Luft rauslassen Vorsicht lang

    • (1) 08.03.18 - 19:01
      Inaktiv

      Huhu ihr lieben

      Wir bekamen heute "nette Post" und zwar dürfen wir für das Jahr 2017 komplette 876 Euro nachzahlen an Elternbeirag. Und ich könnte platzen vor Wut. Kurz erläutert mein Mann arbeitet bei der Stadt vollzeit festes Einkommen und ich Teilzeit in einer Bäckerei 80std im Monat mal weniger mal mehr und wohnen in Essen (weiss natürlich nicht was ich im voraus verdienen könnte) habe 2016 angefangen und da hatten wir einen kita Betrag von 240€ weil unser Sohn unter 2 war dann ab Januar 2017 wurde er 3 Jahre kita beitrag 132€. Jetzt wurden wir auch noch hoch Gestuft auf bis zu 61tsd im Jahr was eine totale Frechheit ist wir haben von Anfang an gesagt das ich Teilzeit arbeite etc. und nun der ganze scheiß?! Ich verstehe die Politik nicht mehr wird man bestraft weil man mehr arbeitet, ich habe höchstens 5 Monate mehr als 80std gemacht wegen Personalmangel Krankheit usw .


      Mir fehlen einfach nur noch die Worte wie ergeht es euch den so mit den Eltern beiträgen?
      Vielleicht habt ihr paar Tipps für uns ob wir das jetzt einfach so hinnehmen müssen?!

      • (2) 08.03.18 - 19:09

        Ich verstehe deinen Ärger! Ich finde es teilweise echt unmöglich dass man dafür "bestraft" wird mehr zu arbeiten oder mehr zu verdienen. Ich habe jetzt durch Zufall festgestellt, dass ich während der Elternzeit weiterhin fast 200€ im Monat für meine gesetzliche Krankenversicherung zahlen muss. Das sind fast 5000€ in zwei Jahren die ich nicht zahlen müsste, wenn ich schon Jahre lang weniger zahlen würde. Diese Logik find ich einfach nur noch unmöglich...

        Da überlegt man sich schon manchmal, wofür man viel arbeitet wenn man nachher nur überall mehr zahlen muss...

        • Das Prinzip der Steuerprogression haben wir doch überall. Wer mehr verdient, zahlt den Spitzensteuersatz bis 42% (ich weiß nicht genau wie hoch das noch geht), wer wenig verdient zahlt gar keine Lohnsteuer. Ist das gerecht oder ungerecht? Du wirst sagen, wer 100.000 Euro verdient, kann doch locker 42.000 abgeben - er hat ja immer noch 58.000 Euro.

          Und wenn du pro Jahr nur 5.000 verdienst, wäre es nicht gerecht dir auch noch 2.100 an Steuern abzuknöpfen.

          Gerecht oder ungerecht? Irgendjemand muss die hohen Kosten begleichen, und das sind immer die, die mehr verdienen gegenüber denen die weniger verdienen.

          Wenn man keinen Ag hat, ist ,man nicht in Elternzeit ist, muss man seine KK selber zahlen, wenn man kein Eg mehr bezieht. Oder man versichert sich über seinen Ehemann.

      (5) 08.03.18 - 19:24

      wird man bestraft weil man mehr arbeitet...?

      Wenn man den Kita Beitrag dafür bezahlt, dass man sein Kind betreut bekommt, siehst du das als Strafe an?
      Es ist eine Gebühr für eine Dienstleistung.

      wird man "belohnt" weil man weniger arbeitet....?

      Wer weniger arbeitet, hat ein geringeres Einkommen und kann die höheren Beiträge nicht stemmen. Deswegen gibt es Ermäßigungen für geringere Verdienende.

      Im Umkehrschluß kann man doch nicht sagen, dass es eine "Strafe" ist, wenn man diese Ermäßigung nicht mehr bekommt, weil das Einkommen entsprechend hoch ist.

      Ich habe leider keinen Tipp für dich, wie du um die Zahlung herum kommst, außer dass du genau in die Gebührensatzung reinschaust, und im Voraus für die kommenden Jahre kalkulierst, in wieweit sich deine berufliche Arbeit lohnt.

