Schwanger in der Probezeit - jetzt mal Tacheles

    • (1) 28.08.19 - 22:55

      Worum es geht, steht ja schon dort.
      Mich würde wirklich interessieren was ihr davon haltet in der Probezeit schwanger zu werden? Wie seht ihr das als aus Sicht der Kollegen?
      Fühlt ihr euch „dank“ der Regelung, das die Probezeit damit beendet ist, auf der sicheren Seite? Oder was habt ihr selbst für Erfahrungen gemacht?
      Ich höre doch des öfteren , dass Aebeitgeber irgendwie ein Schlupfloch finden, sich im grauen Bereich befinden aber dennoch mit der Kündigung/nicht bestehen der Probezeit durch kommen.. was denkt ihr? Was habt ihr für Erfahrungen?
      Ich bin gespannt! 😊

      Wenn man mit offenen Karten spielt finde ich es okay. Habe direkt beim Gespräch gesagt dass ich einen starken Kinderwunsch hab. War dann in der probezeit schwanger und endete in einer FG. Trotzdem wurde ich nicht gekündigt. Nach einer erfolgreichen Schwangerschaft und EZ konnte ich problemlos meinen Job wieder aufnehmen. Das Klima ist weiterhin gut.

      Was ich eher "unfair" finde wenn man bereits schwanger ist und es verschweigt bis zum Vertrag und erst wenn alles safe ist was sagt. Aber jeder muss es mit sich selbst ausmachen.

      • (6) 29.08.19 - 18:21

        Ich hatte mal in der 12.SSW die Stelle gewechselt, die aber befristet war auf 6 Monate. Bei Vertragsabschluss wusste ich noch nichts von der SS. Habe ganz normal gearbeitet und es auch erst relativ spät mitgeteilt. War überhaupt kein Problem, niemand war mir böse, auch wenn sie manche Arbeit von mir übernehmen mussten.

      • (7) 30.08.19 - 14:06

        Im Bewerbungsgespräch hast du über deinen Kinderwunsch gesprochen, hab ich das richtig verstanden ?? #gruebel#schock

        Das ist ein komplettes No Go und höchst unprofessionell - außerdem darf auch mit gutem Grund danach absolut nicht gefragt werden.
        Manchmal wird gefragt um das Selbstbewusstsein und sichere Auftreten der Mitarbeiterin zu testen (sich halt höflich, aber bestimmt diese Frage zu verbitten).

        Aber dass sich mit der Firma / Vorgesetzten über Familienplanung unterhalten wird... das habe ich echt noch nie gehört #schwitz

        Im Berufsleben gibt's für "Fairness" übrigens andere Kriterien als dem Chef das Privatleben auszubreiten. Nicht bös gemeint, ich will das hier nur nicht als Tipp stehen lassen, ist ja übel!

        LG, Nele

        • (8) 30.08.19 - 18:43

          Vllt interessierst du dich lieber für deine Probleme ?
          Du weißt doch überhaupt nicht wie alles abgelaufen ist..oder wie ich zu der Geschäftsführung stehe etc.

          Das man nicht nach einer Schwangerschaft etc fragen darf ist mir bewusst- dafür brauche ich keine Belehrung.


          Klar ist es bei urbia üblich alles zu verschweigen um das bestmögliche rauszuholen. Deswegen muss es nicht meine Realität sein- oder ?

    (9) 29.08.19 - 07:40

    In meiner alten Firma gab es diesen Fall allein in unserer Abteilung zweimal in den drei Jahren in denen ich dort war.

    Als Team bemüht man sich eine neue Kollegin willkommen zu heißen und gut zu integrieren und ein zu schulen, was dann im Endeffekt eh nichts bringt weil sie sobald sie eingeschult wäre weg ist...

