Frage zur finanziellen Situation meiner Schwester

    • (1) 08.10.17 - 17:22

      Schönen guten Tag liebe urbia-Nutzer,

      ich habe ein paar Fragen. Es tut mir sehr leid, da dies vermutlich ein ziemlich langer Text wird. Und vermutlich wird das ganze auch sehr unzusammenhängend und mehr oder weniger verwirrend. Kann auch gut sein, dass ich es nicht schaffe auf den Punkt zu kommen. Trotzdem vielen Dank schon einmal an die, die sich durch das geschriebene durch quälen werden.
      Ich hoffe trotzdem, das mir vielleicht der ein oder andere Tipp weiter helfen könnte. Oder vielleicht sogar jemand eine Ahnung hat, an wen oder wohin ich, meine Mutter oder meine Schwester, uns wenden können.
      Mir wächst folgendes gerade wirklich etwas über den Kopf:
      Meine Schwester (21 Jahre alt) hat am 11. September eine kleine Tochter zur Welt gebracht.
      Nun ist meine Schwester nicht gerade die Verantwortungsvollste. Sie lebt noch bei meinen Eltern im Haus und hat kurz vor der Geburt ihre letzte Ausbildungsprüfung gemacht und diese nicht bestanden. Und nun (sagt sie), kann sie diese im Frühjahr nächsten Jahres wiederholen. Und schon hier fängt es an, das mir die Fragen die ich zu all dem habe schon etwas über den Kopf wachsen.
      Ich muss leider sagen, das meine Schwester einfach keine Übersicht hat über irgendetwas. Ich liebe sie sehr, aber sie ist nicht die Hellste und noch dazu kann man schwer einschätzen wann sie nun lügt und wann nicht. Außerdem hat sie ein unglaubliches Temperament und wird ziemlich schnell, extrem Sauer und Aggressiv wenn sie nicht weiter weiß und sie sich mit Fragen überfordert fühlt. Sie ist also leider, ein sehr schwieriger Mensch. Dem ich gern helfen würde. Was jedoch leider nicht geht, da ich mit ihrer finanziellen Situation etwas überfordert bin.
      Sie und ihr Freund haben sich leider um gar nichts gekümmert, was die Finanziellen Dinge angeht und immer wenn meine Mutter, oder ich ihr helfen wollten, hat sie gesagt, sie würde sich kümmern und ist manchmal mehr, manchmal weniger, ziemlich ausgerastet. Leider stellte sich dann aber zwei Wochen vor der Geburt heraus, dass sie sich um überhaupt nichts gekümmert hat. Was bedeutet, dass sie wirklich keinerlei geldliche Mittel hat.
      Ihr Freund ist komplett unzuverlässig. Er hat die Vaterschaft beantragt und anerkannt bekommen, ist nun aber nicht bereit Unterhalt zu bezahlen, weil sein Konto 200 Euro im Minus ist. Er lebt bei seiner Mutter im Haus, bezahlt dort Miete, lebt aber die letzten zwei Monate eigentlich bei meiner Mutter im Haus, mit allem was dazu gehört und wenn man ihn bittet, dass er einen finanziellen Beitrag leisten soll, sagt er nur, er sei Gast im Haus meiner Mutter und habe seine eigene Wohnung die er bezahlen müsse.
      Meine Mutter ist am Ende, sie weiß nicht was meine Schwester alles beantragt hat, was sie bekommen wird und wie sie alles über Wasser halten soll.
      Meine Schwester kümmert sich zwar sehr gut um das Kind, lässt aber einfach alles andere komplett liegen, auch jetzt noch, vier Wochen nach der Geburt. Das einzige was sie schafft, ist sich jeden Tag aufs neue über ihren Freund zu ärgern, der wie gesagt auch sehr unzuverlässig ist.
      Er schafft es kaum einfach mal eine Stunde aufmerksam mit dem Kind zu verbringen. Lieber verfolgt er nach wie vor auf dieselbe Art und Weise seine Hobbys und ist maximal 2-3 Stunden am Tag wirklich Zuhause bei meiner Schwester und dem Kind, weil er Abends um spätestens 20 Uhr zu Bett geht, da er morgens um vier Uhr aufstehen muss. Seine Erklärung dafür ist genau wie vor der Geburt der Kleinen: Er braucht immer acht Stunden schlaf pro Nacht, weil das einfach schon immer so war. Baby hin oder her.
      Für mich ist es nicht einfach das Ganze zu verfolgen oder zu unterstützen, da mein Mann und ich ca. 400 km entfernt leben und die einzige Übersicht die ich mir verschaffen kann aus dem Erzählen/Sagen meiner Familie stammt. Und meine Mutter so wie meine Schwester haben keinerlei Übersicht oder Ahnung von diesen Dingen.
      Dazu muss ich jetzt noch sagen, das ich noch eine weiter Schwester habe (und zwei Brüder), die sich auch mit der Babymama zur Arbeitsagentur auf gemacht hatte, ca. eine Woche bevor die kleine geboren wurde. Aber von dieser hat sie bisher noch keine Rückmeldung bekommen. Bei der Krankenkasse waren sie auch, für Mutterschaftsgeld, das sie aber nicht bekommt, da sie wieder über meinen Stiefvater Familienversichert ist. Aber bedeutet dass nicht gleichzeitig, dass sie nicht mehr in der Ausbildung ist? Das ganze verwirrt mich.
      Also alles in Allem würde ich einfach nur gern ein paar Dinge wissen. Wie zum Beispiel, was ihr nun in ihrer speziellen Situation, finanziell zusteht!? Ist sie nun noch bei ihrem Ausbildungsbetrieb beschäftigt, bis sie die Prüfung wiederholt hat? Woher bezieht sie nun ihr Geld? Bekommt sie Hartz IV? Hat sie Anspruch auf irgendeine Art von Elterngeld? Gibt es irgendeine Art von Finanzieller Unterstützung für das Baby und/oder meine Schwester? Auch von der Seite des Babyvaters?

