Beschäftigungsverbot wg. Stress DIREKT nach Krankmeldung möglich?

    • (1) 26.12.18 - 23:45

      Hi ihr!

      Ich bin gerade wegen Stress auf Arbeit AU. Mein Hausarzt bot mir an, mich direkt im Anschluss ins BV zu schicken, damit ich quasi nicht mehr arbeiten muss bis zur Geburt.
      Er hätte mir auch direkt BV ausgestellt, aber ich wollte erstmal eine AU um darüber nachzudenken.

      Frage:
      - Hatte das vor Kurzem jemand ähnlich bzw. ist AU wegen Stress und direkt anschließendes BV wegen SELBER Diagnose möglich oder muss ich dazwischen gearbeitet haben? 🤔 Oder der Arzt müsste theoretisch eine andere Diagnose fürs BV aufführen.
      - individuelles BV wegen psychischem Stress ist generell anerkannt oder?

      Ich bitte euch, hier nicht über wieso und weshalb zu diskutieren...ich habe leider schon meine Gründe, weshalb arbeiten nicht möglich ist.

      Freue mich über eure Erfahrungen 😊

    (7) 26.12.18 - 23:59

    Die Diagnose müsste sich unterscheiden, da du im BV theoretisch arbeitsfähig sein müsstest.

    Der FA muss zwar nur anführen, dass aus seiner Sicht Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet sind, der Arbeitgeber kann es jedoch hinterfragen.

    Huhu,

    ich bin selbst von der AU ins BV gegangen. Es war theoretisch dieselbe Diagnose. Schlussendlich stand auf der Bescheinigung für das BV aber keine Diagnose drauf, sonder nur das laut Mutterschutzgesetz eine Gefährdung vorliegt und ich dadurch keinerlei Tätigkeit mehr ausführen darf.

    LG

    Ich bin auch von der AU direkt ins BV gekommen. Auf der AU stand von der Diagnose noch starke Übelkeit mit Erbrechen drauf. Beim BV stand garkein direkte Diagnose mehr sondern was von wegen laut MuSchu Gesetz liegt eine Gefährdung vor (was für eine stand nicht drauf) und deshalb eben nicht mehr arbeiten.
    Ich hab sie aufgrund habitueller Aborte im Vorfeld bekommen denn EIGENTLICH spricht sonst bei mir überhaupt nichts dafür das ich zuhause bleiben muss. Mein Arbeitgeber kennt zum Glück meine Vorgeschichte und hat auch von sich aus gesagt es ist ihnen lieber ich bleibe zuhause als das es sich wiederholt

    (10) 27.12.18 - 09:23

    Guten Morgen,
    Ich bin nach 4 Wochen Krankschreibung (wegen Blutungen und 3 FG) direkt ins BV. Meine AU hatte die Diagnose "drohende Fehlgeburt" - und ich denke, dass das auch die Begründung fürs BV sein wird, auch wenn dort keine Diagnose steht.

    In meiner (intakten) Schwangerschaf davor, hat mich meine ehemalige Frauenärztin aufgrund psychischen Stress/Mobbings ins BV geschickt. Es war für mich so schlimm dort (musste durch die Schwangerschaft bedingt die Filiale wechseln, ansonsten hätte es keinerlei Probleme gegeben), dass ich kurz vor der Kündigung stand. Davor war ich nicht krankgeschrieben.

    Hallo. Ich habe ein ähnliches Problem. Bin nun seit 7 Wochen krankgeschrieben und meine Ärztin weigert sich ein BV auszustellen. Der Arbeitgeber hat allerdings darum gebeten, da er meine Vorgeschichte kennt und bei einem BV besser planen kann. Kann der Hausarzt das BV überhaupt ausstellen? Meine Krankmeldungen sind wegen drohendem Abort und starkem Erbrechen gewesen. Ich habe immer wieder Blutungen (toi toi toi seit 2 Wochen keine mehr) und war bereits 4 Tage wegen Dehydrierung im Krankenhaus. Meine Ärztin sagte, die Blutung, das ständige Erbrechen (immer noch ) und die Kreislaufprobleme wären kein BV Grund. Sie würde mich immer wieder krankschreiben... sobald ich mich mehr anstrenge, oder Stress habe, kommen die Blutungen und ich bin körperlich am Ende :-( habt ihr einen Tipp für mich?
    Vielen Dank im Voraus. Und sorry dass ich dir bei deiner Frage leider nicht weiterhelfen kann :-(

    Grüße Jojo mit Krümel 🍀

    • Leider ist deine Frauenärztin im Recht.. das ist kein Grund für ein bv. Was der AG will interssiert niemanden.. der hat dich nach dem mutterschutzgesetz einzusetzen oder dir ein bv ausstellen weil er sich nicht an die Vorgaben halten kann.

