Gehalt bv Elterngeld

    • (1) 15.08.18 - 00:09

      Hallo!
      Wäre schön wenn jemand meine Fragen beantworten kann.

      In Moment arbeite ich in einem 450 Euro Job.
      Es ist möglich bis zu 3 mal im Zeitraum von 12 Monaten mehr zu verdienen. (Krankheitsvertrung)
      Richtig?
      Abgenommen ich verdiene dadurch 2 Monate 1300 Euro. Werde schwanger und komme ins bv. Berechnet sich der Lohn im bv auch anhand der Überschreitung der 450 Euro? Also im Schnitt ca 950 Euro.
      Was bedeutet das für die Steuer? Wird alles komplett versteuert und muss ich dann kv Beiträge zahlen? Würde dann ja monatlich über 450 Euro bekommen.

      In die Elterngeldberechnung würde es ja auch positiv einfließen.

      Lohnt sich das überhaupt, oder kommt dann bei der Steuererklärung das böse Erwachen?

      Vielen Dank.

      Gruß Kartoffelpuffer

      • (2) 15.08.18 - 00:16

        Das BV Gehalt errechnet sich aus den letzten 3 Monaten VOR Eintritt der Schwangerschaft.
        Hast du dir das da auszahlen lassen?

        Und dir dürfen zwar keine Nachteile entstehen im BV, aber das gilt nicht für "Sonder-" oder "Einmalzahlungen", was deine Mehrarbeit ja wäre.

        Aber ja 3x pro Jahr darfst du mehr verdienen. 🤗

        • Hm, verstehe ich das richtig? Was das Gehalt im bv betrifft dürfte es nicht berücksichtigt werden. Was im Umkehrschluss bedeuten würde ich muss es bei der Steuererklärung nicht angeben, da es nur 2 mal war.
          Wird es für die Elterngeldberechnung auch ausgeklammert? Wenn nicht, wäre das ja ideal. 😀

          • (4) 15.08.18 - 00:33

            Hä, du würfelst da so viel durcheinander.🤗

            Bei deiner Steuererklärung wird es automatisch mit bei stehen, da du von deinem AG am Ende des Jahres eine Lohnsteuerjahresübersicht bekommst.
            Da sieht man dann deinen Mehrverdienst, da kannst du nix dran ändern.

            Klar werden die Monate, in denen du das hast auszahlen lassen, zum Elterngeld mit berücksichtigt, wenn sie innerhalb der 12 Monate liegen, die für die Berechnung rangezogen werden.

            Sie wirken sich lediglich auf dein Gehalt im BV nicht aus, da es sich um Einmalzahlungen handelt. Zumindest ist das bei Weihnachtsgeld etc so.
            😊

            • Okay. Dann nochmal ganz langsam.
              Ich bin verheiratet. Mein Mann hat steuerklasse 3 und ich demnach 5. Wenn ich jetzt ohne "Steuerkarte " 450 Euro verdiene muss ich das bei der Steuererklärung nicht angeben. Wird demnach auch nicht berücksichtigt.
              Ich bin davon ausgegangen, dass wenn ich 2 mal im Jahr wegen Krankheitsvertretung mehr verdiene dies auch steuerfrei ist und nicht angegeben werden muss. Irre ich mich da etwa?

              • (6) 15.08.18 - 01:01

                Also, ob du deinen Minijob angeben musst bei eurer Steuererklärung oder nicht, hängt davon ab, wie dein Arbeitgeber die Steuern abgibt. Das kann ich dir jetzt auch nicht ohne Infos sagen.

                Und ja, diese 3x wegen Krankheitsvertretung ändern daran tatsächlich nichts, wenn dein AG eine Pauschalabgabe an Steuern für dich zahlt und dir das nicht von den 450 Euro monatlich abgezogen wird. Das siehst du ja auf deiner Abrechnung.

                Wichtig ist ja halt nur, dass es wirklich nachweislich Krankheitsvertretung ist.

                Dann hast du recht, dann musst du es nicht angeben bei der Steuererklärung.