      Entschuldigt bitte diese Wand von Text und auch von vornherein schon einmal vielen Dank an die Leute, die sich bis hierher durch den Text gequält haben.

      Liebe Grüße zum Sonntag,
      Emeny

      • Hallo

        Was für ein Schlamassel!

        Der Kindsvater (also ihr Freund) ist zunächst einmal zu Unterhalt gegenüber dem Kind verpflichtet. Die Höhe hängt von seinem Gehalt ab. Wie viel verdient er?

        Wenn er genug verdient kann es sein dass er auch deiner Schwester Unterhalt für sie selbst zahlen muss.

        ALG II (Hartz IV) kann sie beantragen, nur ob und wie viel sie bekommt weiß ich nicht. Das Amt wird hier ihren Freund sowieso mit ins Boot holen. Was er bezahlen muss, wird vom Amt nicht übernommen. Wenn Sie das von ihm nicht einfordert dann ist das dann Ihr Problem!

        Deine Eltern sind natürlich auch in einer bescheidenen Situation. Finanzieren Sie im Moment alles? Dann hilft nur Geldhahn bis auf das notwendige zudrehen. Es kann übrigens auch sein, dass auch Deine Eltern noch zu Unterhalt verpflichtet sind. Da musst Du aber Experten fragen, ich gehöre nicht dazu.

        LG

        • HartzIV geht nicht, weil die Eltern bis jetzt und bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluß auch unterhaltspflichtig sind.

          Aber da das Mädchen ja auch bei der Mutter wohnt, hat sie da kein Geld zu erwarten. Mit der Versorgung hat die Mutter m.E. ihre Pflicht erfüllt.
          Fürs Kind muss der Kindsvater mit aufkommen, er muss zahlen.

          Einfach mal zum Jugendamt gehen.

      Hallo Liebes,
      deine Schwester hat definitiv auf 192€ Kindergeld Anrecht. Schnell das Formular ausfüllen (online) und zur Kindergeldkasse. Das Geld wird dann rückwirkend von der Geburt bezahlt.
      Da sie wenn ich es richtig verstanden habe gearbeitet hat, hat sie auch Anrecht auf Elterngeld. Da am besten mal beraten lassen. Ihr stehen definitiv für ein Jahr 300€ und für 2 Jahre 150€ Elterngeld zu.

    • Hallo,

      auch wenn es Familie ist und Deine Mutter so lieb, die ganze Familie bei sich aufzunehmen, würde ich ein (nur EIN) klärendes Gespräch anstreben:

      Deine Mutter sagt klipp und klar:

      Wir machen jetzt EINMAL die Finanzen und Anträge alle gemeinsam. EINMAL! Und ab da helfe ich gern, aber Ihr kümmert euch selbst darum, dass Anträge rechtzeitig gestellt werden.

      Wird das jetzt nicht umgesetzt oder die beiden zögern das hinaus bzw. arbeiten nicht mit, werden sie SOFORT vor die Tür gesetzt.

