Erzieherausbildung in Bayern

    • (1) 14.12.18 - 22:12

      Hallo, Ihr Lieben.

      Mein Sohn (derzeit 8. Klasse Realschule) befasst sich momentan verstärkt mit seinen beruflichen Vorstellungen. Er würde evtl. gerne Erzieher werden. Natürlich macht er vorher erst mal einige Praktika...

      Nun hätte ich ein paar Fragen bezüglich der Ausbildung. Wir haben ja gemeinsam diesbezüglich etwas gegoogelt, aber einige Dinge sind uns noch nicht ganz klar. Vielleicht kann uns hier jemand auf die Sprünge helfen, bevor wir zu einem Berufsberatungstermin gehen.

      Diese Ausbildung umfasst ja in Bayern 5 Jahre. Die ersten beiden Jahre sind die Ausbildung zum Kinderpfleger und die nächsten drei Jahre bauen darauf auf, oder? Zum Schluss kommt das Anerkennungsjahr, in dem man dann in einer Einrichtung arbeitet. Habe ich das so richtig verstanden?

      Wie ist das nun..... Diese "Erstausbildung" zum Kinderpfleger kann man entweder auf einer sozialpädagogischen Fachakademie machen, oder in einer Berufsfachschule, richtig? WAS genau ist da der Unterschied? Gibts nen Unterschied?
      Ist es hilfreicher, wenn er z.B. als erstes ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert? Dann spart man sich 1 Jahr Berufsfachschule und bekommt sogar etwas Taschengeld, oder?

      Die beiden Folgejahre auf der Fachakademie.... Handelt es sich dabei um 2 Jahre Vollzeit-Schule?? Oder sind da blockweise Praxisphasen integriert? Oder generell 1, 2 oder 3 Tage pro Woche in einer Einrichtung?

      Das fünfte und letzte Jahr ist mir klar. Das ist ein reines Praxisjahr, soweit ich das geschnallt habe.;-)

      Eigentlich hätte wir direkt vor unserer Nase eine entsprechende Fachakademie. Aber die nehmen keine Jungs - nur Mädchen!!!:-[:-[:-[:-[:-[:-[:-[:-[

      Werden Jungs generell nicht überall aufgenommen?

      Fragen über Fragen..... Vielleicht kann uns hier ja jemand etwas genauer aufklären. Wäre nett von Euch.#winke

      LG

      • Meine Tochter hat dieses Jahr (derzeit 10. Kl. RS) einen Platz ergattert.
        ----> Fachakademie f. Sozialpädagogik.

        Vorweg.... ganz wichtig um überhaupt eine Chance zu haben muss soziales Engagement "vorzuweisen" sein.
        Hier in Franken, bekommt man sonst nicht mal ein Vorstellungsgespräch.
        Meine Tochter hatte den Vorteil bereits ein Paraktikum in einer Kita gemacht zu haben, ist Tutor an ihrer Schule, "Komit" (Konfirmandenmitarbeiter) bei der evang. Gemeinde und betreut die jüngsten Klassen bei den Hausaufgaben und Freizeitgestaltung nach dem Unterricht (kleiner Nebenjob der entlohnt wird).

        Also mein Tipp an euch, dass das extrem von Vorteil ist.
        Den Rest kopiere ich dir mal aus der Homepage rein:


        Struktur der Ausbildung
        Die Ausbildung gliedert sich in drei Teile

        Das zweijährige Sozialpädagogische Seminar (SPS), das in zwei verschiedenen Arbeitsfeldern abgeleistet und durch die Fachakademie begleitet wird und mit der Prüfung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin/zum staatlich anerkannten Kinderpfleger abschließt;
        Die zweijährige theoretische Ausbildung mit Vollzeitunterricht an der Fachakademie, die durch vier Praktika in unterschiedlichen Arbeitsfeldern ergänzt und mit der theoretischen Abschlussprüfung abgeschlossen wird;
        Das einjährige Berufspraktikum, das in einer sozialpädagogischen Einrichtung abgeleistet und durch die Fachakademie begleitet wird. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Praktikantinnen/Praktikanten die Urkunde: staatlich anerkannte Erzieherin / staatlich anerkannter Erzieher


        #winke

      Mit was begründen die denn bitte, dass sie nur Mädchen nehmen? Das ist ja eine Unverschämtheit.
      Was wäre wohl los wenn es andersrum wäre...

      Ich würde mir für unsere Kinder sehr wünschen, dass es mehr männliche Erzieher gäbe und dann sowas.

      Ehrlich gesagt, da würde ICH nicht lockerlassen und mal nachfragen und Druck machen, das kann 2018 ja wohl nicht mehr wahr sein, dass jemand wegen seines Geschlechts nicht an einer Schule bzw. für eine Berufsausbildung akzeptiert wird. Falls es staatlich ist, würde ich zur Not bis zum Ministerium schreiben, da krieg ich grad echt so nen Hals, sorry...😠

      • Die Akademie ist leider nicht staatlich. Das ist eine Klosterschule, welche Realschule, Gymnasium und diese Fachakademie beinhaltet. In jedem Bereich werden nur Mädchen aufgenommen.:-[

        Es ist erst letztes Jahre ein Elternpaar per Zeitung an die Öffentlichkeit gegangen und hat dagegen protestiert, dass ihr Junge nicht an der Realschule aufgenommen wurde. Nicht weit entfernt ist auch eine Klosterschule, die seit ca. 3 - 4 Jahren nun endlich auch Jungs aufnimmt. Ich hätte mir gewünscht, das dies auch auf andere Schulen abfärbt. Aber dem scheint wohl nicht so.:-[

    Hallo,

    ich habe noch als Anregung:

    Überlegt ob euer Sohn das fachabi schaffen könnte. Wenn ja, lohnt es sich finanziell Sozialpädagoik zu studieren.

    Die lange Ausbildung wird oft nicht so gut entlohnt und mit dem etwa gleich langen Studium ist die Aufstiegsperspektive besser.

    Alles Gute!

    • Ja, das hätte ich auch schon gedacht. Aber er möchte nicht mehr weiter zur Schule gehen. #schwitz

      Aber ich habe gelesen, dass er - sofern er Mathe als Prüfungsfach dazu wählt - nach der Erzieherausbildung auch studieren kann, oder?

      Gut, die Ausbildung dauert 5 Jahre. Aber soooo schlecht, finde ich, werden Erzieher gar nicht bezahlt. Dafür, dass man weder Abi, noch Studium benötigt verdienen sie besser als Angestellte im öffentlichen Dienst z.B. in der Verwaltung. :-D

      LG

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