Haus gekauft, wieviel vom Partner als Miete?

    • (1) 28.08.18 - 16:22

      Hallo an alle,
      Ich (w35) habe vor kurzem ein RMH gekauft für 250.000. Zinsen für 20 Jahre gesichert, monatlich 970 Euro Rate. Nach 20 Jahren noch 100.000 Schulden, aber durch Baukindergeld und Sondertilgung wahrscheinlich viel weniger. Mit Nebenkosten komplett etwa 1500 Euro monatlich das Haus.
      Ich lebe mit meinem Partner zusammen, aber finanziell unabhängig von einander. Wir verdienen beide um die 2500 netto. Ich bekomme noch Kindergled für mein Kind und UHV. Er zahlt noch UH für seinen 18 jährigen Sohn, wenn er dann studiert, dann ja noch paar Jahre um die 400 Euro.
      Ich habe eine Tochter (6) mit in die Beziehung gebracht.
      Mein Partner müsste noch 17 Jahre bis zur Rente arbeiten.
      Er dachte jetzt, er zahlt mir monatlich 700 Euro und wenn er in Rente geht, dann nur noch 400. ich habe ihm gesagt, dass ich damit einverstanden bin. Aber wir ja dennoch gucken müssen, wie es so in 17 Jahren ist.
      So ein Haus hier zu mieten wäre warm um die 1500 Euro.
      Ich möchte ihn auf keinen Fall ausnehmen oder so.
      Sondertilgungen und so würde ich natürlich alleine zahlen.
      Wie seht ihr das? Wie wäre es gerecht?
      Es stand auch im Raum, dass er bei Trennung monatlich zB 50-100 Euro zurück haben möchte. Also zB Trennung nach 10 Jahren, ich zahle im zB 10.000 Euro.
      Oder er zahlt jedes Jahr 15 Euro weniger, bis er bei 400 ankommt. Keine Ahnung was gut wäre.
      Habt ihr Ideen?
      Ich fände schon gut, wenn er die Hälfte (oder fast, also er 700,ich 800) zahlt, als wenn wir so ein Haus mieten würden. Und wenn er in Rente ist, gucken wir, was in 17 Jahren das Geld noch Wert ist, aber dass er da möglichst nur die Hälfte der Nebenkosten zahlt.
      Ich hoffe, es war nicht zu kompliziert, freue mich auf eure antworten.

      LG

      • (2) 28.08.18 - 16:51

        Darf ich dir meine ehrliche Meinung sagen?

        Ich hätte auf so eine Beziehung, wo alles gleichwertig ausgelegt sein muss und man pedantisch genau auf jeden Euro schaut, keine Lust.
        Bei uns zahlt jeder irgendwas, egal wer nun mehr oder weniger als der andere zahlt.

        • (3) 28.08.18 - 17:10

          Wir schauen zb beim einkaufen oder Kino nicht, dass jede von uns Cebt genausoviel zahlt. Aber beim wohnen muss das schon geregelt sein. Wir möchten weiterhin getrennte Konten und finanziell unabhängig voneinander sein.
          Ich möchte nicht alles in einem Topf werfen, das steht fest. Und er auch nicht. Und passt es so.

          • (4) 28.08.18 - 17:18

            Wir haben auch getrennte Konten. Aber jeder zahlt halt eben gewisse Dinge, wir rechnen es einfach nur nicht Cent genau auf.

            • (5) 28.08.18 - 17:28

              Für mich gehen schon getrennte Konten nicht in einer Beziehung, aber wenn man das braucht, dann muss man es eben auch konsequent machen, gerade wenn es um so große Summen geht!

              • (6) 28.08.18 - 17:30

                Ich finde es an sich auch Quatsch, aber mein Mann ist der Meinung, dass er mir ja nichts mehr "schenken" würde, wenn er einfach Geld vom gemeinsamen Konto nimmt.

                Für alles, was das Haus angeht haben wir aber ein gemeinsames Konto. Da gehen ja auch die Mieteinnahmen jeden Monat drauf und alles von ab. Da zahlt mein Mann dann eine Summe x ein und ich zahle dann Versicherungen etc. Aber ob das eben Euro genau ist rechnen wir nicht und es interessiert uns auch nicht.

    (13) 28.08.18 - 16:58

    Komische Sache. Er soll die Hälfte mit zahlen, hat aber keinerlei Rechte bei einer Trennung?
    Wenn ich er wäre, würde ich das schriftlich machen. Das er im Falle einer Trennung Betrag X von dir bekommt.

    • Nein, er soll nicht die Kosten mittragen, sondern das halbe Haus mieten (wobei ich das etwas merkwürdig finde bei 3 Personen).

      Und als Mieter hast du doch nach dem Auszug auch keinerlei Besitzansprüche an der Wohnung/ dem Haus, also das finde ich überhaupt nicht komisch.
      Lediglich getrennte Kasse bei Paaren finde ich generell komisch!

      • Aber 700 Euro ist schon viel.
        Sie sind aber ein Paar und da finde ich es schon komisch.

