Ergotherapie Zuzahlung Wucher

    • (1) 27.06.18 - 09:20

      Hallo!

      Ich hatte von meinem Arzt ein Rezept für psychisch funktionelle Ergotherapie bekommen. Beim Erstgespräch wurde mir mitgeteilt, dass der Eigenanteil für so ein Rezept bei ca 45 Euro läge. Jetzt nach Abschluss der Therapie bekomme ich eine Rechnung von fast 65 Euro. Das sind über 40% mehr. Darf die das so einfach? Ich bin alleinerziehend und bekomme Krankengeld. Wie soll ich mir das denn leisten? Erst so und dann so. Geht das denn so einfach?

      Danke fürs antworten.

      • Wenn Du wirklich so wenig Einkommen hast, wende Dich an Deine Krankenkasse, ob Du eine Zuzahlungsbefreiung bekommen kannst.
        Dazu musst Du einen Bogen von Deinem Arzt ausfüllen lassen und der Kasse Dein Einkommen offenlegen. Auch die Zuzahlungen beim Ergotherapeut, im Krankenhaus oder Apotheke für Medikamente müssen belegt werden.
        Überschreitest Du mit Deinen Zuzahlungen einen bestimmten Satz, wirst Du von den Zuzahlungen befreit, das inkludiert auch Zuzahlungen für Heilmitelverordnungen.

        Die Sätze für die Zuzahlungen werden von den Kassen bzw den Vereinigungen vorgegeben. Zur Zeit finden stufenweise Erhöhungen statt, 1-2 x im Jahr werden die Zuzahlungen ein wenig angehoben.

        Da hat Dein Ergotherapeut keinerlei Einfluss drauf.

        Daher wende Dich an Deine Krankenkasse und frage nach den Formularen für eine Zuzahlungsbefreiung.

        Hallo,

        ich hoffe, die Tipps meiner Vorschreiberin helfen dir weiter.

        Grundsätzlich ist es so, dass du an Arztrechnungen (leider) nicht die gleichen Anforderungen stellen kannst wie an Handwerkerrechnungen.

        Ich bin als Beamtin beihilfeberechtigt und ergänzend privat versichert. Ich sage Ärzten/ Therapeuten immer wieder: Ich habe einen Selbstkostenanteil bei der Beihilfe und ich wünsche KEINEN Schnickschnack!

        Viele Ärzte gehen damit vernünftig um. Die meisten. Bei manchen könnte ich mich aber auch mit einer Wand unterhalten. Dann wird aus einer normalen Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt, die normalerweise um die 150 Euro kostet mal schwuppdiwupp eine Rechnung von 300 Euro aufwärts. Hurra, eine Privatpatientin, da können wir ja x, y und z schallen und abrechnen. :-[ Oder der Abstrich kostet urplötzlich 50 Euro, weil er "besonders gut" untersucht wurde und nicht 18 Euro, wie es die Regel ist.

        Dass ich auf den Kosten sitzenbleibe, wenn ich im fraglichen Kalenderjahr nicht allzu viel an Arztbesuchen hatte und nicht über meine Selbstbeteiligung komme - interessiert keine Sau, wenn ich mich im Nachhinein beschwere. Oh, ups Frau Ilva, das ist jetzt aber blöd für Sie. Ja, echt blöd für mich, aber ICH HATTE DAS VORHER GESAGT, dass ich keine teuren Extrawürste wünsche! Tja, leider ist "gesagt" nur Schall und Rauch. #aerger

        Mich ärgert das, ich wechsle dann den Arzt und inzwischen weiß ich worauf ich achten muss. Deinen Ärger kann ich gut verstehen, denn dir tut das finanziell sicher mehr weh als mir. Ich kann dir nur raten, auf einen schriftlichen Kostenvoranschlag zu bestehen.

        Musste ich auch erst lernen.

        LG

        Hallo!

        Ruf doch mal bei deiner Krankenkasse an, die wissen doch eigentlich was auf so ne Rechnungen darf und was nicht...

        Ich durfte pro Ergo-Rezept knapp 200 € und pro Logorezept fast 90 € zuzahlen. Bei einem intensiv therapiebedürftigen Kind war das nicht wenig aufs Jahr gesehen.

        Hab jetzt die Ergo-Praxis gewechselt und zahle dort 0€ zu.

        Bin aber auch beihilfeberechtigt bzw privat versichert, da ist das eh nochmal was anderes. Hätte aber nicht gedacht dass die Praxen da so großen Spielraum haben.

        LG S.

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