Endllich neuer Job, aber schlechtes Gewissen :-(

    • (1) 17.01.19 - 11:05

      Neulich habe ich hier eine Frage bzgl Umschulung gestellt. Naja das hat sich jetzt erledigt, mein Vorstellungsgespräch an Nikolaus war erfolgreich und ich habe am Montag die Zusage für den Job bekommen. Alles eigentlich super, aber jetzt plagt mich doch das schlechte Gewissen gegenüber meinem Vater.

      Er ist wenn ich jetzt gehe quasi alleine, hat zur Zeit noch einen Meister bis September, jemand neues nicht in Sicht und jetzt gehe ich in 2 Wochen auch.

      Ich brauche den neuen Job, ich bekomme dort 450€ netto mehr, habe bessere Arbeitszeiten trotz mehr Stunden und einen halb so langen Arbeitsweg.

      Endlich gäbe es diesen Terror von ihm nicht mehr, kein zur Sau machen mehr und überhaupt wäre endlich ein normales arbeiten in einem respektvollen Klima möglich. Aber trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn genau jetzt hängen lasse. Der Entschluss zu gehen war lange bevor diese Situation mit dem fehlenden Meister eingetreten ist getroffen. Ich war 17 Jahre hier, hab nie was anderes gemacht und musste mir all die Jahre auch anhören das ich es sowieso nie woanders hin schaffen würde und es dort auch nicht schaffen würde.

      Ich weiß auch nicht was ich mir hier für Antworten erwarte, ich glaube ich musste das alles einfach mal an neutraler und anonymer Stelle los werden.

      • Glückwunsch zum neuen Job!
        Es ehrt Dich ja, dass Du Dir auch noch Gedanken machst, wie es dort weitergeht, aber ehrlich: Du brauchst wirklich kein schlechtes Gewissen haben! Konzentriere Dich auf die Zukunft, freu Dich auf die neue Arbeit! Unabhängig von dem unsäglichen Arbeitsklima, welches Du jetzt endlich hinter Dir läßt, ist es auch immer gut und wichtig, mal etwas Neues zu wagen und ein neues berufliches Umfeld kennen zu lernen, um nicht betriebsblind zu werden. Wünsche Dir einen guten Start! #klee

      (4) 17.01.19 - 12:39

      Glückwunsch zum Job und zur Befreiung aus 17 Jahren Sklaventum! ;-) Natürlich beansprucht die bevorstehende Umstellung einiges an Gedankengängen bei dir, aber glaub mir: Sobald du am neuen Arbeitsort startest, wirst du dich voll und ganz darauf einlassen. Was gibt es schöneres als diese Freiheit?
      Dein Vater tut dir natürlich leid - ist verständlich, da er dein Vater ist. Die andere Seite ist aber, dass er jahrelang kein Erbarmen mit dir hatte, geschweige denn ein kleines Lob oder Dankeschön für deine vielen(!) geleisteten Stunden übrig. Im Gegenteil, er wollte dich noch klein machen. Er ist ein versierter Geschäftsmann, behaupte ich mal, und wird seinen Weg finden.
      Viel #klee und viel Spass!

      • (5) 18.01.19 - 11:10

        Vielen Dank, ja Sklaventum trifft es absolut, nach gestern bin ich auch eigentlich nur noch positiv eingestimmt. Ich durfte mir anhören, als ich mal wieder einen Fehler von ihm auf meine Kappe nehmen sollte "Naja zum Glück ist das ja in 2 Wochen endlich vorbei". Da dachte ich mir nur noch, leck mich am Arsch und sieh zu wie du klar kommst. Ich habs einfach nicht mehr nötig mich fertig machen zu lassen.

        Einiges an Gedankengängen ist gut #schwitz Für mich ist das absolutes Neuland, ich weiß nicht was ich anziehen soll (hier wars ja in der Werkstatt eher praktisch), bis hin ob ich am ersten Tag was zum Einstand mitbringen sollte. Aber das wird schon alles gut gehen denke ich.

    (6) 17.01.19 - 13:03

    Mein erster Gedanke war: im Zweifel könntest du Aushilfsweise aushelfen. Dann, wenn es hart auf hart kommt .....

    Aber...

    "Endlich gäbe es diesen Terror von ihm nicht mehr, kein zur Sau machen mehr und überhaupt wäre endlich ein normales arbeiten in einem respektvollen Klima möglich."

    " Der Entschluss zu gehen war lange bevor diese Situation mit dem fehlenden Meister eingetreten ist getroffen. Ich war 17 Jahre hier, hab nie was anderes gemacht und musste mir all die Jahre auch anhören das ich es sowieso nie woanders hin schaffen würde und es dort auch nicht schaffen würde. "

    An den Stellen wäre mein schlechtes Gewissen sowas von weg!

    Niemand in Aussicht haben, kann vieles bedeuten

    - kein Interesse / keine Suche (weil dich als Depp vom Dienst sicher an der kurzen Leine hatte. Mit Druckmittel noch mehr)
    - keine Interessenten, weil es sich vielleicht schon rumgesprochen hat mit dem Arbeitsklima

    Es gibt wirklich niemanden, der deinen Job übernehmen könnte. Das würde aber bedeuten, dass du unersetzbar GUT bist. Ergo läge er völlig falsch mit seiner Aussage. Dann müsste er dir schon entgegen kommen.

    Wenn du so schlecht seist, wie er sagt, dann müsste er doch längst Ersatz für dich gefunden haben. Jemanden, der deine Aufgaben (wie ein Heinzelmännchen) übernimmt. Somit müsste er jemanden haben.


    Was er nicht hat: jemanden, der deine Aufgaben machen KANN und sich ausbeuten lässt. Das wird er so schnell nicht finden. Das sollte aber nicht dein Problem sein.
    Entweder sucht er anständig (dann hätte ich vielleicht ein schlechtes Gewissen oder würde aushelfen) oder er sucht jemanden zur Ausbeute (dann wäre ich froh, da längst raus zu sein).

    • (7) 18.01.19 - 11:16

      Das Angebot hatte ich ihm auch machen wollen, aber seit gestern ist das kein Thema mehr.

      Als ich mal wieder nicht einen seiner Fehler auf meine Kappe nehmen wollte bekam ich nur zu hören das es ja zum Glück in 2 Wochen endlich vorbei wäre.

      Er will einen Teil meiner Arbeit nach Außerhalb geben und den Rest selber machen, weil ich ja eh nie was gearbeitet habe ;-)

(8) 17.01.19 - 18:03

Nach deinen ganzen Posts, solltest du freudig hüpfend da raus.

Ganz ehrlich: neun! Kein schlechtes Gewissen und vor allem zeig es ihm nicht! Ist auch privat wichtig, dass du dich endlich gerade machst! Und auch keine Hilfen nach deinem Feierabend und so!!!!

  • (9) 18.01.19 - 11:17

    Ja seit gestern zähle ich die Tage wann ich das endlich tun kann. Nachdem ich mir gestern anhören durfte das ich ja endlich gehe und das ich ja eh nichts gearbeitet habe, scheiß drauf, soll er sehen wie er zurecht kommt, ist nicht mehr meine Baustelle

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