Nach Elternzeit 30H arbeiten- Bauchschmerzen

Hallo liebe Leser,

wie der Titel sagt gehe ich nach meiner Elternzeit demnächst 30H zurück ins büro.
natürlich mache ich das, weil wir das Geld brauchen. Unser Hausbau steht in den Startlöchern und mein Mann hat Angst, dass wir uns finanziell überheben. Ich teile diese Angst und nur mit seinem Gehalt sieht es tatsächlich knapp aus. Rücklagenbildung wäre nicht mehr möglich und das Auto darf auch nicht kaputt gehen.

Mir zerreist es aber das Herz mein Kind abzugeben und dann kaum noch zu sehen. Vor 9 Uhr kann ich nicht anfangen zu arbeiten, da es allgeim nicht gewünscht ist vom Arbeitgeber. Wir haben Kundenkontakt.

Das heisst das ich auch lange tage habe. Wahrscheinlich sogar 2 Tage von 9-19 Uhr die Woche. Ich könnte nur noch heulen und weiß nicht was ich machen soll.

Knapp bei Kasse sein und vom Mann komplett abhängig sein aber dafür Zeit mit meinem Kind oder die 30Stunden durchziehen.

Bis september 2020 muss ich durchhalten dann könnte ich reduzieren auf 50 % weil dann die Doppelbelastung weg ist. Wir wünschen uns auch noch ein 2. Kind da wäre das Elterngeld von 30 Stunden natürlich auch hilfreich.

Was meint IHr? Wem gehts auch so?
Ich bin gar nicht glücklich aber es wäre vernünftig...

Wenn ich es richtig lese hast du eigentlich keine Wahl oder?

Das Gehalt vom Mann reicht nicht.. gewisse Rücklagen Brauch man.

Man könnte rechnen was die Differenz zwischen kiga kosten und Gehalt ist..ob man evtl sagt man bleibt zu Hause und geht auf 450 Euro arbeiten wenn der Mann da ist? Oder auf 15-20std/Woche und das iwie mit mann/Oma etc abdecken.


Ich geh vollzeit arbeiten seitdem meine 2.5 Jahre alt sind.. vorher war ich nur ab und an mal arbeiten wenn mein Mann auf die Kinder aufgepasst hat. Die kiga kosten sind aber auch ziemlich hoch.

Bei 30std/Woche sind es 6std/Tag.. wenn du in den TZ Antrag gleich dazu schreibst dass du aufgrund der Betreuung nur von 9-15h arbeiten kannst..? Ich habe meine Zeiten auch festgelegt..anders geht es mit Kindern nicht wenn man keine Oma oder so in der Nähe hat

Wir sind komplett auf die Tagesmutter angewiesen. Oma arbeitet selbst noch Vollzeit und die andere ist alt und krank.

Der beitrag für die TM ist bei knapp 300€ monatlich. ich glaube wir würden eventuell 50e sparen aber bei 50% direkt 500€ weniger an Geld haben im Monat.

Ich habe Angst es zu bereuen, wenn ich soviel arbeite. Andererseites wenn ich es durchziehe und dann vom höheren Elterngeld und ein wenig Rücklagen zehren kann werde ich auch stolz sein auf mich.

Geht hier irgendwer nach 1 Jahr 30 Stunden oder mehr arbeiten?

Das Problem wenn du jez nicht arbeiten gehst verlagert sich ja nur wenn ihr noch ein 2.kind wollt. Weil wenn es finanziell JETZT notwendig ist dass du Geld verdienst ..dann wird es wohl mit 300euro mindestEG ja auch nicht wirklich reichen. Wäre das Kind denn bis 19h bei der TM? Weil wenn der Vater es um 16h abholt wäre es ja fürs Kind was anderes als wenn es bis 19h bei der TM ist.

Oder halt einfach mal mit dem AG sprechen und sagen dass bis 19h halt einfach nicht geht.

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HI

wenn Du 2 lange Tage von 9-19 Uhr hast, dann bleiben doch nurnoch 10h übrig für 3 Tage ...

ICH persönlich würde nie "abhängig" sein wollen vom Geld des Partners ... aber wie gesagt, sehe ich so und ich weiß das viele das nicht so sehen

Ich hab beim ersten Kind als es 1 Jahr alt war auf 450€ Basis angefangen und als er 1,5 Jahre alt war den AG gewechselt und VZ mit 40/h/Woche angefangen ... bzw mehr Stunden, weil Feierabend gabs erst wenn die OP beendet war.

Beim zweiten Kind hab ich nach 9 Monaten auf 450€ angefangen und wieder den AG gewechselt als er 1,5 Jahre alt war ... aber "nurnoch" eine 80% Stelle.

Und ich habe kein Bauchweh dabei und trotzdem unternehme ich etwas mit meinen Kids ... und hab Geld übrig für Urlaub, Freizeitparks, Kino

VG

Wie lang hast Du denn noch Elternzeit? Ich konnte mir im Oktober auch nicht vorstellen, dass unsere Kinder ab März in die Kita gehen. Und jetzt staune ich jeden Tag beim Abholen, wie toll sie das machen.

ich fange im Juli wieder an.
die 2 Tagen von 9-19 uhr bedeuten auch, dass da meine Tochter nur morgens kurz sehe.. Emotional ist das schon hart für mich.