      Die neue Regierung will ja die Kitas kostenlos machen. Man sollte sich nicht zu früh freuen, sie werden Wege finden, die Kita Kosten auf anderen Wegen von uns abzupressen. Billiger wird es insgesamt nicht werden.

      • Dann mal anders rum gefragt: ist es fair, wenn das Kind eines arbeitslosen Paares bis 16:00 kostenlos in der Kita betreut wird und andere, die gerne arbeiten würden, keinen Platz für die entsprechenden Stunden bekommen weil diese schon belegt sind? Und wenn sie den Platz dann irgendwann bekommen, müssen sie dafür ordentlich in die Tasche greifen. Das Problem haben Freunde jetzt. Sorry, ändert ich finde es nicht in Ordnung.

        • Hat man denn als arbeitsloses Paar ein Recht auf einen Kita Platz?

          Nein, wenn das so ist, fände ich das nicht ok und würde mich beim Bürgermeister persönlich beschweren. Schon probiert?

          • Natürlich hat man ein Anrecht auf einen Kitaplatz als arbeitsloses Elternpaar. Und ich habe jahrelang versucht einen Platz in der Kita neben unserer Wohnung zu bekommen. Pustekuchen. Meine Nachbarinnen haben als Arbeitslose je einen Platz für ihre einjährigen Kinder bekommen. Da wäre mir fast der Arsch geplatzt.

            • Na dann hätte ich dem Bürgermeister was erzählt. Er will doch deine Steuern kassieren, oder? Wenn du wegen des fehlenden Krippenplatzes nicht arbeiten kannst, was dann.

              • Leider ist es rechtens. Arbeitslose haben genauso ein Anrecht auf einen Platz. Wenn du keinen Kita Platz bekommst und daher dein Job in Gefahr ist, kann man klagen. Ja, super:)

                Ich hab mein Kind erst in einer Kita in der Nähe meiner Arbeit (20 km entfernt von zuhause) und dann in einem kinderladen in wohnnähe untergebracht bekommen. Nach einem weiteren Jahr hab ich dann nen Platz in der städtischen Kita in Wohnnähe bekommen (trotzdem nicht fußläufig erreichbar). War aber hartes klinkenputzen. Alle Stellen, bei denen ich mich beschwert habe, haben sinngemäß geantwortet, dass diese Kinder die Betreuung noch nötiger hätten, weil viele sonst keinen geregelten Tagesablauf kennenlernen würden. Da biste echt gestraft...

                • dass diese Kinder die Betreuung noch nötiger hätten, weil viele sonst keinen geregelten Tagesablauf kennenlernen würden. ........

                  Mit anderen Worten: weil sie asoziale Eltern haben, denen man die Erziehungsaufgabe nicht zumuten kann. Boah. :-[

                  • Es tut mir echt leid für die Kinder. Die können ja nichts dafür. Aber ich hatte echt Angst meinen Job zu verlieren (war damals noch nicht öffentlicher Dienst).

                    Man kann nach einem Jahr ja nicht einfach verlängern, ohne dass der AG nicht zustimmt. Ich denke echt mit Bauchweh an diese Zeit zurück.

                    Es gibt leider einiges, das unfair ist.

                    • Warum hast du nicht gleich 3 jahre beantragt, um dann evtl TZ in EZ zu machen?

                      • Ich war damals in der IT Branche. Da kann man sich es nicht leisten, drei Jahre raus aus der Materie zu sein. Da kannste quasi von vorn beginnen zu studieren. Es war als Frau eh schwer in dieser Männerdomäne zu bestehen. Und ehrlich gesagt, wäre ich so lange Zuhause irre geworden. Ich bin ein workaholic und liebe es zu arbeiten.

                        Gibts die Möglichkeit tz in Elternzeit nicht erst seit es EG plus gibt? Das gab es bei beiden Kindern noch nicht.

                  (16) 09.03.18 - 09:20

                  "Mit anderen Worten: weil sie asoziale Eltern haben, denen man die Erziehungsaufgabe nicht zumuten kann. Boah."

