Arbeitsfrage verzwickte Lage :(

    • (1) 19.08.18 - 13:12

      Ich arbeite in der ambulanten Kinder und Altenpflege.

      In der kinderpflege muss ich 2-5 Mal in einer Schicht c.a 14-17 Kilo heben. Altenpflege mal mehr mal weniger...

      Ich weiß seit ein paar Tagen das ich schwanger bin.
      Ich habe jetzt erstmal 2 Wochen Urlaub. Zum Glück.

      Das Problem ist jetzt das mein Arbeitsvertrag befristet ist und am 31.10 ausläuft.

      Würdet ihr noch weiter arbeiten gehen um den Vertrag verlängert zu kriegen ?
      Meine Chefin würde ihn definitv nicht verlängern wenn sie wüsste das ich ss bin.
      Ich müsste also bis Mitte November warten bis ich es ihr sagen könnte damit meine Zukunft gesichert ist :/
      Mein Mann arbeitet auch und verdient nicht schlecht. Wir würden das iwie hinkriegen. Und wenn es garnicht geht mit dem arbeiten würde ich es ihr auch früher sagen.
      Aber würdet ihr das Risiko eingehen ?
      Bräuchte echt mal Hilfe:/

      Bin noch ganz am Anfang. Hatte am 16.07 das letzte mal meine Tage.

      • (2) 19.08.18 - 13:15

        Ich würde denke ich warten bis du einen neuen Vertrag hast oder er verlängert wird.
        Das würde sich ja sicher Anfang Oktober entscheiden oder? Sobald der Vertrag unterzeichnet ist würde ich es dann sagen. Also nicht erst Mitte November.

        Aber nur wenn du gegen alles immun bist!

        Das Heben ist so früh noch nicht das Problem.

        Lg

        Wenn der Mutterschutz (eig. die Zukunft deines Kindes!) absolut nur davon abhängig ist, ob man eine Vertragsverlängerung bekommt oder nicht, dann ist das sehr traurig. Das bedeutet, dass es eigentlich nur um Geld geht, nicht um die Gesundheit oder den Schutz.

        In der ambulanten Kinderpflege hast du Infektionsrisiken, dein Ungeborenes vor allem in der Frühschwangerschaft schwerst schädigen können. Entweder du wirst jetzt geschützt, oder du kannst es vergessen. Dann kannst du aber eigentlich auch bis zum Schluß durcharbeiten. Denn dein Baby braucht den Schutz dann (nämlich in der Frühschwangerschaft), wenn die Gefährdungen die schlimmsten Folgen haben könnten und nicht erst nach deiner Vertragsverlängerung.

        • (4) 19.08.18 - 13:23

          #pro genau Immunität gegen die Kinderkrankheiten (MMR, Ringelröteln, Windpocken, CMV)und Hepatitis geht vor!

          Würde das jetzt in deinem Urlaub testen lassen.

      (5) 19.08.18 - 13:22

      Ich kenne mich in der Pflege jetzt nicht aus und weiß nicht wie "gefährlich" das arbeiten in dem Bereich ist.

      Wegen einem Vertrag würde ich aber nicht mein Baby gefährden. Dann hätte ich ja mit dem schwanger werden gewartet bis der Vertrag unterschrieben ist, wenn der so wichtig ist. Ansonsten kann man sich ja was neues suchen, das geht auch mit Kind.

      Ich denke ich würde auch nicht warten. Ich komme selbst aus der ambulanten Pflege. Bei uns bekommt man von der Chefin aus ein BV bei SS. Und ich finde schon, das das heben eine Gefährdung sein kann. Ich hatte selbst schon 2 fg und würde kein Risiko mehr eingehen.
      In der Pflege wirst du auch so schnell wieder einen Job finden.
      Alles Gute 🍀🍀
      Lg Junisternchen ⭐️⭐️❤️10+4

    • Wenn du deinem AG heute sagen würdest, dass du schwanger bist, hättest du ab heute Beschäftigungsverbot. Es geht um die Gesundheit deines Kindes. Egal wie es ausgeht, sag deinem AG bescheid. Wenn der Vertrag nicht verlängert sein sollte, kannst du dich nach der Geburt arbeitssuchend melden. Du hast im wahrsten Sinne des Wortes Mutterschutz, d.h. du musst dich NICHT spätestens 3 Monate vorher beim Arbeitsamt melden. Reicht, wenn du das machst, wenn du genau weisst, ob der Vertrag verlängert wird oder nicht. Denn du bist schwanger, da hat das Arbeistamt andere Regeln.

