Unliebsamer Jobwechsel für deutlich mehr Geld?

    • (1) 12.03.19 - 20:43
      Zwickmuehle007

      Guten Abend,

      folgende Situation: Frau Anfang 30 mit Mann und zwei Kindern. Der Verdienst des Mannes wird wahrscheinlich immer bei circa 1400 netto bleiben. Frau verdient 2200 netto und hätte nun die Möglichkeit, durch einen Jobwechsel netto gut 1000 Euro mehr zu bekommen - und das für 36 anstatt 40 Wochenstunden #schock.

      Problem: Die potenzielle neue Arbeitsstelle gefällt überhaupt nicht! Einige künftige Kollegen sind bekannt und auch ganz nett, aber das Arbeitsumfeld ist schwierig und die Arbeit deutlich belastender und stressiger. Andererseits wird es so eine Gelegenheit nicht so schnell wieder geben, schon garnicht mit nur 20 Minten Fahrtzeit #schwitz

      Was würdet ihr tun - annehmen oder bleiben lassen?

      Viele Grüße

      • (2) 12.03.19 - 20:48

        Ich würd den Job annehmen und es versuchen!
        Wenn es gar nicht geht, kannst du immernoch nach was anderem suchen.
        Viel Glück! 🍀

        Hallo!

        Die eine einzige Antwort wird es in deiner Situation nicht geben... Ich möchte dir noch ein bisschen es zum Nachdenken mitgeben. Vielleicht hilft es die Entscheidung leichter zu machen:

        * Was fühlt sich besser an: mehr Geld, geringfügig mehr Zeit oder dein derzeitiger Job?
        * Kannst du den neuen Job als Sprungbrett verwenden? Wie lange müsstest du durchhalten, damit du nachher - wo auch immer - auf etwas Passendes wechseln kannst ohne wieder auf deinen derzeitigen Job zurückzufallen?
        * Kannst du den zusätzlichen Stress zuverlässig in der Arbeit liegen lassen oder beeinflusst er sich und deine Familie auch in der Freizeit? Oder reagierst du sogar gesundheitlich auf zu viel Stress?

        LG,
        id

        Ich würd auch annehmen. Vielleicht ist die Arbeitsstelle doch nicht soooo mies. Hauptsache die Kollegen passen. Den Rest kann man evtl. hinbiegen.

        Alles Gute!;-)

      Hallo,
      die Aussicht auf mehr Geld beflügelt, macht vielleicht auch ein kleines bißchen gierig und wirft das Kopfkino an.
      Es besteht die Gefahr, daß man sich dann nur noch von Monatsende zu Monatsende hangelt und für den Moment lebt, an dem die Kohle auf dem Konto ist. Die Freude wird aber schnell schal, wenn die Umstände so unschön sind, wie Du sie beschreibst.
      Bei 20 Arbeitstagen im Monat sind das also ca. 50 € pro Tag, für die Du Dir diese Umstände auf der Arbeit (plus Neben- und Nachwirkungen in Deiner Freizeit) geben würdest.
      Auf Basis meiner bescheidenen Lebenserfahrung: ICH würde es nicht tun, sondern souverän danken und ablehnen. Danach erstmal mit der Gitarre im Garten sitzen. Später irgendwann vielleicht was Vergleichbares mit besseren Rahmenbedingungen finden.
      Freu Dich, wenn Ihr das Geld nicht so nötig habt......
      Liebe Grüße #winke

      Ich würde es auch etwas von der jetzigen Arbeitsstelle abhängig machen. Wenn du dort sehr zufrieden bist und gern arbeiten gehst, würde ich es nicht für eine besser bezahlte Stelle aufgeben. Wenn du allerdings nicht so an deiner jetzigen Stelle hängst, würde ich es mit der neuen probieren.

      Braucht ihr denn das Geld?
      Ok, Geld ist immer gut aber ich meine eher: Habt ihr konkrete Pläne wie einen Hausbau? Habt ihr Reserven? Fahrt ihr gern in den Urlaub?
      Nur um das Geld auf dem Konto zu parken würde ich es definitiv nicht tun... Wenn ihr aber Pläne habt und die 1000€ z.B. gezielt sparen wollt, dann würde ich die A*backen zusammen kneifen und mich drauf einlassen. Für ein paar Jahre - es muss ja nicht für die Ewigkeit sein...

      Wie sind denn die Kollegen, die du schon kennst?
      Nach meiner Erfahrung kann man blöde Arbeit gut machen, wenn das Umfeld stimmt.
      Umgekehrt geht es aber nicht.

      Was heißt belastender?
      Stressiger oder womöglich wirklich dich belastender?

      1000€ mehr netto, weniger Arbeitsstunden (4 Std ist ein halber Tag!) und kurze Wege.... schon sehr verführerisch....
      Aber eben nicht wenn du auf absehbare Zeit ein Nervenbündel wirst.
      Dann würde ich das Angebot auch nur für mein Ego nutzen und entsprechend selbstbewusst Alternativen suchen.

      Annehmen. Downsizen kann man immer noch. Braucht ihr das Geld oder seid ihr zufrieden mit dem Status quo?

      Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Ihr habt mir einige neue Aspekte aufgezeigt, über die es sich nachzudenken lohnt.
      Mein jetziger Job ist auch nicht mein Traumjob, aber völlig in Ordnung. Allerdings nehme ich durchaus Arbeit mit in den Abend - physisch und psychisch. Und die neue Arbeit wäre nicht nur stressiger, sondern wirklich belastender.
      Wir sind finanziell nicht ganz glücklich, sonst würde ich wahrscheinlich garnicht darüber nachdenken. Wegen Studienschulden etc. sind wir jetzt gerade erst bei "Null" - es wäre schön, jetzt auch mal etwas zurücklegen oder sich einfach etwas mehr leisten zu können.
      Die Kollegen, die ich bei der "neuen" Arbeit kenne, sind jetzt keine Freunde von mir, aber wir hatten beruflich schon miteinander zu tun und ich habe ein gutes Gefühl. Mir ist die gute Zusammenarbeit auch wichtiger als der Job selbst. Zwei Tage Bedenkzeit habe und brauche ich noch #schwitz.

      Liebe Grüße

      Ich würde auf meinen Körper hören, auf meine physische und psychische Gesundheit. Keine 1000 Euro bringen einen irgendwas, wenn man am Ende auf dem letzten Loch pfeift oder gar ernsthaft krank wird, weil die Belastung zu viel wird.

      Man sollte in seinem Job auch irgendwie alt werden können. Mal kurzzeitig um mehr zu verdienen okay...aber du liest dich ehrlich gesagt schon irgendwie jetzt belastet und ob ich da noch ne Schippe drauf packen würde ..... Man kann Gesundheit und Wohlbefinden nicht für Geld kaufen.

      Mir wären die 1000 dann auch ehrlich gesagt scheißegal, wenn die Bedingungen für mich nicht stimmen.

      Falls es im neuen Job doch zu stressig ist kannst du ja reduzieren, hast dann Evtl so viel Geld wie im Alten Job mit wesentlich weniger Stunden. Also mehr Zeit für dich und deine Familie. Falls du es gut wegsteckst, kannst du dich über die finanziellen Möglichkeiten freuen.

      Aber ich würde es auch von deiner Branche abhängig machen. Findest du im schlimmsten Falle etwas anderes ohne umzuziehen oder alles annehmen zu müssen?

Top Diskussionen anzeigen