag habe ich Gleitzeit mit einem Arbeitsbeginn zwischen 07:00 und 09:00. Problem ist nun, dass wir ein sehr junges Team sind. Da ist keiner über 35 und niemand beginnt vor 08:30 Uhr. Eher sogar 9:00 Uhr. So etwas kenne ich überhaupt nicht. In all meinen bisherigen Jobs war spätestens um 7 Uhr Arbeitsbeginn. Nun habe ich das Problem, dass ich gerne meine Kinder Abends noch sehen würde und bei den Hausaufgaben helfen würde. Leider versteht das keiner meiner neuen Kollegen. Diese haben zum Beispiel heute erst um 11 Uhr gestartet da man gestern feiern war. In meinem alten Job war Freitags nach 13 Uhr niemand mehr da. Hier wird Freitags um 18 Uhr noch gearbeitet. Mein Projektleiter schickt z.B. noch Samstags Emails. Selbst Sonntag Abends ist er schon wieder auf Montag eingestellt. Auf meine Nachfrage warum er Samstags arbeitet, kam nur, dass das doch ein normaler Werktag wäre. Dazu muss ich erwähnen, dass er Single ist. Dafür hat er mit keinen 30 ein Haus gekauft, welches er Sonntags renoviert. Kleine Singlebude mit 300 qm in bester Lage. ;-( Aussage von ihm ist,dass er für Familie und Frau keine Geld hat. Arbeitet ja nur fast 60 Stunden die Woche. Und jeden Sonntag über 10 Stunden in seinem Haus bzw. Villa.
      Irgendwas läuft da doch schief. Job macht riesig Spaß, aber der Großteil der Kollegen lebt nur zum arbeiten. Alle jung, aber da müssen es im Jahr mindestens 2 Monate Fernreise sein, das dickste Auto (großer BMW, Audi oder Mercedes) oder halt das viel zu große Haus.

      Gruß
      Wauwauwuff

      • Also was andere haben und wie sie ihr Leben gestaltet geht niemanden etwas an und tut somit nichts zur Sache. Inwieweit ist es denn ein Problem früher gemäß Arbeitsvertrag anzufangen? Ihr habt Gleitzeit, dann nutze es auch. Wenn die anderen es anders handhaben ist es deren Sache. So ganz verstehe ich dein Anliegen nicht.

        • (3) 16.01.17 - 10:53

          Schon mal an Meetings, Arbeiten im Team, Rückfragen, Arbeitsvorräte, Abteilungssitzungen usw. gedacht?
          Das macht alles nur wenig bis keinen Sinn, wenn man von 7-11 Uhr alleine im Büro sitzt.
          Dann ist man 11 bis 15 Uhr da und während der Rest dann bis 19 Uhr durch zieht geht man selbst um 15 Uhr nach Hause.

      Guten Morgen,

      ich muss zugeben ich verstehe Dein Problem auch nicht richtig. Du hast doch Gleitzeit, also nutze sie auch.

      Es kann Dir doch total egal sein ob die andren um 11 Uhr morgens kommen. Du bist halt früher angefangen.

      Ob Dein Chef am Samstag arbeitet braucht Dich doch nicht zu jucken. Du hast Wochenende.

      LG dore

    • Hat nicht jeder das Recht sein Leben so zu gestalten, seine Prioritäten so zu setzen wie er möchte? Was gehen dich die Arbeitszeiten, die Wohnverhältnisse und die Freizeitgestaltung deiner Kollegen an? Ich höre da ganz viel Verurteilungen zwischen den Zeilen heraus. Das finde ich problematisch fürs Arbeitsklima. Die anderen haben keine kleinen Kinder, und das ist ok so, genauso wie es ok ist dass du kleine Kinder hast und dich um sie kümmerst.

      Du kannst doch nicht von deinen Kollegen verlangen, dass sie dir zuliebe ihre Lebensgewohnheiten ändern. - Hast du das erwartet?

      Entweder es klappt so, dass ihr jeder zu euren Arbeitszeiten flexibel arbeitet, oder der Chef bzw. die Teamleitung muss die gemeinsamen Termine so planen dass alles in den Kernzeiten liegt. Oder du suchst dir einen anderen Job wo du besser ins Team hineinpaßt.

      Mir wäre es auch egal, wie andere leben oder wann andere anfangen oder wie es in der alten Firma war.
      Arbeite zeitlich so wie es bei Dir am besten passt und fertig!

    • Hallo,

      das Problem kann ich verstehen und das ist auf die Dauer auch sehr schwierig.