      Liebe Grüße und viel Erfolg

      • (8) 19.08.18 - 14:03

        Nicht unbedingt. Da die TE jetzt erst einmal Urlaub hat, kann der Impfstatus und die Gefährdunfsbeurteilung bis zum Ende des Urlaubs erledigt werden und dann kommt es auf das Ergebnis an.

        (9) 19.08.18 - 14:08

        Die arbeitssuchend Meldung muss trotzdem rechtzeitig erfolgen. Die TE hat einen befristeten Vertrag. Die Meldung muss 3 Monate vorher erfolgen. Hier zum 31.7.! Da war sie noch nicht wissentlich schwanger.

        Die Mitteilung über die Arbeitslosigkeit ist dann abhängig vom tatsächlichen Beginn der Arbeitslosigkeit.

    Ich verstehe seine Lage. Die Gedanken kämen mir auch. Ich hatte, durch Arbeitgeberwechsel, über 12 Jahre nur befristete Verträge. Ein echt blödes und manchmal anstrengenden Gefühl.
    Aber ein Vertrag ist echt nicht alles. Zumal ihr es ja vermutlich auch ohne dein Gehalt schaffen würdet.
    Denke an die Gesundheit des Kindes. Lass, wie schon geschrieben, deinen Immunstatus beim FA überprüfen.
    Alles Gute dir.

    (13) 19.08.18 - 14:32

    Ich bin entsetzt was man hier wieder teilweise an freche Kommentare lesen muss.
    Das einem es nur um die Kohle geht und nicht um das Wohl des Kindes.
    In welcher Welt leben hier manche? Natürlich geht es im Leben auch um Geld! Ein Kind und ein Alltag finanziert sich nunmal nicht von alleine!
    Schlimm genug das Frauen immer wieder in solch eine verzwickte Lage geraten, nur weil Arbeitgeber schwangere Frauen als Belastung ansehen und deshalb Verträge nicht verlängert werden, obwohl!! sie vorher vermutlich super Arbeit geleistet haben. Da gehts doch auch nur um Kohle und das ist scheinbar in Ordnung?!?!?
    Das Kinder aber auch die Zukunft sind sehen Arbeitgeber leider oftmals nicht.

    Also liebe TE, du tust mir Leid! In deiner Haut möchte ich nicht stecken. Wüsste auch nicht wie ich mich entscheiden würde.
    Mit dem Heben würde ich es nicht als so schlimm empfinden da ja viele Mamas auch noch ihre großen Kinder durch die Gegend tragen (müssen).
    Mit dem Infektionsrisiko kenne ich mich leider gar nicht aus. Vielleicht einen Bluttest machen lassen und gucken gegen was du alles immun bist und dann abwägen?

    Ich wünsche dir aber alles Gute! 🍀

    • (14) 19.08.18 - 14:44

      Danke dir richtig lieb. <3

      (15) 19.08.18 - 15:17

      Ich kann deine Antwort ein Stück weit verstehen.

      Klar ist die Chefin auch nicht so richtig nett, aber die muss leider den Laden am laufen halten, da kann man keine Rücksicht auf einzelne nehmen.

      Aber die TE riskiert so wissentlich eine Fehlgeburt oder ein massiv behindertes Kind zu bekommen. Und das sollte eigentlich niemand machen nur des Geldes wegen.

      • (16) 19.08.18 - 15:34

        Das du als AG so ein Kommentar schreibst ist klar.

