Experten gewünscht: Elterngeld und anschließend Steuernachzahlung

    • (1) 19.08.19 - 11:41

      Hey alle zusammen. Kann hier einer eventuell ausrechnen wieviel steuern wir, je nachdem welche Steuerklasse wir wählen, eventuell nachzahlen müssen? Dann bitte privat anschreiben 😭

      Mein Mann würde, während ich Elterngeld beziehe, in die Steuerklasse 3. ich mache mir jetzt Gedanken, ob wir dann im darauf folgenden Jahr nicht extrem viel Steuern nachzahlen müssen. Habe keine Lust über 3000 Euro steuern nachzuzahlen.

      • (2) 19.08.19 - 11:55

        Das kann man pauschal nicht sagen. Generell ist es bei 3/5 eher der Fall dass man zurück zahlen muss.
        Je nachdem was man absetzten kann bekommt man trotzdem was zurück.

        Wir haben immer 4/4 und bekommen immer eine Rückerstattung. Während ich EG bezogen habe fiel diese deutlich geringer aus. Zb meine Fahrtkosten konnte ich ja nicht absetzten

        Hallo

        Das kann dir keiner ausrechnen. Es kommt immer darauf an, was man absetzte kann etc.

        (4) 19.08.19 - 13:50

        Habt ihr vorher ne Steuererklärung gemacht? Ich habe die vom letzten Jahr mit einer Software nochmal verändert mit den elterngeldwerten. Ich hoffe so auf einen annäherungswert zu kommen. Sonst hatten wir bei 2 vollzeitverdiensten und Fahrtkosten jährlich 1700€ zurück (4 / 4) Nach meiner Rechnung jetzt bei elterngeld plus 300€ (3 / 5).
        Sonst holt euch ne Steuer CD vom letzten Jahr zum überschlagen. Die sind jetzt bei ebay günstig.

      (6) 19.08.19 - 16:45

      Also so weit ich den Hinweis im Elterngeld Bescheid verstanden habe, holt sich der Staat nächstes Jahr sowieso Geld wieder...
      Und zwar -so habe ich es zumindest verstanden- wird das Elterngeld in der Theorie auf das Gehalt des Mannes draufgelegt. Dieses neue theoretische brutto, davon wird der Steuersatz berechnet und dann vom eigentlichen Gehalt deines Mannes berechnet. Heißt: wenn er aktuell beispielsweise 32% Steuern zahlt, muss er nach der Neuberechnung zb 36% zahlen. Da man das aber aktuell ja nicht tut, wird es bei der nächsten Steuererklärung zurück geholt. Bei uns werden es dann wohl knapp 2000€ sein. Ich hoffe echt sehr, ich habe es falsch verstanden, weil das echt ne unglaubliche Summe ist. Vorne kriegt man es zugesteckt das Geld und hinten rum holen sie es sich wieder zurück.
      Kann natürlich sein, dass wenn dein Mann nun in die Klasse 3 geht, die Nachzahlung noch unerfreulicher sein wird.

      • (7) 19.08.19 - 20:13

        Oh man. Das ist ja echt so blöd. Ne ich denke, dann ist meine Vermutung richtig. Wenn mein Mann in Steuerklasse 3 geht dann, wird es eine satte Nachzahlung geben. Werde mir mal eine Steuer cd zulegen um zu schauen, wieviel genau es sein wird. Danke dir 🙏🏽

        Das hast du schon richtig verstanden.
        Wenn ihr nichts abzusetzen habt, lasst lieber 4/4. Dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Nachzahlung gering.
        Der Staat verschenkt kein Geld. Ist doch logisch, das es "nachversteuert" wird.

        >>>Vorne kriegt man es zugesteckt das Geld und hinten rum holen sie es sich wieder zurück.<<<

        Niemand wird gezwungen, Elterngeld zu beantragen.