      Wenn die Mehrheit spät kommt und lange arbeitet, dann finden halt auch Abstimmungen später statt und es entgehen einem relevante Informationen. Mit der Zeit wird man immer mehr zum Aussenbseiter und kann auch, wegen fehlender Infos seinen Job nicht mehr optimal machen. Gleitzeit himn oder her, es passt nicht,

      Du hast zwei Möglichkeiten:

      1. schnellstens neuen Job suchen

      2. versuchen dich anzupassen. Anstatt das gemeinsamme Abendessen mit der Familie wird das Frühstück zum festen Termin und du hast immernoch Zeit für die Familie. Abends muss die Restzeit halt auch umorganisiert werden und die erste Zeit nach dem NAchhausekommen muß genutzt werden. Wenn es nicht klappt (2-3 JAhre Test) Jobwechsel. Vielleicht verändert sich durch eine "ungeplante Schwangerschaft oder einen weiteren neuen Kollegen auch innerhalb der 2-3 Jahre das Gefüge zu deinen Gunsten.

      Ich lese so zwischen den Zeilen, ganz gut versteckt, eine gute Portion Neid deinerseits heraus.

      Die anderen können nach dem Feiern ausschlafen und später anfangen, die fahren dicke Autos, haben tolle große Häuser, sind flexibel, können lange Fernreisen unternehmen und das tun, wozu sie Lust haben.

      Du musst dich arbeitstechnisch wahrscheinlich nach den Betreuungszeiten deines Kindes richten, wahrscheinlich fährt ihr eine (weniger schicke bzw. teure) Familienkutsche, wohnt im schlichten Einfamilienhaus oder "nur" in einer Wohnung, macht günstigen Urlaub, der zum Großteil aufs Kind ausgerichtet wird und die knappe Freizeit wird für Haushalt, Einkaufen, Kind bespaßen usw. genutzt.

      Würdest du deine Familie gegen den Luxus deiner Kollegen tauschen? Wenn nein, dann akzeptiere einfach, daß die eine andere Art zu leben haben und vor allem: bewerte das nicht. Das steht dir in keinster Weise zu, du möchtest ja auch nicht, daß andere den Kopf über den schütteln, weil du mit Kind und Familie ein Klotz am Bein hast.

      Jeder lebt SEIN Leben und macht das beste draus. Wer unzufrieden ist, dem steht zu jederzeit frei, etwas daran zu ändern.

    Ich verstehe das Problem auch nicht so richtig. Also, du fängst irgendwann von 7-9 an und arbeitest dann deine +/- 8 Stunden. Auch, wenn deine Kollegen 2 Stunden später anfangen und entsprechend länger bleiben, werden Besprechungen doch dann angesetzt, wenn alle da sind, richtig? Und wenn dein Teamleiter Samstags Mails schickt, liest du die halt Montag morgens. Oder wird erwartet, dass du in deiner Freizeit liest und reagierst? Leidet die Kommunikation mit deinen Kollegen unter euren Arbeitszeiten? Gehen Infos an dir vorbei? Oder hast du das Gefühl, dich anpassen zu müssen?
    Auf meiner Arbeit gibt es auch Spezialfälle, die täglich 12 Stunden im Betrieb verbringen, aber die haben ja mit mir nichts zu tun. Wenn der Kollege meint, das muss so sein, seine Entscheidung - ich werde mit meiner Arbeit schneller fertig und gehe dann. Punkt. Allerdings leidet da weder das Verhältnis noch die Arbeit drunter.

    Hallo!

    Wo genau ist jetzt DEIN Problem?#schwitz

    Lg Sportskanone

    (12) 14.01.17 - 14:39

    Hi,

    ist es eine Agentur? Sorry, da ist man dann eigentlich komplett falsch, wenn man ständig auf die Uhr schaut, um Feierabend zu machen.

    Es gibt halt Jobs, indem man ständig arbeitet!!! Ich kann in menem Job auch nicht mehr arbeiten, weil es nicht mit Kindern passt, ausser man hat ein Aupair...

    lg
    lisa

    Hallo!
    Ich glaube, ich kann die Situation verstehen......sehe aber auch das Problem, dass du (zumindest in der Art wie du es schilderst) den Lebensstil der Kollegen mit deinem vergleichst und (ab-)wertest. Das ist nicht gut. Mir geht's da nicht um Moral, sondern um den Teamgeist, die Zusammenarbeit und letztlich auch um deine Gefühle. Wer sich ständig vergleicht wird nämlich schnell unzufrieden... Aber bezüglich des Vergleichens wurde ja schon viel gesagt. Jeder sucht sich eben seinen eigenen Luxus. Ob das nun ein Baby, ein Auto, eine Villa oder Urlaube sind, jeder hat eigene Prioritäten.