        Der AG kann nicht auf Einzelne Rücksicht nehmen, aber der Einzelne soll es auf den AG?? In welcher Welt leben wir hier eigentlich??

        Schade das soviele AN in solchen Jobs ausharren müssen. So einen AG würde ich wünschen das er kein einzigen AN findet der dort arbeiten möchte. Dann kann er sein Laden gleich wieder dicht machen oder mal drüber nachdenken seinen Führungsstil zu ändern.

        • (17) 19.08.18 - 15:38

          Ich komme Gott sei Dank nicht in so eine Lage, weil es bei mir keine befristeten Verträge gibt.

          Stell dir vor ich bin so eine nette Chefin Und damit auch schon mal auf die "Schnauze" gefallen...

          Aber du kritisierst hier nur die Chefin, aber nicht die risikoreiche Einstellung der TE. Du siehst genauso nur eine Seite.

          Ich kann beide verstehen und bei einer wirklich guten Mitarbeiterin würde ich den Vertrag trotzdem verlängern übrigens, wenn es sowas bei mir gäbe.
          Und gerade in der Pflege kann ich dir sagen nimmt man alles was man kriegen kann. Und wenn dort ein Vertrag nicht verlängert wird, dann liegt sowas nicht an einer Schwangerschaft, sondern dann muss da vorher schon was nicht richtig gelaufen sein.

          • (18) 19.08.18 - 15:50

            Ich kritisieren in diesem Fall nicht nur DIE Chefin, sondern das ganze System und zahlreiche andere Chefs.

            Generell finde ich diese ganzen befristeten Verträge einfach nur daneben.
            Lief Letztens auch erst eine sehr interessante Reportage darüber mit Beispielen von Lehrern, Pflegekräfte und Wissenschaftlern.

            Aber in diesem Fall hier finde ich furchtbar so zu tun als stelle die TE ihr Geld über dem Wohl des Kindes. Das schreibt sie ja nirgends! Sie fragt ja nach Rat. Vermutlich in der Hoffnung das jmd schreibt es ist alles halb so schlimm oder wie sie sinnvoll die Zeit überbrücken kann ohne das Kind zu gefährden.
            Und du unterstellst ja jetzt schon wieder der TE das im Vorfeld was schief gelaufen sein muss, denn sonst würde die Chefin ihren Vertrag trotzdem verlängern.
            Und nein, das glaub ich nicht.
            Ich denke genau aus diesem Grund stellen soviele AG bevorzugt junge gebährfähige Frauen nur befristet ein. Das sie sie schön rauskannten können wenn sie dann mal schwanger sind.

            Und wenn sie nicht in der Zwickmühle wäre eine so böse Chefin zu haben müsste sie sich keine Gedanken machen ob sie ihren Kind diese Gefahr aussetzt. Und ja, deswegen kritisiere ich hier nur das Verhalten der Chefin.

            • (19) 19.08.18 - 15:57

              Wie gesagt, ich verstehe es bei dieser Chefin, ich finde halt trotzdem, dass man sein Baby im Bauch niemals wegen einem Job solchen Risiken aussetzen sollte.

              Und ich weiß wovon ich rede.

              Und noch mal, wäre sie nicht in der Pflege tätig, dann wäre ich bei so einer Chefin 100% bei dir.

              Aber man hat in der Pflege keine Auswahl an Personal, man nimmt was kommt. Und wer es schafft, egal ob schwanger oder nicht, keinen unbefristeten Vertrag in der Pflege zu bekommen, der macht nun mal was falsch. Was auch immer.
              Und auch wer es schafft in der Pflege länger als 4 Wochen arbeitslos zu sein.