Ich glaube, hart wird es so oder so. Auch in zwei Jahren. Es fühlt sich komisch an, wenn einem jemand anderes erzählt, was das eigene Kind so tagsüber gemacht hat. Aber irgendwann kommt der Moment halt. Für uns ist wichtig, dass sich die Kinder wohlfühlen, und das tun sie ohne Zweifel.

Ich hab heute den dritten Tag gearbeitet und durfte heute morgen feststellen: Es ist doof, aus dem Haus zu gehen, wenn die Kinder noch schlafen. Aber es wird nicht einfacher, wenn sie wach sind...

Hallo,

kannst du nicht 3 Tage 9-19 Uhr arbeiten? Dann hättest du deine 30 h zusammen. Und könnte dein Mann an den Tagen vielleicht früher aufhören und euer Kind früher abholen?
Und dann das Kind nur an 3 Tagen zur TM bringen - dann würden sich evtl die Kosten auch noch reduzieren.
Natürlich würdest du dein Kind an diesen 3 Tagen nur morgens und abends kurz sehen - dafür wärst du an den anderen 4 Tagen voll da. Wie alt ist denn euer Kind?

So wie ich dich verstehe, gibt es eh keine andere Möglichkeit - also müsst ihr versuchen, die Zeiten möglichst sinnvoll aufzuteilen.

Alles gute und eine gute Lösungsfindung, c

Hi,

was heißt denn "dein Kind kaum noch sehen"? Du arbeitest 30h pro Woche - da bleibt noch reichlich Zeit, damit du dich mit deinem Kind beschäftigen kannst.
Versuche das ganze positiv zu sehen: Dein Kind macht neue Erfahrungen mit vermutlich anderen Kindern, ist liebevoll bei einer Tagesmutter betreut, erlebt "Abenteuer" und kann Dir dann ganz viel erzählen. und ich bin ziemlich sicher, dass dein Kind weniger Probleme damit hat als du ;-)

Und nimm mich mal als echtes Negativbeispiel:
Ich musste fast direkt nach dem Mutterschutz Vollzeit arbeiten, weil mein Mann nur wenige Stunden arbeiten konnte. Vollzeit hieß lt. Vertrag 40h pro Woche. Es waren durch angeordnete Überstunden 45h pro Woche und faktisch bis zu 80h pro Woche, da ich auf Veranstaltungen fahren musste, Rufbereitschaften (die eigentlich immer "aktiv" wurden) hatte.
Ich bin morgens aus dem Haus, als unser Sohn schlief und kam abends wieder, wenn er schon im Bett gewesen ist. Regelmäßig habe ich ihn 3 Tage gar nicht oder schlafend gesehen. DAS war hart. Aber genau wie Du hatte ich keine Wahl. Und Überstunden durch Freizeit im winter ausgleichen? Doch nicht im Büro...

Durchgehalten habe ich es 2,5 Jahre - dann kam der Burn out und die Kündigung.

Ich habe jede Mutter beneidet, die nur 30h gearbeitet hat...

Meinem Sohn hat es trotzdem nicht geschadet / er hatte keine Probleme damit (kannte es ja nicht anders), denn er war vom Papa & Kindergarten (ab 12 Monate) gut betreut und hatte Spaß im Kiga.

Also, Kopf hoch, geh positiv ran (alles andere merkt auch dein Kind!) und nutze die Zeit, die ihr neben der Arbeit habt qualitativ!

LG
Kim

Wenn du an 2 Tagen jeweils 9 Stunden arbeitest (exkl Pause also), dann musst du ja auf die restlichen Tage nur noch 6 oder sogar weniger Stunden pro Tag arbeiten. Also so viel scheint es ja nur an zwei Tagen zu sein.

Ansonsten: Ich sag es mal ganz hart, das hättet ihr euch vorher überlegen sollen, ob man dann unbedingt ein Haus bauen muss.

Ich fange nach einem Jahr wieder mit 78% an.

kann dein Mann nicht an den Tagen an denen du lang arbeitest früh anfangen und dann früher Schluss machen? so machen wir es immer, wenn ich mal einen Tag auf Dienstreise von oder soetwas.

Ja das er an den langen Tagen die kleine um 15 Uhr abholt ist so geplant. mir gehts eher darum nichts mehr von ihr zu haben. Heute war sie 1,5 Stunden bei der TM zur Eingewöhnung und direkt richtig kaputt. wie soll sie 6 Stunden schaffen?

Hi,

natürlich war sie heute k.o.! Es wird aber mit jedem Tag besser.
Mach Dir nicht selbst das Leben schwer ;-). Ich verstehe Deine Sorgen, aber deine Kleine wird sich daran gewöhnen und viel Spaß haben. Im Kindergarten wäre sie auch erstmal total k.o. Sind doch alles neue Eindrücke. Aber je länger sie hingehen wird, umso besser kommt sie klar.

Hatte sie denn wenigstens Spaß dort?