    Ich kenne das Phänomen, dass (sofern man sich im Job und Team wohl fühlt) die Kollegen ohne Kinder auch gerne mal etwas länger bleiben. Manchmal zum Arbeiten, manchmal zum Quatschen und oft vermischt es sich. Da hat man natürlich einen "Informationsvorsprung". Als Berufseinsteiger und ohne Kinder genieße ich das auch sehr. Nochmal schnell 'nen Tee oder Kaffee vor der Heimfahrt. Die Kollegen kennenlernen, schnell nochmal die nächste Woche besprechen,...
    Die Kollegen mit Familie sind dann seltener dabei. Man sieht aber auch deutlich, dass die, die sich interessieren trotzdem voll im Team sind und auch immer sehr darauf geachtet wird, dass alle wichtigen Infos ankommen. Besonders gut klappt es bei denen, die sich bewusst einen Tag in der Woche eine längere Kinderbetreuung gönnen oder sich mit dem Partner abwechseln. Ein Kollege wechselt z.B mit seiner Frau: Montag ist Papa-Nachmittag/Abend und er kümmert sich "alleine" (wenn nichts Besonderes ist), sodass sie entspannt im Büro bleiben kann. Und am Freitag darf er dafür mit uns länger quatschen oder Überstunden machen während sie die Kids managed. Eine weitere Kollegin ist voll im Team und hat eine Teilzeitstelle. Sie nimmt aber oft Dinge nicht mit ins Homeoffice um noch etwas Kontaktzeit (und sei es beim Mittagessen) mit uns zu haben. Dadurch ist sie nie außen vor. Automatsch wird dann daran gedacht Besprechungen möglichst so zu legen, dass sie da ist. Wenn wir "Jungen" dann aber den Weggehabend planen steigt sie auch gerne aus und lässt es sich dann hinterher erzählen :) Bei gegenseitigem Interesse erzählt jeder aus "seiner Welt". Wenn die Kids dann mal krank sind ist es auch für alle selbstverständlich, dass sie die Arbeit auf ein Minimum reduziert.

    Natürlich haben wir auch Kollegen, die 9-5 machen und dann gleich weg sind. Ist OK, sind halt weniger im Team integriert - ihre Entscheidung. Meist sind es aber die, die auch selten nachfragen - sei es beruflich oder privat.

    Vielleicht wäre eines der oben genannten Modelle ein Weg für dich.
    Das es funktioniert kann natürlich keiner garantieren. Aber dann wäre entweder ein offenes Gespräch mit dem Teamleiter eine Lösung (Ich würde gerne Familie und Teamarbeit mehr unter einen Hut bekommen, dazu habe ich mir überlegt, dass ich....) ...oder langfristig ein anderer Job.
    Es gibt einfach leider Branchen und Positionen, die sich schwer mit 9-5 Arbeitszeiten vereinbaren lassen...

    Viel Erfolg und liebe Grüße

    Hmm ihr habt mir glaube ich etwas die Augen geöffnet.
    Das Thema Neid hatte ich bis jetzt noch nicht auf dem Schirm.
    Aber dieses trifft es glaube ich ziemlich gut.
    Finde es immer noch hart, wenn man den Kollegen sieht der mit fast 30 ein Haus kauft.
    Bei uns ist es nur die 4 Zimmerwohnung zur Miete, da hier die Häuser einfach unbezahlbar sind.
    Selbstverständlich geht bei mir die Familie vor. Hätte auch gerne weiterhin nur Halbzeit gearbeitet, aber dies ist finanziell leider kaum drin. Man möchte seinen Kindern ja auch etwas bieten.
    Tue mir leider immer noch etwas schwer, wenn ich sehe was die ungebundenen Kollegen sich alles leisten. Aber hieran muss man sich wohl gewöhnen.
    Denke mittelfristig muss ich mich daran gewöhnen, dass ich höchstens die 40 Stunden die Woche arbeiten kann. Und das ist das absolute Limit.
    Werde versuchen meinen Chef anzusprechen, dass die wichtigen Besprechungen nur noch in der Kernzeit stattfinden. Bin halt noch in der Einlernphase und benötige noch einige Rückfragen.
    Ihr habt recht, jeder soll nur so viel arbeiten, wie er persönlich verantworten kann. Als Mama ist es halt nicht möglich 50 Stunden die Woche zu arbeiten und dann auch noch seinen Kindern gerecht zu werden. Glaube ich muss mir einen dicken Pelz zulegen, da hin und wieder der Kommentar kam, ob man heute schon wieder einen halben Tag Gleitzeit hat.
    Bemühe mich jedoch sehr auf ein gutes Miteinander. Die meisten Kollegen verstehen dies auch.
    Die paar Workaholics muss ich wohl links liegen lassen.
    Hoffe es entspannt sich die nächsten Monate, wenn ich den Großteil selbstständig erledigen kann.
    Euch nochmals vielen Dank für eure Meinung.

