Homeoffice und Entfernungspauschale

    • (1) 22.02.17 - 15:51

      2015:

      Herr Müller pendelt 5 Tage die Woche zu seinem Arbeitsplatz mit seinem privaten PKW.

      Somit ergibt sich bei der Steuererklärung eine Angabe der gefahrenen Tage abzüglich Urlaub/Krankheit. (max. 230 Tage)

      2016:

      Herr Müller hat seit ca. Juni 2016 ab und an Homeoffice, die restlichen Tage weiterhin wie in 2015. Homeoffice nicht regelmäßig, aber meist mind. 2 Tage pro Woche, manchmal aber auch eine Woche gar nicht - also quasi so auf Zuruf. Zuhause existiert kein konkretes Arbeitszimmer, daher nicht steuerlich absetzbar. Kann er stattdessen bzw. trotzdem alle Tage als gefahren deklarieren? Oder müssen alle Homeoffice-Tage rausgenommen werden?
      Oder gibt es da Sonderregelungen?

      LG
      Frau Müller

      • (2) 22.02.17 - 16:43

        wenn er ehrlich ist gibt er nur die tatsächlichen Tage an, im Zweifel könnte das FA nämlich auch eine AG-Bescheinigung hierüber anfordern, Sonderregelungen gibt's da keine

        • (3) 23.02.17 - 12:14

          Aber das Wort "Homeoffice" taucht ja nirgends in der Steuererklärung auf. (also als Wink für das FA zwecks Nachfrage). Der Arbeitgeber schickt doch da von sich aus nix hin, oder? Dann hätte sich die Frage ja eh erledigt.

          Also:

          Max. könnte man die 230 Tage angeben.
          Zieht man Urlaub und Krankheit ab, käme man auf ca. 175 Tage (nur so als Beispiel)
          Zieht man die HO-Tage auch noch ab, käme man evtl. auf ca. 140 Tage.

          Ich weiß, dass nur die letzte Variante ehrlich wäre, aber ein Bekannter meinte mal, wenn ihr kein Arbeitszimmer absetzt, dann könnt ihr alle Tage als gefahren angeben - und das macht mich stutzig.............

          • Solange das Finanzamt nicht tiefer prüft wird es wahrscheinlich nicht auffallen...
            Sollte das Finanzamt eine Steuerprüfung z.B. bei der Firma macht, könnte es z.B. auffallen das das Unternehmen Ausgaben für Homeoffice-Arbeitsplätze in der Buchhaltung hat, darüber könnte dann eine Kreuzprüfung auf die Mitarbeiter erfolgen und geprüft werden ob die Steuererklärungen dieser dahingehend stimmig sind...

            Ich habe keine Ahnung wie tiefgründig solche Prüfungen beim FA sind, aber in Zeiten von elektronischer Datenerfassung und den damit möglichen Abgleichs- und Auswertungsalgorithmen weiss man nicht was darüber alles geprüft wird....

            Wegen der paar Euro würde ich darauf verzichten bei der Steuererklärung offensichtlich zu betrügen...

          • Dein Bekannter gibt also Ausgaben vor, die er gar nicht hat, um seine Steuerlast zu verringern.

            Wenn das Arbeitszimmer absetzbar ist, dann soll er das Arbeitszimmer absetzen. Wenn nicht, dann geht das eben nicht, das ist trotzdem kein Grund sich das Geld "anderweitig" zu beschaffen.

            Wenn ihr das Gefühl habt, Home Office benachteiligt euch, dann müsst ihr mit eurem AG reden und fragen ob ihr stattdessen jeden Tag ins Büro kommen könnt. Wenn nicht, vielleicht ist dann ein anderen Ausgleich von AG drin, wenn ihr den nicht eh schon bekommt.

            Was ihr vorhabt ist schlichtweg Steuerbetrug.

      Hallo,

      Theoretisch kann er nur tatsächlich gefahrene km abrechnen.

      Durch homeoffice hat er doch schon Vorteile....

      Aber das FA weiß ja nichts davon.

      Bei uns werden pauschal max. nur 220 Tage angerechnet.

      Lg costa

    • Ist doch ganz klar, die Home Office Tage werden gezählt und an diesen Tagen wird keine km Pauschale abgerechnet. Das zählen geht ganz einfach über die Zeitnachweise. Wenn zählen nicht geht, wird geschätzt.

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