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Ich habe nach der Mutterschutzzeit beide Male mit 30 Stunden weitergearbeitet...ich hatte den Vorteil, dass ich im Büro arbeiten oder Telarbeit machen konnte. Das heißt meine Kinder waren waren anfangs abwechselnd durch mich oder meinen Mann betreut...wenn er arbeiten musste (Schichtdienst Feuerwehr) habe ich Telearbeit gemacht und die andere Zeit war ich im Büro. Später war ich im Büro wenn die Beiden im Kindergarten waren und habe die restlichen Stunden zu Hause gearbeitet. Inzwischen sind sie 12 und 15 Jahren und ich mache es immer noch ähnlich allerdings mit 35 Stunden. Überstunden und abendliche Sitzungen gab es in den Jahren immer wieder und müssten zusätzlich organisiert werden.
Drumherum habe ich immer viel Zeit mit den Kindern verbracht, so dass da keinem etwas fehlte.

Meinst du mit Telearbeit Homeoffice? Dann waren deine Kinder aber schon größer, oder? Ich arbeite om home Office genau so wie im Büro und wüsste nicht wie ich meine Tochter gleichzeitig betreuen sollte.

Ich meine Homeoffice....nein meine Kinder waren nicht größer, ich habe immer nur die Mutterschutzzeiten pausiert.
Klar war es schwieriger als sie klein waren , da bekommt man während der wachen Phasen nicht so viel geschafft. Ich habe dann den größten Teil meiner Arbeit Morgens bevor sie wach wurden, Abends oder während der Mittagsschlafzeiten erledigt....da war Flexibilität gefragt.

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Hallo
Ich gehe jetzt seit März wieder auf 30h arbeiten. Die kleine ist 2J4M. Habe aber bereits im November auf MinijobBasis begonnen (5h/Woche) . Einfach um mal wieder raus zu kommen und um mich wieder auf meiner Arbeitsstelle zurechtfinden. Die kleine geht seit Februar zur Kita (4-6 Stunden täglich). Hatte auch Bedenken wie es wohl ist, wieder mehr zu arbeiten, Haushalt, Hund, Kind.. aber alles umsonst. Es ist für mich genauso entspannt wie vorher. Wir wollten dieses Jahr auch mit einem Geschwisterchen beginnen aber da ist uns jetzt der Hauskauf mit Umbau dazwischen gekommen. Nächstes Jahr werden wir dann aber starten .bis dahin kann ich gut für die nächste Elternzeit sparen.

Hallo,

es tut mir leid, Dir das so direkt sagen zu müssen - aber Du hast ziemlich viele Wünsche, dann musst Du dafür leider auch etwas tun. Ihr wollt ein Haus, ihr wollt zwei Kinder und Du willst nicht arbeiten gehen - das funktioniert halt nur, wenn Dein Mann entsprechend verdient bzw. ihr genug Geld habt. Aber selbst dann würde ich mich persönlich niemals so dermaßen abhängig von einem Mann machen. Ich kann auch nicht vertstehen, wieso man auf Teufel komm raus ein Haus bauen muss, wenn alles so dermaßen knapp kalkuliert ist, dass nicht mal ein Auto kaputt gehen darf. Aber das ist auch nur meine persönliche Meinung.

Ich kann Dir gerne sagen wie es bei uns läuft, aber das wird Dir wahrscheinlich nichts nützen, da ich komplett anders denke als Du .

Unser Lütte ist mit einem Jahr in die Krippe gekommen und ich bin wieder Vollzeit arbeiten gegangen. Ich bin auch noch nebenberuflich selbstständig, das habe ich sogar direkt eine Woche nach der Geburt weitergeführt. Wir haben weder Großeltern noch anderweitige Unterstützung und bekommen es ganz gut hin.

Es ist ein schönes Gefühl finanziell unabhängig zu sein. Ich denke, Deinem KInd wird es wenig nutzen, wenn Du zwar den ganzen Tag zu Hause bist, aber aufgrund von Geldsorgen total unausgeglichen bist. Und Existenzängste können krank machen. Was passiert,. wenn Dein Mann mal länger krank wird?

Moin #tasse

wir standen vor der Frage zwischen Kind 3 und 4.

Ich habe mich für Vollzeit entschieden, weil es ein überschaubarer Zeitraum ist und ich in jedem Fall das volle Elterngeld haben möchte. Klar, ich wusste nicht, wie schnell ich schwanger werde, aber wir haben überlegt, dass wir erstmal probieren und ich zur Not, wenn das alles gar nicht klappt, ja wieder reduzieren kann.

Nun habe ich Mitte Februar wieder VZ angefangen, war da frisch schwanger und gehe im September wieder in den Mutterschutz.

Ich habe das Glück mir die Arbeit gut einteilen zu können (s. mein Beitrag weiter oben zum Arbeiten mit 3 Kindern), also ich bin nicht 40 Stunden komplett im Büro.

Anstrengend ist es schon, aber für einen begrenzten Zeitraum geht (fast) alles mal, finde ich.

LG, Nele
mit Junge (11) und 3 Mädchen (8, 14 Monate und 13. SSW)