Neuer Job oder Abteilungswechsel?

    • (1) 21.08.18 - 07:39

      Hallo zusammen,

      ich befinde mich gerade in einer etwas kniffligen Situation. Es geht um meinen derzeitigen Arbeitsplatz.

      Zur Erklärung: Ich arbeitete vor einem Jahr noch in einem Autohaus und wechselte aufgrund einiger Sachen den Job. (Arbeitskollegen, Arbeitgeber, Organisation, keine ordentlichen Auszahlungen etc.)

      Hatte an die neue Firma wirklich hohe Erwartungen, da viele meiner Freunde und Verwandte hier arbeiten. In den ersten 2 Monaten (während meiner Einschulungszeit) lief alles wirklich prima, ich hatte das erste Mal wieder das Gefühl einen tollen Job zu haben wo ich mich selbst verwirklichen kann und auch mein Arbeitgeber steht mir bei allen Problem zur Seite.

      Nach dem 2 Monat wurde ich in die andere Teilfirma (anderer Arbeitsplatz) übergeben (wo ich von Anfang an hinsollte).. So weit so gut. Leider gefällt es mir hier einfach nicht mehr. Ich wurde in ein Büro mit Mitarbeitern gesetzt, die nichts mit mir zu tun haben wollen bzw. auch nicht in meiner Abteilung tätig sind. Ich war ab diesen Zeitpunkt komplett auf mich alleine gestellt, wobei ich die Hintergründe und das Geschehen der Teilfirma in keinster Weise verstehen konnte.
      Mein Arbeitgeber kommt nur einmal in der Woche vorbei und auch meine „Mitarbeiter“ wechseln kein einziges Wort mit mir.
      Ich versuche mich auch nicht mehr einzubringen, da ich wie gesagt nicht mit einbezogen werde (egal was ich unternehme - auch mein mitgebrachter Einstandskuchen wurde nicht gegessen)...

      Mittlerweile arbeite ich seit 8 Monaten hier und hatte auch schon einige Gespräche inkl. Mitarbeitergespräch, in denen ich mich nicht einmal traute die Situation anzusprechen, da mein Chef großes von mir hält und meine Arbeit super findet. Ich habe wirklich enorme Angst ihm zu sagen dass es mir hier nicht gefällt und habe vermutlich auch schon zu lange damit gewartet.

      Nur zerrt das mittlerweile sehr an meinen Nerven (kann nicht schlafen und in der Arbeit nichts mehr machen, egal was ich versuche ich kann mich nicht konzentrieren).. Auch bei den Vertretungsarbeiten mache ich so einiges falsch..

      Habe jetzt überlegt zu kündigen oder mich in eine andere Stelle versetzen zu lassen wobei ich hier wiederum Angst habe, dass mein Chef mir das sehr übel nimmt (er ist wirklich ein toller Arbeitgeber und man kann mit ihm eigentlich alles bereden - wenn etwas nicht in Ordnung ist kann ich zu ihm gehen) ...

      Ich weiß ich sollte mit meinem Arbeitgeber darüber sprechen.. ich weiß aber nicht wie ich ihm das nach 8 Monaten am besten mitteilen soll, da er mich auch öfters gefragt hat wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist..

      Hatte jemand von euch schonmal die gleiche Situation? Ich bin momentan wirklich verzweifelt, da ich nicht schonwieder den Job wechseln möchte (habe das Bedenken dass das andere Arbeitgeber nicht super finden in 2 Jahren zweimal den Job zu wechseln).

      • Also wenn Du doch schreibst, dass Du eigentlich mit Deinem Arbeitgeber reden kannst, dann würde ich das auch tun! Auch er als Arbeitgeber wird wohl von Dir erwarten, dass Du mit ihm sprichst, wenn Du Schwierigkeiten mit dem Arbeitsplatz hast. Wenn das alles zu keiner Verbesserung führt, dann kannst Du ja immer noch nach einem neuen Arbeitsplatz Ausschau halten, aber Du hast zumindest das Mögliche versucht.

        Wenn dein Chef große Stücke auf dich hält, würde ich umgehend mit ihm sprechen!

        Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden!

        Ich meine, was kann WorstCase raus kommen: es bleibt alles wie es ist - dann musst du eben die Konsequenzen ziehen.
        Oder aber, er hat wirklich Möglichkeiten!

        Ich sehe es auch so: reden!

        Vor allem kommst du ja nicht jetzt direkt nach dem Wechsel an den neuen Arbeitsplatz, sondern kannst ja begründen, dass du es versucht hast, dich bemüht hast und gedacht hast, es ist erst mal nur eine Phase. Dass du eben nicht sofort aufgegeben hast sondern erst mal Energie hineingesteckt hast. Ich denke, das wird dein AG (so wie du ihn beschreibst) verstehen. Wichtig bei solchen Gesprächen sind die Ich-bezogenen Argumente. Also nicht versuchen, die Situation mit dem Fehlverhalten der anderen zu begründen, sondern auf dich bezogen argumentieren, dass du dich doch nach einiger Probierzeit eher auf der anderen stelle bzw in der Abteilung siehst. Du kannst ja die gleichen Argumente bringen, die du geschrieben hast, ne eben sachlich begründet.

        Z.b. Schreibst du, dass deine Kollegen dich ignorieren. Dann sagst du ihm, dass es dir sehr gut gefallen hast, wie du dich in der anderen Abteilung mit deinen Kollegen austauschen konntest und dass dir das enorm bei der Einarbeitung und dem Lösen deiner Probleme geholfen hat. Nun fehlt dir dieser Austausch und du merkst an deiner Leistung, dass dir ein regelmäßiger und guter, vor allem gegenseitiger Austausch wichtig ist. Und dass es eben hauptsächlich dadurch gehindert wird, weil diese neuen Kollegen etwas ganz anderes machen.

        Du musst ihm nicht die Ohren voll heulen, aber das gleiche Problem mitteilen, indem du es auf die sachliche Ebene umlegst 😊

      • Hallo.

        Also, wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das eigentliche Problem ja das Verhalten der Kollegen, oder?

        Meinst du nicht, dass du HIER ansetzen solltest? Warum behandeln sie dich so? Wurdest du ihnen "vor die Nase gesetzt" bzw. wollte einer von denen deinen Job?

        Woher kommt dieses unkollegiale Verhalten?#zitter

        Wenn du das Gespräch suchst, dann sollten meiner Meinung nach ALLE BETROFFENEN dabei anwesend sein und Stellung beziehen.

        Alles Gute!

        • Das Problem liegt darin, dass ich nicht zu deren Abteilung gehöre und sie grundsätzlich ein Problem damit haben, dass ich bei ihnen im Büro sitze obwohl ich nichts mit ihnen zu tun habe. Sie fühlen sich denk ich auch nicht verantwortlich dafür mit mir in irgendeiner Art und Weise zu reden..

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