      Sie sind ja nicht obdachlos. Der Freund hat eine Wohnung. Dann muss sich halt die Mutter des Freundes um die Familie kümmern. Die wird es wahrscheinlich auch nicht anders machen, als den Kindern die Pistole auf die Brust zu setzen.

      Wenn sie nicht wollen, dann haben sie Pech. So hart es ist, aber leben kann man so nicht. Nicht Deine Mutter. Nicht Deine Schwester. Nicht das Baby.

      Und hoffentlich nimmt Deine Schwester die Hilfe an und alles wird gut. Aber seid darauf vorbereitet, dass Ihr sie aus dem Haus ausziehen müsst, wenn sie nicht will.

      Wie sagt man im Norden: Wat mutt, dat mutt!

      LG

      (6) 08.10.17 - 19:45

      Ausbildungsprüfung darf 2x wiederholt werden.
      Damit ist deine Schwester noch in einem Arbeitsverhältnis.
      Somit ist sie Beitragsfrei für Mutterschutz.
      Bitte klären. Evtl hat sie gekündigt oder fehler vom Personalbüro
      Hat sie Elternzeit beantragt bei ihrem Arbeitgeber?
      Hat sie alle Unterlagen eingereicht?

      Mutterschutzgeld
      Elterngeld
      Kindergeld
      beantragen.

      Hilfe beim Jugendamt einholen und Unterhalt vom Kindsvater einfordern.

      Deine Mutter soll und muss deiner Schwester mal richtig in den Hintern treten und sie finanziell nicht unterstützen.

    • (7) 09.10.17 - 10:46

      Das klingt jetzt vielleicht hart, aber manche müssen erst so richtig auf die Schnauze fallen, um wach zu werden. Einige schaffen es auch nie.

      Deine Schwester hat Null Eigenverantwortung, Ehrgeiz oder Anstand und lebt auf Kosten der Mutter im Paradies.

      Normal sollte man hier mit dem Ausbildungsbetrieb sprechen, wie es weiter geht.
      Die Schwester sollte mal die Hosen runter lassen, sprich Kontoauszüge vom letzten halben Jahr. Gibt es noch ungeöffnete Post??? Sicher wird es die geben!

      Anschließend letzte Ansage, den Weg mit ihr zu gehen und ansonsten, lasst sie fallen.
      Eure Mühe bringt nix, wenn sie nicht will.

      Paar Punkte noch:
      Deine Mutter sollte den Freund deutlich in die Schranken weisen und anschließend vor die Tür setzen.

      Arbeitsangentur anrufen und en aktuellen Stand erfragen.

      Man kann mMn sehr wohl Familienversichert und in Ausbildung sein ... Ausbildungsbetrieb anrufen, wenn Du Hoffnung hast, dass sie zumindest irgendwie den Abschluss hin bekommt.

      Dürfte auf HartzIV ein Leben lang hinaus laufen.
      Ich gratuliere.
      Aktuell ist es vermutlich eine Bedarfsgemeinschaft mit Elternhaus ... wird wohl nix geben. Kindergeld bekommt sie. Elterngeld?

      "Gibt es irgendeine Art von Finanzieller Unterstützung für das Baby und/oder meine Schwester? Auch von der Seite des Babyvaters?"

      Wenn sie auch nur über etwas mehr IQ als ein Toastbrot verfügt, kneift sie die Arschbacken zusammen, die Omi kümmert sich mit ums Baby. Es wird fleißig gelernt für die versaute Prüfung. Prüfung machen und bestehen. Langsam ans Berufsleben ran geführt werden und wenn die Kurze 2-3 Jahre alt ist, Teilzeit anfangen mit Ziel Vollzeitstelle. Oder eben HatzIV ein Leben lang. Juchuh!

      Den Kindsvater würde ich abhaken ... da ist nix zu erwarten!

      Ich würde nach einem Mutter-Kind-Heim suchen.

      Ich denke deine Mutter hat nicht die notwendige emotionale Dstanz deine Schwester ins echte Leben zu schubsen.

      Dort bekommt deine Schwester die notwendige Unterstützung um ihr Leben in den Griff zu bekommen.

      Meine große Tochter hat ihr erstes Kind mit 18 bekommen (ich übrigens auch), sie hat sich um alles alleine gekümmert, mich höchstens hier und da um Rat gefragt. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie eine 21jährige sich verantwortungsvoll um ein Kind kümmern soll, wenn sie nichteinmal ihr eigenes Leben einigermaßen auf der Kette hat.

      Alles Gute und viel Kraft
      S.

      (9) 10.10.17 - 12:56

      Das ganze geht dich alles gar nichts an. Es ist das Leben deiner Schwester.

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