Bv in der frühschwangerschaft

    • (1) 23.07.18 - 13:53

      Hallo ihr Lieben ✌🏻

      Ich bin in der 9 ssw 8+5 und mein Arzt hat mich jetzt krank geschrieben weil es mir körperlich einfach nicht gut geht er hat mir heute auch gesagt wenn es nicht besser wird bekomm ich ein BV!
      Nur Stress, psychische Belastung , schweres Heben!
      Da mein Arbeitsgeber die Schwangerschaft nicht so akzeptiert , ich weis ich bin erst sehr am Anfang das braucht mir keiner sagen aber er gibt mir keine Möglichkeit mich zu setzen 9 Stunden lang nur stehen und gehen ! Arbeite im Einzelhandel wo aber keine Möglichkeit besteht mich bei da Kassa zu setzen und so weiter 😕
      Schon alles probiert!

      Hat jemand Erfahrungen mit dem frühen BV?

      • ja ich hab Erfahrungen, da ich 10 std am stück gearbeitet hab im sitzen ... und mir es direkt bei 4+6ssw schon sooo schlecht ging das ich direkt ins BV geschickt wurde... ich hab es zwar noch 1-2 mal versucht arbeiten zu gehen aber hat leider nicht geklappt ... starke Rückenschmerzen und Übelkeit ...ich bin quasi nachhause gekrochen .... peinlich aber wahr .... seitdem bin ich zuhause ... habe meinen Arbeitgeber direkt von der Schwangerschaft erzählt und ich hatte keine Probleme :) .....

        • ich muss dazu sagen das ich in der 11 ssw und in der 13 ssw Blutungen hatte und die im KH meinten es wäre besser mit einen BV ... wie ich dir schon geschrieben hab, hab ich immer wieder beim nächsten FA Termin versucht es aufzuheben hat aber nicht geklappt... da Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes usw. ...

      (4) 23.07.18 - 14:07

      Ich bin auch seit der 6 zu Hause und bin so dankbar, ich hätte es nicht geschafft, rückblickend

    • (5) 23.07.18 - 14:14

      Da dein Arbeitgeber gegen geltendes Gesetz verstößt, musst du dich nicht an deinen Arzt, sondern an die Aufsichtsbehörde wenden. Denn das ist eine Straftat, die dein AG dort begeht.

      Was habt ihr denn in der Gefährdungsbeurteilung festgehalten, was du noch machen darfst?

      Für ein individuelles BV gibt es keinen Grund, da dein AG ja nicht mal versucht dir einen Arbeitsplatz zu geben, den du ausführen kannst.

      Dann muss er dich ins BV schicken.

      • (6) 23.07.18 - 14:18

        Und nur, falls gleich wieder kommt, ich sei beleidigend und würde dir kein BV gönnen.

        Das stimmt nicht, aber es hat einfach Folgen für ALLE Schwangeren, wenn der richtige Weg nicht eingehalten wird.

        Irgendwann wird das BV abgeschafft und dann muss man sich krankschreiben lassen und Krankengeld bekommen.

        Und wenn dein Arzt dir einfach eines ausstellt, kann es a) passieren, dass er dann dein Gehalt zahlen muss, weil die Kasse das nicht glaubt und b) macht dein AG dann mit der nächsten Schwangeren das gleiche.

        • Grundsätzlich verschreibt er mir nicht einfach so eines ! Sondern weil es mir miserabel geht! Ich würde auch lieber arbeiten gehen als zuhause zu liegen ;)

          • (8) 23.07.18 - 14:42

            So war mein Post nicht gemeint. Aber das ist ja hier scheinbar normal, wenn man jemandem den richtigen Weg erklärt, dann wird sofort gedacht man gönnt einem kein BV oder denkt die andere ist zu faul.

            Du kannst dort so nicht arbeiten. Egal ob du möchtest oder nicht. Aber das hat nicht dein Arzt, sondern deine zuständige Aufsichtsbehörde zu entscheiden. Das ist halt der richtige, gesetzlich vorgeschriebene Weg.

            Es ist gut für dich, wenn dein FA das BV ausstellt, du hast keine Nachteile davon, das stimmt.

            Aber eben alle anderen Frauen. Gerade die in deinem Betrieb, die vllt auch schwanger werden. Denn dein AG bekommt so niemals die Quittung für sein falsches Verhalten und dein FA muss im schlimmsten Fall dein BV bezahlen, denn die normalen Schwangerschaftsbeschwerden, auch wenn du sie extrem hast, sind laut Gesetz kein Grund für ein BV.

            Ich hoffe du verstehst jetzt, wie ich das meine und überlegst dir noch mal vielleicht doch den richtigen Weg einzuschlagen und deinen AG zu melden.

    (9) 23.07.18 - 16:54

    Du beschreibst grad zwei unterschiedliche paar Schuhe.