        • 600 Euro würde er ja wohl alleine auch zahlen, also finde ich das eh im Vergleich zu den 1500 Euro Warmmiete für so ein Haus fair.

          Aber mit Partnerschaft hat das einfach mal gar nichts zu tun, wenn man einen Mietvertrag macht, das muss man außen vor lassen, wenn man klar die Finanzen trennt!

(17) 28.08.18 - 17:03

Wen ihr alles teilt, dann macht das mit den 700 Euro, aber wieso sollte er von dir bei einer Trennung was zurückbekommen? Er zahlt Miete, damit ist die dann verwohnt.

  • (18) 28.08.18 - 17:07

    Naja, er meint, dass er eben nicht mehr als 600 Euro Miete zahlen würde, wenn er alleine wohnen würde oder wenn wir gemeinsam was mieten würden wir sicherlich nix über 1200 Euro mieten. Obwohl das kann man ja so jetzt auch nicht sagen. Wer weiß schon, was man in 10-20 Jahren an Miete zahlen würde

    • (19) 28.08.18 - 17:17

      DAnn müsst ihr die Miete anders ansetzen, aber zurückzahlen würde ich sicher nicht, warum auch.

      NOchmal zum Verständnis, ihr wohnt zu dritt, dabei ist deine Tochter?

      Dann wären doch bei 1500 Euro Miete 600 Euro für ihn und nichts später zurück auch fair, oder?

      Kannst du denn die Raten auch ohne ihn überhaupt stemmen? Sonst sehe ich das Projekt eh als gescheitert!
      Wielange bekommst du noch Unterhaltsvorzuschuss, den gibt es doch nur sehr begrenzt. Ist von dem Erzeuger was zu holen?

      • (20) 28.08.18 - 17:34

        Ja, ich habe ja alleine Kredit aufgenommen, alleine alle Nebenkosten bezahlt. Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer....
        wenn ich es alleine zahlen müsste, hätte ich ja Steuerklasse 2, also ein bisschen mehr Geld und auf der anderen seite etwas weniger Nebenkosten.
        Ich bekomme nicht wirklich UHV, sondern der Vater zahlt mir UH in UHV Höhe. Ich wollte nie damit zum JA und bin zufrieden, dass wir uns so einigen könnten ohne Streit. Ich weiß, dass er etwa 100 Euro mehr zahlen müsste. Aber lieber ohne Streit und Anwalt soviel. Wäre ich alleinerziehend, und müsste das Haus alleine zahlen, sähe es schon vielleicht anders aus.

        • (21) 28.08.18 - 17:39

          DAs ist genau der Punkt, du musst aber mit alleinerziehend rechnen und darfst auch eigentlich nicht auf den Unterhalt verzichten, weil es gar nicht dein Geld ist. Würde ich mal drüber nachdenken!


          Aber eine Finanzierung, die nur klappt, wenn du mit dem jetzigen Partner zusammenbleibst, finde ich als Selbstmord-Aktion.

          Dann würde ich das auf jeden Fall mit dem Partner schriftlich machen und mit entsprechender Kündigungsfrist (und ohne Rückzahlung).

          • (22) 28.08.18 - 17:50

            Wäre ich alleine, könnte ich doch abzüglich Haus +Nebenkosten von 1400 Euro leben. Andere Alleinerziehende leben insgesamt von 1400 Euro und müssen davon sogar noch Miete zahlen.
            Ich müsste halt bei meinen ganzen Hobbys etwas abschrauben.

            • (23) 28.08.18 - 18:01

              Hm, also mir kommt deine Kalkulation der Nebenkosten viel zu gering vor, wir zahlen monatlich ca. 600 Euro Nebenkosten fürs Haus, also das, was wir früher an Miete gezahlt haben!

              Rechnet man das ein, hättest du schon nur noch ca. 1100 Euro zum Leben. Und die anderen, die Alleinerziehend davon leben, die leisten sich meist kein Haus, bekommen evtl. sogar noch Zuschüsse zu Betreuungskosten usw.

              Also ich finde die Kalkulation sehr riskant, zumal du ja auch noch Sondertilgungen leisten willst/musst, damit das getilgt ist.


              Aber gut, das ist ein anderes Thema.

              Wie gesagt, ich würde mit ihm 600 Euro als Miete ausmachen, ohne Rückzahlung und mit Kündigungsfrist (und evtl. mit einer Jahresanzahl, um evtl. dem Mietspiegel später mal anzupassen).

              • (24) 28.08.18 - 18:49

                Ich weiß noch nicht genau, wieviel die NK werden. Wir gehen mal von 500 Euro aus.
                Wie kommt bei euch 600 zusammen? Vielleicht haben wir auch was vergessen.

                • (25) 28.08.18 - 19:48

                  Versicherung (also Wohngebäude und Eigentümerversicherung), Grundsteuer, Müll, Wasser (Abwasser), Strom, Heizung und zusätzlich, was aber nicht unbedingt direkt zum Haus gehört GEZ und Telefon. Evtl. noch Versicherung für den Kredit wie Risiko-Lebensversicherung oder Restratenversicherung o.ä.

Top Diskussionen anzeigen