    Dementsprechend die Reaktion von uns... Zurück gekommen ist soviel ich weiß keine nach der Elternzeit... Ein tragischer Verlust für die Firma 🤐

    Ich habe einen Vertrag unterschrieben und hatte eine Woche später einen positiven Test in der Hand. Unerwartet, denn wir hatten es zwei Jahre erfolglos versucht und weitere KiWu Behandlungen aufs nächste Jahr (nach der Probezeit) verschoben. Dann hat es eben doch geklappt 🤷‍♀️
    Klar, wirklich toll habe ich mich nicht gefühlt und dachte mir „was ein doofes timing“ aber abtreiben würde ich deswegen wohl kaum 😆
    Ich habe direkt nach den 12 Wochen offen mit Chef und Kollegen gesprochen...und es war verhältnismäßig entspannt. Ich bin ja nicht so lange weg, ein Dreiviertel Jahr schaffen sie auch ohne mich 😅

    Ich kann verstehen, wenn manche meine "unfair"... ABER: manchmal passiert so eine SS ja ungeplant oder der Kinderwunsch zieht sich schon länger hin und es klappt bereits seit Jahren nicht, man ist vielleicht schon in entsprechender Behandlung... da "plant" man eben die SS nicht so einfach, man muss auch weiterleben und an die Zukunft denken, die evtl ungewünscht kinderlos bleibt. Wenn es also dann klappt, dann hätte ich gar kein schlechtes Gewissen.

    In meiner Firma ist eine ungeplant schwanger geworden in der Probezeit. Ihr Chef war da wohl schon säuerlich. Ich habe kurz nach ihr angefangen. Meine Chefin hat bereits im Vorstellungsgespräch gemeint, SS wäre kein Problem. Nicht, dass sie mich danach gefragt hätte, sie hat es eben einfach mal so unter 4 Augen gesagt.
    Nach 1 Jahr in der Firma haben wir dann tatsächlich angefangen zu üben und ich bin prompt im ersten ÜZ ss geworden. In der 8. Woche habe ich es ihr erzählt, in der 9. hatte ich eine MA. Sie hat mitgelitten und mitgefiebert und sich ehrlich gefreut, als es Anfang dieses Jahres (9 Monate später) endlich wieder geklappt hat.

    • Richtig! Es hat so beide Seiten.. ich kann beide Seiten sich gut verstehen. Extra machen nur um irgendwo fest angestellt zu sein, finde ich auch geht gar nicht aber letztlich weiß man nie von wem was geplant und extra ist. Auf der anderen Seite, wenn es endlich klappt warum sollte man drauf verzichten. Oder sich rechtfertigen müssen.
      Ich glaube es ist immer schwierig und man hat immer Bammel vor der Reaktion

Aber mal echt, was würdet ihr in der Situation tun? Ich kann alle Seiten verstehen und das macht es ja so schwierig. Ich selbst bin nicht betroffen aber im Familienkreis jemand. Toller Job tolle Kollegen und dann die ss und alle stempeln sie ab, sind plötzlich echt fies zu ihr.
Steht ihr da drüber und ist euch das egal und beharrt auf euer recht oder zieht ihr euch zurück?
Gab es Fälle wo der AG trotzdem die Kündigung durch bekommen hat?

(14) 29.08.19 - 10:42

Moin #tasse

Dass den Frauen immer gleich böse Absicht und fiese unfaire Methoden unterstellt werden #gruebel #kratz

Ich habe meine Kinderwünsche immer unabhängig von meinem Arbeitsvertrag umgesetzt und war beim ersten Kind auch in der Probezeit schon schwanger. Na und? Erstens weiß man ja nie, wie lange es dauert - hätte ja auch jahrelang vergeblich probieren können.

Und zweitens bin ich hinterher zurückgekommen und habe gute Arbeit geleistet, also wo ist das Problem?
Wenn man mal von den gängigen 40-45 Arbeitsjahren ausgeht, ist die Elternzeit ja nur ein kleiner Anteil, selbst bei mehreren Kindern.