    Gruß
    Wuffwuffwau

    • Guten Morgen!

      Ich kann das Bissl Neid schon verstehen :) Ich denke, dass geht vielen so. Mir zumindest auch....wenn ich manche Kollege sehe, die schon lange im großen Eigenheim residieren....oder ich mich an den Q7s vorbei in mein Autochen quetsche :)

      Aber immer wieder öffnet mir dann einer der Kollegen die Augen. Neulich meinte einer mal ganz direkt wie gut ich es habe: "Wenn ich jetzt im Lotto gewinn, dann hätte ich noch nichtmal jemanden mit dem ich das teilen könnte!" Man kann einfach Traumurlaub, Villa, Boot, Kinder und eine glückliche Familie nicht vergleichen! Und jeder hat halt seine Prioritäten (und vieles sieht man nach außen gar nicht).

      Und es heißt ja auch nicht, dass eines schlechter ist!
      ...und wenn du dich mal eingelebt hast, dann wird bestimmt alles leichter und die Stimmung besser. Und du kannst ja trotzdem mitreden und nachfragen....ich Rede auch mit dem Q7-Fahrer über Autos und gebe zu, dass es halt einfach nicht meine Prio ist.

      Alles Gute!:-)

(16) 16.01.17 - 10:50

Versuche die Arbeitszeiten so umzusetzen, wie Du Dir das mit Familie und Kindern vorstellst. Es sieht aber so aus, als würde der neue Job nicht unbedingt perfekt zu Deinem Lebensplan passen.

Gibt es eine Kernzeit ... rein gleiten bis 9 Uhr und anwesend bis ...?
In der Kernzeit MUSST Du da sein!

Früher oder später könnte/wird aber der AG Druck aufbauen, wenn Du z.B. die Freitagsnachmittagssitzung um 17 Uhr regelmäßig absagst bzw. mit Abwesenheit glänzt, obwohl die Kernzeit z.B. am Freitag um 15 Uhr endet und Dur regulär gehen kannst, wenn die Wochenstunden erreicht sind.

In so Fällen gilt immer der schöne Satz, "Die Probezeit gilt nicht nur für den Arbeitgeber."

Such Dir einen neuen Job und dann kündige.

PS.: Der Laden klingt nach einer Ansammlung arroganter Schnösel. Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Spiele das Spiel mit ... oder komme morgens mal mit dem Fahrrad zur Arbeit oder noch besser per ÖPNV ... so als Statement. ;-)

(17) 16.01.17 - 13:21

Hallo,

also ich kann Dein Problem vom Grundsatz her definitiv verstehen. Zumindest, was die Arbeitszeiten anbelangt.

Als berufstätige Mutter ist man darauf bedacht, dass man seine Arbeit möglichst zügig erledigt um dann wieder pünktlich zu Hause bei den Kindern zu sein. Das geht mir nicht anders. Muss ich mal abends etwas Zeit dran hängen, bekomme ich sofort ein schlechtes Gewissen meinem Sohn gegenüber.

Alle Deine Kollegen scheinen jung und kinderlos zu sein - da ist es egal, ob man um 17.30h oder erst um 20.00h nach Hause kommt. Das war bei mir früher nicht anders: Arbeitsbeginn zwischen 08.30/09.00h und Arbeitsende gegen 19.00/20.00h. Es war einfach egal, wann ich nach Hause kam. Außerdem waren meistens noch genug Kollegen im Büro so dass die Überstunden auch noch Spaß gemacht haben.

Ich kann mir vorstellen, dass Deine Situation sich zukünftig als schwierig gestaltet, weil Du ja wirklich komplett andere Arbeitszeiten hast, als Deine Kollegen. Auf kurz oder lang wirst Du in einigen Dingen sicherlich außen vor stehen, weil Du einfach bei den Arbeitszeiten nicht mithalten kannst. Hier kann man nur hoffen, dass die ein oder andere Kollegin vielleicht auch in absehbarer Zeit ein Kind bekommt und es mehr von "Deiner Spezies" gibt.
Allerdings wusste der AG bei der Einstellung, dass Du Kinder hast und somit sollte allen klar sein, dass Deine Arbeitszeiten relativ starr sind und am frühen morgen beginnen.

Ich würde mir die Situation jetzt erst einmal noch eine Weile ansehen. Vielleicht empfindest Du den Zustand als viel schlimmer als er eigentlich ist. Wobei ich mir auch etwas blöd vorkäme die Einzige zu sein, die immer darauf bedacht ist, früh gehen zu müssen...

Alles Gute Dir!

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