                • (7) 15.08.18 - 01:06

                  Sorry, ich hatte gerade einen Knoten im Kopf 😅

                  Wie du unten schon sagst, krank ist immer jemand. 😀
                  Aber schön. Dann passt das so.
                  Du kennst dich doch was die Kriterien für ein bv betrifft aus. Anscheinend hat sich da ja dieses Jahr etwa geändert. Vor 3 Jahren bekam ich es weil mein Arbeitsplatz nicht muschu gerecht war. Dürfte jetzt auch noch der Fall sein oder? Oder hat sich bei den Bestimmungen was geändert?

                  • (9) 15.08.18 - 01:13

                    Das kommt drauf an, was genau du machst.

                    Aber nein, es gibt kein BV mehr pauschal, nur weil man in der Pflege oder Betreuung arbeitet. Das unterbindet das verschärfte Gesetz.

                    • Arbeite im Seniorenheim in der Spülstrasse.
                      Es ist laut, nass, man muss sich viel bücken, schwer heben, es gibt keine Liegemöglichkeit und wir arbeiten mit 2 Leuten an der Maschine. Zwar kein Akkord aber quasi Fließband. Wenn ich da Pause mache muss der andere auch Überstunden machen.

                      • (11) 15.08.18 - 01:31

                        Ok, also eine Liegemöglichkeit steht dir gesetzlich zu. Das MUSS dein Chef dir stellen.
                        Du darfst so viele Pausen machen wie du benötigst und klar heben muss dann der andere, wenn di Körbe schwerer sind als 10 Kilo, ausräumen kannst du dann ja.
                        Wenn du schwanger bist und es deinem Chef gesagt hast, muss dieser mit dir die Gefährdungsbeurteilung (die er übrigens für jeden Arbeitsplatz schon fertig haben muss) durchgehen und nach Mutterschutzgesetz anpassen.
                        Bei mir müssen die Mitarbeiter diese gegenzeichnen, so wie ich und dann geht das zur zuständigen Aufsichtsbehörde, die auch immer dein Ansprechpartner ist, wenn dein Chef sich nicht ans Gesetz hält.

                        Viele AG kenne leider die Änderungen im Gesetz nicht und machen sich quasi doppelt strafbar.
                        Sie sorgen 1. nicht für einen Arbeitsplatz nach Mutterschutzgesetz und machen es sich 2. lieber einfach und schicken ins BV, da sie dann Ersatz holen können.

                        Ich arbeite als Pflegedienstleitung und bei mir ist es so, dass ich mich ans Gesetz halte. Findet nicht jede Schwangere toll, manche wollen halt schwanger nicht mehr arbeiten und zwar egal was. Aber meine jetzige Schwangere Pflegefachkraft wollte auf keinen Fall ein BV. Auch das ist neu, du kannst darauf pochen, dass dein Chef erst alles versuchen muss dich weiter zu beschäftigen, weil du kein BV möchtest.
                        Da ich auch gerade schwanger bin kommt meine Fachkraft mir etwas gelegen, da sie erst im Wohnbereich das macht, was sie noch darf und dann mich im Büro etwas unterstützt. 😅

                        Ich hoffe das hilft dir alles etwas weiter 🤗

          (15) 15.08.18 - 00:39

          Entgeltfortzahlung: Was alles zum Bruttoarbeitslohn zählt
          Außer dem Arbeitsentgelt zählen zum Bruttoarbeitslohn beispielsweise auch

          vermögenswirksame Leistungen,
          Anwesenheitsprämien,
          Zulagen,
          Verdiensterhöhungen (auch Verdienstkürzungen), die während des oder nach dem Referenzzeitraum eintreten.

          Nicht berücksichtigen dürfen Sie

          Leistungen, die zwar im Referenzzeitraum, aber nicht für Arbeit während dieser Zeit gezahlt werden (z. B. eine Gratifikation für die Gesamtleistung des ganzen Jahres),
          Leistungen anlässlich der tatsächlichen Arbeit (z. B. Essenzuschüsse).

          Das habe ich dazu gefunden. Ist halt schwierig, denn die Überstunden hast du ja vllt vorher aufgebaut und nicht in diesen 3 Monaten vorher. Somit wären das Leistungen, die zwar im Referenzzeitraum, aber nicht für Arbeit während dieser Zeit gezahlt werden.

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