Hilfe bei Beerdigungskosten von schwer kranker Schwiegermutter

    • (1) 23.08.18 - 18:16

      Hallo an alle,

      ich brauche bitte kurz euren Rat.

      Meine Schwiegermutter wird voraussichtlich ab nächster Woche in einem Hospiz untergebracht sein.
      Wir rechnen mit dem Schlimmsten und möchten uns heute schon mal genauer informieren.

      Können wir irgendwo einen Antrag auf Hilfe für Bestattungskosten einreichen? Einen kleinen Teil könnten wir selbst aufbringen, jedoch bestimmt nicht die ganze Summe.

      Meine Schwiegermutter ist seit Jahren in einem Pflegeheim und lebt von ihrer Rente und Witwenrente.

      Gibt es irgendeine Hilfe für uns, von der wir noch nichts wissen?

      Lieben Dank an alle!!

      • Hallo,

        könnt ihr euch nicht darum kümmern wenn der Fall XXX eingetreten ist? Ich finde es sowas von pietätlos sich darum jetzt schon Gedanken zu machen: die Mutter deines Mannes LEBT noch.
        Wenn es dann soweit sein sollte könnt ihr mit dem Bestatter evtl. immer noch Ratenzahlung vereinbaren bzw. kann er euch dann "beraten"

        Sorry

        • Was ist daran pietätlos? Es gibt viele ältere oder todkranke Menschen, die sich selber vorher noch darum kümmern. Der Tod gehört nun mal zum Leben dazu und warum nicht schon mal vorher über finanzielle Hilfen informieren? Besser als sich trauernd darüber Gedanken machen müssen.

          Gerade auch für die Schwiegermutter ist es doch beruhigend, wenn sie weiß, dass nach ihrem Tod alles geregelt ist! Viele ältere Leute regeln vorher schon genau, wie ihre Beerdigung ablaufen soll. Haben meine Schwiegereltern auch schon längst gemacht, sogar gemeinsam ein Krematorium besucht...

        Also ich kann da nichts pietätloses ausmachen, wenn man bezüglich der Beerdigung vorsorgt und sich Gedanken macht! Das ist so typisch Deutsch, dass das Thema Tod und Beerdigung als sonst was Verwerfliches abgetan wird. #augen Hospitz heißt nur mal, dass der Tod nicht mehr 20 Jahre auf sich warten lässt....

        Zur TE: Dann vermute ich mal deine Schwiegermutter hat also nicht selbst für den Fall der Fälle vorgesorgt?!
        Es gibt wohl die Möglichkeit eine Sozialbestattung zu beantragen. Vielleicht macht ihr euch darüber mal schlau, ob das für euch in Frage kommt.
        Außerdem könntet ihr zumindest die Bestattungskosten bei der Steuererklärung beim Finanzamt einreichen (wenn das Erbe die Bestattungskosten nicht deckt).

    Hey,

    ich finde es auch nicht pietätlos, sondern einfach nur abgeklärt und das ist völlig okay. Wenn absehbar ist, dass es nicht mehr lang dauert, habt ihr schon etwas geregelt, denn im Falle des Falles sich darüber auch noch Gedanken machen zu müssen, ist sehr schwer.

    Hat die Schwiegermutter evtl noch ein paar Ersparnisse, von denen ihr wisst?
    Ein Bestattungsinstitut befragen und die Art der Beerdigung festlegen etc.
    Da kann man schonmal etwas kalkulieren...

    Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit

    • Die TE hat aber explizit NUR nach den Kosten gefragt und nicht ob man die Wünsche der Schwiegermutter erfüllen bzw. ob man diese in die Planung einbindet.
      Ich fand es schon schlimm (bin Banker) wenn die "Erben" am schalter saßen und sich über IHR Erbe gestritten haben um auf Nachfragen dann zu erklären: nein, der/die lebt noch, ist aber schon im Krankenhaus. Furchtbar sowas!

      • (10) 23.08.18 - 19:57

        Warum sollte die TE nicht wissen, dass natürlich Wünsche erfüllt werden?

        Das ist wohl jedem klar. Dafür muss man nicht in einem Forum fragen.

        Und so traurig es ist, aber es ist bei der Schwiegermutter ja nur "eine Frage der Zeit". Niemand, außer dem Personal verlässt ein Hospiz lebend. So makaber das klingt.

        Und du kennst die TE doch gar nicht. Ich arbeite in der Pflege, ich habe ständig mit drm Tod zu tun. Und um ehrlich zu sein, für viele wäre es besser bald zu gehen als noch Jahre dahin zu vegetieren.

        • Die TE möchte wissen wo sie Gelder beantragen kann für die Beerdigung ihrer noch lebenden Schwiegermutter, nicht mehr und nicht weniger: DAS finde ich pietätlos.
          Und dss Beerdigungen teuer sind weiß ich aus Erfahrung, aber es gibt durchaus Menschen die leben noch MONATE in einem Hospiz......

          • (12) 23.08.18 - 20:56

            Kannst du ja auch gerne so finden, kein Grund sie so anzugehen.
            Scheinbar siehst ja nur du das so.

            Wenn die Schwiegermutter noch Monate leben könnte in dem Hospiz, dann könnten die Angehörigen ja schon mal was ansparen, anstatt z.B. einen Urlaub zu buchen.
            Außerdem kann man Rechnungen auch auf Raten bezahlen wenn man nicht alles auf einmal stemmen kann. Mit anderen Sachen, wie einem neuen TV oder einem Auto, geht das ja auch.

            Es mag pietätlos erscheinen, wenn sich die Angehörigen darüber im Voraus Gedanken machen.
            Ich habe es anders erlebt: wir haben uns keine Gedanken gemacht und schupp, standen wir zur Trauer hinzu noch vor der Frage, was die Beerdingung kosten wird und wer das bezahlen soll. Das ist dann auch unmittelbar nach dem Abscheiden auch sehr anstrengend und kann die Beziehungen der Hinterbliebenen untereinander belasten, besonders dann, wenn die Kinder finanziell sehr unterschiedlich aufgestellt sind und der Verstorbene nichts an Vermögen hinterlassen hat.

            In einem anderen Fall haben die Eltern das im Voraus geregelt und es war genug Geld da für eine ordentliche Erdbestattung und einen sehr aufwändigen Grabstein. Ich fand es da nicht pietätlos, dass im Voraus geklärt worden war, wie es ablaufen und bezahlt werden wird.

            Ich bin höchst erfreut, einen kleinen Einblick in die Denkweise von (Bänkern) zu erhalten.

            Ich setzte voraus, dass auch Du begreifst, dass man eine Beerdigung erst planen kann, wenn man das Budget kennt.

            Ärzte entlassen Patienten ganz höchstwahrscheinlich nicht aus Gaudi in ein Hospiz!

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