                  Genau. Die blödsinnigen Kinder sind es doch selbst schuld. Was haben sie auch so "asoziale" Eltern. Und dann wollen diese Kinder am Ende noch lernen und sind eigentlich noch nicht als "asozial" auf die Welt gekommen. Na und?!

                  Sollen mal schön bei ihren "asozialen" Eltern in der verqualtem und versifften Bude hocken bleiben, wäre ja noch schöner, wenn sich die Gesellschaft um die Kinder von Eltern kümmern würde, die es aus irgendwelchen Gründen nicht schaffen selbst adäquat für ihre Entwicklung zu sogen. Sind sie halt später selbst "asozial", ist doch nicht meine Schuld, ICH kann schließlich nichts dafür, dass diese Kinder asoziale Eltern haben...! /sarkasmus

          Arbeitslose müssen vermittelbar sein, deshalb erhalten sie auch Kita-Plätze.

          Wenn zu wenig Plätze da sind, ist das ein politisches Problem. Ladet euren Ärger ab, wo er hingehört.

          Selbst wenn es depressive, alkoholisiert Langzeitarbeitslose wären, dann will man die Kindernicht vermodern lassen, um nicht die nächste Generation in Abhängigkeit staatlicher Transferleistungen heranziehen will. Klar soweit?

          • Genau, dann provoziert man neue arbeitslose, die ihren Job verlieren, weil sie keinen Kitaplatz bekommen. Jipp, total logisch!

            Dann kann Muddi weiter RTL schauen und das Kind auf die Minute genau zum Ende der Betreuungszeit abholen. Klar soweit?#klatsch

            • Nochmal langsam, für dich zum Mitschreiben.

              Es gibt keinen Grund dafür zu wenig Kita-Plätze zu haben. Es ist unnötig und unwürdig. Es gibt Bereiche in Deutschland, wo die Klopperei um Kita-Plätze nicht existiert.

              Die Ursache sind nicht die bösen arbeitslosen Assis. Gerade jetzt, wo es davon immer weniger gibt.

              Das Problem wäre auch weniger gravierend, wären Familie und Beruf besser vereinbar.
              Arbeitslose sind verpflichtet Kinderbetreuung nachzuweisen um vermittelbar zu sein.

              • (22) 09.03.18 - 09:13

                "Die Ursache sind nicht die bösen arbeitslosen Assis."

                Im Gegenteil. Bei uns ist es so, dass es zu wenig ErzieherInnen gibt. Wir brauchen händeringend Plätze für Kinder Ü3, damit die Frauen vermittelt werden oder Kurse besuche können (und nein, dass sind keine "Asozialen", die nur RTL gucken möchten, die Frauen WOLLEN arbeiten!). Aber es gibt keine.

                Wo habe ich etwas von arbeitslosen Assis geschrieben? Wenn du diese Passage aus meinem Post nicht zitieren kannst, schweigste jetzt besser, mein Mäuschen.

                Und wieso es keine Kitaplätze gibt und warum es anderorts anders ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, es gibt zu wenig Plätze und da sollte es logisch sein, dass zuerst Menschen mit Arbeit drankommen, damit sie ihrer geregelten Arbeit nachgehen können, bevor arbeitslose einen Platz bekommen und dann evtl. irgendwann mal einen Job ergattern. Das ist meine Meinung!

            Also entschuldige mal, Du hast doch den Schuss nicht gehört #schock
            Es mag ja sein, daß es den ein oder anderen Arbeitslosen geben mag, der keinen Bock hat sich um seine Kinder zu kümmern, dann ist dieses Kind in der Kita besser aufgehoben, als zu Hause, denn das Kind kann nichts für seine Eltern! Und zum nächsten ist es so, daß Arbeitssuchende einen Kita Platz haben müssen, denn um Arbeit zu finden, muss die Betreuung des Kindes gewährleistet sein.
            Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Ball flach halten, wie frustriert oder neidisch muss man auf arbeitslose Menschen sein um hier so ab zu gehen #kratz

            • Vielleicht übst du mal das Lesen und das Verstehen der Texte!

              Ich schrieb, dass ALLE STELLEN, bei denen ich mich beschwert habe, diese Aussage getroffen haben. Ferner schrieb ich, dass die Kinder eh nix dafür können.

              Setzen, 6!

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