LG, Nele
mit Junge (12) und 3 Mädchen (8, 19. Monate und 34. SSW)

(17) 30.08.19 - 14:42

Das sehe ich eigentlich genauso.

Ich habe auch meine Kinderplanung immer wieder nach hinten verschoben um niemandem auf den Schlips zu treten, vor allem nicht meinem AG, immer im vollen Glauben, dass man ja gleich schwanger wird wenn man mal ungeschützten Geschlechtsverkehr hat... #augen

Naja, jetzt sind's fast zwei Jahre, und ich kann nur sagen: Meinen Kinderwunsch plane ich schon lange nicht mehr nach meinem Arbeitsvertrag oder irgendwas anderem. Mir ist das jetzt getrost egal, ob diesem oder jenem eine Schwangerschaft grade in den Kram passen würde. Und mittlerweile bereue ich das "Nach-hinten-Geschiebe" wirklich sehr.

Wie geht es dir übrigens? Habe vor Monaten deine Posts im Kinderwunsch-Forum verfolgt. :-) 34. SSW schon! Wie die Zeit vergeht!

Liebe Grüsse,

dragonflies #blume

  • So wie du das gemacht hast mit dem „nach hinten schieben“ so denke und mache ich das derzeit auch. Wobei ich mir denke das es das nicht wert ist. Und es mein Leben ist. Einen Job in meinem Bereich findet man immer. Aber trotzdem diese Gedanken und Bammel.
    Und meine Schwester eben auch, jetzt ist sie schwanger und erlebt so was blödes auf der Arbeit!

Macht man es absichtlich finde ich es auch blöd, allerdings kann man das ja selten beurteilen.
Bin nun auch in der Situation hab mir einen Job gesucht, weil ich mit dem alten super unzufrieden war. 1,5 Monate nach der Unterschrift plötzlich positiv getestet. Stelle jetzt im 3. Monat angetreten, Kollegen wissen es noch nicht, aber der Chef. Der hat für die Situation ganz positiv reagiert und nur gefragt wann ich wieder da bin und wie, damit er mich einplanen kann. Und sich darüber gefreut das ich nicht 3 Jahre weg bleibe

  • Richtig man kann es nicht wirklich beurteilen.
    Es wird nur leider so schnell geurteilt.

    Und du hattest jetzt auch eigentlich noch Probezeit die damit dann ja beendet ist?
    Schön das dein Chef so gut reagiert. Ich wünsche dir das deine neuen Kollegen es auch tun. Und Glückwunsch zur Schwangerschaft

Ich habe mal eine Neue 1 Tag eingearbeitet. Am zweiten rief sie morgens an, sie sei schwanger und geht ins BV. War kein Problem, wir hatten von der Ausschreibung noch Bewerbungen in der zweiten Reihe.

(24) 30.08.19 - 10:14

Hallo,
Ich war im fünften Monat schwanger als ich mich auf eine neue Stelle beworben hatte. Nach dem ersten Arbeitstag hatte ich nebenbei erwähnt dass ich schwanger bin. Der Vertrag war befristet. Nachdem meine Tochter ein Jahr alt war ist man auf mich zu gekommen. Danach hatte ich wieder den gleichen Arbeitsplatz.
Ein paar Jahre später wurde ich krank. Zwischen den Schüben arbeite ich so gut ich kann.

Meine Tochter hat mich deutlich weniger am Arbeiten gehindert als meine Krankheit.

Krank können alle werden, schwanger nicht alle und nicht außerhalb des Zeitfensters.


Gruß Sol

  • (25) 30.08.19 - 22:49

    Wow! Mutig.. ich würde mir glaube ich den Kopf zerbrechen.. und mich nicht trauen am ersten Tag zu sagen das ich schwanger bin. Aber ich finde das mega gut das du das so gemacht hast. So sollte es sein. Und du hast zum Glück die Erfahrung gemacht das man „vernünftig“ professionell reagiert hat.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute 🍀

Top Diskussionen anzeigen