      • Mein AG sagt, dass er das noch nie machen musste, dass das immer vom Arzt kam. Er will sich jetzt erkundigen. Ich arbeite in einer Disposition für Neuwagen. Sind insgesamt zu 5. im Büro und es ist immer Stress und menschenauflauf im Büro. Letztendlich entscheidet ja die Ärztin was sie drauf schreibt... und sowohl die Hebamme als auch die Ärztin im Krankenhaus sagten, dass sie aufgrund der Blutungen nicht mehr arbeiten würden, bzw es nicht befürworten. Werde mich noch mal bei der Krankenkasse erkundigen

        • (14) 27.12.18 - 20:56

          Also bei einer Disposition für Neuwagen und "Menschenauflauf im Büro" und "Stress" - mir ist nicht ganz klar, woher hier da ein Beschäftigungsverbot legitimiert werden soll.

    (15) 27.12.18 - 12:38

    "kann. Kann der Hausarzt das BV überhaupt ausstellen? "
    Natürlich kann er.

    Aber das hier:
    "Der Arbeitgeber hat allerdings darum gebeten, da er meine Vorgeschichte kennt und bei einem BV besser planen kann."
    Ist keine Begründung, sondern nur der Versuch deines AG Geld einzusparen, weil er es im BV zurückbekommt komplett.

    "Meine Ärztin sagte, die Blutung, das ständige Erbrechen (immer noch ) und die Kreislaufprobleme wären kein BV Grund. Sie würde mich immer wieder krankschreiben... sobald ich mich mehr anstrenge, oder Stress habe, kommen die Blutungen und ich bin körperlich am Ende"
    Da hat deine Ärztin aber Recht, denn du bekommst ja die Blutungen scheinbar unabhängig davon, ob du arbeitest oder dich anders anstrengst und damit bist du generell nicht arbeitsfähig.

    • (16) 27.12.18 - 16:23

      Leider kommen die Blutungen immer nach Anstrengungen und nicht einfach so... immer wenn ich mehr auf den Beinen bin, Stress hatte oder auch als ich zwischendurch 3 Tage arbeiten war! Ich habe mit der Krankenkasse gesprochen. Ich soll mir eine 2. Meinung einholen und der Arbeitgeber kann es definitiv auch ausstellen. Muss nur auf die Formulierung achten. Sobald die Lohnfortzahlung ansteht (nach Ende der laufenden Krankmeldung) wird auch die Krankenkasse noch mal bei mir melden und mich bei bedarf unterstützen. Und nein, mein Arbeitgeber möchte nicht nur das Geld, ihm wäre meine Arbeit wesentlich lieber, da ein Kollege in Rente geht und er mich seit August einarbeitet und die Stelle dann nur mich bedingt besetzt sein wird. Allerdings ist es auch die anstrengendste und mit wichtigste stelle bei uns in der Dispo...

      • (17) 27.12.18 - 16:30

        " Ich soll mir eine 2. Meinung einholen und der Arbeitgeber kann es definitiv auch ausstellen. "
        Aber nicht aus dem Grund.

        Und klar unterstützt es die KK, kostet sie dann ja auch kein Geld nach 6 Wochen, AU schon!

        Also nein, kein Grund für ein BV vom AG und kein Grund für ein BV vom Arzt, wenn es immer auftritt (und nicht nur in der Arbeit). Aber ja, zwei Stellen, die gerne Geld sparen würden.
        Denn sonst wäre es beiden egal, ob du AU bist oder ein BV hast!

(18) 27.12.18 - 11:15

Dein Arzt muss doch selbst wissen, mit welcher Diagnose er dich ins BV schicken kann? Er trägt schließlich die Verantwortung dafür falls es von irgendjemandem hinterfragt und überprüft werden sollte.

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