        • (10) 20.08.19 - 19:15

          Lustig. Ohne Geld geht es ja nun mal nicht.
          Wenn man jedes Jahr tausende an Euro Steuern zahlt bzw schon 5 stellig und mal ein Jahr was in Anspruch nehmen muss, finde ich es eben nicht angebracht, sorry. Immerhin wird’s ja von eingenommenen Steuern gezahlt.

          • (11) 20.08.19 - 19:44

            Jetzt mal weiter gesponnen, wenn du sagst, dass du/ihr 5stellig Steuern zahlt, dann sollte der Hauptverdiener vermutlich auch schon einen recht hohen Steuersatz haben, so dass das EG nicht zu einer so hohen Last führt. Im übrigen muss man dann halt auch etwas clever bei der Steuererklärung sein hinsichtlich der abzusetzenden Kosten, da gibt es ja wirklich genug (Wäsche waschen, Handyrechnung etc).

            • Die Logik krankt ein wenig. Denn würde Elterngeld nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegen, könnte man die genannten Punkte dennoch absetzen. Es gibt nichts, das direkt dem Elterngeld zugeordnet wird.

              • Es geht ja auch nicht um die Zuordnung zum Elterngeld, sondern grundsätzlich um Dine, die man angeben kann, damit die Steuerlast gemindert wird. Das dies an der Progression im Prinzip nichts ändert ist mir auch klar, aber es senkst die Steuerlast. Vllt ist es auch sinnvoll Handwerkerrechnungen oder andere Sachen noch mit in das Jahr zu nehmen. Aber das ist dann ein anderes Thema.

            (14) 21.08.19 - 09:10

            In dem Fall bin ich Hauptverdiener und zahle den maximalen Steuersatz. Mein Mann nun nicht. Zwar auch schon recht hoch, aber nicht den Maximalsatz. Es werden halt die 2000€ werden, die wir nachzahlen müssen. Ich finds ne Menge. Ist ja quasi mehr als ein Monatselterngeld. Absetzten tun wir schon immer was geht, aber das wird wohl nicht aufzufangen sein.

            • (15) 21.08.19 - 11:25

              Jetzt mal noch ein anderer Denkansatz, vielleicht habt ihr es ja noch nicht bedacht oder auch aus guten Gründen verworfen: Ich bin bei uns auch der Hauptverdiener und habe auch einen durchschnittsteuersatz von über 30%. Bei uns geht definitiv mein Mann in Elternzeit, dadurch ist dann später auch die Gefahr der Nachzahlung nicht so hoch, da wir vom Steuersatz eh schon hoch sind.
              Nur mal so als Option.

        (16) 20.08.19 - 21:25

        >>>Lustig. Ohne Geld geht es ja nun mal nicht.<<<

        Ahja, aber erst mal meckern, dass einem angeblich wieder abgenommen wird, was man vorher bekommen hat. Bleibt also doch ein Plus übrig.

(18) 19.08.19 - 22:19

Hallo,

Pauschal kann es dir niemand sagen.
Am besten in eine Steuer CD eingeben....
Wenn ihr nicht viel absetzen könnt, dann bleibt lieber in 4/4.

Wir haben einiges und sind mit 3/5 definitiv besser gefahren .... haben aber 3 Kinder.

Wir rechnen gleich im Januar durch und geben erst im Juli ab, so kann man schonmal etwas zurück legen und wird nie „böse“ überrascht.

Es macht auch einen großen Unterschied wann das Kind geboren wird.... wenn es Anfang des Jahres ist, ist die Nachzahlung höher als zum Ende hin, dafür im Folgejahr wieder anders....

Lg

Bei jedem Elterngeldjahr mussten wir etwas zurück zahlen. Das ist nun mal so bei 3/5.
Wenn wir beide arbeiten, dann gab es immer etwas wieder.
Man sagt, dass man ca. 2 Monate Elterngeld an Steuern zurück zahlt. Die sollte man am besten vorher schon zur Seite legen...

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