An deiner Stelle würde ich mit dem Frauenarzt sprechen um herauszufinden wie gefährlich die Arbeit für dein ungeborenes ist. Das Heben z.B. empfinde ich als nicht so schlimm. Dein Körper ist das gewöhnt. Ich hebe die ganze Schwangerschaft hindurch meine Tochter und die wiegt fast 14kg ;-)

Wenn du es irgendwie schaffst, dann warte bis der Vertrag verlängert wird. Wenn du es sagst, bekommst du keinen neuen Vertrag. Du musst sogar in der Schwangerschaft eine neue Stelle suchen. Aber bekommen wirst du nichts. Dann ist dein Einkommen viel geringer. Somit wird auch das Elterngeld niedrig sein. Und dann musst du dir mit Kleinkind einen neuen Job suchen. Auch das ist nicht einfach.

Ich würde mich, an deiner Stelle, um einen Anschluss-Arbeitsvertrag bemühen, damit ich keine Existenzängste in der Schwangerschaft haben muss. Ohne Arbeitsstelle hätte ich diese Angst definitiv. Mit der Hygiene solltest du ab sofort sehr penibel sein....Hände waschen usw.. Ansonsten frag doch einfach mal deinen Frauenarzt, was er für Tipps hat. Ich kann hier manche Kommentare leider nicht so ganz nachvollziehen und denke daher, dass man als Frau, auch immer versuchen sollte so weit es geht finanziell unabhängig zu sein.... Alles Gute für Dich!

  • (22) 19.08.18 - 15:15

    Hände desinfizieren und waschen reicht leider bei den Erregern, die Kinder und auch Erwachsene übertragen können nicht aus.

    Und kommt es dann zu einer Fehlgeburt wird die TE auch mit dem ganzen Geld nicht froh. Oder es kommt sogar zu schweren Missbildungen und dann hat die TE zwar Geld, aber ein behindertes Kind.
    Es gibt schon einen Grund, warum viele Erzieherinnen und Pflegekräfte ein BV bekommen.

    Aber klar, Hauptsache man ist finanziell unabhängig.

    • Du zählst offensichtlich zu den finanziell Abhängigen! Was soll denn der Quatsch! Jede Frau wünscht sich ein gesundes Kind. Und nicht alle Frauen bekommen ein BV. Wichtig ist den Arzt zu fragen, denn die genauen Umstände kennen wir hier alle nicht. Und ja, unabhängig von einer Schwangerschaft, finanzielle Unabhängigkeit erachte ich als wichtig.

      • (24) 19.08.18 - 19:47

        Und du scheinst mich nicht zu kennen. Sonst würdest du so einen Stuss nicht von dir geben.

        Ich bin finanziell unabhängig, habe schlauerweise erst Kinder bekommen, als ich einen unbefristeten Vertrag hatte. Und nur, falls es dich interessiert, ich bin Pflegedienstleitung, ich weiß also, wovon ich bei den Risiken etc rede.

        Und ich sage ja nur, dass es der TE nichts nützt, zwar einen unbefristet Vertrag zu haben, aber durch die Keime dann ggf. Eine Fehlgeburt zu erleiden oder ein behindertes Kind zu bekommen.
        Und hättest du dir die Mühe gemacht richtig zu lesen, dann wäre dir aufgefallen, dass ich ihr sehr wohl geraten habe schnell den Immunstatus prüfen zu lassen.

        Und dir noch einen schönen Abend

(25) 19.08.18 - 15:11

Mir wäre ein Arbeitsvertrag das Risiko nicht wert.
Und ja das mag hart klingen, was du hier von vielen so lesen "musst", aber sie alle haben recht.

CMV und Röteln sind gerade in der Frühschwangerschaft extrem gefährlich und können auch danach noch zu Fehlgeburten führen.
Und das alles würde ich nicht riskieren wollen, nur damit ich mehr Geld habe während der Elternzeit.

Geh morgen gleich zu deinem FA und lass deinen Immunstatus testen, je nachdem kannst du dann für dich entscheiden, ob dir die anderen Arbeitsbedingungen das Wert sind oder nicht.

Und dann muss ich dir auch noch ehrlich sagen, wenn du bis zum neuen Vertrag wartest und es dann erst sagst, kannst du dir sicher sein, dass deine Chefin nach der Elternzeit alles daran setzen wird dich loszuwerden.

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