    Zum ersten: Krankschreibung weil es dir körperlich nicht gut geht

    Zum zweiten: psychische Belastung im Job und ein AG der dich anscheind wegen der SS mobbt.

    Beim 1. KÖNNTE dir ein Arzt ein BV ausstellen (machen aber die aller wenigsten, da SS Beschwerden eigtl wieder verschwinden und SS Beschwerden kein Grund für ein BV sind).

    Beim 2. müsstest du dafür sorgen das dein AG die Schutzbestimmungen dir gegenüber einhält.

    Ich bin gewiss sehr oft gegen Pepers Ansichten, aber in diesem Fall hat sie Recht.

    Und ich verstehe nicht ganz die Frage?? Also „wer hat Erfahrung mit einem frühen BV“.
    Kann ich mit „ja“ beantworten.
    Aber ich hab ein BV vom AG, da bei uns alle Chemiearbeiter ins BV geschickt werden.

    Und so richtig weiß ich nicht was du möchtest.

    1. bitte nutze doch die Suchfunktion! Da kommen 1, 2, 3, ganz viele Beiträge, die sich aaaaaaalle mit einem BV beschäftigen. Zumal du dir ja der gesetzlichen Grundlage eines BVs nicht bewusst zu sein scheinst. Also wäre es ganz hilfreich, da mal n bisschen nachzulesen. Da kommen täglich neue Beiträge, in denen einige andere und ich mühsam versuchen, mit Falschinformationen aufzuräumen, die so herrlich gerne gestreut werden.
    2. Gehst du zu deinem AG und verlangst die Gefährdungsbeurteilung. Wenn er die nicht hat, sollte er die schleunigst erstellen, denn sonst handelt er gegen das Gesetz - und das übrigens schon seit Jahren und nicht erst seit dem 1.1.18, wie so manche glauben!
    3. in der Gefährdungsbeurteilung wird ermittelt, welche Tätigkeiten du gerade machst, welche du nicht mehr machen darfst und ob du Gefährdungen ausgesetzt bist. Dann müssen Maßnahmen getroffen werden, dass du das nicht mehr bist. Wenn das an deinem bisherigen Arbeitsplatz nicht möglich ist, muss dir ein alternativer Arbeitsplatz zugewiesen werden. Und auch im Einzelhandel gibt es Büros, Lager mit Inventurarbeiten, Buchhaltung etc. Oder du bekommst einfach von deiner Schichteinteilung mehr Pausen eingeplant, sodass du nicht durchgehend, sondern immer nur eine gewisse Zeit am Stück stehen musst und dich dann für ne Zeit hinter den Türen setzen und ausruhen kannst. Also machbar ist das - alleine schon mit logischem Menschenverstand!
    4. wenn auch das - warum auch immer - nicht machbar sein sollte, erst dann kann dich dein AG in das BV schicken. Nicht dein Arzt! Und er kann es auch nur, wenn er alle Punkte vorher durchgemacht und nachweisen kann. Ansonsten kann es nämlich passieren, dass die Krankenkassen den Arbeitgebern irgendwann aufs Dach steigen, weil diese so munter lustig BVs verteilen und die Krankenkassen dafür Blechen dürfen. Und dann besteht eben die Gefahr - so wie Pepper schon angedeutet hat - dass die Krankenkassen immer kritischer beäugen und vllt sogar BVs ablehnen, die gerechtfertigt wären bzw. es irgendwann gar keine BVs mehr gibt!

    Also sei vernünftig, weise deinen Arbeitgeber auf das Mutterschutzgesetz, das Arbeitsschutzgesetz und die Betriebssicherheitsverordnung hin (da ist das Thema Gefährdungsbeurteilung nämlich gesetzlich geregelt!) und unterstütze so zum einen das Sozialsystem, zum anderen aber auch alle zukünftigen werdenden Mütter, ggf. Sogar in deinem Betrieb!

    (Ich sollte den Text echt im Handy abspeichern 🙄)

    • (11) 23.07.18 - 18:34

      Ja der Text ist klasse geschrieben. Ich glaub den kann man hier täglich laufen lassen.

      Ich habe leider immer mehr das Gefühl, dass wir in einer extrem egoistischen Welt leben seit einigen Jahren.

      Finde ich sehr schade.

      • Da Problem wäre weitaus geringer, wenn zumindest die AG ihre Pflichten kennen und die AN direkt aufklären würden. Aber da ersteres leider selten ist, informieren sich letztere über das Internet und finden dann gefährliches Halbwissen und sogar Falschangaben 🤷‍♀️

        Darf gerne geklaut werden 😄

        • (13) 23.07.18 - 18:57

          Ja da hast du recht. Bei uns hab es im Januar extra eine Fortbildung zu den Änderungen im Mutterschutzgesetz.

          Schade, dass sowas nicht Pflicht ist.

Wieso gehst du nicht einfach den korrekten Weg und wendest dich an die Aufsichtsbehörde!!! Dein AG ist in der Pflicht!!!

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